22/10/2026
Das ist eine der Nachrichten, mit denen man sich als ehrenamtlicher Tierschutzverein auseinandersetzen muss, wenn eine Anfrage nicht innerhalb weniger Stunden beantwortet wird.
Wir möchten das zum Anlass nehmen, über etwas zu sprechen, das im Tierschutz oft in den Hintergrund gerät: die Menschen hinter der ehrenamtlichen Arbeit.
Wir gehen arbeiten, kümmern uns um unsere Familien, versorgen unsere eigenen Tiere und unsere Schützlinge. Wir begleiten Notfälle, organisieren Vermittlungen, beantworten Anfragen, führen Gespräche und koordinieren Pflegestellen. All das neben unserem Alltag, unbezahlt, in unserer Freizeit und aus Überzeugung.
Uns erreichen viele Anfragen. Wir nehmen sie ernst und möchten helfen. Aber jede einzelne muss gelesen, eingeordnet und sorgfältig bearbeitet werden. Das braucht Zeit.
Wir sind ein ehrenamtlicher Tierschutzverein. Keine rund um die Uhr besetzte Hotline.
Natürlich darf man nachfragen. Aber zwischen einer sachlichen Nachfrage und persönlichen Beleidigungen liegt ein großer Unterschied.
Wir sind nicht perfekt. Auch wir machen Fehler, wir können nicht überall gleichzeitig sein. Eine verspätete Antwort ist kein Zeichen von Gleichgültigkeit.
Was wir nicht akzeptieren: dass ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sich beleidigen lassen müssen, nur weil wir nicht sofort reagieren können.
Tierschutz bedeutet Verantwortung. Auch für den eigenen Umgang mit anderen Menschen.
Wer Hilfe braucht, darf sie erfragen. Wer wartet, darf nachfragen. Aber niemand hat das Recht, Menschen zu beleidigen, die ihre Zeit und Kraft für den Tierschutz einsetzen.
Manchmal bedeutet Tierschutz deshalb auch, Grenzen zu ziehen und eine Zusammenarbeit abzulehnen, wenn die Grundlage für einen respektvollen Umgang fehlt.
Wir retten Tiere, weil sie uns wichtig sind. Aber wir müssen uns dafür nicht beschimpfen lassen.
🧡 An alle, die sich ehrenamtlich im Tierschutz engagieren: Eure Arbeit zählt.
Euer Team von Aktiv für Meerschweinchen e. V.