Komitee gegen den Vogelmord e.V.

Komitee gegen den Vogelmord e.V. Komitee gegen den Vogelmord e.V. (CABS) - Aktionen gegen die Wilderei im Mittelmeerraum Das Komitee gegen den Vogelmord e.V. ist eine Aktionsgemeinschaft.
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Wir verstehen darunter einen durch eine kleine Verwaltung und überschaubares Präsidium, fehlende Untergliederungen und wenige Mitglieder reaktionsschnellen Verband. Wir schreiten insbesondere dort ein, wo Vogelfänger, Jäger oder Tierhändler gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßen oder Tierbestände bedrohen. Wir sind dabei stets bemüht, unsere Aktivitäten in enger Zusammenarbeit mit den zuständi

gen Dienststellen von Polizei, Forstverwaltung oder Zoll durchzuführen. Daneben versuchen wir, durch Initiativen auf parlamentarischer Ebene die gesetzlichen Grundlagen für den Tier-, Natur- und Artenschutz zu verbessern.Impressum:Komitee gegen den Vogelmord e.V.Committee Against Bird Slaughter (CABS)An der Ziegelei 8, D-53127 BonnTelefon: 0228/665521Telefax: 0228/665280info(at)komitee.deVereinsregister: Amtsgericht Bonn, Registernummer VR 7095Finanzamt: Bonn-Innenstadt, Steuernummer 205/5766/04951.Vorsitzender: Heinz SchwarzeGeschäftsführer: Alexander HeydRedaktion Facebook-Seite: Alexander Heyd, Axel Hirschfeld, Andrea Rutigliano

Ornithologische Sensation im Rheinland: In unserem Weihenprojektgebiet hat in diesem Jahr zum ersten Mal ein Paar der in...
18/08/2026

Ornithologische Sensation im Rheinland: In unserem Weihenprojektgebiet hat in diesem Jahr zum ersten Mal ein Paar der in Deutschland vom Aussterben bedrohten Kornweihe gebrütet. Es handelte sich dabei um eines von bundesweit weniger als zehn Brutpaaren und die erste Brut in der Zülpicher Börde seit 1891. Dank der von uns zusammen mit dem Landwirt eingeleiteten Schutzmaßnahmen wurde das in einem Getreidefeld angelegte Nest bei der Ernte im Juli verschont. Weil das Weibchen kurz nach dem Schlupf der Jungen verschwand, hatten wir die Brut eigentlich schon aufgegeben. Doch dann offenbarte die von uns installierte Nestkamera, dass das Männchen völlig unerwartet sofort damit begann, das zu diesem Zeitpunkt verbliebene Küken zu füttern und vor Kälte sowie Hitze zu schützen. Ein für ein Weihen-Männchen sehr ungewöhnliches Verhalten, das von uns erstmals für diese Art dokumentiert werden konnte. Um dem alleinerziehenden Vater bei der Aufzucht etwas unter die Flügel zu greifen, haben wir sein Nahrungsdepot regelmäßig mit zusätzlichen Mäusen aufgefüllt. Mit Erfolg: Letzte Woche wurde die erste Kornweihe seit mehr als 130 Jahren in der Zülpicher Börde flügge!

Schon gewusst? Das Rotkehlchen ist einer der häufigsten im westlichen Mittelmeerraum gewilderten Singvögel. Mit einem Ge...
14/08/2026

Schon gewusst? Das Rotkehlchen ist einer der häufigsten im westlichen Mittelmeerraum gewilderten Singvögel. Mit einem Gewicht von 15 bis 18 Gramm gehört es zu den kleinsten Vogelarten Europas. Das hält Wilderer nicht davon ab, die überall unter Naturschutz stehenden Rotkehlchen bis heute als Delikatesse zu jagen oder zu fangen. Dabei geht es niemandem darum, satt zu werden – Vogelfang und Vogeljagd sind eine "Tradition".

Im Süden Portugals, in Andalusien, entlang der ostspanischen Küste, in Südfrankreich und in Norditalien stellen die Täter Schlagfallen auf, um die kleinen Sänger zu fangen. In der spanischen Region Valencia geraten sie oft auf Leimruten, in Italien versperren ihnen Netze die Zugwege und in der Lombardei (Norditalien) werden bis heute Bogenfallen benutzt gehalten – sie wird ganz gezielt für den Fang von Rotkehlchen aufgestellt. Im Süden Sardiniens lauern zudem Schlingen. Die gute Nachricht: Die Wilderei ist überall auf dem Rückzug! In Spanien verzeichnen wir einen Rückgang der Wilderei mit Fallen um rund 60 bis 70 %, in Norditalien und Sardinien sogar um mehr als 90 %. In italienischen Restaurants sind Gerichte mit Rotkehlchen außerdem seit den 1980er Jahren von den Speisekarten verschwunden.

Bei unseren Vogelschutzcamps in Spanien und Italien setzen wir uns aber so lange für einen Schutz von Rotkehlchen und anderen Singvögeln ein, bis die Tradition des Vogelfangs endlich ein Ende hat!

Libanon: 5.000 gerupfte Grasmücken gefunden! Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Libanon haben bei der Recherche ...
07/08/2026

Libanon: 5.000 gerupfte Grasmücken gefunden! Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Libanon haben bei der Recherche im Internet in den letzten Wochen sechs Personen ausfindig gemacht, die Handel mit illegal gefangenen oder geschossenen Grasmücken in großem Stil betreiben. Nach unseren Recherchen hatten sie allein in diesem Frühling über 5.000 gerupfte Singvögel – vermutlich überwiegend Mönchs- und Klappergrasmücken – im Angebot. Die Händler (einer von ihnen ein Metzger) wurden angezeigt, vier der Täter wurden bereits von der Polizei vernommen. Die Jagd auf geschützte Vögel ist ein Volkssport im Libanon, Millionen Tiere werden jedes Jahr geschossen oder mit Fallen und Netzen gefangen. Trotz strengen Schutzes ist es Gang und Gäbe, die Zugvögel zu essen, teils gelten sie als Delikatessen. Sie werden – wie in diesen Fällen – über private Kanäle und im Internet verkauft, sind aber auch in manchen Supermärkten in der Tiefkühltruhe zu finden. Auch wenn das Problem sehr weit verbreitet ist, sind unsere Anzeigen nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Der Staat zeigt endlich, dass er den ungebremsten Handel mit geschützten Arten nicht weiter toleriert – ein Signal an alle Anbieter im Land!

Schon gewusst? Der Wespenbussard gehört zu den am stärksten von Wilderei betroffenen Vogelarten in Europa und dem Mittel...
04/08/2026

Schon gewusst? Der Wespenbussard gehört zu den am stärksten von Wilderei betroffenen Vogelarten in Europa und dem Mittelmeerraum. Jedes Jahr müssen die Vögel auf ihrem Hin- und Rückweg zweimal die Brennpunkte der Wilderei überfliegen, wo zwischen 11 und 36 Millionen Zugvögel jährlich illegal geschossen oder gefangen werden. Vor allem im Libanon, in Süditalien und auf Malta werden die gefährdeten Wespenbussarde bis heute gejagt, weil sie begehrte Trophäen sind oder ihr Brustfleisch als Delikatesse gegessen wird. Um die Wilderei zu stoppen, setzt das Komitee gegen den Vogelmord jeden Frühling und Herbst über 200 Ehrenamtliche ein, um die Zugwege der Vögel zu sichern. Mit Erfolg: An manchen Stellen des Libanons ist die Greifvogeljagd rückläufig, auf Malta ist sie ganz erheblich zurückgegangen. An der Straße von Messina zwischen dem italienischen Festland und der Insel Sizilien ist die Wespenbussardjagd sogar fast verschwunden. Wo früher über 5.000 der selten gewordenen Greifvögel geschossen wurden, sind es inzwischen wohl kaum mehr 100. Wir machen aber auch dort weiter, bis die Wilderei ganz vorbei ist!

Rekordjahr in unserem Weihenprojekt: Fast 50 Jungvögel flügge – so viele wie nie zuvor! Die Brutsaison der Rohr- und Wie...
01/08/2026

Rekordjahr in unserem Weihenprojekt: Fast 50 Jungvögel flügge – so viele wie nie zuvor! Die Brutsaison der Rohr- und Wiesenweihen in der Börderegion zwischen Aachen und Köln ist abgeschlossen, die letzten Jungvögel sind in diesen Tagen flügge geworden. Insgesamt haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord (CABS) seit Ende April 29 Nester der bodenbrütenden Greifvögel in den Feldern gefunden – 20 Rohrweihen und 9 Wiesenweihen. Die meisten wurden in Gersten- und Weizenfeldern lokalisiert. Bei 7 Bruten der Wiesenweihe und bei 10 der Rohrweihe musste für die Nester eine 20x 20 Meter große Horstschutzzone eingerichtet werden, damit sie nicht im Mähdrescher landen. Mindestens 23 junge Wiesenweihen und 26 Rohrweihen sind ausgeflogen. Es ist das beste Ergebnis, das wir seit Projektbeginn im Jahr 2004 hatten! Das tolle Resultat ist nur durch die gelungene Kooperation mit Landwirten und Unteren Naturschutzbehörden möglich gewesen. Ein großes Dankeschön gilt auch den Biologischen Stationen in Euskirchen, Düren und Bonn-Rhein-Erft, den lokalen Ornithologen und unseren Spenderinnen und Spendern, die das Projekt finanzieren!

Turteltaubenschutz vor Gericht: In Sizilien dürfen wegen eines Gerichtsurteils erstmal keine Turteltauben geschossen wer...
30/07/2026

Turteltaubenschutz vor Gericht: In Sizilien dürfen wegen eines Gerichtsurteils erstmal keine Turteltauben geschossen werden! Die Jagd in Italien startet immer am 3. Sonntag im September – in diesem Jahr der 20.9.. Die gefährdete Turteltaube gehört zu den ersten Arten, die im Spätsommer nach Afrika ziehen – wenn sie über Sizilien fliegt, ist die Jagd noch nicht erlaubt. Damit die Jäger den begehrten Zugvögel dennoch schießen können, erlaubt die Region Sizilien jedes Jahr eine Vorverlegung des Jagdbeginns. Dieses Jahr wird daraus nichts, denn das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) hat zusammen mit seinen italienischen Partnern Green Impact, Federazione Nazionale Pro Natura und LEAL gegen die Vorverlegung geklagt und Recht bekommen. Der regionale Verwaltungsgerichtshof (TAR) in Palermo hat im Eilverfahren gestern entschieden, dass die Regelung aufgrund fehlender wissenschaftlicher Daten zur Gefährdung der Turteltaube unzulässig ist. Das Hauptverfahren ist auf den 20. Oktober terminiert, wenn alle Turteltauben längst in Afrika angekommen sind. Es ist das erste Mal, dass es gelungen ist, eine Jagdverordnung in Italien zu kippen, weil eine Vogelart als gefährdet eingeschätzt wird. Sollten wir auch im Oktober gewinnen, hat dieses Urteil weit über Sizilien hinaus Signalwirkung!

Sturmtaucher-Rettung: Eine Komitee-Mitarbeiterin hat bei einer Kontrolle ganz im Norden von Malta einen hilflosen Mittel...
28/07/2026

Sturmtaucher-Rettung: Eine Komitee-Mitarbeiterin hat bei einer Kontrolle ganz im Norden von Malta einen hilflosen Mittelmeer-Sturmtaucher gefunden. Der völlig desorientierte Vogel lag bei Mistra Bay flugunfähig auf dem Boden und ließ sich problemlos einfangen. Er wurde unseren Freunden von BirdLife Malta übergeben, die ein großes Sturmtaucherprojekt in dem Archipel betreuen. Nach kurzer Pflege konnte das Tier wieder erfolgreich ausgewildert werden. Mittelmeer-Sturmtaucher sind Seevögel, die außer zum Brüten in steilen Küstenklippen nie an Land kommen. Unser Vogel könnte sich durch Lichtverschmutzung ins Inland verirrt haben und hat dann vermutlich nicht mehr zum Meer zurückgefunden. Mittelmeer-Sturmtaucher sind gefährdet, Malta beherbergt mit 1.500 bis 1.800 Paaren rund zehn Prozent der Weltpopulation.

Schon gewusst: Der bei uns bedrohte Ortolan ist eine begehrte Beute von Wilderern im Mittelmeerraum. Lebend gefangen und...
23/07/2026

Schon gewusst: Der bei uns bedrohte Ortolan ist eine begehrte Beute von Wilderern im Mittelmeerraum. Lebend gefangen und in einen Käfig gesperrt verdoppelt der Vogel bei guter Ernährung binnen kurzer Zeit sein Gewicht auf bis zu 50 Gramm. Als "Fettammer" ist er seit der Antike bei Gourmets beliebt. Bis heute gibt es diese brutale Methode vereinzelt im Südwesten Frankreichs, wo man bis über 200 € für einen einzigen gebratenen Ortolan zahlt. Im Libanon werden Ortolane ganz gezielt geschossen und gegessen, auch in Norditalien gibt es solche Fälle. Auf Malta dagegen fangen Wilderer den Vogel mit Schlagnetzen, um ihn als Käfigvogel zu halten. Im Jahr werden im Mittelmeerraum schätzungsweise 30.000 Ortolane illegal geschossen oder gefangen. Mit seinen teils spektakulären Einsätzen hat das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) den Ortolanfang in Frankreich fast zum Erliegen gebracht - hier wurden binnen weniger Jahre mehr als 200 Fangstellen für Ortolane stillgelegt. Auf Malta ist das Phänomen inzwischen auch selten geworden.

Schon gewusst? Der Stieglitz gehört bei Vogelsammlern in ganz Europa zu den begehrtesten Arten. Der bunte Vogel singt ni...
20/07/2026

Schon gewusst? Der Stieglitz gehört bei Vogelsammlern in ganz Europa zu den begehrtesten Arten. Der bunte Vogel singt nicht nur schön, sondern lässt sich auch leicht mit Kanarienvögeln kreuzen. Zudem besitzt er eine hohe Bedeutung in der Kulturgeschichte. Überall rund um den Mittelmeerraum stellen Wilderer dem Zugvogel nach. Im Westen (vor allem in Spanien und Malta) mit Schlagnetzen, im Osten (vor allem in Griechenland und dem Libanon) überwiegend mit Leimruten. Auch manche deutsche "Waldvogelliebhaber" greifen in ihren Gärten oder versteckt in der freien Landschaft immer wieder auf Fallen und Netze zurück. Im Tierhandel sind große Mengen Stieglitze zweifelhafter Herkunft im Angebot. Wie viele Stieglitze tatsächlich illegal gefangen und gehandelt werden, ist völlig unklar, in der EU und rund ums Mittelmeer werden es einige Millionen Exemplare pro Jahr sein. Das Komitee gegen den Vogelmord (CABS) hat sich auf die Arbeit gegen den Fang von Stieglitzen und anderen Singvögeln spezialisiert – vor allem bei unseren Einsätzen in Spanien, in Süditalien, auf Malta und in Griechenland geht es vielfach um diese Art. Dutzende Stieglitzfänger werden hier jährlich aufgrund unserer Hinweise von den Behörden überführt.

Heiße Phase im Weihenprojekt: Nachdem bereits Ende Juni die Gerste in der Börderegion zwischen Aachen und Köln gedrosche...
14/07/2026

Heiße Phase im Weihenprojekt: Nachdem bereits Ende Juni die Gerste in der Börderegion zwischen Aachen und Köln gedroschen wurde, ist nun die Ernte des Weizens, Dinkels und der Triticale in vollem Gange. Der Erntetermin kollidiert vor allem bei den Wiesenweihen mit der Nestlingsphase, denn die meisten Jungvögel sind erst in etwa zwei Wochen alt genug bis sie, um ihr Bodennest im Acker sicher zu verlassen. Die ersten jungen Rohrweihen hingegen werden grade flügge. Bei bisher 13 Weihenbruten haben wir deshalb in Absprache mit den Landwirten und Naturschutzbehörden Nestschutzzonen eingerichtet. Zwei weitere folgen heute und nochmals zwei in den nächsten Tagen. Dies ist möglich, weil wir durch eure Unterstützung weitere Sets für das Projekt anschaffen konnten. Ein Dankeschön folgt an späterer Stelle, wenn alle Zäune stehen. Jetzt heißt es: Ran an die Arbeit!

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An Der Ziegelei 8
Bonn
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Dienstag 09:00 - 16:00
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