07/02/2023
SAVE THE DATE:
Erinnerung als Entlastung?
Eine Kritik aktueller Erinnerungspraktiken im Fußball
Podiumsdiskussion
//1. März 2023
//19:30 Uhr
//Wall-Saal (Stadtbibliothek Bremen)
Fußballvereine, Initiativen, Fangruppen – sie alle erinnern regelmäßig an die nationalsozialistischen Verbrechen. Dies geschieht vor allem rund um die üblichen Gedenktage, insbesondere die Profiligen mit Millionen von Fans verfügen über eine enorme Reichweite. Darüber hinaus beleuchten immer mehr Vereine ihre Involviertheit in den Nationalsozialismus und die Verfolgungsgeschichten ihrer jüdischen Mitglieder.
Doch nicht jeder Akt der Erinnerung dient dem Gedenken und Erinnern. Immer wieder wird Erinnerungsveranstaltungen ein fehlender Gegenwartsbezug vorgeworfen. Angehörige und Nachkommen werden nicht mit einbezogen und durch ritualisierte Floskeln entsteht der Eindruck, dass der Akt der Erinnerung vor allem der Entlastung dient.
Wir möchten in dieser Veranstaltung einen kritischen Blick auf aktuelle Erinnerungspraktiken im deutschen Fußball richten. Von dort ausgehend soll der Blick ganz allgemein auf das Gedenken in Deutschland ausgeweitet werden. Welche Formen des Erinnerns sind angemessen? Wozu soll es dienen und welche Chancen bietet das Erinnern für Gegenwart und Zukunft? Was braucht es, damit Gedenken nicht zum Selbstzweck wird?
Auf dem Podium dürfen wir u.a. begrüßen:
Luis Engelhardt (Projektleiter „Zusammen1″ von Makkabi Deutschland, Initiative „Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“)
Ruben Gerczikow (Autor, Publizist)
Marcus Meyer (Denkort Bunker Valentin, Historiker und Mitautor des Buches über jüdische Mitglieder beim SV Werder)
Die Podiumsdiskussion wird vom Projekt akriba aus dem , dem .projekt.bremen und dem organisiert. In Kooperation mit der .
Sie ist Teil der Veranstaltungsreihe »90 Minuten Tacheles«.