28/12/2020
Edinburgh Ghost Tour
Im Jahr 2012 bereisten zwei Mitglieder unseres Teams, Birgit und Frank, Schottland. Während dieser Rundreise stand auch das wunderschöne Edinburgh auf dem Programm. (Über die Whisky-Tour berichten wir dann mal an anderer Stelle…)
In Edinburgh werden für paranormal Interessierte, aber auch für neugierige Anfänger, so genannte Ghost Tours angeboten. Wir haben eines dieser Angebote genutzt, um die Stadt genauer kennen zu lernen. Es war eine Tour zu Fuß, mit einem Guide der uns Historisches und Spannendes aus dem alten Städtchen berichtete. Wir starteten in der Nähe des „Sin Clubs“, der Weg führte stetig abwärts. Dazu hörten wir dann, wie früher das Abwassersystem funktioniert hat: alles raus aus dem Fenster, die Schwerkraft tut ihr Übriges. Also, obenrum alles „hui“ und in den niedriger gelegenen Stadtteilen stand die Gülle in der Straße.
An einem unscheinbaren Hauseingang hielten wir an – hier ging es ab in den Untergrund. Durch ein Kellergewölbe ging es in das Innere eines historischen Brückenkopfes. Durch mehrere verwinkelte Wege kamen wir alsbald in die erste Höhle. Hier erfuhren wir vom Guide, wie diese Höhlen früher genutzt wurden. Zum Teil als Vorratslager, zum Teil als Unterschlupf für diejenigen, die ihr Haus und Gut während der diversen Kriege oder Schlachten verloren hatten. In den Höhlen wurde gelebt. Bis zu 200 Personen pro Höhle, inklusive Kochen, Schlafen und Toilette. Und das ganze ohne Frischluftzufuhr. Auch diejenigen, die, aus welchen Gründen auch immer, hier verstarben, konnten nicht beerdigt werden. Die Bewohner der Höhlen hatten zu viel Angst, sich nach draußen zu wagen.
In den ersten vier Höhlen konnten wir noch Fotos machen, danach versagte unsere Kamera. Wir haben den Guide darauf angesprochen. Er meinte nur, dass das hier in den Gewölben recht häufig vorkommt, dass elektrische/elektronische Geräte einfach mal den Dienst versagen.
Nachdem wir durch einen anderen Hauseingang wieder an die frische Luft gelangt waren, funktionierte auch die Kamera wieder einwandfrei. Der Akku war auch noch fast voll.
Die Führung ging dann weiter, vorbei am Frankenstein Building, zum Greyfriars Kirkyard. Dieser Friedhof ist bekannt für seine paranormalen Aktivitäten. Viele Ghosthunter haben dort schon ihre Untersuchungen abgehalten. Wir hatten allerdings aufgrund unserer Begleitung durch einen local Guide den Vorteil, in einen ansonsten verschlossenen Bereich dieses Friedhofs zu gelangen. Und genau in diesem Bereich sollte der Spuk am heftigsten sein.
Unser Guide erzählte uns ein paar spannende Geschichten von den Leuten, die dort begraben liegen. Wir haben natürlich auch mal unsere Antennen auf Empfang gestellt. Bei einem Grab waren wir beide sehr sicher, dass dort eine Präsenz zu fühlen war. Unser Guide nahm uns dort allerdings sehr schnell weg, da wir genau diese Grabstätte NICHT untersuchen dürften. Hm, merkwürdig. Er ging dann mit uns in eine andere Kapelle – dort haben wir allerdings keinerlei Wahrnehmung auf irgendwelche atmosphärischen Veränderungen gehabt.
Dann kam der Teil der Show, der wohl unerlässlich ist bei solchen Führungen. Es erschien uns tatsächlich ein „Geist“ – BUH! Haha… Die Schauspieltruppe hat ganze Arbeit geleistet.
Fazit: Wenn ihr in Edinburgh seid und Spaß an alten Gemäuern, spannenden Geschichten und paranormalen Vorkommnissen habt, geht mit einer solchen Tour. Zumindest als Startpunkt für weitere private Untersuchungen auf jeden Fall zu empfehlen.