Komitee gegen den Vogelmord e.V.

Komitee gegen den Vogelmord e.V. Komitee gegen den Vogelmord e.V. (CABS) - Aktionen gegen die Wilderei im Mittelmeerraum Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist eine Aktionsgemeinschaft.
(2)

Wir verstehen darunter einen durch eine kleine Verwaltung und überschaubares Präsidium, fehlende Untergliederungen und wenige Mitglieder reaktionsschnellen Verband. Wir schreiten insbesondere dort ein, wo Vogelfänger, Jäger oder Tierhändler gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßen oder Tierbestände bedrohen. Wir sind dabei stets bemüht, unsere Aktivitäten in enger Zusammenarbeit mit den zuständi

gen Dienststellen von Polizei, Forstverwaltung oder Zoll durchzuführen. Daneben versuchen wir, durch Initiativen auf parlamentarischer Ebene die gesetzlichen Grundlagen für den Tier-, Natur- und Artenschutz zu verbessern.Impressum:Komitee gegen den Vogelmord e.V.Committee Against Bird Slaughter (CABS)An der Ziegelei 8, D-53127 BonnTelefon: 0228/665521Telefax: 0228/665280info(at)komitee.deVereinsregister: Amtsgericht Bonn, Registernummer VR 7095Finanzamt: Bonn-Innenstadt, Steuernummer 205/5766/04951.Vorsitzender: Heinz SchwarzeGeschäftsführer: Alexander HeydRedaktion Facebook-Seite: Alexander Heyd, Axel Hirschfeld, Andrea Rutigliano

Die ersten Weihenküken sind geschlüpft! Mit dem Schlupf der Rohrweihenküken hat die nächste Phase unseres Weihenprojekte...
12/06/2026

Die ersten Weihenküken sind geschlüpft! Mit dem Schlupf der Rohrweihenküken hat die nächste Phase unseres Weihenprojektes in der Zülpich-Jülicher Börde begonnen. Bei Kontrollen der zuvor bereits gefundenen Nester haben wir in den letzten Tagen Jungvögel im Alter zwischen einem und zwölf Tagen festgestellt. Die Wiesenweihen, die immer etwas später sind, sitzen noch auf ihren Eiern. Die bodenbrütenden Greifvögel haben sich in diesem Jahr nicht nur die ansonsten bei ihnen beliebte Gerste zur Jungenaufzucht ausgesucht, sondern auch Weizen, Dinkel, Triticale und Weidelgras. Aktuell haben wir sieben Nester der Rohrweihe und vier der hoch bedrohten Wiesenweihe erfasst. Zusammen mit den Biologischen Stationen der Region, den Unteren Naturschutzbehörden und den betroffenen Landwirten werden die Nester in den nächsten zwei Wochen gesichert, sodass die Küken bei der Ernte nicht versehentlich getötet werden. Ein halbes Dutzend weitere mögliche Neststandorte sind noch nicht bestätigt, dazu kommen einige Schilfbruten, die nicht geschützt werden müssen.

Maßnahmen gegen Bodennetze auf Zypern: Auf Zypern werden ausrangierte Fischernetze benutzt, um Schlangen von Grundstücke...
10/06/2026

Maßnahmen gegen Bodennetze auf Zypern: Auf Zypern werden ausrangierte Fischernetze benutzt, um Schlangen von Grundstücken oder Gärten fernzuhalten. Sie werden an Mauern, Zäunen oder Grundstücksgrenzen ausgelegt und werden so zur Todesfalle für viele Wildtiere. Seit 2016 kontrollieren wir im Anschluss an unsere Vogelschutzcamps die Landschaft nach diesen „Schlangennetzen” und melden sie den Behörden. Obwohl es in den letzten Jahren etwas besser geworden ist, haben wir in diesem Jahr wieder mehrere Dutzend dieser Netze gefunden. An vier Stellen haben wir auch 21 gefangene Tiere dokumentiert. Zwei Pfeilnattern und eine Kykladenviper konnten wir wieder freilassen; die anderen Tiere waren leider bereits verendet. Während unseres Einsatzes konnten wir an vier Stellen die Urheber identifizieren - sie wurden von uns angezeigt.

Mit Gift gegen Greifvögel: Die illegale und vorsätzliche Vergiftung von Greifvögeln ist in ganz Europa weit verbreitet. ...
08/06/2026

Mit Gift gegen Greifvögel: Die illegale und vorsätzliche Vergiftung von Greifvögeln ist in ganz Europa weit verbreitet. Deutschland ist dabei ein Schwerpunkt dieser Form von Umweltkriminalität. Die Gifte werden auf Fleischköder ausgebracht und absichtlich für die Vögel ausgelegt - es geht nicht um die Aufnahme vergifteter Nagetiere (Mäusegift) oder falsch ausgebrachte Pflanzenschutzmittel. Ziel der Täter ist es, die Vögel als "lästige Konkurrenten" um Hühner, Tauben oder Fasane loszuwerden. Die Methode ist besonders perfide, wenn die Vögel in der Brutzeit getötet werden, während sie ihre Jungvögel im Nest versorgen. Bei einem uns im Mai gemeldeten Mäusebussard aus dem Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen wurde die Vergiftung nun bestätigt. Die toxikologische Untersuchung belegt den Einsatz von Carbofuran, ein seit langem verbotenes Insektizid. Weitere Fälle wurden uns aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck in Bayern sowie aus Niedersachsen (Verden und Vechta) gemeldet. Hier wurden in diesem Frühjahr sechs Rotmilane nachweislich mit Carbofuran bzw. Parathion (E 605) getötet. Seit 2005 haben wir in Deutschland fast 700 Fälle mit mehr als 1560 vergifteten Vö**ln dokumentiert. Aufgrund der hohen Dunkelziffer lässt sich nicht seriös abschätzen, wie viele Vögel tatsächlich vorsätzlichen Vergiftungen zum Opfer fallen. Wir rufen daher dazu auf, verdächtige Funde oder Beobachtungen der Polizei oder uns zu melden.

Positive Bilanz der Komitee-Frühlingseinsätze – 97 Wilderer geschnappt: Der Vogelzug ist inzwischen abgeschlossen, milli...
05/06/2026

Positive Bilanz der Komitee-Frühlingseinsätze – 97 Wilderer geschnappt: Der Vogelzug ist inzwischen abgeschlossen, millionen Zugvögel sind aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurückgekehrt und wenden sich in Europa der Jungenaufzucht zu. Für uns eine gute Gelegenheit, die Ergebnisse unserer Vogelschutzcamps zusammenzufassen: Seit Februar haben sich rund 100 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei unseren Aktionen in Italien, Griechenland, auf Malta und Zypern, im Libanon und in Deutschland beteiligt. Insgesamt konnten wir 97 Wilderer überführen. Die Behörden haben bei ihnen 58 Stellnetze, 43 Paar Schlagnetze, 362 Leimruten, 107 sonstige Fallen, 29 elektronische Lockgeräte, 16 Flinten, 564 Schuss Munition und fast 400 lebende Vögel sichergestellt. Auf den ersten Blick mögen diese Zahlen erschreckend klingen, doch tatsächlich belegen sie den deutlichen Rückgang der Wilderei im Frühling. Und wie immer gilt: Nach den Einsätzen ist vor den Einsätzen. Aktuell planen wir bereits die Aktionen im Spätsommer und Herbst, die schon Mitte August auf Malta und in Norditalien beginnen.

Rückgang der Wilderei auf Zypern: Der illegale Singvogelfang mit Leimruten und Netzen ist auf der Mittelmeerinsel Zypern...
30/05/2026

Rückgang der Wilderei auf Zypern: Der illegale Singvogelfang mit Leimruten und Netzen ist auf der Mittelmeerinsel Zypern weit verbreitet. Die Vögel werden als Delikatessen gegessen und teils sogar in Restaurants angeboten. Während diese "Tradition" jeden Herbst erneut außer Kontrolle gerät, beobachten wir im Frühling einen dramatischen Rückgang der Wilderei. Hintergrund sind die hohen Geldstrafen, die den Tätern im Frühjahr drohen. Von einst hunderten Fangstellen mit tausenden von Fallen und Netzen sind heute nur noch eine handvoll aktiv. So haben wir während des Einsatzes in diesem April und Mai nur noch 184 Leimruten, 17 Netze und 34 weitere Vogelfallen gefunden. Ein einziger Wilderer wurde überführt und wird 9.000 € Strafe zahlen müssen. Die Zahlen zeigen, dass hohe Strafen eine große Wirkung haben. Leider zahlen die Täter nur im Frühling solche Summen - im Herbst kommen sie für die gleichen Vergehen mit einem Taschengeld davon. Es wird Zeit, diese Gesetzeslücke zu schließen!

Bundesweit im Einsatz für Greifvögel: Die illegale Verfolgung von Greifvögeln ist noch immer eines der größten Artenschu...
28/05/2026

Bundesweit im Einsatz für Greifvögel: Die illegale Verfolgung von Greifvögeln ist noch immer eines der größten Artenschutzprobleme in Deutschland. Meist geht es den Tätern um den Schutz von Hühnern, Tauben und Fasanen. Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord (CABS) haben in den ersten fünf Monaten dieses Jahres wieder Kontrollen in neun Bundesländern durchgeführt. Die Schwerpunkte lagen dabei in Regionen mit nachgewiesenen Verfolgungsfällen in Niedersachsen, Brandenburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Aufgrund unserer Hinweise hat die Polizei drei Verdächtige mit Greifvogelfallen ermittelt. Gleichzeitig hat unsere Erfassungsstelle über 100 gemeldete Verdachtsfälle bearbeitet. In 20 dieser Fälle hat sich der Verdacht inzwischen bestätigt. Dabei handelte es sich 7-mal um den Fang geschützter Arten, 6 Abschüsse, 3 Vergiftungen und vier sonstige Verfolgungsmethoden. Mindestens 17 Vögel - darunter Mäusebussarde, Rotmilane, Habichte und Turmfalken - wurden nachweislich verletzt oder getötet. Mehrere Tiere mit Vergiftungsverdacht sind derzeit noch in der Untersuchung und ein ganze Reihe Fallenstandorte mit aktuell inaktiven Fanggeräten werden von uns weiterhin kontrolliert.

26/05/2026

Das Vogelkonzert in der Morgendämmerung gehört wohl zum schönsten Erlebnis, das die Natur zu bieten hat. Doch hinter jedem einzelnen Ton steckt eine Geschichte von Kampf und Entbehrung. Auf dem Zugweg müssen die Tiere zahllose Gefahren meistern. Dabei geht es nicht nur um Meere und Berge, die bei Wind und Wetter überflogen werden müssen, sondern leider auch um Wilderer und Vogelfänger. Das Komitee gegen den Vogelmord hat auch in diesem Frühling wieder die Zugwege der Vögel überwacht, damit sie es überhaupt bis in unsere Wälder schaffen. Für uns ist dieses Vogelkonzert - aufgenommen heute morgen in einem Wald bei Bonn - eine Belohnung für die harte Arbeit im Mittelmeeraum. Macht Euch die Mühe, morgens um 5 in den Wald zu gehen und genießt das unglaubliche Konzert :-)

Rettung eines Weihennests in letzter Sekunde: Wiesen- und Rohrweihen sind bodenbrütende Greifvögel. Sie bauen ihre Neste...
22/05/2026

Rettung eines Weihennests in letzter Sekunde: Wiesen- und Rohrweihen sind bodenbrütende Greifvögel. Sie bauen ihre Nester bevorzugt in Getreidefeldern, wo die Jungen Gefahr laufen, bei der Ernte im Mähdrescher zu enden. In der Zülpicher Börde - der Feldflur zwischen Köln und Aachen - suchen Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord gemeinsam mit den Biologischen Stationen der Region die Nester der gefährdeten Zugvögel und schützen sie zusammen mit den Landwirten und Naturschutzbehörden. Die betroffenen Felder werden markiert und bei der späteren Ernte wird eine Horstschutzzone ausgespart. Üblicherweise beginnt diese "heiße Phase" der Weihensaison mit dem Reifen von Geste und Weizen im Sommer. In diesem Jahr mussten wir aber schon jetzt die erste Brut retten: Bei Nörvenich (Kreis Düren) hatte ein Rohweihenpärchen zur Jungenaufzucht ausgerechnet ein Weidelgrasfeld ausgewählt, das bereits am 21. Mai gemäht werden sollte. Die Jungen sind noch nicht einmal geschlüpft, im Nest befinden sich fünf Eier. Gestern haben wir bei einem Noteinsatz das Nest gesichert und mit einem Elektro-Weidezaun versehen. Das Weibchen hat die Aufregung gut überstanden und sitzt bereits wieder auf den Eiern. Bis zur Ernte des Getreides ab Ende Juni kehrt dann hoffentlich auch bei uns wieder etwas Ruhe ein. Insgesamt haben wir bereits mehr als ein Dutzend Weihennester gefunden!

Vogelschutzeinsätze auf Malta abgeschlossen - 28 Wilderer überführt! Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord haben s...
20/05/2026

Vogelschutzeinsätze auf Malta abgeschlossen - 28 Wilderer überführt! Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord haben seit Anfang März den Vogelzug auf der Insel Malta überwacht. Das Augenmerk der 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Vogelschutzcamps lag zu Beginn im März auf der Arbeit gegen den illegalen Finkenfang mit Schlagnetzen - Hänflinge, Stieglitze und Kernbeißer sind begehrte "Stubenvögel". Seit Mitte April haben wir uns vor allem auf die Sicherung des Zugwegs und der Schlafplätze von Greifvögeln konzentriert, aber auch die Überwachung der nach EU-Recht illegalen Turteltauben- und Wachteljagd stand auf dem Programm. Insgesamt konnten wir 28 Wilderer überführen: 24 davon hatten Schlagnetze und Vogelfallen in Benutzung und wollten damit vor allem Finken, aber auch anderen Singvögel, Wachteln und Turteltauben fangen. Vier Personen wurden wegen illegaler Jagd angezeigt. Sie hatten auf Turmfalken, Turteltauben und Watvögel geschossen, einer wurde in einem jagdfreien Schutzgebiet erwischt. Die Polizei hat bei den Tätern insgesamt 42 paar Schlagnetze, eine Käfigfalle, 12 elektronische Lockgeräte und 61 Vögel sichergestellt. Die Finken, Ortolane, Kurzzehenlerchen und Baumpieper wurden freigelassen. Mit dem Ende des Vogelzugs haben nun auch die Jäger und Wilderer eine Pause - weiter geht es bei uns auf Malta mit dem Einsatz gegen den illegalen Watvogelfang im August.

Adresse

An Der Ziegelei 8
Bonn
53127

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 16:00

Telefon

+49228665521

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Komitee gegen den Vogelmord e.V. erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Komitee gegen den Vogelmord e.V. senden:

Teilen