AGUS - Angehörige um Suizid - Gruppe Brüggen im Kreis Viersen

AGUS - Angehörige um Suizid - Gruppe Brüggen im Kreis Viersen Die Trauer- und Schicksalsgemeinschaft im Kreis Viersen für den südlichen Niederrhein
Mönchengladbach, Krefeld, Kreis Heinsberg

𝗦𝘂𝗶𝘇𝗶𝗱 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗛𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗯𝗹𝗶𝗲𝗯𝗲𝗻𝗲𝗻
In Deutschland sterben jedes Jahr über 10.000 Menschen durch Suizid. Zurück bleiben Angehörige und Freunde – oft völlig unvorbereitet. Trauer nach Suizid ist häufig geprägt von Schock, Schuldgefühlen, Scham und vielen offenen Fragen.

𝗔𝗚𝗨𝗦 – 𝗦𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗵𝗶𝗹𝗳𝗲 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗦𝘂𝗶𝘇𝗶𝗱
AGUS („Angehörige um Suizid“) unterstützt Hinterbliebene seit 1995. In über 120 Selbsthilfegruppen in D

eutschland finden Betroffene Austausch, Verständnis und Orientierung – kostenlos, unverbindlich und getragen von geschulten, ehrenamtlichen Betroffenen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Für die erste Teilnahme empfehlen wir vorab Kontakt zur Gruppenleitung oder über die Bundesgeschäftsstelle.

𝗥𝗲𝗴𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝘂̈𝗯𝗲𝗿𝗿𝗲𝗴𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝗲 𝗩𝗲𝗿𝗻𝗲𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴 & 𝗘𝗻𝗴𝗮𝗴𝗲𝗺𝗲𝗻𝘁
Neben der AGUS-Gruppe in Brüggen begleiten wir auch in einem geschützten Raum auf Facebook Angehörige nach einem Suizid - AGUS Online 𝗵𝘁𝘁𝗽𝘀://𝘄𝘄𝘄.𝗳𝗮𝗰𝗲𝗯𝗼𝗼𝗸.𝗰𝗼𝗺/𝗮𝗴𝘂𝘀.𝗼𝗻𝗹𝗶𝗻𝗲.𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗵𝗶𝗹𝗳𝗲
Als Angehörigen-Vertreter sind wir auch aktiv im Gemeindepsychiatrischen Verbund Kreis Viersen, im Qualitätszirkel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ (LVR-Klinik Viersen) sowie im Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit & Patientenorientierung im Gesundheitswesen. Zudem besteht Zusammenarbeit mit regionalen Trauer- und Notfallseelsorgern, Patientenbeteiligung NRW, sowie der Deutschen Gesellschaft für Suizid-Prävention (DGS). Kontakt AGUS-Bundesgeschäftsstelle
Kreuz 40, 95445 Bayreuth
Tel. 0921 – 150 03 80 · E-Mail: [email protected]

𝘄𝘄𝘄.𝗮𝗴𝘂𝘀-𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗵𝗶𝗹𝗳𝗲.𝗱𝗲

08/06/2026

‼ 𝗔𝗚𝗨𝗦-𝗝𝗮𝗵𝗿𝗲𝘀𝘁𝗿𝗲𝗳𝗳𝗲𝗻 𝟮𝟬𝟮𝟲 – 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗳𝘂̈𝗿 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 ‼

Wenn Familien vom Suizid eines nahestehenden Menschen betroffen sind, trauert jede und jeder auf eigene Weise – auch Kinder und Jugendliche.

Deshalb planen wir beim AGUS-Jahrestreffen 2026 wieder ein begleitendes Angebot für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren. Die Gruppe wird speziell auf die Bedürfnisse junger Betroffener abgestimmt und bietet Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsame Aktivitäten.

👉𝟭𝟴. 𝗯𝗶𝘀 𝟮𝟬. 𝗦𝗲𝗽𝘁𝗲𝗺𝗯𝗲𝗿 𝟮𝟬𝟮𝟲
👉𝗘𝘃𝗮𝗻𝗴𝗲𝗹𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗕𝗶𝗹𝗱𝘂𝗻𝗴𝘀𝘇𝗲𝗻𝘁𝗿𝘂𝗺 𝗕𝗮𝗱 𝗔𝗹𝗲𝘅𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀𝗯𝗮𝗱

Während Eltern, Angehörige und Erwachsene an Vorträgen, Workshops und Gesprächsgruppen teilnehmen, sollen auch junge Menschen die Möglichkeit haben, ein Wochenende mit anderen Betroffenen zu erleben.

Das konkrete Programm wird entsprechend der Anmeldungen und Altersgruppen gestaltet.

𝗪𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗲 𝗜𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗔𝗻𝗺𝗲𝗹𝗱𝘂𝗻𝗴:
𝗵𝘁𝘁𝗽𝘀://𝘄𝘄𝘄.𝗮𝗴𝘂𝘀-𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗵𝗶𝗹𝗳𝗲.𝗱𝗲/𝗮𝗸𝘁𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲𝘀/𝗷𝗮𝗵𝗿𝗲𝘀𝘁𝗿𝗲𝗳𝗳𝗲𝗻-𝟮𝟬𝟮𝟲

Die Aktionswoche „Rund ums Älterwerden“ 2026 wird in Kooperation der Stadt Nettetal und der Burggemeinde Brüggen durch d...
03/06/2026

Die Aktionswoche „Rund ums Älterwerden“ 2026 wird in Kooperation der Stadt Nettetal und der Burggemeinde Brüggen durch den gemeinsamen Pflegestützpunkt organisiert. In diesem Jahr finden die Veranstaltungen im Nettetaler Stadtgebiet statt.

Wir freuen uns, im Rahmen dieser Aktionswoche gemeinsam mit BIS e.V. – der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Kreis Viersen – Teil eines offenen Austauschs rund um das Thema Selbsthilfe zu sein.

Unter dem Titel
„Selbsthilfe als Kraftquelle – von der Idee bis zum Aufbau einer Gruppe“
hält die Selbsthilfekontaktstelle BIS, Kreis Viersen einen Kurzvortrag und lädt anschließend zu Gesprächen und Begegnungen in vertrauensvoller Atmosphäre ein.

Auch wir werden als Akteur der Selbsthilfe unser Engagement in der Begleitung von Angehörigen nach einem Suizid – einschließlich assistiertem Suizid – vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Dienstag, 09.06.2026
14:00 bis 16:00 Uhr
Generationentreff „Kindter Eck“ Schaag, Kindter Straße 3, 41334 Nettetal

Alle Angebote der Aktionswoche sind kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zur Aktionswoche „Rund ums Älterwerden 2026“
https://www.nettetal.de/aktionswoche

03/06/2026

Neu im AGUS-Shop:
„𝗠𝗮𝘁𝘁𝗵𝗶𝗮𝘀 – 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻❟ 𝗦𝘁𝗲𝗿𝗯𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗪𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿𝘀𝗲𝗵𝗲𝗻 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝘀 𝗴𝗲𝗹𝗶𝗲𝗯𝘁𝗲𝗻 𝗦𝗼𝗵𝗻𝗲𝘀“

Wie erzählt man die Geschichte eines geliebten Menschen, dessen Lebensweg viel zu früh endet?

In diesem bewegenden Buch nimmt uns eine Mutter mit auf die Reise durch das Leben ihres Sohnes Matthias, der im Alter von 20 Jahren durch Suizid gestorben ist. Mit großer Liebe, Offenheit und Wertschätzung erinnert sie an sein Leben, seine Herausforderungen und die gemeinsamen Erfahrungen als Familie.

Dabei verschweigt sie weder die schmerzhaften Fragen noch die tiefe Erschütterung, die ein solcher Verlust hinterlässt. Gleichzeitig eröffnet sie im zweiten Teil des Buches persönliche und spirituelle Perspektiven auf das Weiterleben der Verbindung über den Tod hinaus. Sie berichtet von Zeichen, die sie ihrem Sohn zuschreibt, und von Gedanken und Erfahrungen, die ihr Trost und neue Sichtweisen geschenkt haben.

Ein berührendes Buch über Liebe, Verlust, Hoffnung und die Suche nach Antworten – respektvoll, authentisch und voller Menschlichkeit.

𝗝𝗲𝘁𝘇𝘁 𝗶𝗺 𝗔𝗚𝗨𝗦-𝗦𝗵𝗼𝗽 𝗲𝗿𝗵𝗮̈𝗹𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵:
𝗵𝘁𝘁𝗽𝘀://𝗯𝗲𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻.𝗮𝗴𝘂𝘀-𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗵𝗶𝗹𝗳𝗲.𝗱𝗲/𝗯𝘂𝗲𝗰𝗵𝗲𝗿/

02/06/2026
01/06/2026

Gestern waren wir auf Einladung der Gemeinde Schwalmtal beim 1. Ehrenamts-Festival in Schwalmtal-Waldniel am Niederrhein mit einem Informationsstand vertreten.

Gemeinsam mit Herrn Ralf Kurzweg von BIS e.V. – der Selbsthilfekontaktstelle für den Kreis Viersen – konnten wir viele Besucherinnen und Besucher über die vielfältigen kostenlosen und ehrenamtlich getragenen Angebote der Selbsthilfe informieren. Gleichzeitig wurde auch gezeigt, wie neue Selbsthilfegruppen entstehen und begleitet werden können.

Mit vor Ort waren stellvertretend für viele weitere Selbsthilfegruppen:

• die Selbsthilfegruppe Lily-Leben Viersen für Frauen mit Lipödem und teilweise sekundärem Lymphödem – ein Ort für Austausch, Verständnis und gegenseitiges Mutmachen
• sowie unsere AGUS-Selbsthilfegruppe Brüggen für den südlichen Niederrhein sowie unsere überregionale geschützte Facebook-Gemeinschaft AGUS Online. Gemeinsam mit einer betroffenen Mutter standen wir für Gespräche und Fragen rund um Suizid, Suizidtrauer, Trauer nach assistiertem Suizid sowie zur Gestaltung von Selbsthilfegruppen zur Verfügung.

Die vielen offenen Gespräche, das große Interesse und die wertschätzenden Begegnungen haben diesen Tag für uns besonders gemacht.

Unser herzlicher Dank gilt der Gemeinde Schwalmtal und allen Verantwortlichen, die dieses Festival aus unserer Sicht mit viel Engagement und großem Erfolg organisiert haben.

Bilder von unserem Stand sowie weitere Informationen zu unseren Angeboten findet ihr im Reel.

Weitere Informationen:
https://www.bis-brueggen.de/
https://shg-lily-leben.de/
https://brueggen.agus-selbsthilfe.de/

𝗗𝗶𝗲 𝗔𝗻𝗴𝗲𝗵𝗼̈𝗿𝗶𝗴𝗲𝗻𝗴𝗿𝘂𝗽𝗽𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗛𝗚 𝗩𝗶𝗲𝗿𝘀𝗲𝗻 𝘀𝘁𝗮𝗿𝘁𝗲𝘁 𝗮𝗺 𝟭. 𝗝𝘂𝗻𝗶 𝟮𝟬𝟮𝟲 𝗺𝗶𝘁 𝗻𝗲𝘂𝗲𝗿 𝗔𝗻𝗴𝗲𝗵𝗼̈𝗿𝗶𝗴𝗲𝗻𝘃𝗲𝗿𝘁𝗿𝗲𝘁𝘂𝗻𝗴. Ursula und Peter Wollbo...
30/05/2026

𝗗𝗶𝗲 𝗔𝗻𝗴𝗲𝗵𝗼̈𝗿𝗶𝗴𝗲𝗻𝗴𝗿𝘂𝗽𝗽𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗛𝗚 𝗩𝗶𝗲𝗿𝘀𝗲𝗻 𝘀𝘁𝗮𝗿𝘁𝗲𝘁 𝗮𝗺 𝟭. 𝗝𝘂𝗻𝗶 𝟮𝟬𝟮𝟲 𝗺𝗶𝘁 𝗻𝗲𝘂𝗲𝗿 𝗔𝗻𝗴𝗲𝗵𝗼̈𝗿𝗶𝗴𝗲𝗻𝘃𝗲𝗿𝘁𝗿𝗲𝘁𝘂𝗻𝗴.

Ursula und Peter Wollborn begleiten die Gruppe künftig gemeinsam mit der psychiatrieerfahrenen Krankenschwester Christiane Senz.

Die Gruppe richtet sich an Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen und bietet Raum für Austausch, Verständnis und gegenseitige Unterstützung.
Angehörige stehen oft über lange Zeit vor besonderen emotionalen und alltäglichen Herausforderungen und sollen hier Entlastung sowie einen geschützten Rahmen für Gespräche finden.

Die Treffen finden jeweils am ersten Montag im Monat von 17:30 bis 19:00 Uhr im Alten Sudhaus, Dülkener Straße 72a in Viersen, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Anmeldung:
https://www.phg-viersen.de/offene-gruppen/
PHG Viersen

Die Psychiatrische Hilfsgemeinschaft (PHG) Viersen lädt Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen zum Austausch in ihrer Angehörigengruppe ein. Viersen – Zum Neustart der Gruppe am Montag, 1. Juni 2026, konnten […]

27/05/2026

Unter dem Motto „Setz Dich zu mir!“ laden ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen des ambulanten Hospizdienstes der Malteser im Kreis Viersen zu Gesprächen auf der „Trauerbank“ auf dem Friedhof an der Schaphauser Straße […]

20/05/2026

Als Zoe schon jung mit Depressionen diagnostiziert wird, erfährt sie, dass auch ihr Vater Depressionen hat und ihre Oma, die vor Jahren Suizid begangen hat.❤...

15/05/2026
08/05/2026

Auf Wunsch einer Mutter aus unserer Gemeinschaft teilen wir nachfolgende persönlichen Worte in anonymisierter Form.
Sie hat uns gebeten, diesen Text als präventiven Beitrag sichtbar zu machen – in der Hoffnung, mehr Verständnis für seelische Erkrankungen zu schaffen, Vorurteile abzubauen und Menschen zu ermutigen, genauer hinzusehen, zuzuhören und Not ernst zu nehmen. Diesem Wunsch kommen wir als AGUS von Herzen gerne nach.

Mehr als nur „Der kleine Prinz“

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Dieses berühmte Zitat stammt von Antoine de Saint-Exupéry aus seinem Werk Der kleine Prinz. Es bedeutet, dass wahre Werte wie Liebe, Freundschaft und Vertrauen nicht äußerlich sichtbar sind, sondern durch Fühlen und innere Haltung erkannt werden.
Es betont, dass oberflächliches Betrachten – mit den Augen – das Eigentliche, Wichtige oft verfehlt.

😥

Vor einem Jahr hat eine seelische Erkrankung einem geliebten Menschen das Leben genommen. Sie litt unter anderem an einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung.

„Zwanghafte Persönlichkeitsstörung“ – das klingt nüchtern, einfach, ist viel weniger bekannt als die Diagnose Depression.

Für Betroffene bedeutet es einen ständigen inneren Kampf. Einen Druck, der niemals nachlässt ...

Betroffene sind unglaublich gewissenhaft, sensibel und tragen oft weit über ihre persönliche Grenze hinaus eine Last. Sie wollen alles richtig machen. Ihr Körper funktioniert wie ein Smartphone ohne Empfang. Alle Funktionen sind da, aber nichts kommt an. Betroffene wollen niemanden enttäuschen, niemandem zur Last fallen. Ihr Leben besteht aus unerbittlicher Kontrolle.

Und egal, wie sehr wir – meine jüngere Tochter und ich – diesen Menschen liebten: In sich selbst fand sie dieses Gefühl von „genug sein“ seit vielen Jahren nicht mehr. Sie hatte gelernt, ihre Maske zu pflegen, damit niemand sieht, was sich in ihr bewegt. Sie hat ihre Zweifel und ihren inneren Kampf tief in der Brust versteckt. Oft sahen wir sie stehen, den Blick voller Fragen; ihr Blick wollte hinaus in alle Welt. Manchmal wartete sie vielleicht darauf, dass jemand sie erkennt – doch sie zog die Mauern hoch, so sicher gebaut. Gefühle hatten selten Raum.

Nach außen wirkte sie teilweise kontrolliert. Innen war da ein unerbittlicher Maßstab, der ihr keine Pause ließ. Dieses „Nie genug“ begleitete sie wie ein Schatten. Nie genug zu sein, um unter anderem in der Schule – ohne Gewalt – anerkannt zu werden. Innerlich, mit einem verlorenen Lachen, zerbrochen.

Ich wünsche mir so sehr – und das nicht erst seit ihrem Versterben –, dass wir Menschen seelische Erkrankungen anders sehen lernen.

Dass wir hinter Leistung, Ordnung und Funktionieren auch die Erschöpfung erkennen. Dass wir begreifen, wie zerstörerisch ein innerer Kritiker sein kann.

Wenn wir Menschen begegnen, die extrem streng mit sich sind, die sich selbst immer infrage stellen, sollten wir das ernst nehmen. Weniger kleinreden, nicht wegsehen, nicht ignorieren, nicht vorverurteilen. Manchmal ist genau dort große Not verborgen.

Erkrankungen wie z. B. Diabetes mellitus oder ein geschwächtes Immunsystem werden ernst genommen. Weshalb so selten auch ein „Seelenkrebs“, nur weil er nicht objektiv – wie in einem Blutbild – festgehalten werden kann? Weshalb wird seelisches Leid, obwohl Heilungschancen oft jahrelange Energie benötigen, derart verglichen, ja teilweise sogar unter den Teppich gekehrt? 🤔

Sie war ein wunderbarer Mensch. Voller Tiefe, voller Gefühl.

Sie war und bleibt geliebt – doch wie sehr, das konnte sie schon lange nicht mehr für sich annehmen.

Zwischen uns bestand eine außergewöhnlich tiefe, innige Bindung. Wir haben so viel geteilt – Erinnerungen und Gedanken, Gespräche, Sorgen, kleine Alltagsmomente.

Ich kannte ihre leisen Zwischentöne. Und doch gab es einen Schmerz in ihr, der größer war als alles, was wir erreichen konnten.

In Liebe –
und in der Hoffnung, dass ihr Versterben nicht nur nie endenden Schmerz hinterlässt, sondern auch ein Stopp für Stigmatisierung wird, ein Stopp für Gewalt in jeder Form, ein Stopp für Mobbing als gesellschaftlich geduldete Haltung.

Für mehr Verständnis, Toleranz, Hinsehen, Zu- und Hinhören, Wertschätzung und füreinander Dasein.

Adresse

Klosterstraße 5
Brüggen
41379

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