Seit 35 Jahren widmet sich der Deutsche Musikrat mit dem Bundesjazzorchester der Spitzenförderung des deutschen Jazz-Nachwuchses. Die jungen Talente in ihrer musikalischen, künstlerischen und persönlichen Entwicklung für in der Regel zwei Jahre zu begleiten, gehört zu den wesentlichen Aufgaben dieses Nachwuchsorchesters. Unter der langjährigen Leitung von Peter Herbolzheimer (1988-2006) entwickelt
e sich das BuJazzO zu einer Talentschmiede von Musikerinnen und Musikern, die heute an zentralen Stellen im Musikgeschäft zu finden sind. Durch die Schule des Bundesjazzorchesters gingen so renommierte Persönlichkeiten wie Till Brönner, Roger Cicero, Tom Gäbel, Julia Hülsmann, Michael Schiefel, Steffen Schorn, Peter Weniger, Nils Wogram, Michael Wollny, Nils Wülker und viele mehr. In zwei Arbeitsphasen pro Jahr erarbeitet das Bundesjazzorchester ein jeweils aktuelles Konzertrepertoire in wechselnden Besetzungen und präsentiert dieses im Anschluss auf Gastspielreisen im In- und Ausland. Auftritte vor hochrangiger Prominenz hierzulande schärfen den Blick der jungen Musiker für Seriosität, Professionalität und Disziplin. Darüber hinaus führt die Intensität der Probenarbeit und Konzerte zu nachhaltigen musikalischen Begegnungen. Daraus entwickeln sich regelmäßig spannende neue Musik- und Ensembleprojekte, die auch auf weitere junge Spitzenmusikerinnen und -musiker einen positiven Einfluss ausüben. Bei Auslandstourneen machen die jungen BuJazzOs wertvolle Erfahrungen mit einheimischen Jazzmusikerinnen und -musikern und deren Kultur. Die jüngsten Konzerttourneen führten das BuJazzO u.a. in die USA und Kanada, nach Israel, Indien, Südamerika und auf den Balkan. Das Bundesjazzorchester wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem WDR, der Daimler AG und der GVL. Das Bundesjazzorchester ist seit 2010 Patenorchester der WDR Big Band. Seit 2014 bzw. 2016 besteht eine Kooperation mit dem National Youth Jazz Orchestra (England) sowie dem Nationaal Jeugd Jazz Orkest (Niederlande) über ein regelmäßiges „Student In Residence“-Programm.