Bündnis Chemnitz Nazifrei

Bündnis Chemnitz Nazifrei Wir sind das Bündnis Chemnitz Nazifrei, ein zivilcouragierter Zusammenschluss aus Gruppen, Organisa

Ne***zi im Chemnitzer StadtratYves Rahmel soll bald in den Chemnitzer Stadtrat einziehen. Doch wer ist er?Rahmel zählt s...
23/08/2026

Ne***zi im Chemnitzer Stadtrat

Yves Rahmel soll bald in den Chemnitzer Stadtrat einziehen. Doch wer ist er?

Rahmel zählt seit vielen Jahren zu den bekannten Akteuren der extrem rechten Szene in Chemnitz und Sachsen. Bekannt wurde er vor allem durch seine Rolle beim Rechtsrock-Label PC Records. Er ist tief in der Rechtsrock-Szene vernetzt, organisierte Konzerte und war an extrem rechten Aufmärschen beteiligt.

Auch strafrechtlich wurde Rahmel mehrfach verurteilt – unter anderem wegen der Produktion und des Vertriebs volksverhetzender CDs.

Heute schauen wir genauer hin: Wer ist Yves Rahmel und welche Rolle spielt er in der extrem rechten Szene?

Wir bleiben dran. Bleibt informiert.

Ne***zis im Chemnitzer Stadtrat? An sich nichts Neues.Extrem rechte Akteure sitzen schon lange im Chemnitzer Stadtrat – ...
22/08/2026

Ne***zis im Chemnitzer Stadtrat? An sich nichts Neues.

Extrem rechte Akteure sitzen schon lange im Chemnitzer Stadtrat – unter anderem in der Ratsfraktion PRO CHEMNITZ/Freie Sachsen und der AfD-Ratsfraktion.

Jetzt gibt es einen Wechsel: PRO-Chemnitz-Stadtrat Karl Kohlmann, Vater des Freie-Sachsen-Gründers Martin Kohlmann, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Nachrücken soll Yves Rahmel.

Doch wer ist Yves Rahmel – und warum ist dieser Wechsel politisch relevant?

Genau das wollen wir in den nächsten Wochen genauer beleuchten. Denn wir finden: Die Aktivitäten der extremen Rechten im Chemnitzer Stadtrat müssen sichtbar bleiben und kritisch begleitet werden.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

05/08/2026

Dieser GEW-Gewerkschaftler pflegt von sich ein Bild als Pragmatiker, der Probleme gerne "direkt" anspricht - wissenschaftsbasierte Ansätze braucht er dafür nicht, damit tritt es sich auch weniger bequem nach unten. In einem TAG24-Interview zeigt er das ausführlich und fordert ein autoritäres Durchgreifen des Staats.

Denn Tobias Andrä findet Chemnitz und den Sonnenberg einfach gefährlich und macht als Ursache dafür junge Migrant*innen aus. Der Autor des TAG24-Artikels übernimmt diese Erzählung weitgehend unkritisch und behauptet, die polizeiliche Kriminalstatistik würde ihm Recht geben. So verzichten auch Autor und Redaktion darauf, die angeführte Statistik abseits einer rassistischen Lesart im Sinne von Tobias einzuordnen, weitere Faktoren für Kriminalität und ihre Erfassung wie soziale Ungleichheit, Altersstruktur und psychische Belastungen sowie die generellen Grenzen der Repräsentativität einer Kriminalstatistik die von einer Strafverfolgungsbehörde erhoben wird zu berücksichtigen.

Dabei zeigt kriminologische Forschung in eine andere Richtung: Jugendkriminalität geht seit Jahren stetig zurück (Oberwittler & Svensson, 2025). Dieser Rückgang ist dabei nicht auf repressive Maßnahmen sondern ein breiteres Freizeitangebot, eine stärkere Einbindung in soziale Aktivitäten sowie dadurch, dass Jugendliche Aufmerksamkeit von Eltern und ihrem Umfeld erfahren. Auch Sozialarbeiter*innen und das Vorhandensein von Angeboten der Jugendarbeit tragen zum Rückgang der Jugendkriminalität bei (Oberwittler & Svensson, 2025). Gerade in der Kinder- und Jugendarbeit wird in Chemnitz gerade massiv gekürzt.

Anstatt sich an solchen Forschungsergebnissen zu orientieren, fordert Tobias lieber aus seinem qualifizierten Bauchgefühl heraus, dass das Alter für die Strafmündigkeit herabgesetzt werden müsste. Das klingt für seine Zielgruppe wahrscheinlich wie hartes und effizientes Durchgreifen - bringt aber erwiesenermaßen nichts und verhindert keine Straftaten. Strafmündigkeit ist kein rein juristisches Konzept, sondern eines, dass sich darauf bezieht, dass Straftäter*innen die Konsequenzen ihrer Tat einschätzen können. Dazu wären Kinder auch nach einer solchen Gesetzesänderung nicht plötzlich besser in der Lage, Strafen hätten weiterhin auf Kinder keine abschreckende Wirkung (Schröder, 2023, zitiert nach Horten et al., 2023). Vielmehr ist eine gegenteilige Wirkung zu erwarten, es lässt sich eine höhere Rückfälligkeitsquote bei gesenktem Strafmündigkeitsalter feststellen (Damm et al., 2017).

Aber Tobias sagt die Strafmündigkeit müsse heruntergesetzt werden. Er findet es nicht zeitgemäß, Kinder nicht strafrechtlich zu belangen. Er findet die heutigen Kinder, seien nicht mit den Kindern der 90er vergleichbar. Sicher ist: Zumindest ein ganz besonderes Kind gab es damals, oder Tobi? Und nur weil Kinder keine juristische Bestrafung bekommen, heißt das nicht, dass nichts passiert. Etwa greift das Jugendamt ein und es gibt viele mögliche Maßnahmen (Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, 2020). Könnte er als Lehrer eigentlich wissen, aber kompliziertere Antworten möchte er wohl nicht. Lieber als allen anderen vertraut Tobias auch bei anderen Themen seinem Bauchgefühl. Er findet, dass Gespräche und Therapien bei immer mehr Jugendlichen nicht mehr "fruchten" würden, also auch diese zugunsten härterer Maßnahme aufzugeben wären. Und auch hier widersprechen Expert*innen (Ege et al., 2026, S. 39).

Weiter fordert Tobias Abschiebungen für Menschen die ein gesellschaftliches Zusammenleben nicht akzeptieren - was auch immer das heißen soll - und bei schweren Straftaten. Abschiebungen sind eine gewaltvolle Praxis, die jeden Tag stattfinden, um Menschen aus ihrem Umfeld zu entreißen und sie in Länder zu bringen aus denen sie geflohen sind oder sonstige Länder, in denen sie möglicherweise bisher nie waren - egal ob dort unmenschliche Bedingungen in Lagern, Folter, Unterdrückung und Verfolgung auf sie warten. Das ist keine Praxis, die in irgendeiner Weise erstrebenswert ist und erst recht keine Forderung, die man stellen sollte, egal um wen es geht.

Tobias wird im Artikel als "Ex-SPD-Politiker" vorgestellt. Eine Beschreibung, die seine Meinung wohl als die eines ehemaligen Linken, der jetzt eine vermeintliche Realität anerkennt qualifizieren soll - obwohl er seit mehr als zehn Jahren nicht mehr Mitglied der Partei ist. Schon 2015 trat er unter anderem wegen seiner rassistischen Kritik an der damaligen Politik gegenüber Geflüchteten aus, weil laut ihm "auf Landesebene die Ängste der Bevölkerung in der Flüchtlingspolitik nicht ernst" genommen werden würden. Auch die Thematisierung queerer Belange durch die SPD ging wohl über sein Verständnis der Achtung von Menschenrechten hinaus.

Mittlerweile ist Tobias "nur" noch Vorstand des Bezirksverbands Chemnitz der GEW. Wir fragen uns, was diese als Gewerkschaft für Lehrer*innen, Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen von solchen rassistischen Äußerungen, die nebenbei vor allem Strafen gegenüber Kindern und Jugendlichen fordern, anstatt ihre Anliegen und Probleme ernst zu nehmen, hält?

Während Tobias seiner Studienzeit hinterhertrauert, in der Chemnitz angeblich noch in Ordnung war, genießen wir unsere Limo auf dem Sonnenberg. Wir finden Chemnitz kann man nur gemeinsam zu einem besseren Ort machen und funktioniert nicht, wenn man einfach nach unten tritt.

TAG24 beziehungsweise der Autor schafft es an keiner Stelle Inhalte kritisch einzuordnen und gibt rassistischen Forderungen in diesem Artikel eine Bühne.

Deshalb: Lasst solche Hetze und ihre unkritische Verbreitung nicht unwidersprochen. Schreibt TAG24, kritisiert den Artikel in den Kommentaren oder per Mail. Wenn ihr Mitglied der GEW seid, fragt eure Gewerkschaft, wie sie zu den Positionen ihres Bezirksvorstands steht. Und zum Schluss: schreibt uns in die Kommentare: Was macht den Sonnenberg für euch lebenswert?

Literaturverzeichnis:

Ege, G., Baier, D., Schmidt, V., Vertone, L., & Zobrist, P. (2026). «Wer nur den Hammer kennt, macht aus Jugendlichen Nägel»: Eine interdisziplinäre Beurteilung der aktuellen Verschärfungsvorhaben im Jugendstrafrecht. sui generis, 2026, 39–52. ttps://doi.org/10.21257/sg.290

Damm, A. P., Østergaard Larsen, B., Skyt Nielsen, H. & Simonsen, M. (2017). Lowering the minimum age of criminal responsibility: Consequences for juvenile crime and education. Economics Working Papers, 10. https://doi.org/10.1007/s10940-025-09604-y

Horten, B., Steffan, C. & Weinand, M. (2023). Kriminologischer Beitrag. Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, 17(4), 460–462. https://doi.org/10.1007/s11757-023-00799-z

Oberwittler, D., & Svensson, R. (2025). The international youth crime drop – Evidence and explanations. In M. Tonry (Hrsg.), Crime and justice: A review of research (Bd. 54). University of Chicago Press. https://doi.org/10.1086/737409

Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages. (2020). Staatliche Maßnahmen bei strafbaren Handlungen durch Minderjährige und schuldunfähige Personen (Sachstand WD 7 - 3000 - 110/20).https://www.bundestag.de/resource/blob/810114/WD-7-110-20-pdf.pdf [1, 2]

Vom Kältebus zum Hilfebus, was genau verbirgt sich hinter diesem Angebot? Für diese Folge sprechen wir mit Freiwilligen ...
02/08/2026

Vom Kältebus zum Hilfebus, was genau verbirgt sich hinter diesem Angebot?

Für diese Folge sprechen wir mit Freiwilligen rund um eine regelmäßige Fahrt in Chemnitz. Wir sprechen darüber, warum es den Hilfebus braucht, welche Lücken er schließt und was es bedeutet, Menschen niedrigschwellig und ohne Vorbedingungen zu unterstützen.
Wir fokussieren uns dabei bewusst auf die Arbeit, die Haltung und die Strukturen hinter dem Angebot – nicht einzelne Schicksale.
Eine Folge über Wohnungslosigkeit, Ehrenamt und die Frage, warum existenzielle Unterstützung in Deutschland oft von freiwilligem Engagement abhängt.

Hier z.B. auf Spotify: https://open.spotify.com/episode/3kHWBEPxYRdJPa3Ojdppit?si=xhfCDV6gSSuPZy4Ukj39ew&utm

Seit dem 6. November 2025 stand Susann Eminger - die beste Freundin von Beate Zschäpe im “Untergrund” - in Dresden vor G...
19/07/2026

Seit dem 6. November 2025 stand Susann Eminger - die beste Freundin von Beate Zschäpe im “Untergrund” - in Dresden vor Gericht. Vorgestern verurteilte das OLG Dresden sie wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung in drei Fällen sowie wegen Beihilfe zu besonders schwerer räuberischer Erpressung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, deren Vollstreckung für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Dem Gericht zufolge überließ Susann E. Beate Zschäpe unter anderem ihren Personalausweis und mehrfach ihre Krankenkassenkarte. Zschäpe ging mit dieser mehrfach zum Zahnarzt, als sie sich in Zwickau “im Untergrund” aufhielt. Außerdem holte sie sich damit eine Bahn-Card auf den Namen Susann Eminger. Weiter sah es das Gericht als erwiesen an, dass die 45-Jährige an der Abholung des Wohnmobils beteiligt war, das der NSU am 4. November 2011 bei seinem letzten Raubüberfall in Eisenach nutzte.

Susann Eminger ist seit 2005 mit André E. verheiratet, der bereits im Münchner NSU-Prozess wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verurteilt wurde. Er war ebenfalls einer der engsten Vertrauten von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt.

Wir haben nichts erwartet und wir haben nichts bekommen.
Der Prozess hat erneut gezeigt: Es hätte schon viel eher viel mehr Prozesse gegen Unterstützerinnen geben können. Die Beweise waren schon lange da, es kam nicht viel Neues im Prozess am OLG heraus. Stattdessen wurden Verfahren gegen zahlreiche Unterstützerinnen verschleppt und nach und nach eingestellt. Die Unterstützerinnen kamen einfach so davon. In Dresden wurden an keinem Punkt ernsthafte Anstrengungen unternommen, das Unterstützerinnennetzwerk des NSU weiter auszuleuchten. Wie die Vorsitzende Richterin selbst deutlich machte, war dies nicht Ziel des Verfahrens, es ging ihr nur um die Schuld von Susann Eminger.

Beim Urteil zeigte der Senat des Oberlandesgerichts auffällig viel Verständnis für die Belastungen, die Susann Eminger wegen des Prozesses hatte. So bekam Susann Eminger keine weiteren Bewährungsauflagen wie z.B. ehrenamtliche Arbeit. Auch schaffte es die Richterin erneut nicht die Namen der durch den NSU Ermordeten korrekt auszusprechen.

Beate Zschäpe bekam in ihren Aussagen eine Bühne, auf der sie frei ihren eigenen Auftritt und ihre Sicht der Dinge bestimmen konnte. Kritische Nachfragen blieben selten und wurden durch sie nicht beantwortet. Als Zschäpe sagte, sie könne sich nicht für die Mordtaten des NSU entschuldigen, weil es dafür “keine Entschuldigung” gebe, stand Gamze Kubaşık auf und rief Zschäpe hinter der Glasscheibe zu: “Dann sag die Wahrheit.” Sie forderte, dass Zschäpe tatsächlich etwas zur Aufklärung beiträgt. Stattdessen erzählte Zschäpe ausführlich von Wasserschäden und Katzensitting.

Wer zum NSU gehörte und wer ihn unterstützte wurde nie vollständig ermittelt. Die Behörden wollten oder konnten nicht die Dimensionen erkennen. Sie tun immer noch so, als wäre der NSU ein Trio mit einem engen Unterstützer*innen-Kreis. Somit wurden rechtsterroristische Netzwerke nur gestärkt: Sie wissen, dass sie nichts zu befürchten haben.

Aber es ist noch nicht zu spät, den NSU-Komplex weiter aufzuklären. Doch dies scheint weiterhin alleinige Aufgabe der Zivilgesellschaft, Hinterbliebenen und Überlebenden, die immer wieder auf Unwillen und Widerstände seitens staatlicher Stelle stoßen. So scheitert nicht nur die Justiz an einer umfassenden Aufklärung. Gleichzeitig werden Mittel für weitere NSU-Dokumentationszentren gestrichen, Akten weiterhin zurückgehalten – zuletzt etwa in Hamburg gegenüber einem Forschungsprojekt, das anstelle eines öffentlichen Untersuchungsausschusses eingesetzt wurde.

Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen, den Angehörigen der Ermordeten und allen, die diese erneute Enttäuschung verarbeiten müssen. Ihnen gilt unsere Solidarität. Unsere Gedanken sind bei den Ermordeten.

Ein Jahr Podcast, ein Jahr "Wem gehört die Stadt?" - die Geburtstagsfolge.   Dafür brauchen wir eure Hilfe. Habt ihr Fra...
02/07/2026

Ein Jahr Podcast, ein Jahr "Wem gehört die Stadt?" - die Geburtstagsfolge.

Dafür brauchen wir eure Hilfe. Habt ihr Fragen zum Podcast? Was wollt ihr über die einzelnen Folgen wissen? Schreibt uns hier auf Social Media oder per Mail ([email protected])! Uns interessiert was ihr wissen wollt und was ihr denkt.

Wir freuen uns!

Deutschland verliert - N***s schlagen zu In Chemnitz ist es offenbar nach dem WM-Spiel Deutschland gegen Paraguay zu ras...
30/06/2026

Deutschland verliert - N***s schlagen zu

In Chemnitz ist es offenbar nach dem WM-Spiel Deutschland gegen Paraguay zu rassistischen Angriffen gekommen.

Wie auf einem Video auf TikTok zu sehen ist, greift eine größere Gruppe unter Gegröle eine kleinere Gruppe von Menschen an, jagt sie einen Fußweg entlang und wirft Leitbaken nach ihnen. Unter dem Video ist zu lesen, dass es sich dabei um einen Vorfall nach einem Public-Viewing-Event in Chemnitz handelt.

Die*der Zeug*in beschreibt, dass sich eine Gruppe von Migrant*innen beim Public Viewing befand und die deutsche Nationalmannschaft angefeuert habe. Daraufhin seien sie von verschiedenen Menschen beleidigt und provoziert worden. Im Text unter dem Video steht „Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes griffen zunächst ein und versuchten, die Situation zu beruhigen“, verwiesen in der Folge jedoch die fünf migrantischen Männer vom Veranstaltungsgelände. „Kurz danach rannten ihnen nach meiner Beobachtung etwa 20 Personen hinterher. Dabei fielen rassistische und antisemitische Beleidigungen [...].“ Während der Verfolgung wurden, wie auch auf dem Video zu sehen ist, Leitbaken aufgehoben und nach den fliehenden Männern geworfen.

Immer wieder gibt es Meldungen über rechte Vorfälle rund um WM- und EM-Veranstaltungen. Sei es das Zeigen rechter Gesten durch Zuschauer*innen, rechte Parolen oder rassistische Beleidigungen gegen Spieler*innen. Nach Niederlagen oder spielentscheidenden Fehlern werden insbesondere Spieler*innen mit Migrationsgeschichte oder rassifizierte Spieler*innen häufig zur Zielscheibe rassistischer Hetze. Auch Angriffe wie dieser scheinen Teil dieses Musters zu sein.

Fußball kann Menschen vereinen – aber er kann auch die dunklen Seiten unserer Gesellschaft aufzeigen. Seit Jahren werden Forderungen laut, die deutsche Nationalmannschaft solle ein vermeintlich „deutscheres“ Erscheinungsbild haben, oft verbunden mit rassistischen Vorstellungen darüber, wer als deutsch gelten dürfe. Insbesondere die AfD befeuert immer wieder Debatten über die Herkunft von Spieler*innen und unterstellt, eine Deutsche Nationalmannschaft müsse weiß sein um Deutschland zu repräsentieren. Spätestens seit dem „Sommermärchen“ 2006 gibt es rund um WM- und EM-Veranstaltungen zahlreiche Berichte über Angriffe auf nicht-weiße Fans, sogenannte No-Go-Areas rund um Spiele und ein Klima, welches dem damaligen Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ vielfach widerspricht. Auch in Bezug auf internationale Fußballspiele immer offener geäußerter deutscher Nationalismus schafft gerade für Rechte und Rassist*innen im Kontext von Veranstaltungen wie einem Public-Viewing-Event zu einem Deutschlandspiel einen Rahmen, in dem sie das Gefühl bekommen ungehemmter als sonst schon ihre Einstellungen ausdrücken zu können - bis hin zu rassistischer Gewalt.

Text und Bilder sind eine Zusendung:In der Nacht vom 03.06.26 wurde auf dem TU Campus sowie an der Psychologie-Fakultät ...
04/06/2026

Text und Bilder sind eine Zusendung:

In der Nacht vom 03.06.26 wurde auf dem TU Campus sowie an der Psychologie-Fakultät auf der Wilhelm-Raabe-Straße mit Kreide kritisch auf die rassistische Forschung des Professors Heiner Rindermann aufmerksam gemacht. Vor dem Hintergrund der Aktionswoche von Wissenschaft gegen Faschismus sollen so auch bereits lange an der eigenen Universität existierende rechte Positionen und Tendenzen aufgezeigt werden. Rindermann ist seit 2010 Professor für Pädagogische und Entwicklungspsychologie an der TU Chemnitz, forschte jedoch schon davor und noch immer zur vermeintlichen Verbindung von race und Intelligenz. Seine Studien sind rassistisch, biologistisch und klassistisch angelegt, seine rechtspopulistischen Einstellungen versteckt er nicht. Rindermann reproduziert somit Menschenfeindlichkeit und Rassenideologie unter dem Deckmantel der Wissenschaftsfreiheit. Auch unter dem Schutz der TU Chemnitz, die unter anderem als Mitglied des Netzwerks "Weltoffene Hochschulen" ansonsten vorgibt gegen Rassismus einzutreten. Als Professor ist er Beamter des Freistaats Sachsen.
Diese Aktion stellt sich gegen Rindermanns Rassismus und steht für eine offene und antifaschistische Universität ein. TU Chemnitz, wo bleiben "Weltoffenheit und Toleranz"? Rindermann raus!

Kommt am 05.06 ab 19 Uhr ins Subbotnik (Vettersstraße 34a, 09126 Chemnitz) zur Solibar für den Kulturstrudel e.V. Freibe...
02/06/2026

Kommt am 05.06 ab 19 Uhr ins Subbotnik (Vettersstraße 34a, 09126 Chemnitz) zur Solibar für den Kulturstrudel e.V. Freiberg! In Freiberg wird ein neues Ladenprojekt geplant, dafür sammeln wir nun gemeinsam Geld indem wir uns einen gemütlichen Abend bei alkoholischen und nichtalkoholischen Solicocktails machen. Bei gutem Wetter unter freiem Himmel im Garten. Eine genauere Vorstellung der Pläne des Vereins wird es um 20 Uhr geben. Wir freuen uns auf euch!

Neue Podcastfolge: Nicht für euren Krieg - Stimmen vom SchulstreikHier auf Spotify: https://open.spotify.com/episode/6nv...
11/05/2026

Neue Podcastfolge: Nicht für euren Krieg - Stimmen vom Schulstreik

Hier auf Spotify:
https://open.spotify.com/episode/6nvKXw1JDeOQGN3MlulPNb?si=P5tjSbNbSrGt8rwLhqP2gA

Der Schulstreik gegen die Wehrpflicht, eine bundesweite Streikbewegung von jungen Menschen in Deutschland. Ausgelöst durch einen neuen und mittlerweile umgesetzten Gesetzesentwurf zum Wehrdienst.
Auch in Chemnitz gab es bisher drei Streiks. Und den zweiten am 05.03.2026 haben wir besucht.

Um diese Streiks geht es in unserer neuen Folge.

Wir haben vor Ort Schüler*innen befragt, was ihre Gründe sind, zu streiken, wie es ihnen mit der veränderten Perspektive geht und auch inwieweit es ihnen erschwert wurde die Streiks zu besuchen.

Außerdem haben wir ein kurzes Gespräch mit einer Person geführt, die die Streiks in Chemnitz mitorganisiert hat. Über Beweggründe, wie man die Menschen erreichen kann und auch was Menschen tun können, die vom neuen Gesetz betroffen sind.

Es geht vor allem darum die jungen Menschen selbst zu Wort kommen zu lassen und ihren Gedanken und Meinungen einen Raum zu geben, genau wie es die Streiks auch tun.

🎧 Hört rein!

Adresse

Bahnhofstr
Chemnitz

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Bündnis Chemnitz Nazifrei erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Bündnis Chemnitz Nazifrei senden:

Verknüpfungen

Teilen