20/08/2026
„Was hat der Vergangenheit ohne Internet gefehlt?“
Die sogenannte Generation Z und die darauffolgende Generation Alpha sind die Generationen, die erstmalig als „digital natives“ beschrieben werden. Die Lebensrealität junger Menschen spielt sich, damit einhergehend, häufig auf Plattformen wie Instagram oder TikTok ab. Das kann neben einer schier gigantischen Flut an Reels und damit einhergehender Bildschirmzeit auch permanenten Druck, einseitige oder populistische Nachrichten- und Faktendarstellung oder den Konsum stumpfer AI-generierter Slops beinhalten.
Gleichzeitig bieten soziale Medien als alternativer Raum zur analogen Realität die Möglichkeit, Kontakt mit Freund*innen zu halten, der Realität zu entfliehen, Humor zu teilen, sich selbst zu inszenieren, Teil von globalen Trends zu sein und sich politisch zu informieren bzw. zu organisieren. Viele weltweite Kampagnen wären ohne social media nie möglich gewesen.
Es ist weder wünschenswert noch möglich, die Zeit zurückzudrehen und sich Jugendliche ohne soziale Medien zu denken. Auch Verbote allein sind nicht wirksam. Vielmehr muss es darum gehen, eine positive Nutzung des Internets und sozialer Medien gemeinsam mit jungen Menschen in den Blick zu nehmen, die Wahrnehmung eigener Grenzen und Bedürfnisse bei Jugendlichen zu stärken und sich zu fragen, wie soziale Medien gut in die eigene pädagogische Arbeit integriert werden können.
Professionelles Verstehen setzt gute Fragen voraus. Mit herzlichem Dank an
Transparenzhinweis: Das Projekt „Resiliente Zwischenräume“ wird durch das BMBFSFJ gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie durch die Heidehof-Stiftung.