17/07/2026
Erst einvernehmlich. Dann gekürzt.
Vor wenigen Tagen saßen geladene Vertreter:innen der Musikbranche im Kanzler:innenamt. Es wurde über Dialog gesprochen, über Zusammenarbeit, über die Zukunft der Streamingerlöse. Man gab sich zuversichtlich. Man wolle im Gespräch bleiben. Die Sitze waren kaum kalt, da wurden massive Kürzungen der Popförderung bekannt.
Festivalförderung halbiert. 22% weniger für die Initiative Musik. Mehr als halbiert auch Reeperbahn Festival. Auch der Deutscher Musikrat wird gekürzt. Gleichzeitig fließen zusätzliche Millionen ins satte Bayreuth.
Das ist keine haushaltstechnische Randnotiz. Das ist eine kulturpolitische Richtungsentscheidung.
Wer den Popnachwuchs kürzt, kürzt nicht Unterhaltung. Er kürzt Entwicklung, Teilhabe, Export, Innovation und demokratische Öffentlichkeit. Wer Verbände einlädt und kurz darauf genau das Gegenteil dessen tut, worüber gesprochen wurde, beschädigt Vertrauen – in Politik, in Beteiligung und in den Sinn von Dialog.
Unser Kommentar dazu steht im Bild. Mehr im Vorwort.
Foto-Credits: Katja Ruge