17/10/2026
Letzte Woche hatten diverse Butenländer:innen mal wieder Besuch von ihrer Physiotherapeutin Wencke. Mit dem heutigen Fotomodell Mimi war sie sehr zufrieden, da ihre Rückenprobleme sich super verbessert haben. Da macht sich das regelmäßige Wippentraining bezahlt, dadurch hat Mimis Rücken Muskulatur aufgebaut und auch allgemein zeigte Miss Beauty keine Verspannungen mehr.
Cello lief die letzte Woche wieder sehr schief, allerdings ging da bereits am Montag die Tendenz wieder nach oben in den positiven Bereich. Er zeigte keine Schmerzen beim Abtasten, das war bei der letzten Physiotherapie noch anders und man sah ihm damals deutliches Unbehagen an. Auch hier wirkt unser regelmäßiges Schrittgehen.
Bei Manuela vermutet Wencke, dass die Narbe von der damaligen OP ihr Probleme bereitet. Unsere Herdenälteste war eine Fistelkuh, diesen Rindern schneiden Tierquäler ein Loch in den Bauchraum, um ihnen täglich in den Magen zu greifen und so Futtermittel zu testen. Deshalb musste dieses Loch nach der Ankunft auf Butenland durch 2 sehr komplizierte Eingriffe wieder geschlossen werden, wodurch eine Narbe entstanden ist, die sich auch 14 Jahre nach dem Eingriff noch bemerkbar macht. Eine Störung der Durchblutung kann schon bei kleinen Narben auftreten, egal wie lange die Operation her ist. Leider kann man dagegen nicht viel machen, glücklicherweise hat Manuela aber keinerlei Schmerzsymptome und es ist ihr wohl eher lästig. Wir behalten sie weiter im Auge.
Bei Tom konnte nicht viel gemacht werden, da er recht wenig Lust hatte. Gerade bei der Physiotherapie sind wir sehr auf das Mitmachen der Tiere angewiesen, wenn man da auf einen Dickkopf stößt, ist das ganze Hilfsangebot für die Katz bzw. bei Tom für das Rind.
Emmi hat verspannte Beine, mit dem restlichen Körper war Wencke zufrieden, gerade auch für Emmis Alter und Vorgeschichte. Es wurde Flüssigkeit in den Vordergelenken festgestellt, sowie an den Hinterbeinen Arthrose, deutlich sichtbar durch verdickte Gelenke. Emmi wechselt bei längerem Stehen häufig die Gewichtsverteilung im Hinterbereich. Durch die verspannten Beine plus Arthrose hat sie Schwierigkeiten beim schnellem Aufstehen. Sie braucht nach vorne genug Platz zum Ausbalancieren, um hinten viel Kraft für das Aufstellen zu haben. Arthrose ist wirklich nichts für Warmduscher und tritt gerade bei unseren älteren Rindern hin und wieder auf. Das muss man aufmerksam begleiten und an besonders schlechten Tagen die Patient:innen medikamentös unterstützen. Altern war noch nie etwas für Feiglinge.
Zu guter Letzt hatte auch Palau noch einen Termin und räumte nur Zufriedenheit ab. Er zeigt aktuell keine Verspannungen und wickelt mit seinem Charme sowieso jeden um die Pfote. Alles in allem war das ein sehr mutmachender Tag, da sich unsere Sorgenfellchen entweder verbessert haben oder sich mit ihren Wehwehchen immer gekonnter arrangieren.