Stille Geburtsbegleitung Engelsflügel

Stille Geburtsbegleitung  Engelsflügel Stille Geburten Begleitung
Ausbildung zur Stillen Geburten Begleiterin
Seminare für Hebammen

Wir suchen neue Schnuppen! 💚✨Unsere Schnuppen sind eine ganz besondere Gemeinschaft und wir suchen neue kreative Mensche...
18/08/2026

Wir suchen neue Schnuppen! 💚✨
Unsere Schnuppen sind eine ganz besondere Gemeinschaft und wir suchen neue kreative Menschen, die Lust haben, uns mit ihren Fähigkeiten und vor allem mit ihrem Herzen zu unterstützen. 🥰
Du nähst, strickst, häkelst, bastelst, malst oder hast eine ganz andere kreative Idee? Dann bist du bei uns herzlich willkommen! 🧵🧶🎨✂️💚
Wir fertigen viele Dinge ehrenamtlich und mit ganz viel Liebe, die anschließend kostenlos dorthin gehen, wo sie dringend gebraucht werden.
👶 Frühchensachen für Krankenhäuser
📷 Sternkinderfotografenpakete
🕊️ Bestatterpakete
💚 Private Pakete für Sternenkinderfamilien
🌈 Trauerpakete
🆘 Notfallpakete
👶 Frühchenpakete mit vielen wichtigen Dingen für die erste Zeit teilweise schon während des Krankenhausaufenthaltes
All diese kleinen und großen Dinge sollen Familien in einer unglaublich schweren Zeit ein Stück begleiten, ihnen zeigen: Ihr seid nicht allein. Wir sehen euch. Wir denken an euch. 💚
Und genau deshalb ist uns auch der Schutz unserer Familien und unserer Mitglieder besonders wichtig.
Wir haben eine Datenschutzerklärung, die jedes neue aktive Mitglied unterschreiben muss. Das ist bei uns keine unnötige Bürokratie, sondern eine wichtige Voraussetzung dafür, dass persönliche Informationen unserer Sternenkinderfamilien, unserer Mitglieder und unserer Arbeit geschützt bleiben. 🔐💚
Wenn du jetzt denkst:
„Das könnte genau das Richtige für mich sein!“ 🥰
Dann melde dich sehr gerne bei mir! Ich erkläre dir ganz in Ruhe, warum die Datenschutzerklärung bei uns so wichtig ist und wie alles funktioniert.
Wir freuen uns über jede helfende Hand, jede kreative Idee und jedes liebe Herz, das unsere Arbeit unterstützen möchte. 💚
Denn gemeinsam können wir so viel bewirken.
Aus Stoff wird Wärme. Aus Wolle wird Trost. Aus Kreativität wird Hilfe. Und aus vielen einzelnen Schnuppen wird etwas ganz Großes. ✨🌈
Wenn du dich angesprochen fühlst komm zu uns. Wir würden uns riesig über dich freuen! 🫶💙

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Welche Untersuchungen werden gemacht und warum?Wenn Eltern erfahren, dass ihr Baby möglicherweise schwer krank ist oder ...
07/08/2026

Welche Untersuchungen werden gemacht und warum?
Wenn Eltern erfahren, dass ihr Baby möglicherweise schwer krank ist oder bereits verstorben sein könnte, folgen oft viele Untersuchungen. Jede einzelne dient dazu, möglichst genaue Informationen zu erhalten, die Gesundheit der Mutter zu überwachen und den Eltern Antworten auf ihre Fragen zu geben. Nicht jede Untersuchung ist in jeder Situation notwendig, sie richtet sich immer nach der individuellen Schwangerschaft.
Ultraschall (Sonografie)
Der Ultraschall ist meist die wichtigste Untersuchung.
Dabei wird geschaut:
Schlägt das Herz des Babys?
Wie entwickelt sich das Baby?
Wie groß und schwer ist es ungefähr?
Bewegt sich das Baby?
Wie viel Fruchtwasser ist vorhanden?
Wie sieht die Plazenta aus?
Gibt es sichtbare Fehlbildungen oder Auffälligkeiten?
Warum wird diese Untersuchung gemacht?
Der Ultraschall liefert wichtige Informationen über den Zustand des Babys und hilft dabei, weitere Entscheidungen zu treffen.
Doppler-Ultraschall
Hier werden die Blutgefäße untersucht.
Dabei wird kontrolliert:
Blutfluss in der Nabelschnur
Blutversorgung des Babys
Durchblutung der Plazenta
Blutfluss bei der Mutter
Warum wird diese Untersuchung gemacht?
Sie zeigt, ob das Baby ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.
CTG (Cardiotokografie)
Ab der späteren Schwangerschaft wird häufig ein CTG geschrieben.
Dabei werden gemessen:
Herzschlag des Babys
Wehentätigkeit der Mutter
Warum wird diese Untersuchung gemacht?
Um zu überprüfen, ob das Baby gut versorgt wird und wie es auf Wehen reagiert.
Blutuntersuchungen der Mutter
Je nach Situation werden verschiedene Blutwerte bestimmt.
Zum Beispiel:
Entzündungswerte
Blutbild
Blutgruppe und Rhesusfaktor
Gerinnungswerte
Infektionskrankheiten
Schilddrüsenwerte
Diabeteswerte
Warum wird diese Untersuchung gemacht?
Manche Erkrankungen der Mutter können die Schwangerschaft beeinflussen oder Hinweise auf die Ursache geben.
Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)
Mit einer dünnen Nadel wird etwas Fruchtwasser entnommen.
Dieses kann untersucht werden auf:
Chromosomenstörungen
Genetische Erkrankungen
Infektionen
Warum wird diese Untersuchung gemacht?
Sie kann helfen, die Ursache einer Erkrankung des Babys genauer zu bestimmen.
Chorionzottenbiopsie
Hier wird Gewebe aus der Plazenta entnommen.
Warum wird diese Untersuchung gemacht?
Sie ermöglicht bereits früh in der Schwangerschaft genetische Untersuchungen.
MRT des ungeborenen Kindes
In besonderen Fällen kann zusätzlich ein MRT durchgeführt werden.
Damit lassen sich besonders gut darstellen:
Gehirn
Rückenmark
Organe
Fehlbildungen
Warum wird diese Untersuchung gemacht?
Wenn der Ultraschall nicht alle Fragen beantworten kann.
Genetische Untersuchungen
Manchmal wird Blut der Eltern oder des Babys untersucht.
Dabei kann nach:
Chromosomenveränderungen
Erblichen Erkrankungen
Seltenen genetischen Veränderungen
gesucht werden.
Warum wird diese Untersuchung gemacht?
Um herauszufinden, ob eine genetische Ursache vorliegt und wie hoch das Risiko für zukünftige Schwangerschaften ist.
Untersuchungen nach der Geburt
Wenn Eltern zustimmen, können weitere Untersuchungen helfen, Antworten zu finden.
Dazu gehören:
Äußere Untersuchung des Babys
Blutuntersuchungen
Röntgenaufnahmen
Gewebeproben
Untersuchung der Plazenta
Untersuchung der Nabelschnur
Obduktion (Autopsie)
Eine Obduktion ist freiwillig und erfolgt nur mit Zustimmung der Eltern.
Sie wird von spezialisierten Pathologinnen und Pathologen durchgeführt.
Warum wird sie gemacht?
Sie kann helfen:
die Todesursache zu finden,
Erkrankungen zu erkennen,
Antworten für die Eltern zu geben,
das Risiko für weitere Schwangerschaften besser einzuschätzen.
Nicht immer kann eine eindeutige Ursache gefunden werden, dennoch liefert sie häufig wertvolle Erkenntnisse.
Untersuchung der Plazenta
Die Plazenta wird oft besonders sorgfältig untersucht.
Dabei werden unter anderem gesucht:
Entzündungen
Durchblutungsstörungen
Blutgerinnsel
Veränderungen der Nabelschnur
Hinweise auf Infektionen
Warum ist das wichtig?
Die Plazenta versorgt das Baby während der gesamten Schwangerschaft. Veränderungen können entscheidende Hinweise auf die Ursache geben.
Wichtig zu wissen
Nicht jede Familie benötigt alle Untersuchungen. Welche sinnvoll sind, hängt immer von der Schwangerschaft, den Auffälligkeiten und den Wünschen der Eltern ab. Eltern haben das Recht, Fragen zu stellen, sich alles verständlich erklären zu lassen und in Ruhe über weiterführende Untersuchungen zu entscheiden.
Jede Untersuchung verfolgt ein Ziel: Antworten zu finden, die Gesundheit der Mutter zu schützen und den Eltern, wenn möglich Klarheit zu geben. Doch auch wenn trotz aller Untersuchungen keine eindeutige Ursache gefunden wird, bedeutet das nicht, dass etwas übersehen wurde. Manche Schicksale lassen sich medizinisch bis heute leider nicht vollständig erklären.

Medizinische Begriffe verständlich erklärtWenn plötzlich nur noch Fachbegriffe fallenNach der Diagnose befinden sich die...
02/08/2026

Medizinische Begriffe verständlich erklärt
Wenn plötzlich nur noch Fachbegriffe fallen
Nach der Diagnose befinden sich die meisten Eltern in einem Ausnahmezustand. Während das Herz vor Schmerz fast stillzustehen scheint, sprechen Ärztinnen und Ärzte über Diagnosen, Untersuchungen, Medikamente und Behandlungen. Begriffe wie Missed Abort, Plazentainsuffizienz, Einleitung oder Obduktion fallen oft innerhalb weniger Minuten.
Viele Eltern berichten später:
"Ich habe kaum verstanden, was gesagt wurde."
"Ich wusste nicht, was die ganzen Begriffe bedeuten."
"Ich hatte Angst zu fragen."
Das ist völlig normal.
In einer Schocksituation kann unser Gehirn Informationen nur eingeschränkt aufnehmen. Niemand erwartet von euch, dass ihr medizinische Fachbegriffe sofort versteht.
Deshalb möchten wir euch die wichtigsten Begriffe in einfacher Sprache erklären.
Fehlgeburt (Abort)
Von einer Fehlgeburt spricht man, wenn eine Schwangerschaft endet, bevor das Baby lebensfähig ist.
Medizinisch wird zwischen verschiedenen Formen unterschieden. Die Bezeichnung sagt nichts darüber aus, wie groß eure Trauer ist. Ganz gleich, in welcher Schwangerschaftswoche euer Baby gestorben ist, euer Verlust ist real.
Frühe Fehlgeburt
Eine frühe Fehlgeburt tritt meist in den ersten Schwangerschaftswochen auf.
Häufige Anzeichen können sein:
Blutungen
Unterleibsschmerzen
Krämpfe
Manchmal bemerken Frauen jedoch gar nichts. Erst beim Ultraschall wird festgestellt, dass das kleine Herz nicht mehr schlägt.
Die häufigste Ursache sind Chromosomenveränderungen oder schwere Entwicklungsstörungen, die nicht verhindert werden konnten.
Missed Abort
die stille Fehlgeburt
"Missed Abort" bedeutet übersetzt so viel wie übersehene oder stille Fehlgeburt.
Das Baby ist bereits verstorben, doch der Körper der Mutter hat dies noch nicht erkannt.
Deshalb können weiterhin Schwangerschaftssymptome bestehen:
Übelkeit
Brustspannen
Müdigkeit
Erst beim Ultraschall wird sichtbar, dass kein Herzschlag mehr vorhanden ist.
Für viele Eltern ist dies besonders belastend, weil sie voller Hoffnung zur Untersuchung gekommen sind.
Totgeburt
Von einer Totgeburt spricht man, wenn ein Baby vor oder während der Geburt verstirbt und geboren wird.
Unabhängig von medizinischen Definitionen gilt:
Euer Baby ist euer Kind.
Ihr seid Mutter und Vater.
Eure Liebe endet nicht mit dem Tod.
Stille Geburt
Als stille Geburt bezeichnet man die Geburt eines verstorbenen Kindes.
Viele Eltern wissen nicht, dass diese Geburt körperlich einer Lebendgeburt sehr ähnlich sein kann.
Dazu gehören:
Wehen
Eröffnungsphase
Presswehen
Nachgeburt
Wochenbett
Milchbildung
Hormonumstellung
Der Körper der Mutter reagiert zunächst genauso wie nach jeder anderen Geburt.
Palliative Geburt
Manchmal erhalten Eltern während der Schwangerschaft die Diagnose, dass ihr Baby nach der Geburt nur wenige Minuten, Stunden oder Tage leben wird.
Entscheiden sich die Eltern dafür, die Schwangerschaft fortzuführen, spricht man häufig von einer palliativen Begleitung.
Dabei geht es nicht darum, das Leben zu verlängern oder zu verkürzen, sondern dem Baby Geborgenheit, Liebe und Schmerzfreiheit zu schenken.
Jeder gemeinsame Moment wird zu einer kostbaren Erinnerung.
Fetozid
Ein Fetozid ist ein medizinischer Eingriff, bei dem das Herz des ungeborenen Kindes vor der Geburt zum Stillstand gebracht wird.
Diese Entscheidung kommt nur in besonderen medizinischen Situationen infrage und ist für Eltern mit großem seelischem Schmerz verbunden.
Nicht jede schwere Diagnose führt zu einem Fetozid. Es gibt unterschiedliche medizinische und persönliche Wege, die immer ausführlich mit dem Behandlungsteam besprochen werden sollten.
Geburtseinleitung
Ist ein Baby im Mutterleib verstorben oder muss die Schwangerschaft aus medizinischen Gründen beendet werden, wird die Geburt häufig eingeleitet.
Dafür werden Medikamente eingesetzt, die Wehen auslösen.
Die Geburt verläuft anschließend meist wie eine natürliche Geburt.
Viele Eltern haben große Angst davor. Gleichzeitig berichten viele rückblickend, wie wertvoll die gemeinsame Zeit mit ihrem Baby nach der Geburt war.
Ausschabung (Kürettage)
Eine Ausschabung ist ein operativer Eingriff, bei dem verbliebenes Schwangerschaftsgewebe vorsichtig aus der Gebärmutter entfernt wird.
Sie wird unter einer kurzen Narkose durchgeführt.
Eine Ausschabung kann notwendig sein:
nach einer Fehlgeburt,
bei starken Blutungen,
wenn Gewebe zurückbleibt,
oder wenn medizinische Gründe dafür sprechen.
Nicht jede Frau benötigt eine Ausschabung.
Plazenta, der Mutterkuchen
Die Plazenta verbindet Mutter und Kind während der Schwangerschaft.
Sie versorgt das Baby mit:
Sauerstoff
Nährstoffen
Hormonen
Antikörpern
Nach der Geburt wird sie als Nachgeburt geboren.
In manchen Fällen wird die Plazenta untersucht, um Hinweise auf die Ursache des Todes des Kindes zu finden.
Nabelschnur
Die Nabelschnur verbindet das Baby mit der Plazenta.
Über sie erhält das Baby alles, was es zum Leben braucht.
In seltenen Fällen können Veränderungen oder Komplikationen an der Nabelschnur zum Tod eines Kindes beitragen.
Fruchtwasser
Das Fruchtwasser schützt das Baby während der Schwangerschaft.
Es ermöglicht Bewegungen, unterstützt die Entwicklung der Lunge und schützt vor Stößen.
Zu wenig oder zu viel Fruchtwasser kann ein Hinweis auf bestimmte Erkrankungen oder Komplikationen sein.
CTG (Kardiotokografie)
Das CTG zeichnet die Herztöne des Babys und die Wehentätigkeit der Mutter auf.
Bei einer stillen Geburt wird häufig kein CTG mehr geschrieben, wenn bereits sicher festgestellt wurde, dass das Baby verstorben ist.
Ultraschall (Sonografie)
Der Ultraschall ist eine schmerzfreie Untersuchung mit Schallwellen.
Dabei können Ärztinnen und Ärzte unter anderem sehen:
den Herzschlag,
die Bewegungen,
die Größe des Babys,
die Plazenta,
die Fruchtwassermenge.
Er ist eine der wichtigsten Untersuchungen während der Schwangerschaft.
Obduktion
Eine Obduktion ist eine sorgfältige medizinische Untersuchung des verstorbenen Kindes.
Sie kann helfen,
die Todesursache zu finden,
genetische Erkrankungen zu erkennen,
Hinweise für zukünftige Schwangerschaften zu geben.
Die Entscheidung liegt bei den Eltern. Niemand darf euch dazu drängen.
Pathologie
Die Pathologie untersucht Gewebe, Organe oder die Plazenta unter dem Mikroskop.
Nicht immer wird dabei eine eindeutige Ursache gefunden.
Auch wenn keine Erklärung gefunden wird, bedeutet das nicht, dass jemand etwas übersehen hat.
Genetische Untersuchung
Manchmal empfehlen Ärztinnen und Ärzte eine genetische Untersuchung.
Dabei wird geprüft, ob Veränderungen im Erbgut vorliegen, die den Tod des Kindes erklären könnten.
Diese Informationen können auch für zukünftige Schwangerschaften wichtig sein.
Was ihr euch immer merken dürft
Medizinische Begriffe können einschüchternd wirken. Doch ihr müsst keine Expertinnen oder Experten sein.
Ihr dürft jederzeit sagen:
„Ich verstehe diesen Begriff nicht.“
„Bitte erklären Sie mir das in einfachen Worten.“
„Was bedeutet das genau für unser Baby?“
„Welche Möglichkeiten haben wir?“
Es gibt keine falschen oder peinlichen Fragen.
Zum Schluss
Hinter jedem medizinischen Begriff steht nicht nur eine Diagnose, sondern ein geliebtes Kind und eine Familie, deren Leben sich von einem Augenblick auf den anderen verändert hat.
Nehmt euch Zeit. Schreibt Fragen auf. Lasst euch Dinge wiederholt erklären. Und denkt immer daran: Es ist nicht eure Aufgabe, sofort alles zu verstehen. Es ist die Aufgabe der Menschen, die euch begleiten, euch mit Geduld, Respekt und Mitgefühl durch diese schwere Zeit zu führen.

Die Diagnose – Wenn die Welt plötzlich stillstehtDer Moment, der alles verändertEs gibt Augenblicke im Leben, die sich f...
29/07/2026

Die Diagnose – Wenn die Welt plötzlich stillsteht
Der Moment, der alles verändert
Es gibt Augenblicke im Leben, die sich für immer in unser Herz und unser Gedächtnis einbrennen. Augenblicke, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Für viele Sterneneltern ist der Moment, in dem sie erfahren, dass ihr Baby schwer erkrankt ist, nicht überleben wird oder sein kleines Herz bereits aufgehört hat zu schlagen, genau so ein Moment.
Vielleicht seid ihr voller Vorfreude zu eurem Ultraschalltermin gefahren. Vielleicht habt ihr euch darauf gefreut, euer Baby wiederzusehen, seine kleinen Bewegungen zu beobachten oder zu erfahren, wie es sich entwickelt hat. Vielleicht wart ihr schon dabei, Namen auszusuchen, das Kinderzimmer zu planen oder von eurer gemeinsamen Zukunft zu träumen.
Und dann verändert ein einziger Satz alles.
"Es tut mir leid..."
"Ich finde keinen Herzschlag mehr."
"Ihr Baby ist schwer erkrankt."
"Ihr Kind wird nicht überleben."
Mit diesen Worten zerbricht oft eine Welt.
Wenn das Gehirn in den Ausnahmezustand schaltet
Viele Eltern erzählen später, dass sie sich an die Minuten nach der Diagnose kaum erinnern können. Manche hören nur noch ein Rauschen. Andere sehen, wie die Lippen der Ärztin oder des Arztes sich bewegen, können die Worte aber nicht mehr verstehen. Wieder andere erinnern sich nur an einzelne Begriffe wie Fehlgeburt, Totgeburt, Einleitung oder Ausschabung.
Das ist keine Schwäche.
Es ist eine natürliche Reaktion unseres Gehirns auf einen tiefen Schock. In einer solchen Situation versucht unser Körper, uns zu schützen. Stresshormone werden ausgeschüttet, Gedanken kreisen, Gefühle wechseln sich innerhalb von Sekunden ab. Informationen können oft gar nicht mehr richtig aufgenommen oder verarbeitet werden.
Deshalb ist es völlig normal, wenn ihr später merkt, dass ihr vieles vergessen habt oder euch an Gespräche kaum erinnern könnt.
Gefühle, die gleichzeitig da sein dürfen
Es gibt kein „richtiges“ oder „falsches“ Empfinden.
Vielleicht seid ihr wie gelähmt.
Vielleicht könnt ihr nicht aufhören zu weinen.
Vielleicht fühlt ihr im ersten Moment gar nichts.
Vielleicht hofft ihr, dass sich die Ärztin oder der Arzt geirrt hat.
Vielleicht möchtet ihr sofort eine zweite Meinung.
Vielleicht seid ihr wütend.
Vielleicht habt ihr Angst.
Vielleicht stellt ihr euch immer wieder dieselbe Frage:
„Warum wir?“
All diese Gefühle dürfen da sein.
Trauer verläuft nicht nach einem festen Muster. Jeder Mensch verarbeitet eine solche Nachricht anders. Auch als Paar könnt ihr völlig unterschiedlich reagieren. Während der eine weint, wird der andere vielleicht ganz ruhig. Während einer reden möchte, zieht sich der andere zurück.
Das bedeutet nicht, dass einer weniger liebt oder weniger trauert.
Jeder Mensch schützt sein Herz auf seine eigene Weise.
Niemand trägt die Schuld
Eine der häufigsten Fragen von Eltern lautet:
"Habe ich etwas falsch gemacht?"
Diese Frage entsteht aus der tiefen Liebe zum eigenen Kind – und doch lautet die Antwort in den allermeisten Fällen:
Nein.
Eine Fehlgeburt oder der Tod eines Kindes im Mutterleib entstehen meist durch Ursachen, die niemand verhindern konnte. Dazu gehören beispielsweise schwere Chromosomenveränderungen, Fehlbildungen, Erkrankungen der Plazenta oder andere medizinische Komplikationen.
Nicht das Treppensteigen.
Nicht das Arbeiten.
Nicht der Stress.
Nicht das Heben einer Einkaufstasche.
Nicht ein falsches Essen.
Nicht ein Moment, in dem ihr euch ausgeruht oder angestrengt habt.
Schuldgefühle gehören häufig zur Trauer. Doch Schuld und Verantwortung sind nicht dasselbe. Bitte gebt euch nicht die Last, etwas getragen zu haben, das ihr nicht hättet verhindern können.
Ihr müsst jetzt nicht alles verstehen
Nach der Diagnose werden oft viele Informationen auf einmal gegeben.
Es geht um Untersuchungen.
Um Medikamente.
Um mögliche Entscheidungen.
Um die Geburt.
Um weitere Gespräche.
Vielleicht fühlt sich das überwältigend an.
Ihr dürft jederzeit sagen:
„Ich habe das gerade nicht verstanden.“
„Können Sie das bitte noch einmal erklären?“
„Können Sie es in einfachen Worten sagen?“
„Ich brauche einen Moment.“
„Ich möchte meinen Partner oder meine Partnerin dabeihaben.“
„Ich möchte mir Notizen machen.“
„Können wir später noch einmal darüber sprechen?“
Es ist euer gutes Recht, Informationen in einer Sprache zu erhalten, die ihr versteht.
Ihr müsst Entscheidungen nicht alleine treffen
Je nach Diagnose können in den nächsten Stunden oder Tagen wichtige Entscheidungen anstehen.
Vielleicht geht es um weitere Untersuchungen.
Vielleicht um den Zeitpunkt der Geburt.
Vielleicht um eine palliative Begleitung.
Vielleicht um Erinnerungen, Fotografien oder eine Obduktion.
Viele Eltern haben Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen.
Doch ihr müsst diesen Weg nicht alleine gehen.
Fragt nach.
Lasst euch Zeit, wenn es medizinisch möglich ist.
Holt euch eine zweite Meinung, wenn ihr euch unsicher fühlt.
Bindet Menschen ein, denen ihr vertraut.
Es gibt Begleiterinnen und Begleiter, Hebammen, Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter, die euch in dieser schweren Zeit unterstützen können.
Denkt daran, auch an euch selbst
Inmitten all der Untersuchungen und Gespräche geraten die Bedürfnisse der Eltern oft in den Hintergrund.
Versucht, wenn möglich:
etwas zu trinken,
etwas zu essen,
euch auszuruhen,
jemanden anzurufen, der euch Halt gibt,
nicht alleine mit euren Gedanken zu bleiben.
Es ist keine Schwäche, Hilfe anzunehmen.
Ein Wort an euch als Sterneneltern
Vielleicht fühlt ihr euch gerade, als wäre euch der Boden unter den Füßen weggezogen worden.
Vielleicht habt ihr das Gefühl, nie wieder atmen zu können.
Vielleicht erscheint euch alles unwirklich.
Bitte glaubt uns eines:
Ihr seid nicht allein.
Es gibt viele Eltern, die diesen schmerzhaften Weg gegangen sind. Sie wissen, wie sich dieser Moment anfühlt. Sie wissen, wie laut die Stille sein kann und wie schwer jeder Atemzug werden kann.
Auch wenn es sich heute unmöglich anfühlt: Ihr müsst diesen Weg nicht alleine gehen.
Und noch etwas möchten wir euch mit auf den Weg geben:
Ab dem Moment, in dem ihr von eurem Kind erfahren habt, seid ihr Mama und Papa geworden.
Die Liebe zu eurem Kind wird nicht durch die Länge seines Lebens bestimmt.
Euer Baby hat Spuren hinterlassen in eurem Herzen, in eurer Familie und in eurem Leben.
Es wird immer euer Kind bleiben.
Und eure Trauer ist ein Zeichen dieser unendlichen Liebe.

📚 Eine neue Wissensreihe beginnt...Wenn das Leben von einem einzigen Satz auf den Kopf gestellt wird, entstehen unzählig...
28/07/2026

📚 Eine neue Wissensreihe beginnt...
Wenn das Leben von einem einzigen Satz auf den Kopf gestellt wird, entstehen unzählige Fragen.
Was bedeutet die Diagnose?
Welche Rechte habe ich?
Welche Untersuchungen stehen bevor?
Was passiert bei einer stillen Geburt?
Welche Möglichkeiten habe ich?
Was bedeuten all die medizinischen Begriffe, die plötzlich im Raum stehen?
In diesen Momenten bleibt oft kaum Kraft, all das zu verstehen. Angst, Trauer und Überforderung machen es schwer, den Überblick zu behalten.
Deshalb starten wir unsere Wissensreihe.
Schritt für Schritt erklären wir verständlich, einfühlsam und ohne komplizierte Fachsprache alles, was Sterneneltern, Angehörige und auch Fachkräfte wissen sollten. Wir möchten Licht in den Dschungel aus medizinischen Begriffen, Abläufen, Gesetzen und Entscheidungen bringen.
Unser Ziel ist nicht, die Trauer kleiner zu machen. Unser Ziel ist, euch Sicherheit zu geben. Denn Wissen kann Ängste nehmen, Orientierung schenken und dabei helfen, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen, in einer Zeit, in der sich alles so unwirklich anfühlt.
💙 In den kommenden Beiträgen sprechen wir unter anderem über:
✨ Diagnosen und ihre Bedeutung
✨ Fehlgeburt, stille Geburt und Totgeburt
✨ Medizinische Untersuchungen und Begriffe
✨ Rechte von Sterneneltern
✨ Geburt, Abschied und Erinnerungen
✨ Bestattungsmöglichkeiten
✨ Wochenbett und Trauer
✨ Unterstützung für Eltern, Geschwister und Angehörige
Jeder Beitrag ist mit viel Herz, Erfahrung und Fachwissen entstanden , damit niemand diesen schweren Weg alleine und ohne verständliche Informationen gehen muss.
Begleitet uns durch diese Wissensreihe, teilt die Beiträge mit anderen und helft dabei, Wissen weiterzugeben. Denn manchmal ist verständliche Information der erste kleine Halt, wenn die eigene Welt gerade stillsteht.
Engelsflügel , weil Wissen Mut macht und niemand mit seinen Fragen allein bleiben sollte.

Wenn die Welt plötzlich stillsteht – Die ersten Stunden nach einer DiagnoseEs gibt Momente im Leben, die alles verändern...
26/07/2026

Wenn die Welt plötzlich stillsteht – Die ersten Stunden nach einer Diagnose
Es gibt Momente im Leben, die alles verändern.
Ein Satz. Ein Blick. Das Schweigen nach der Ultraschalluntersuchung. Die Worte: „Es tut mir leid…“ oder „Ihr Baby ist schwer krank.“ oder „Ich kann keinen Herzschlag mehr finden.“
Von einer Sekunde auf die andere scheint die Welt stehen zu bleiben.
Die Gedanken rasen. Gleichzeitig fühlt sich alles unwirklich an. Man hört Stimmen, versteht aber kaum ein Wort. Tränen fließen, oder auch nicht. Manche Eltern brechen zusammen, andere funktionieren einfach nur. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Jeder Mensch trauert anders.
In diesen ersten Stunden treffen Angst, Verzweiflung, Hoffnung, Liebe und unzählige Fragen aufeinander. Was passiert jetzt? Was bedeutet diese Diagnose? Muss ich sofort entscheiden? Habe ich überhaupt noch Zeit? Wie soll ich das alles aushalten?
Die Wahrheit ist: Niemand bereitet Eltern auf diesen Moment vor.
Und genau deshalb müsst ihr diesen Weg nicht alleine gehen.
Als Begleiterinnen stehen wir an eurer Seite, unabhängig davon, ob euer Baby schwer erkrankt ist, eine lebensverkürzende Diagnose erhalten hat oder sein kleines Herz bereits aufgehört hat zu schlagen.
Wir nehmen uns Zeit. Wir hören zu. Wir beantworten Fragen, soweit wir können. Wir helfen dabei, Informationen zu verstehen, Entscheidungen in Ruhe zu treffen und einen Weg zu finden, der sich für euch richtig anfühlt.
Vor allem aber geben wir euch etwas, das in diesen Stunden oft verloren geht: das Gefühl, nicht allein zu sein.
Denn euer Baby ist einzigartig. Eure Liebe ist unendlich. Und eure Trauer verdient Mitgefühl, Zeit und Menschen, die euch ohne Druck und ohne Bewertung begleiten.
Wenn ihr euch gerade in einer solchen Situation befindet oder jemanden kennt, der diesen schweren Weg gehen muss, dann meldet euch bei uns.
Ihr müsst diese ersten Stunden nicht allein durchstehen.
Wir sind da. Mit offenen Ohren, offenen Herzen und ganz viel Zeit Tag und Nacht.
Engelsflügel – Stille und palliative Geburtsbegleitung
Weil kein Herzschlag und keine Diagnose eure Liebe zu eurem Kind kleiner machen können.

✨ Jede Gebotsabgabe schenkt Hoffnung. ✨Mit ganz viel Liebe, Herz und unzähligen Stunden Handarbeit sind  wundervolle Ein...
25/07/2026

✨ Jede Gebotsabgabe schenkt Hoffnung. ✨
Mit ganz viel Liebe, Herz und unzähligen Stunden Handarbeit sind wundervolle Einzelstücke entstanden, die nun auf der Onko-Engel-Seite ein neues Zuhause suchen.
Jedes Tuch, jedes Demostück, jedes Kuscheltier und jedes weitere handgefertigte Unikat wurde mit dem Gedanken geschaffen, etwas Gutes zu bewirken. Mit eurem Gebot ersteigert ihr nicht nur etwas ganz Besonderes, ihr helft gleichzeitig krebskranken Menschen, Kindern und ihren Familien.
Der gesamte Erlös wird dort eingesetzt, wo Hilfe dringend gebraucht wird: für Materialien, Trostspender, kleine Herzensprojekte, Porto- und Versandkosten sowie viele weitere Dinge, die Familien in einer schweren Zeit unterstützen.
Jedes Gebot zählt. Jeder geteilte Beitrag hilft. Und jede Unterstützung schenkt Hoffnung.
💛 Schaut vorbei, entdeckt die wunderschönen handgemachten Schätze und macht mit. Gemeinsam können wir viel bewegen, für Kinder und Familien, die gerade einen besonders schweren Weg gehen.
Von Herzen danke für eure Unterstützung. 🧡
Onko-Engel

Warum teilen wir so vieles … aber so selten das, was wirklich helfen kann?Vielleicht ist unsere Welt gerade einfach zu l...
25/07/2026

Warum teilen wir so vieles … aber so selten das, was wirklich helfen kann?
Vielleicht ist unsere Welt gerade einfach zu laut.
Zu viele schlechte Nachrichten. Zu viele Sorgen. Zu viele Ängste.
Vielleicht scrollen wir deshalb an den schweren Themen vorbei.
An Frühchen.
An Sternenkindern.
An stillen und palliativen Geburten.
An Eltern, die gerade ihre Welt verlieren.
Und genau das verstehen wir.
Denn diese Themen tun weh.
Aber wisst ihr, was noch mehr wehtut?
Wenn Familien, die genau jetzt Hilfe brauchen, uns nicht finden.
Wir arbeiten ehrenamtlich. Mit ganzem Herzen. Kostenlos für betroffene Familien. Für Eltern, Großeltern, Geschwister und alle, die Antworten, Halt oder einfach einen Menschen brauchen, der versteht.
Jeder Beitrag entsteht mit viel Liebe, Zeit und Recherche.
Doch immer häufiger verschwinden diese Beiträge einfach im Nichts.
Kaum Reichweite.
Kaum Kommentare.
Kaum geteilte Beiträge.
Dabei kann genau ein einziger Klick dazu führen, dass eine verzweifelte Familie endlich die Unterstützung findet, die sie so dringend braucht.
Vielleicht betrifft euch das Thema heute nicht.
Und das wünschen wir euch von Herzen.
Aber für irgendjemanden da draußen ist genau heute der schlimmste Tag seines Lebens.
Und vielleicht findet diese Familie unsere Hilfe nur, weil ihr diesen Beitrag geteilt habt.
Deshalb haben wir heute eine kleine Herzensbitte:
🤍 Schenkt unseren Beiträgen ein Herz. 🤍 Hinterlasst ein paar Worte. 🤍 Teilt unsere Inhalte in eurer Story oder mit Menschen, die sie weitertragen können.
Nicht für unseren Algorithmus.
Sondern für Familien, die nicht alleine durch ihre dunkelste Zeit gehen sollten.
Manchmal beginnt Hoffnung mit einem einzigen Klick.
Danke, dass ihr helft, unsere Arbeit sichtbar zu machen. 🤍
Ich glaube übrigens, dass der letzte Satz als Einblendung im Video besonders stark wirken würde:
"Du teilst keinen Beitrag. Du teilst die Chance, dass eine Familie genau im richtigen Moment Hilfe findet. 🤍"

Warum werden Eltern nach einer frühen Fehlgeburt so oft nicht ernst genommen?"Es war doch erst die 9. Woche.""Das war no...
22/07/2026

Warum werden Eltern nach einer frühen Fehlgeburt so oft nicht ernst genommen?
"Es war doch erst die 9. Woche."
"Das war noch kein richtiges Baby."
"Sie können ja wieder schwanger werden."
Sätze wie diese hören viele Eltern nach einer frühen Fehlgeburt. Für medizinisches Personal mögen sie alltäglich erscheinen. Für die betroffenen Familien können sie sich anfühlen wie ein zweiter Verlust.
Seit Jahren erreichen uns Geschichten von Eltern, die sich nach einer Fehlgeburt oder stillen Geburt nicht nur von ihrem Kind verabschieden mussten, sondern zusätzlich gegen fehlende Empathie, Unwissenheit oder bürokratische Hürden kämpfen mussten. Natürlich gibt es auch Kliniken und Teams, die Familien mit großer Wärme, Respekt und Menschlichkeit begleiten. Doch warum scheint das so sehr vom Zufall abzuhängen?
Warum gibt es Krankenhäuser, in denen Eltern liebevoll begleitet werden, während andere berichten, dass sie sich allein gelassen, abgefertigt oder sogar entwürdigt fühlen?
Vielleicht liegt ein Teil der Antwort im Arbeitsalltag. Wer täglich mit Krankheit, Tod und Verlust konfrontiert ist, entwickelt Schutzmechanismen. Das ist menschlich. Aber professionelle Distanz darf niemals bedeuten, dass die Trauer einer Familie klein geredet wird.
Denn für die Eltern spielt es keine Rolle, ob ihr Kind in der 6., 9. oder 13. Schwangerschaftswoche gestorben ist. Für sie war dieses Kind bereits Teil ihrer Familie. Es gab Hoffnung, Liebe, Zukunftspläne und oft schon eine tiefe Bindung.
Wenn dann Aussagen fallen wie:
"Das war doch nur ein Zellhaufen."
oder
"Seien Sie froh, die Natur hat das geregelt."..bleiben diese Worte oft ein Leben lang im Gedächtnis.
Trauer kennt keine Schwangerschaftswoche.
Deshalb stellt sich für mich eine wichtige Frage:
Warum gehört der sensible Umgang mit frühem Schwangerschaftsverlust nicht selbstverständlich zur Ausbildung aller Berufsgruppen, die betroffene Familien begleiten?
Empathische Kommunikation ist keine Nebensache. Sie ist ein Teil guter medizinischer Versorgung.
Es braucht Wissen über Trauer.
Es braucht Kenntnisse über die Rechte betroffener Familien.
Es braucht Zeit für Gespräche.
Und vor allem braucht es die Bereitschaft, Eltern in ihrem Schmerz ernst zu nehmen.
Niemand erwartet Perfektion.
Aber jede Familie verdient Respekt.
Mich beschäftigt außerdem, warum manche Kliniken geltende Regelungen und die Rechte von Sternenkindfamilien vorbildlich umsetzen, während andere Familien berichten, dass sie ihre Rechte erst selbst einfordern mussten oder ihnen diese sogar verwehrt wurden. Solche Unterschiede dürfen nicht davon abhängen, in welchem Krankenhaus man behandelt wird.
Deshalb möchte ich dieses Thema sichtbar machen.
Nicht, um einzelne Berufsgruppen anzugreifen.
Sondern weil jede Familie ein Recht auf eine würdevolle, respektvolle und einfühlsame Begleitung hat, unabhängig davon, wie früh die Schwangerschaft endete.
Jetzt möchte ich von euch hören:
Wie wurdet ihr nach eurer Fehlgeburt oder stillen Geburt begleitet?
Gab es Menschen im Krankenhaus, die euch aufgefangen haben?
Oder gab es Worte und Situationen, die euch bis heute verletzen?
Ich wünsche mir, dass wir nicht nur über die schmerzhaften Erfahrungen sprechen, sondern auch die positiven Beispiele sichtbar machen. Denn sie zeigen, dass es möglich ist. Dass gute Begleitung kein Zufall sein muss.
Vielleicht können wir gemeinsam dazu beitragen, dass sich langfristig etwas verändert – für alle Familien, die diesen schweren Weg nach uns gehen müssen.
Ich finde den Ansatz besonders stark, wenn er nicht bei der Empörung stehen bleibt, sondern eine echte Frage stellt: Warum gibt es so große Unterschiede in der Begleitung? Damit lädst du sowohl betroffene Eltern als auch Fachpersonen zum Austausch ein. Gleichzeitig vermeidest du, allen Ärztinnen, Ärzten, Hebammen oder Pflegekräften pauschal fehlende Empathie zu unterstellen, obwohl du die strukturellen Probleme und die vielen belastenden Erfahrungen klar benennst.

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