Komitee gegen den Vogelmord e.V.

Komitee gegen den Vogelmord e.V. Komitee gegen den Vogelmord e.V. (CABS) - Aktionen gegen die Wilderei im Mittelmeerraum Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist eine Aktionsgemeinschaft.
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Wir verstehen darunter einen durch eine kleine Verwaltung und überschaubares Präsidium, fehlende Untergliederungen und wenige Mitglieder reaktionsschnellen Verband. Wir schreiten insbesondere dort ein, wo Vogelfänger, Jäger oder Tierhändler gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßen oder Tierbestände bedrohen. Wir sind dabei stets bemüht, unsere Aktivitäten in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Dienststellen von Polizei, Forstverwaltung oder Zoll durchzuführen. Daneben versuchen wir, durch Initiativen auf parlamentarischer Ebene die gesetzlichen Grundlagen für den Tier-, Natur- und Artenschutz zu verbessern.Impressum:Komitee gegen den Vogelmord e.V.Committee Against Bird Slaughter (CABS)An der Ziegelei 8, D-53127 BonnTelefon: 0228/665521Telefax: 0228/665280info(at)komitee.deVereinsregister: Amtsgericht Bonn, Registernummer VR 7095Finanzamt: Bonn-Innenstadt, Steuernummer 205/5766/04951.Vorsitzender: Heinz SchwarzeGeschäftsführer: Alexander HeydRedaktion Facebook-Seite: Alexander Heyd, Axel Hirschfeld, Andrea Rutigliano

🇱🇧 Einsatz gegen den industriellen Vogelfang im Libanon – 125 Netze abgebaut! Bei einer koordinierten Aktion des Komitee...
08/10/2026

🇱🇧 Einsatz gegen den industriellen Vogelfang im Libanon – 125 Netze abgebaut! Bei einer koordinierten Aktion des Komitees gegen den Vogelmord (CABS) und unseres Partners Mecshap Anti-Poaching Unit mit den Lebanese Internal Security Forces ISF und dem Geheimdienst des Libanons sind unsere Teams in der letzten Woche im Bekaa-Tal gegen den illegalen Vogelfang mit Netzen vorgegangen. Rund um die Stadt Baalbek haben drei Komitee-Teams und mehrere Dutzend schwer bewaffnete Beamte 125 Netze mit einer Gesamtlänge von fast zwei Kilometern abgebaut und 11 Personen angezeigt. Ein Mann wurde wegen Widerstands gegen die Beamten festgenommen. Bei dem Einsatz haben wir 100 frisch gefangene Vögel aus den Maschen befreit, darunter Rauchschwalben, Nachtigallen, Neuntöter, Maskenwürger, Gartenrotschwänze, Grauschnäpper und verschiedene Arten von Grasmücken und Rohrsängern. Der Singvogelfang mit Netzen oder Leimruten ist im Libanon vor allem an der Küste und im Bekaa-Tal im Osten des Landes weit verbreitet und findet im industriellen Maßstab statt. Die Fangplätze sind oft gut strukturiert und bestehen häufig aus über 20 Netzen an einem einzigen Standort. Dadurch werden sie zu Todesfallen für Tausende Vögel jeden Tag. Die Tiere gelten als beliebtes saisonales Nahrungsmittel und werden anschließend für einige Dollar pro Individuum auf dem Schwarzmarkt weiterverkauft. Die Sicherheitskräfte gehen in diesem Jahr verstärkt gegen den Vogelfang vor. Bei vorherigen erfolgreichen Einsätzen haben sie bereits Netze in einer ähnlichen Größenordnung beschlagnahmt. Weitere gemeinsame Aktionen mit unserem Team sind bereits in Planung.

🇱🇧 Update aus dem Libanon – Polizei erwischt Greifvogel-Wilderer: In Ergänzung zu unserem Post von letzter Woche über ei...
06/10/2026

🇱🇧 Update aus dem Libanon – Polizei erwischt Greifvogel-Wilderer: In Ergänzung zu unserem Post von letzter Woche über einen der größten bekannten Greifvogelschlachtplätze (sogenannte „Mazwas“) im Nordlibanon können wir nun Vollzug melden. Wir haben die exponierte Warte im Gebirge bei Akkar über das Wochenende überwacht und konnten gemeinsam mit den libanesischen Sicherheitskräften vier Personen überführen, die Wespenbussarde und Kurzfangsperber geschossen hatten. Zwei Männer, von denen einer einen Sperber im Rucksack verstaut hatte, konnte von den Beamten noch vor Ort angetroffen werden. Sie wurden zur Polizeistation gebracht und die Waffen eingezogen. Zwei weitere Personen, die je einen Wespenbussard geschossen hatten, konnten wir bis zu ihren Häusern verfolgen. Wir haben der Polizei alle nötigen Informationen und Beweise für ein Strafverfahren übergeben. Je länger wir im Libanon arbeiten, desto klarer wird das ungeheuerliche Ausmaß der Greifvogeljagd. Die Wilderei hat hier nichts mit Religion zu tun, sondern ist Ausdruck einer Gesellschaft, die seit Jahrzehnten - größtenteils unverschuldet – Krieg und Krisen erlebt. Umso beeindruckender ist die Null-Toleranz-Politik der libanesischen Polizei, die sich dieser gewaltigen Aufgabe annimmt.

🇮🇹 Erster Wilderer beim Herbst-Einsatz in Italien überführt: Zum Auftakt unseres vierwöchigen Vogelschutzcamps im nordit...
05/10/2026

🇮🇹 Erster Wilderer beim Herbst-Einsatz in Italien überführt: Zum Auftakt unseres vierwöchigen Vogelschutzcamps im norditalienischen Brescia ist uns ein spektakulärer Schlag gegen den professionellen Vogelfang gelungen: Auf einem abgelegenen Bergrücken unweit des Idrosees nahe der Grenze zum Trentino konnte die Polizei aufgrund unserer Hinweise einen Mann mit über 190 Schlagfallen für den Fang von Rotkehlchen auf frischer Tat stellen. Der Täter - ein lizenzierter Jäger - hatte einen ganzen Wald mit den kleinen Fallen bestückt und an dem Vormittag in nur wenigen Stunden bereits fast 30 Vögel gefangen. Zwei Rotkehlchen konnten befreit werden, die anderen waren leider schon tot, ebenso wie ein Siebenschläfer, der in einer der heimtückischen Fanggeräte gefunden wurde. Komitee-Mitglieder waren dem Mann bereits seit dem Jahr 2020 auf der Spur. Jahrelange Recherchen und unser Einsatz im September haben nun zu dem erfolgreichen Polizeieinsatz geführt. Rotkehlchen gelten in manchen Regionen Norditaliens als Delikatessen, sie sind häufige Durchzügler und nicht kostspielig. Die Täter fangen die Vögel meist nicht um des großen Geldes wegen, sondern als Teil einer "alten Tradition" und essen die Vögel entweder selbst oder laden Freunde und Bekannte dazu ein.

Rotkehlchen-Retter im Einsatz – 3 Wilderer in Italien überführt! Mit Eurer Unterstützung hatten wir jetzt im September i...
01/10/2026

Rotkehlchen-Retter im Einsatz – 3 Wilderer in Italien überführt! Mit Eurer Unterstützung hatten wir jetzt im September in den Bergen westlich des Gardasees ein Extra-Team im Einsatz. Seine Aufgabe war es, Hinweisen auf Wildererbanden nachzugehen, die schon im Frühherbst Jagd auf Rotkehlchen machen. Die gute Nachricht vorweg: Wir haben innerhalb einer Woche fast 40 bekannte Fangstellen kontrolliert und dabei lediglich zwei aktive Fallenstandorte gefunden. Beide wurden an die Polizei gemeldet, die Täter konnten sofort überführt werden. Bei ihnen haben die Beamten insgesamt 32 Schlagfallen und ein Dutzend frisch gefangener Vögel (Rotkehlchen und Trauerschnäpper) sichergestellt. Ein dritter Täter wurde mit Unterstützung der von uns finanziell unterstützen WWF-Jagdaufseher erwischt. Er hatte 19 illegal gefangene und mit manipulierten Zuchtringen versehene Wildvögel in Käfigen gehalten. Die Heckenbraunellen, Kernbeißer, Erlenzeisige und Girlitze konnten freigelassen werden. Unser Septembereinsatz ist damit beendet, als nächstes startet in Norditalien das große Vogelschutzcamp am Iseosee.

Weitere Wilderer auf Zypern überführt: Unsere Teams auf Zypern leisten weiterhin Schwerstarbeit und liefern einen Vogelf...
30/09/2026

Weitere Wilderer auf Zypern überführt: Unsere Teams auf Zypern leisten weiterhin Schwerstarbeit und liefern einen Vogelfänger nach dem anderen an die Justiz. Ganz aktuell haben wir zwei Wilderer schnappen können: Ein Mann hatte kaum einen Steinwurf entfernt vom Touristen-Badestrand bei Agia Napa 20 Leimruten ausgelegt, der zweite Täter - mit Mitte 30 relativ jung und fit genug, einen Fluchtversuch zu wagen - wurde bei Aradippou mit 63 Leimruten erwischt. Neben einigen Grasmücken und Rohrsängern wurde hier auch ein junger Maskenwürger gerettet. In einem dritten Fall bei Lefkara mit drei riesigen Netzen gelang es uns zwar nicht, den Fänger zu ermitteln, aber dafür konnten besonders viele Vögel befreit werden: Von den 110 frisch gefangenen Tieren waren nur drei Mönchsgrasmücken gestorben, der Rest wurde durch das schnelle Eingreifen unseres Teams unversehrt freigelassen. Unter ihnen war neben verschiedenen Grasmücken und auch eine Zypern-Zwergohreule, eine auf der Insel endemische Vogelart. Insgesamt haben wir damit nach knapp vier Wochen 18 Wilderer überführt, 335 Leimruten und 37 Netze wurden sichergestellt, 375 Vögel sind befreit worden.

Der Kampf um die Zugvögel im Norden des Libanon geht weiter: Tausende Kilometer nach Beginn ihrer beschwerlichen Wanderu...
29/09/2026

Der Kampf um die Zugvögel im Norden des Libanon geht weiter: Tausende Kilometer nach Beginn ihrer beschwerlichen Wanderung nach Afrika stehen Wespenbussarde, Sperber und Falken auf den Gebirgspässen von Akkar im Libanon vor ihrer tödlichsten Hürde. Wenn sie aus Syrien in geringer Flughöhe das Gebirge erreichen, werden sie von exponierten Warten aus unter Beschuss genommen. Wilderer - nicht selten aus den christlichen Siedlungsgebieten - positionieren sich an den sog. „Mazwas“, beliebte Jagdplätze für die Vogeljagd, und schießen die Tiere in großen Mengen ab. Das Brustfleisch wird gegessen, doch die Jagd ist vor allem ein Hobby für gelangweilte Waffennarren. An jedem der Jagdplätze finden wir die Überreste Dutzender geschützter Vögel, Berge von Federn und Schrotpatronen. Ganz aktuell haben wir ein Auge auf ein gutes Dutzend dieser Stellen, über 100 tote Vögel haben wir bereits entdeckt. Dazu kommt ein angeschossener Wespenbussard mit einem zertrümmerten Flügel, der aufgrund der Schwere seiner Verletzungen leider eingeschläfert werden musste. Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord und seines libanesischen Partners MECSHAP werden in den nächsten Tagen die Bereiche überwachen, um genügend Beweismaterial für einen Polizei-Einsatz am Wochenende zu sammeln. Zum Glück haben wir Unterstützung lokaler Naturfreunde und einen guten Kontakt zu den Behörden. Ein aktuelles Video von einem dieser Jagdplätze zeigt das unglaubliche Ausmaß der Wilderei - ihr findet es in den Kommentaren.

„Aktivismus ist kein Verbrechen“ – in einem spannenden Interview der zypriotischen Zeitung philenews beleuchtet Andrea R...
28/09/2026

„Aktivismus ist kein Verbrechen“ – in einem spannenden Interview der zypriotischen Zeitung philenews beleuchtet Andrea Rutigliano, Mitarbeiter beim Komitee gegen den Vogelmord (CABS), die hochbrisante Arbeit gegen den illegalen Vogelfang auf Zypern.

Einst eine lokale Tradition, hat sich die Vogelwilderei zu einem lukrativen illegalen Handel entwickelt, bei dem Gerichte mit wilden Singvögeln in Restaurants für bis zu 80 Euro verkauft werden. Trotz mafiöser Drohungen, politischen Drucks und körperlicher Gewalt setzen sich Andrea und unser Team weiterhin engagiert für den Schutz der Zugvögel ein.

Von seiner persönlichen Motivation, ein historisches „Karma“ zu tilgen, bis hin zur Realität der Konfrontation mit dem organisierten Verbrechen vor Ort bietet der Artikel einen umfassenden Einblick in den Vogelschutz an vorderster Front.

Der Artikel ist auf Englisch in einer zyprischen Zeitung erschienen. Es lohnt sich allemal ihn auf Englisch oder übersetzt durchzulesen.

Lest den vollständigen Artikel über den Link in den Kommentaren!

Rotkehlchen-Retter im Einsatz: Mit Euren Spenden von Anfang September sind wir in der Lage, zwei Spezial-Teams in Nordit...
26/09/2026

Rotkehlchen-Retter im Einsatz: Mit Euren Spenden von Anfang September sind wir in der Lage, zwei Spezial-Teams in Norditalien einzusetzen. Eines davon hat jetzt seine Arbeit aufgenommen. Das Ziel: Professionelle Rotkehlchen-Fänger in den Bergen westlich des Gardasees aufzuspüren. Seit über 40 Jahren sind wir ab Anfang Oktober hier im Einsatz, weil dann der Durchzug der Rotkehlchen seinen Höhepunkt erreicht. Manche Wilderer sind aber auch schon in diesen Tagen Ende September aktiv - ihnen wollen wir jetzt auf die Schliche kommen. Die Vögel gelten in manchen Bergdörfern bis heute als Delikatessen, ein Großteil der Italiener lehnt die Wilderei aber ganz klar ab. Vielen Dank für Eure Unterstützung, ohne die diese Aktion nicht hätte finanziert werden können!

🇱🇧 Greifvogelwilderer im Libanon geschnappt: Im Libanongebirge haben unsere Teams die Abschüsse von Greifvögeln wie Wesp...
25/09/2026

🇱🇧 Greifvogelwilderer im Libanon geschnappt:

Im Libanongebirge haben unsere Teams die Abschüsse von Greifvögeln wie Wespenbussarden, Baumfalken und Kurzfangsperbern dokumentiert und innerhalb kürzester Zeit fast zwei Dutzend geschossene Zugvögel ein einem Gebirgspass gefunden.

Ende letzter Woche gelang es uns bei zwei gezielten Einsätzen schließlich, mehrere Schützen mit der Polizei zu überführen. Nach unseren Hinweisen konnten die Beamten in den Bergen nordwestlich von Beirut drei Männer festnehmen, die einen Kurzfangsperber und einen Wespenbussard erlegt hatten. Ihnen wurden ihre drei Jagdgewehre abgenommen und ein Verfahren eröffnet.

In einem weiteren Fall hatte unser Team die Polizei zu drei Jägern gerufen, die auf einem Hügel versteckt einen Bienenfresser und einen Wespenbussard erschossen hatten. Obwohl sie noch vor dem Eintreffen der Polizei ihren Standort verließen, konnten sie dank unseres Materials von den Behörden identifiziert werden. Auch gegen sie wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Unser großes Vogelschutzcamp im Libanon läuft noch bis Ende Oktober.

🇨🇾 Drei Wochen Zypern-Einsatz: 13 Wilderer geschnappt und über 100 Vögel gerettet. Bei unserem großen Vogelschutzcamp au...
23/09/2026

🇨🇾 Drei Wochen Zypern-Einsatz: 13 Wilderer geschnappt und über 100 Vögel gerettet.

Bei unserem großen Vogelschutzcamp auf Zypern haben wir nach drei Wochen 13 Vogelfänger überführt. Die Männer hatten entweder mit Leimruten oder Netzen Vögel gefangen oder waren mit verbotenen Lockgeräten auf der Zugvogelpirsch.

Die Beamten von Polizei und Jagdaufsicht haben nach unseren Hinweisen 198 Leimruten, 24 Netze und 13 elektronische Lockgeräte beschlagnahmt. 94 tote Vögel wurden als Beweismittel beschlagnahmt, 106 lebende Tiere könnten wir aus den Fallen und Netzen befreien und freilassen.

Unser Einsatz auf der Insel dauert noch bis Ende November an.

Adresse

An Der Ziegelei 8
Bonn
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