15/10/2026
In den vergangenen Tagen hat der Gambist Thomas Fritzsch mit fünf befreundeten Musiker:innen in der Grünhainichener Kirche Aufnahmen für eine CD gemacht, auf der Sensationelles zu hören sein wird:
Im MDR-Kultur wurde er einmal liebevoll als „Trüffelschwein seiner Zunft“ bezeichnet, da er immer wieder sowohl wertvolle Musikinstrumente aufstöbert und aufwendig restaurieren lässt als auch ein ums andere Mal vergessene oder verschollene Kompositionen aufspürt und zum Erklingen bringt. So auch in diesem Falle, bei dem es sich um einen Notenfund aus der Zeit um 1792 handelt.
Thomas Fritzsch musizierte bei den CD-Aufnahmen auf einer Viola da gamba aus dem Jahre 1709 des Salzburger Hof-Lauten- und Geigenbauers Joann Paul Schorn (1682-1758), die einst dem Gambisten Joseph Fiala, einem der engsten Freunde der Familie Mozart, gehörte. Ohne Zweifel ist diese Viola da Gamba Wolfgang Amadé Mozart begegnet, der selbst eine Violine von Johann Schorn (1658-1718, Vater von Joann Paul Schorn) besaß und spielte.
Auf der CD wird auch ein Tafel-Clavier, gespielt von Richard Röbel, zu hören sein, das aus dem Jahre 1787 vom Londoner Instrumentenbauer John Broadwood stammt.
Durch Thomas Fritzschs sensationellen Notenfund ließ sich das für feines erzgebirgisches Kunsthandwerk weltberühmte Familienunternehmen Wendt & Kühn inspirieren und wird, zeitgleich mit der CD (beim Label Rondeau Production) und einer Notenausgabe des Fundes (bei Edition Peters Leipzig), eine Neuheit vorstellen.
Die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. freut sich und ist geehrt, dieses Zusammenspiel schöner Künste in mehreren Konzerten im Rahmen des 36. Sächsischen Mozartfestes „mit:gefühl“ 2027 präsentieren zu dürfen.