Bündnis Chemnitz Nazifrei

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Gestern haben wir an Patrick Thürmer gedacht.27 Jahre nach seinem Tod haben wir uns in Hohenstein-Ernstthal und Oberlung...
05/10/2026

Gestern haben wir an Patrick Thürmer gedacht.

27 Jahre nach seinem Tod haben wir uns in Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz auf die Spuren der Tatnacht begeben, an den Orten innegehalten und uns mit der Geschichte und den Umständen seiner Ermordung auseinandergesetzt.

Unser Gedenken gilt Patrick, seinen Freund*innen und seiner Familie.

Danke an alle, die gestern dabei waren, sich interessiert haben, zugehört und gemeinsam mit uns erinnert haben.

Wir vergessen nicht.

Wir vergessen nicht! – Critical Walk zum 27. Todestag von Patrick ThürmerAm 02. Oktober 1999 wird der erst 17-jährige Pa...
16/09/2026

Wir vergessen nicht! – Critical Walk zum 27. Todestag von Patrick Thürmer

Am 02. Oktober 1999 wird der erst 17-jährige Patrick Thürmer ermordet. Er befindet sich auf dem Heimweg von einem Punk-Konzert im sächsischen Hohenstein-Ernstthal, als ihn drei Ne***zis überfallen und brutal zusammenschlagen. Wenige Stunden später erliegt Patrick im Krankenhaus seinen zahlreichen Verletzungen.
27 Jahre später wollen wir in Hohenstein-Ernstthal an Patrick erinnern und uns gemeinsam auf die Spuren der Tatnacht begeben.

Beim Critical Walk besuchen wir Orte, die mit dem Mord an Patrick Thürmer und den Ereignissen dieser Nacht verbunden sind. An den einzelnen Stationen wollen wir den Tathergang nachzeichnen, uns mit den damaligen Umständen und den Folgen der Tat auseinandersetzen und danach fragen, wie heute würdevoll an Patrick und andere Opfer rechter Gewalt erinnert werden kann.

Der Rundgang soll Raum für inhaltliche Aufarbeitung und gemeinsames Gedenken schaffen. Wir wollen Patricks Geschichte erzählen, die Tat nicht aus dem Blick verlieren.

04. Oktober 2026 | 14:00 Uhr | Hohenstein-Ernstthal

Die Dauer des Rundgangs beträgt ca. 2,5 Stunden. Die Teilnahme ist auf 25 Personen begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich und bis zum 28. September 2026 per E-Mail an [email protected] möglich.

Die genauen Informationen zum Treffpunkt werden nach der Anmeldung mitgeteilt.

06/09/2026

Kommt am 09.09. ab 15:45 Uhr in die Chemnitzer Innenstadt. Hinter dem Rathaus erwartet euch ein Livestream vom Stadtrat, Stände mit Infomaterial, Bastel- und Spielmöglichkeiten, Musik und Kunst. Außerdem bringen wir lecker Kuchen mit!

Wir lassen die Normalisierung extrem rechter Strukturen nicht zu: N***s raus aus dem Stadtrat!

N***s raus aus dem Stadtrat!Nach der Sommerpause des Stadtrates tritt der bisherige Stadtrat der Fraktion Pro Chemnitz/ ...
30/08/2026

N***s raus aus dem Stadtrat!

Nach der Sommerpause des Stadtrates tritt der bisherige Stadtrat der Fraktion Pro Chemnitz/ Freie Sachsen Karl Kohlmann zurück. Nachrücken soll Yves Rahmel - seit Jahrzehnten einer der umtriebigsten Rechten in Chemnitz.

Er ist nicht der erste Vertreter der extremen Rechten im Stadtrat, aber wir halten ihn für besonders gefährlich. Yves Rahmel ist einer der einflussreichsten Ne***zis in Chemnitz – bisher nicht als Politiker, sondern als Organisator und Unternehmer. Weiter trägt er maßgeblich zur Vernetzung und Finanzierung der Szene bei, zum Beispiel mit seinem Rechtsrock-Label PC Records, Kontakten in ein internationales Ne***zi-Netzwerk und der Organisation einschlägiger Konzerte. Seine Immobilie in der Markersdorfer Straße diente über Jahre als Treffpunkt für NPD/JN und militante Ne***zis, während Rahmel selbst wegen Volksverhetzung und im Zusammenhang mit dem Vertrieb rechtsextremer Musik verurteilt wurde.

Wir fordern alle demokratischen Stadträt*innen auf, sich nicht an der Normalisierung der extremen Rechten zu beteiligen. Keine Zusammenarbeit, kein Kuscheln mit Pro Chemnitz oder den Freien Sachsen. Ihre Anträge und Anfragen sind keine gewöhnliche Kommunalpolitik, sondern Teil einer Strategie rechter Stimmungsmache und demokratiefeindlicher Agitation. Sie müssen auch als solche behandelt werden.

Auch die Stadtverwaltung muss klare Kante zeigen. Das bedeutet, Anfragen und Auftritte eines extrem rechten Akteurs wie Yves Rahmel nicht zu verharmlosen, sondern ihnen mit der notwendigen demokratischen Haltung und politischen Einordnung zu begegnen.

Sollte Rahmel im Rathaus vereidigt werden, wollen wir deutlich machen: Chemnitz darf Ne***zis keine Bühne bieten. Wir protestieren gegen die Normalisierung extrem rechter Akteure in politischen Ämtern und haben die Aktivitäten der extremen Rechten im Stadtrat im Blick. Wir zeigen Solidarität mit all jenen, die von rechter Hetze und Gewalt betroffen sind.

📅SAVE THE DATE 📅Danke für eure Aufmerksamkeit und dafür, dass ihr unsere Beiträge zum Chemnitzer Stadtrat verfolgt habt....
27/08/2026

📅SAVE THE DATE 📅

Danke für eure Aufmerksamkeit und dafür, dass ihr unsere Beiträge zum Chemnitzer Stadtrat verfolgt habt.

Haltet euch den 09.09.2026 in Chemnitz frei und seid bereit.

Mehr dazu folgt. 👀

Ne***zi im Chemnitzer StadtratHeute schauen wir genauer darauf, welche Rolle Yves Rahmel heute spielt und welche Bedeutu...
25/08/2026

Ne***zi im Chemnitzer Stadtrat

Heute schauen wir genauer darauf, welche Rolle Yves Rahmel heute spielt und welche Bedeutung ihm innerhalb der extrem rechten Szene zugeschrieben wird.

Dabei geht es unter anderem um einen Ort in Chemnitz, seine Aktivitäten in der Rechtsrock-Szene und seine Vernetzung innerhalb der extremen Rechten.

Mehr dazu im Post.

Wir bleiben dran. Bleibt informiert.

Ne***zi im Chemnitzer StadtratIm letzten Post haben wir uns mit Yves Rahmel beschäftigt. Heute schauen wir auf PC Record...
24/08/2026

Ne***zi im Chemnitzer Stadtrat

Im letzten Post haben wir uns mit Yves Rahmel beschäftigt. Heute schauen wir auf PC Records – und damit auf einen zentralen Bestandteil der extrem rechten Infrastruktur in Chemnitz.

Welche Rolle spielt das Unternehmen in der Rechtsrock-Szene? Und was hat Yves Rahmel damit zu tun?

Das erfahrt ihr im Post.

Wir bleiben dran. Bleibt informiert.

Ne***zi im Chemnitzer StadtratYves Rahmel soll bald in den Chemnitzer Stadtrat einziehen. Doch wer ist er?Rahmel zählt s...
23/08/2026

Ne***zi im Chemnitzer Stadtrat

Yves Rahmel soll bald in den Chemnitzer Stadtrat einziehen. Doch wer ist er?

Rahmel zählt seit vielen Jahren zu den bekannten Akteuren der extrem rechten Szene in Chemnitz und Sachsen. Bekannt wurde er vor allem durch seine Rolle beim Rechtsrock-Label PC Records. Er ist tief in der Rechtsrock-Szene vernetzt, organisierte Konzerte und war an extrem rechten Aufmärschen beteiligt.

Auch strafrechtlich wurde Rahmel mehrfach verurteilt – unter anderem wegen der Produktion und des Vertriebs volksverhetzender CDs.

Heute schauen wir genauer hin: Wer ist Yves Rahmel und welche Rolle spielt er in der extrem rechten Szene?

Wir bleiben dran. Bleibt informiert.

Ne***zis im Chemnitzer Stadtrat? An sich nichts Neues.Extrem rechte Akteure sitzen schon lange im Chemnitzer Stadtrat – ...
22/08/2026

Ne***zis im Chemnitzer Stadtrat? An sich nichts Neues.

Extrem rechte Akteure sitzen schon lange im Chemnitzer Stadtrat – unter anderem in der Ratsfraktion PRO CHEMNITZ/Freie Sachsen und der AfD-Ratsfraktion.

Jetzt gibt es einen Wechsel: PRO-Chemnitz-Stadtrat Karl Kohlmann, Vater des Freie-Sachsen-Gründers Martin Kohlmann, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Nachrücken soll Yves Rahmel.

Doch wer ist Yves Rahmel – und warum ist dieser Wechsel politisch relevant?

Genau das wollen wir in den nächsten Wochen genauer beleuchten. Denn wir finden: Die Aktivitäten der extremen Rechten im Chemnitzer Stadtrat müssen sichtbar bleiben und kritisch begleitet werden.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

05/08/2026

Dieser GEW-Gewerkschaftler pflegt von sich ein Bild als Pragmatiker, der Probleme gerne "direkt" anspricht - wissenschaftsbasierte Ansätze braucht er dafür nicht, damit tritt es sich auch weniger bequem nach unten. In einem TAG24-Interview zeigt er das ausführlich und fordert ein autoritäres Durchgreifen des Staats.

Denn Tobias Andrä findet Chemnitz und den Sonnenberg einfach gefährlich und macht als Ursache dafür junge Migrant*innen aus. Der Autor des TAG24-Artikels übernimmt diese Erzählung weitgehend unkritisch und behauptet, die polizeiliche Kriminalstatistik würde ihm Recht geben. So verzichten auch Autor und Redaktion darauf, die angeführte Statistik abseits einer rassistischen Lesart im Sinne von Tobias einzuordnen, weitere Faktoren für Kriminalität und ihre Erfassung wie soziale Ungleichheit, Altersstruktur und psychische Belastungen sowie die generellen Grenzen der Repräsentativität einer Kriminalstatistik die von einer Strafverfolgungsbehörde erhoben wird zu berücksichtigen.

Dabei zeigt kriminologische Forschung in eine andere Richtung: Jugendkriminalität geht seit Jahren stetig zurück (Oberwittler & Svensson, 2025). Dieser Rückgang ist dabei nicht auf repressive Maßnahmen sondern ein breiteres Freizeitangebot, eine stärkere Einbindung in soziale Aktivitäten sowie dadurch, dass Jugendliche Aufmerksamkeit von Eltern und ihrem Umfeld erfahren. Auch Sozialarbeiter*innen und das Vorhandensein von Angeboten der Jugendarbeit tragen zum Rückgang der Jugendkriminalität bei (Oberwittler & Svensson, 2025). Gerade in der Kinder- und Jugendarbeit wird in Chemnitz gerade massiv gekürzt.

Anstatt sich an solchen Forschungsergebnissen zu orientieren, fordert Tobias lieber aus seinem qualifizierten Bauchgefühl heraus, dass das Alter für die Strafmündigkeit herabgesetzt werden müsste. Das klingt für seine Zielgruppe wahrscheinlich wie hartes und effizientes Durchgreifen - bringt aber erwiesenermaßen nichts und verhindert keine Straftaten. Strafmündigkeit ist kein rein juristisches Konzept, sondern eines, dass sich darauf bezieht, dass Straftäter*innen die Konsequenzen ihrer Tat einschätzen können. Dazu wären Kinder auch nach einer solchen Gesetzesänderung nicht plötzlich besser in der Lage, Strafen hätten weiterhin auf Kinder keine abschreckende Wirkung (Schröder, 2023, zitiert nach Horten et al., 2023). Vielmehr ist eine gegenteilige Wirkung zu erwarten, es lässt sich eine höhere Rückfälligkeitsquote bei gesenktem Strafmündigkeitsalter feststellen (Damm et al., 2017).

Aber Tobias sagt die Strafmündigkeit müsse heruntergesetzt werden. Er findet es nicht zeitgemäß, Kinder nicht strafrechtlich zu belangen. Er findet die heutigen Kinder, seien nicht mit den Kindern der 90er vergleichbar. Sicher ist: Zumindest ein ganz besonderes Kind gab es damals, oder Tobi? Und nur weil Kinder keine juristische Bestrafung bekommen, heißt das nicht, dass nichts passiert. Etwa greift das Jugendamt ein und es gibt viele mögliche Maßnahmen (Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, 2020). Könnte er als Lehrer eigentlich wissen, aber kompliziertere Antworten möchte er wohl nicht. Lieber als allen anderen vertraut Tobias auch bei anderen Themen seinem Bauchgefühl. Er findet, dass Gespräche und Therapien bei immer mehr Jugendlichen nicht mehr "fruchten" würden, also auch diese zugunsten härterer Maßnahme aufzugeben wären. Und auch hier widersprechen Expert*innen (Ege et al., 2026, S. 39).

Weiter fordert Tobias Abschiebungen für Menschen die ein gesellschaftliches Zusammenleben nicht akzeptieren - was auch immer das heißen soll - und bei schweren Straftaten. Abschiebungen sind eine gewaltvolle Praxis, die jeden Tag stattfinden, um Menschen aus ihrem Umfeld zu entreißen und sie in Länder zu bringen aus denen sie geflohen sind oder sonstige Länder, in denen sie möglicherweise bisher nie waren - egal ob dort unmenschliche Bedingungen in Lagern, Folter, Unterdrückung und Verfolgung auf sie warten. Das ist keine Praxis, die in irgendeiner Weise erstrebenswert ist und erst recht keine Forderung, die man stellen sollte, egal um wen es geht.

Tobias wird im Artikel als "Ex-SPD-Politiker" vorgestellt. Eine Beschreibung, die seine Meinung wohl als die eines ehemaligen Linken, der jetzt eine vermeintliche Realität anerkennt qualifizieren soll - obwohl er seit mehr als zehn Jahren nicht mehr Mitglied der Partei ist. Schon 2015 trat er unter anderem wegen seiner rassistischen Kritik an der damaligen Politik gegenüber Geflüchteten aus, weil laut ihm "auf Landesebene die Ängste der Bevölkerung in der Flüchtlingspolitik nicht ernst" genommen werden würden. Auch die Thematisierung queerer Belange durch die SPD ging wohl über sein Verständnis der Achtung von Menschenrechten hinaus.

Mittlerweile ist Tobias "nur" noch Vorstand des Bezirksverbands Chemnitz der GEW. Wir fragen uns, was diese als Gewerkschaft für Lehrer*innen, Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen von solchen rassistischen Äußerungen, die nebenbei vor allem Strafen gegenüber Kindern und Jugendlichen fordern, anstatt ihre Anliegen und Probleme ernst zu nehmen, hält?

Während Tobias seiner Studienzeit hinterhertrauert, in der Chemnitz angeblich noch in Ordnung war, genießen wir unsere Limo auf dem Sonnenberg. Wir finden Chemnitz kann man nur gemeinsam zu einem besseren Ort machen und funktioniert nicht, wenn man einfach nach unten tritt.

TAG24 beziehungsweise der Autor schafft es an keiner Stelle Inhalte kritisch einzuordnen und gibt rassistischen Forderungen in diesem Artikel eine Bühne.

Deshalb: Lasst solche Hetze und ihre unkritische Verbreitung nicht unwidersprochen. Schreibt TAG24, kritisiert den Artikel in den Kommentaren oder per Mail. Wenn ihr Mitglied der GEW seid, fragt eure Gewerkschaft, wie sie zu den Positionen ihres Bezirksvorstands steht. Und zum Schluss: schreibt uns in die Kommentare: Was macht den Sonnenberg für euch lebenswert?

Literaturverzeichnis:

Ege, G., Baier, D., Schmidt, V., Vertone, L., & Zobrist, P. (2026). «Wer nur den Hammer kennt, macht aus Jugendlichen Nägel»: Eine interdisziplinäre Beurteilung der aktuellen Verschärfungsvorhaben im Jugendstrafrecht. sui generis, 2026, 39–52. ttps://doi.org/10.21257/sg.290

Damm, A. P., Østergaard Larsen, B., Skyt Nielsen, H. & Simonsen, M. (2017). Lowering the minimum age of criminal responsibility: Consequences for juvenile crime and education. Economics Working Papers, 10. https://doi.org/10.1007/s10940-025-09604-y

Horten, B., Steffan, C. & Weinand, M. (2023). Kriminologischer Beitrag. Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, 17(4), 460–462. https://doi.org/10.1007/s11757-023-00799-z

Oberwittler, D., & Svensson, R. (2025). The international youth crime drop – Evidence and explanations. In M. Tonry (Hrsg.), Crime and justice: A review of research (Bd. 54). University of Chicago Press. https://doi.org/10.1086/737409

Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages. (2020). Staatliche Maßnahmen bei strafbaren Handlungen durch Minderjährige und schuldunfähige Personen (Sachstand WD 7 - 3000 - 110/20).https://www.bundestag.de/resource/blob/810114/WD-7-110-20-pdf.pdf [1, 2]

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