10/07/2026
Tage und Nächte ohne Erbarmen — und die Gesellschaft versagt.
Frankreich: 44 Grad, Hunderte Tote. Pakistan: 51 Grad. Tage und Nächte hintereinander tödliche Hitzerekorde — kein Durchatmen, kein Abkühlen, kein Entkommen. Wer Hitze nicht überlebt, stirbt lautlos. Und während wir die Leichen zählen, hält die Regierung, mit der CDU und federführend Katherina Reiche, Werkstattgespräche zur Klimapolitik — um Ziele aufzuweichen, damit Merz, Reiche und Konsorten die fossile Wirtschaft retten dürfen. Das ist nicht Ignoranz. Das ist Komplizenschaft. Das Mord.
Am Samstag fand die 5. Mahnwache am Münsterplatz in Bonn statt. Im Schatten der Bäume. Protestlieder, Banner, Reden, der lange Klimastrahl. Wir waren da, trotz der tödlichen Hitze, weil geschwiegen wird, wo geschrien werden müsste. Weil die Toten der Klimakrise keinen Namen in den Nachrichten bekommen. Weil jede Hitzewelle normalisiert wird, als wäre sie Natur und nicht Folge unserer Zerstörung und Ausbeutung.
Was wir anprangern, ist nicht das Handeln. Es ist das Nichtstun. Es ist das Aufweichen von Zielen, wo Verschärfung nötig wäre. Es ist das Wegschauen, während Menschen verbrennen und verdursten — zuerst im globalen Süden und nun auch bei uns. Wer jetzt noch zögert und aufweicht, wählt den Tod und das Sterben - ganz Aktiv!
Diese Mahnwache war kein Appell an die Vernunft der Mächtigen. Die haben keine. Es war ein Aufruf an alle, die spüren, dass es längst fünf nach zwölf ist. An alle die wissen, wir als Gesellschaft versagen, wenn wir nicht sofort handeln!
Rebellieren ist keine Option mehr — sie ist Pflicht. Gegen das Vergessen. Gegen die Zyniker. Gegen die Lethargie, die jeden Toten akzeptiert als Kollateralschaden einer Welt, die Profit über Leben stellt.
Kommt zur nächsten Aktion und werdet Teil der Rebellion. Bringt Freund*innen und Verwandte mit. Bleibt unbequem. Bleibt ungehorsam.