08/03/2026
Der Verein des Kunstzentrums Bosener Mühle würde im Jahr 2027 sein fünfzigjähriges Bestehen begehen. Leider müssen wir das, ein Jahr davor, im Konjunktiv vermerken.
Es fehlt an personeller Unterstützung, sodass ein Fortgang des Projekts ernsthaft in Frage gestellt werden muss. Schon im Übergang von 2024 auf 2025 suchten wir lange, um die Positionen von Abgängen im Vorstand wieder zu besetzen. Dies gelang uns teilweise.Die Stellvertretung des Vorsitzes konnte schon nicht mehr besetzt werden.
Nun stehen wir Anfang 2026 wieder in derselben Situation wie im letzten Jahr. Schatzmeister und Schriftführerfunktion sind vakant.
Deshalb nun von meiner Seite der Aufruf: Bitte meldet euch, wenn ihr euch im KBM e.V. engagieren wollt.
Wenn dies nicht positiv, also mit einer Neubesetzung des Vorstandes, realisiert werden kann, müssen wir den Verein in einer dann einzuberufenden Mitgliederversammlung auflösen. Ich weiß, das ist hart, wäre aber leider die unumgängliche Konsequenz.
Der Verein hat mit meinem Einstieg 2012, als dieses Projekt schon einmal kurz vor dem Ende stand, eine sehr eigenwillige Entwicklung hinter sich. Die Bosener Mühle bekam großzügige Investitionen vom Landkreis und durch Förderprogramme, die die Erfordernisse des Standortes berücksichtigten und die Attraktivität des Kunstzentrums in der Region auf eine neue Ebene brachten. Ausstellungen und Projekte konnten umgesetzt werden, und viele Partnerschaften mit Vereinen und Verbänden aus Kultur und Kunst wurden eingegangen, um daraus ein funktionierendes Netzwerk zu formen.
Allein die Beteiligungen im Verein gingen in diesen Prozessen nicht nach oben. Die engagierten Mitglieder kommen in die Jahre, und wenn dies nicht durch Neuzugänge kompensiert werden kann, hat man die Situation, in der wir uns nun leider befinden.
Die Gründe sind sicherlich vielfältig. Demografischer Wandel oder die zurückliegende Pandemie mögen hierbei eine Rolle spielen. Allein es ist traurig, über eine Location wie das Ensemble Bosener Mühle zu verfügen – mit Ateliers, Ausstellungsräumen, Apartments und einem Café – und andererseits um Beteiligung ringen zu müssen.
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen und Vorschläge.
Mit liebem Gruß
Christoph M. Frisch