29/09/2025
John Robb zum Wandel der Clubkultur
Interview: KP Flügel
Als Musiker und Journalist bist du Teil der (Post-)Punk-Szene. Mit „Goth – Die dunkle Seite des Punk“, erschienen im Ventil Verlag, hast du ein faszinierendes, umfassendes Kompendium einer Musik- und Kulturszene vorgelegt, die bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren hat. In deinen Porträts vieler Bands beschreibst du immer wieder, wie wichtig es war, sich in Clubs zu treffen. Welche Rolle spielten Clubs in den 1970er- und 1980er-Jahren?
John Robb: Natürlich gab es schon immer Clubs und Discos, aber in der Post-Punk-Zeit gab es viele „alternative“ Clubs, in denen sich die Kultur zu verdichten begann. Vorher war die Bandkultur hauptsächlich durch Auftritte geprägt gewesen, aber nun gab es viele Orte, an denen man zu den Platten der Bands tanzen konnte. In der Pre-Punk-Zeit gab es die Bowie/Roxy-Clubs, die zwar wichtig waren, aber es gab nur wenige davon und sie befanden sich meist nur in Großstädten. Plötzlich schien es, als gäbe es in der Post-Punk-Ära in jeder Stadt Clubs, und die Tanzfläche und die damit verbundene „Floor Show” verwandelten die Musik vom energiegeladenen Punk in etwas, zu dem man tanzen konnte, indem sie sie mit Black Music wie Drum, Disco und Funk und den neuen Technologien vermischten. Es war auch ein wöchentlicher Treffpunkt, an dem man sich traf und sah, was alle trugen, wodurch sich der Stil schneller entwickelte als bei zufälligen Konzerten.
Das ganze Interview auf Stiftung wissensART
https://stiftung-wissensart.de/john-robb-zum-wandel-der-clubkultur
John Robb ‚Goth – Die dunkle Seite des Punk, erschienen im Ventilverlag Mainz
https://www.ventil-verlag.de/titel/1945/goth
Interview KP Flügel