04/11/2025
Unter dem Titel „Wirtschafts- & klimafreundliche Mobilität im Großraum Braunschweig“ hatte die IHK Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Fachleuten und interessierten Gästen zu einem Symposium eingeladen.
Dabei stand der direkte Diskurs über die Erreichbarkeit der Innenstadt im Mittelpunkt. Die geladenen Gäste auf dem Podium konnten in sogenannte „Pitches“ (Kurzbeitrag von 2 Min. Dauer) ihre Position darstellen.
Der ADFC Braunschweig wurde durch seinen Vorsitzenden Dr. Jens Schütte vertreten. Im Anschluss standen Fragen und Anmerkungen des Publikums im
Vordergrund.
Hier der Pitch von Jens:
Pitch Dr. Jens Schütte (ADFC Braunschweig e. V.)
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Sehr geehrte Damen und Herren,
Unser Ziel ist eine lebendige attraktive Stadt mit Stadträumen, in denen sich die Menschen wohlfühlen. Das gilt für die Wohnquartiere, Quartierszentren und die Innenstadt.
Selbstverständlich sollen alle Ziele in der Stadt erreichbar bleiben – dabei sind aber alle Verkehrsmittel zu betrachten: zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren, der ÖPNV und nicht nur das Auto. Die entscheidende Frage ist: Wie bequem und wie sicher können die Ziele erreicht werden?
Für die Autos gibt es breite asphaltierte Straßen mit grüner Welle. Die Radwege sind häufig zu schmal, es gibt Hindernisse, Wurzelaufbrüche, Gefahrenpunkte. Beim zu Fuß gehen und im ÖPNV sind es andere Hemmnisse. Das sind keine gleichen Voraussetzungen für die Erreichbarkeit!
Und vielen Straßen fehlt es an Attraktivität!
Viele BraunschweigerInnen fahren täglich Fahrrad; viele würden gerne Fahrrad fahren, fühlen sich aber nicht sicher oder sie lassen ihre Kinder nicht Radfahren, weil es zu gefährlich sei… Schon einzelne unsichere Stellen auf dem Weg reichen und der gesamte Weg mit dem Fahrrad wird als gefährlich angesehen.
Wir brauchen ein Radverkehrsnetz mit durchgängigen sicheren Wegen. Lücken müssen geschlossen und Gefahrenstellen beseitigt werden. Das Gießkannenprinzip der letzten Jahre – hier eine Verbesserung, dort eine Verbesserung – bringt uns nicht weiter. Es müssen durchgängige Routen geplant und die unzureichenden Streckenabschnitte ausgebaut werden.
Der Umbau der Helmstedter Straße ist ein erstes gutes Beispiel.
Radfahren schützt das Klima, beansprucht wenig Fläche und ist leise. Radfahrende sind gesundheitlich fitter, sparen der Gesellschaft Geld und kommen häufiger in die Innenstadt. Viele europäische Städte haben das erkannt und investieren in hochwertige Radverkehrsnetze, in attraktive Fußwege und in einen guten ÖPNV.
Das hat Zukunft! Um konkurrenzfähig zu bleiben, muss Braunschweig diesen Vorreitern schnellstens folgen!
Viele Dank