11/06/2026
Es war der 29. Oktober 1973, als Vertreter der Daimler Benz AG und unsere damalige Werkleitung den 100. Standardlinienbus am Bonner Rheinufer der Presse vorstellten. Ihr fragt euch vielleicht, was ein Standardlinienbus ist? 😉
Nach dem 2. Weltkrieg gab es unzählige Hersteller von Omnibussen. Bei den Verkehrsunternehmen mussten viele Ersatzteile für die unterschiedlichen Bustypen bevorratet werden und auch das Werkstattpersonal musste auf den verschiedenen Fahrzeugen geschult werden. So kam man auf die Idee alles zu vereinfachen, indem man einen Einheits-Stadtbus entwickelte.
Der Verband öffentlicher Verkehrsbetriebe (VÖV) definierte wie die Eigenschaften und technischen Spezifikationen dieses Standardlinienbusses sein sollten. Hier wurde dann Größe des Fahrzeugs, Leistung des Motors, Fahrerarbeitsplatz und vieles mehr genau definiert.
Nach diesen Vorgaben bauten dann die deutschen Hersteller Büssing, Klöckner-Humboldt-Deutz (Magirus-Deutz), Daimler-Benz, MAN und der Hersteller Ikarus aus Ungarn den sogenannten Standardlinienbus I.
Im Jahr 1969 wurde mit der Daimler Benz AG ein Vertrag für 150 Standardbusse vom Typ O 305 abgeschlossen, die bis 1975 abgenommen werden sollten. Wie ihr seht, hatte man bereits 1973 die ersten 100 Fahrzeuge abgenommen. 😉
Die ersten 21 Busse waren übrigens noch beigefarben lackiert, später dann in den bekannten Grüntönen. Die Kosten für einen solchen Bus lagen 1973 bei 100.000 DM. Im Einsatz waren die Busse bis 1983 und fuhren dabei durchschnittlich 60.000 Kilometer im Jahr. ©Stadtwerke Bonn