Die Mitglieder bestanden zunächst vielfach aus Kriegsveteranen, wie der freiwilligen Heeresverbände. Neben gesellschaftlichen und sozialen Aspekten kamen den Schützenvereinen lange Zeit auch politische Funktionen zu. Mit der Konzeption einer auf die deutsche Nation verpflichteten, intern nach demokratischen Prinzipien organisierten Bürgermiliz scheiterten die Vereine jedoch später am Erfolg der Bi
smarkschen Revolution von oben. Zugleich bekamen sie Konkurrenz durch Kriegervereine, die für lange Zeit wesentlich erfolgreicher den „Militarismus der kleinen Leute“ zu organisieren verstanden. Die Schützenvereine vermochten zwar zu überleben, wenngleich ihre naturgemäße politische Funktion immer mehr in den Hintergrund trat. Nach der Kapitulation der Wehrmacht verboten die Allierten die Schützenvereine als uniformierte Waffenträger zunächst ganz. Erst Anfang der 1950er-Jahre wurden sie in der alten Bundesrepublik wieder zugelassen. Mit erfolgreicher Neugründung des Bürgerschützenvereins wurden seine Mitglieder in Züge eingeteilt und die Mitglieder entsprechend ihres Wohngebietes in diesen Zügen organisiert. Wenn gleich diese statische Aufteilung formal weiterhin Bestand hat, so ist dieses bereits seit Jahren nicht mehr absolut zu sehen. Vielmehr steht die Identität der Züge im Vordergrund. Dabei wird Wert gelegt dass Gemeinsamkeit und das "Wir" des Bürgerschützenvereins nicht nur erhalten bleibt, sondern auch Maxime ist. Jeder Zug versteht sich daher und dabei als eine Gemeinschaft, welche Wert auf Individualität, Gestaltungswillen, Kameradschaft und Tradition legt.