04/10/2026
Gemeinsinn entsteht dort, wo Menschen ins Handeln kommen.
Am Tag der Deutschen Einheit hat unser vierter Stopp von „Gemeinsinn auf Tour“ uns nach Weimar geführt. In der Stiftung Sendehalle Weimar haben wir über Dritte Orte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Frage gesprochen, wie aus guten Absichten gemeinsames Handeln wird.
Deutlich wurde: Es braucht heute mehr als gute Ideen. Es braucht Menschen, die andere Menschen anstiften, mitzumachen. Menschen, die groß denken, neue Wege ausprobieren und ins gemeinsame Handeln kommen. Solche Menschen haben wir in Weimar erlebt.
Was wir noch mitnehmen:
🌟Orte der Begegnung müssen nicht groß sein: Ein Literaturbus, eine Rasenfläche oder ein leerstehender Raum: Entscheidend ist nicht die Größe eines Ortes, sondern ob Menschen dort zusammenkommen.
🌟Ob über Kinder, Nachbarschaft oder gemeinsame Interessen: Menschen kommen leichter miteinander ins Gespräch, wenn sie etwas verbindet.
🌟Es geht um mehr als das bloße Schaffen von Räumen: Es geht auch darum, was dort gemacht wird. Sonst setzen sich dort nicht die Werte durch, für die sie geschaffen wurden.
🌟Wir brauchen neue Dialoge statt neuer L***r: Gerade am Tag der Deutschen Einheit wurde deutlich, wie wichtig Austausch, Zuhören und gegenseitiges Lernen sind. Zwischen Ost und West, Stadt und Land, jungen und älteren Menschen.
🌟Die Herausforderungen unserer Zeit löst niemand allein: Es braucht eine starke Zivilgesellschaft, veränderungsbereite Verwaltungen, mutige Stiftungen, engagierte Unternehmer*innen. Nicht die Allianz auf dem Papier macht den Unterschied, sondern die Zusammenarbeit in der Praxis.
Besonders beeindruckt hat uns die Zuversicht, die spürbar war. Viele gemeinschaftlich getragene Orte beginnen mit einer einfachen Frage: „Warum haben wir so etwas eigentlich nicht auch bei uns?“ Und mit Menschen, die den Mut haben, es einfach anzupacken.
Also: Wir brauchen mehr Optimachmus.
Es bleibt das Gefühl, einander ein Stück näher gekommen zu sein. Und die Gewissheit, dass aus den vielen Begegnungen und Gesprächen noch etwas entstehen wird. 🙌
📸 Elena Kaufmann