BBU/Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz

BBU/Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Der BBU ist der Dachverband der Umwelt-Bürgerinitiativen. 1972 von ersten umweltpolitisch agierende Dabei setzt der BBU auf seine basisorientierte Arbeit.

Seit 1972 sind ökologisch und sozial engagierte Gruppen und Einzelpersonen Mitglied im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). Der BBU ist ein überparteilicher Zusammenschluss und als Verein gemeinnützig anerkannt. Der BBU unterstützt Bürgerinnen und Bürger vor Ort organisatorisch, rechtlich und wissenschaftlich in ökologischen und sozialen Brennpunkten. Sei es beim Engagement für eine

Energieversorgung ohne den Einsatz der Atomtechnik, bei der Umsetzung der Agenda 21 oder bei der Durchführung von Aktionen: Der BBU stellt seine langjährige Erfahrung und das Wissen seiner Mitglieder zur Verfügung. Diese Erfahrungen und Kompetenz bringt der BBU auch in Projekten zur Entwicklung und Durchsetzung von Strategien und einzelnen Schritten für eine ökologisch und sozial verträgliche gesellschaftliche Entwicklung ein. Der BBU unterstützt eine europaweite Vernetzung der im ökologischen und sozialen Bereich engagierten Initiativen und Einzelpersonen. Die enger werdenden europäischen Zusammenhänge dürfen nicht nur auf die Wirtschaft beschränkt bleiben. Der Informationsfluss darf nicht nur diejenigen betreffen, die bereits in europäischen politischen Zusammenhängen arbeiten. Der BBU setzt sich für eine breit angelegte europäische Themen und Probleme betreffende Kommunikation ein, von der zahlreiche Bürgerinnen und Bürger profitieren können. Bei allen Aktivitäten bleibt eine dezentrale Organisation auch in Zukunft eine bewährte Tradition des BBU. Die Zielsetzungen des BBU sind der Rahmen für die politische Arbeit der Mitglieder, die ohne zentrale Vorgaben durch den BBU arbeiten. Zur Unterstützung der Initiativen gibt es innerhalb des BBU bundesweite Arbeitskreise.

15/06/2026
Pressemitteilung: Atomtransport nach Deutschland hat begonnen11. Juni 2026Am gestrigen Abend (10. Juni 2026) gegen 20:30...
12/06/2026

Pressemitteilung: Atomtransport nach Deutschland hat begonnen
11. Juni 2026

Am gestrigen Abend (10. Juni 2026) gegen 20:30 Uhr hat das Atommüll-Transportschiff „Pacific Grebe“ den britischen Hafen Barrow-in-Furness verlassen und nimmt nun Kurs auf Deutschland. An Bord befinden sich sieben CASTOR-Behälter mit hoch-radioaktivem Atommüll.

Die Ankunft schätzen wir mit großer Wahrscheinlichkeit im Rhenus-Midgard-Hafen von Nordenham auf Dienstag, den 16. Juni in den Morgenstunden. Wir beziehen uns dabei auf die Transporte von 2020 sowie 2025. Eine weitere Option könnte auch der Außenhafen von Brunsbüttel sein, ebf. in den Morgenstunden des 16. Juni. In den Häfen werden die Behälter umgeladen entweder auf Schienenwaggons oder im Falle von Brunsbüttel auf Tieflader, was mindestens einen Tag dauern wird. Ziel für den hoch-radiokaktiven Atommüll ist auf jeden Fall das Zwischenlager am AKW Brokdorf an der Elbe, eine unsichere Lagerhalle, wo der Abfall für unbestimmte Zeit abgestellt wird.

Kerstin Rudek (Sprecherin des Bündnis CASTOR-stoppen):

„Solange für den bisher entstandenen Atommüll keinerlei tragfähiges Konzept zur dauerhaften Lagerung existiert, müssen Atomtransporte unterbleiben. Jeder CASTOR-Transport ist einer zu viel, weil er nur das nukleare Risiko geografisch verschiebt, das Dilemma der unlösbaren sicheren Verwahrung von Atommüll jedoch bleibt: ein gigantischer, riskanter und teurer Verschiebebahnhof, der das Problem nicht um einen Millimeter verkleinert.“

Am Transportabend (Mittwoch, 17.06.) wird es eine durchgehende Mahnwache hinter dem S-Bahnhof Hamburg-Barmbek (Krüsistraße Ecke Fuhlsbüttler) geben. Auch an anderen Orten entlang der möglichen Transportstrecke und am Ziel sind Protestaktionen geplant.

– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft ist kein Klimaretter

Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Pressetelefon: Tel. 0176 7802 7597
Sprecherin Kerstin Rudek Tel. 015902154831

Quelle und weitere Informationen:

https://castor-stoppen.de/2026/06/11/pressemitteilung-atomtransport-nach-deutschland-hat-begonnen-2/

https://castor-stoppen.de/brokdorf/

Klare Forderung 40 Jahre nach der offiziellen Inbetriebnahme der Urananreicherungsanlage in Gronau: Aufhebung der Betrie...
12/06/2026

Klare Forderung 40 Jahre nach der offiziellen Inbetriebnahme der Urananreicherungsanlage in Gronau: Aufhebung der Betriebsgenehmigungen!!

Fotos: Plakat von 1986, Teilansicht der Urananreicherungsanlage Gronau, Ostermarsch an der Urananreicherungsanage Gronau 03.04.2026)

Anlässlich des 40. Jahrestages der offiziellen Inbetriebnahme der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (NRW) fordern Umweltverbände und Bürgerinitiativen (darunter der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU, die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt Nordrhein-Westfalen (LNU), das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau) die Aufhebung ihrer Betriebsgenehmigungen und die sofortige Stilllegung der umstrittenen und bundesweit einzigartigen Atomfabrik.

Die Urananreicherungsanlage begann bereits am 15. August 1985 mit der Produktion von angereichertem Uran, das die Grundlage für den Betrieb zahlreicher Atomkraftwerke in aller Welt ist. Die offizielle Einweihung der Anlage erfolgte dann vor 40 Jahren unter Protest am 12. Juni 1986, nur wenige Wochen nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl. Zur Einweihung wurde der damalige Bundesforschungsminister Riesenhuber mit einem Hubschrauber eingeflogen. Vor der Anlage demonstrierten rund 300 Bürgerinnen und Bürger gegen die Anlage und die damit verbundenen Gefahren..

Umstritten ist die Anlage auch, weil die in ihr genutzte Zentrifugentechnik auch zur Produktion von Uran für Atomwaffen genutzt werden kann. Aus diesem Grund wurden in der jüngsten Zeit auch die Urananreicherungsstandorte im Iran, bei denen ebenfalls mit der Zentrifugentechnik gearbeitet wird, bombardiert. Die Anlage in Gronau ist weder gegen Flugzeugabstürze noch gegen militärische Angriffe oder Drohnenbeschuss gesichert.

Gegen den Betrieb der Anlage richten sich auch 4 Jahrzehnte nach der Inbetriebnahme immer wieder Protestaktionen.

Details zur Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau

Betrieben wird die Gronauer Urananreicherungsanlage vom Urenco-Konzern, der international tätig ist, und der u. a. auch die niederländische Schwesteranlage in Almelo, 30 Kilometer westlich von Gronau, betreibt. Der deutsche Zweig des Urenco-Konzerns ist jeweils zu 50% im Besitz der Energiekonzerne E.ON und RWE.

Der Atomausstieg in NRW muss konsequent umgesetzt werden

Trotz beschlossenem Atomausstieg wird seit 4 Jahrzehnten in Gronau angereichertes Uran für Atomkraftwerke produziert – bisher ohne Laufzeitbegrenzung. Die Initiativen und Verbände fordern: „Die Landesregierung in Düsseldorf stellt die zuständige Atomaufsicht und muss gemeinsam mit der Bundesregierung den Atomausstieg konsequent umsetzen. Die Anlage in Gronau darf da nicht länger ausgeklammert werden. Als zuständige NRW-Wirtschaftsministerin ist Mona Neubaur für den Betrieb der Urananreicherungsanlage verantwortlich. Es liegt in ihrer Hand für die Stilllegung der Anlage zu sorgen.“

Das Atommüllproblem drängt in Gronau

Beim Betrieb der Urananreicherungsanlage fällt Atommüll an, der in großen Mengen unter dem freien Himmel neben der Anlage gelagert wird (Containerlager für abgereichertes Uranhexafluorid, UF6) und für den es kein Endlager gibt. Abgereichertes Uranhexafluorid wurde in der Vergangenheit auch in großen Mengen nach Russland und Frankreich exportiert. Neben der Gronauer Urananreicherungsanlage wurde zudem ein Hallenlager für rund 60.000 Tonnen Atommüll in Form von Uranoxid gebaut. Eingelagert wurde dort aber bisher noch nichts. Bereits atomrechtlich beantragt wurde zudem der Bau eines Hallenlagers neben der Urananreicherungsanlage, in dem alte und kontaminierte Uranzentrifugen gelagert werden sollen.

Gefahren der Urananreicherung, der Urantransporte und der atomwaffentauglichen Zentrifugentechnik

Wiederholt gab es in der Urananreicherungsanlage Gronau Störfälle und 2010 wurde ein Arbeiter in der Anlage verstrahlt. Anti-Atomkraft-Initiativen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und weitere Organisationen befürchten, dass der Anlagenbetrieb mit zunehmendem Alter der Anlage noch unsicherer wird.

Weitere Gefahren gehen von den zahlreichen Urantransporten mit LKW und Sonderzügen von und zur Anreicherungsanlage aus, die ganz NRW, aber auch weitere Bundesländer, durchqueren. Oft werden sie auch international durchgeführt. Hilfs- und Rettungskräfte wie das THW oder örtliche Feuerwehren an den Transportstrecken werden im Vorfeld nicht über die gefährlichen Transporte informiert. Bei einem Transportunfall könnte es zu weitreichenden Verseuchungen kommen.

Auch aus den Reihen der Friedensbewegung wird immer wieder die Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage gefordert. Die Urananreicherungsanlage könnte im Konfliktfall ein militärisch wichtiges Angriffsziel sein, denn die Zentrifugentechnik, die in der Anlage zum Einsatz kommt, kann auch zur Produktion von Uran für Atomwaffen genutzt werden. Aus diesem Grund wurden vor wenigen Monaten die Urananreicherungsstandorte im Iran bombardiert. Um auf die militärische Brisanz der Urananreicherung hinzuweisen, finden immer wieder Ostermärsche zur Gronauer Urananreicherungsanlage statt.

Proteste seit den 70er Jahren bis heute … und auch weiterhin

Die örtliche Bürgerinitiative, der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, ist schon seit 1981 gegen jegliche Nutzung der Atomenergie aktiv und der grenzüberschreitende Protest im Dreiländereick von NRW, Niedersachsen und Niederlande reißt nicht ab. Immer wieder fanden und finden Demonstrationen und Blockaden von örtlichen und überörtlichen Initiativen statt, es gab Unterschriftenaktionen und immer wieder Mahnwachen gegen Urantransporte. Zentrale Forderung: Die zuständige NRW-Landesregierung soll die sofortige Aufhebung aller bisher für die UAA erteilten Betriebsgenehmigungen veranlassen. Dass das rechtlich möglich und machbar ist, wurde mehrfach mit Gutachten belegt.

https://www.wn.de/muensterland/gutachten-sieht-keine-rechtlichen-hurden-fur-urenco-aus-1391557

Wichtiges Element der dauerhaften Proteste in und um Gronau gegen die Urananreicherung und die damit verbundenen Urantransporte sind die monatlichen Sonntagsspaziergänge. Sie finden schon traditionell seit Ende 1986 regelmäßig am ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr an der Urananreicherungsanlage statt. Nächster Termin: 5. Juli 2026. Rund 40 Jahre nach der Inbetriebnahme der Anlage werden dann sicherlich auch viele Erinnerungen an die Proteste in den letzten Jahrzehnten zur Sprache kommen. Und aus den Erinnerungen ergeben sich dann bestimmt auch neue Ideen für weitere Aktivitäten.

Weitere Informationen:

https://www.bbu-online.de
https://www.aku-gronau.de
https://www.bi-ahaus.de
https://sofa-ms.de
https://www.galgronau.de
https://lnu-nrw.de
https://www.westcastor.org

Gronau / Bonn / Düsseldorf, 11.06.2026
Gemeinsame Pressemitteilung

* Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
• Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
• AKW-NEE-Gruppe Aachen
• Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
• Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
• Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
• Grün Alternative Liste (GAL) Gronau
• Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt Nordrhein-Westfalen (LNU)
• Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG)

08/06/2026

Der Deutschlandfunk berichtet heute (Dienstag, 09.06.2026) im Länderreport ab 13.05 Uhr u. a. über das Thema "CO2-Speicherung – Das künftige Pipeline-Netz in Norddeutschland".
https://www.deutschlandfunkkultur.de/programm

• Uranfabrik: Notfallplan im Internet / Stellungnahmen bis zum 10. Juni 2026 möglich• BBU fordert sofortige Stilllegung ...
02/06/2026

• Uranfabrik: Notfallplan im Internet / Stellungnahmen bis zum 10. Juni 2026 möglich
• BBU fordert sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage
• Sonntagsspaziergang am 7. Juni 2026

(Bonn / Gronau, 02.06.2026) Der Kreis Borken (NRW) hat den Entwurf des aktualisierten externen Notfallplans für die Firma Urenco Deutschland GmbH im Kreishaus Borken sowie im Internet veröffentlicht. Kritische Stellungnahmen dazu können bis zum 10. Juni 2026 eingereicht werden. Darauf hat jetzt der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hingewiesen.

Die Urenco Deutschland GmbH betreibt in Gronau (Kreis Borken) die international umstrittene und bundesweit einzige Urananreicherungsanlage. Grundsätzlich fordert der BBU, ebenso wie weitere Initiativen und Verbände, die sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage, deren Betrieb mit vielen Gefahren und mit zahlreichen, hochgefährlichen Urantransporten (mit LKW und Sonderzügen) verbunden ist. In der Urananreicherungsanlage gab es in der Vergangenheit immer wieder Pannen und Störfälle.

Im Amtsblatt für den Kreis Borken Nummer 14 / 2026 heißt es zum Verfahren:

„Der Kreis Borken hat auf Grundlage des § 30 BHKG den externen Notfallplan für die Firma Urenco Deutschland GmbH auf den neuesten Stand gebracht. Der Entwurf des aktualisierten Planes liegt zur Anhörung der Öffentlichkeit in der Zeit vom 13.05. bis 10.06.2026 während der üblichen Öffnungszeiten beim Kreis Borken, Fachbereich Sicherheit und Ordnung, Zimmer 3223 (2. Etage, Ergänzungsgebäude), Burloer Str. 93,
46325 Borken öffentlich aus.

Neben der Auslegung in Papierform kann der Entwurf des aktualisierten Planes auch über den folgenden Link digital eingesehen werden:

https://nc.kreis-borken.de/s/RoisxtzDNC84PZn
Kennung: KB26Urenco

Bedenken und Anregungen zum Sonderschutzplan können während der Auslegungsfrist per Mail an [email protected] vorgebracht werden.“

Hier der Link zu den Amtsblätter für den Kreis Borken:
https://www.kreis-borken.de/de/aktuelles/amtsblatt.php

Zum Hintergrund des Verfahrens

Bereits Anfang Februar 2026 hatte der Kreis Borken bekannt gegeben, dass er den externen Notfallplan für die Firma Urenco Deutschland GmbH auf den neuesten Stand gebracht hat. Der Entwurf des aktualisierten Planes wurde zur Anhörung der Öffentlichkeit zunächst im Kreishaus Borken sowie beim Ordnungsamt der Stadt Gronau ausgelegt.

Schon vor Beginn der Auslegungsfrist hatte BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz beim zuständigen Landrat Dr. Zwicker die Veröffentlichung des Notfallplans im Internet angeregt. In weiteren Schreiben, die zunächst unbeantwortet blieben, verwies Buchholz darauf, dass es ist bei vergleichbaren Verfahren üblich ist, die Unterlagen auch im Internet zu veröffentlichen.

In der Folge hat der Kreis Borken noch im Winter die Angelegenheit geprüft und hat Udo Buchholz positiv geantwortet:

„Auf Grund Ihrer Anfrage haben wir das gewählte Vorgehen erneut rechtlich geprüft. Dabei wurde festgestellt, dass gemäß § 27b VwVfG seit dem 01.01.2025 grundsätzlich eine Veröffentlichung der auszulegenden Unterlagen im Internet vorgesehen ist.“

Vor diesem Hintergrund wird jetzt die erneute öffentliche Auslegung des Entwurfs des Sonderschutzplans durchgeführt.

Der BBU begrüßt es, dass die Unterlagen jetzt im Internet veröffentlicht wurden. So bekommen viel mehr Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, auch abends und an Wochenenden, den Plan lesen zu können. Udo Buchholz kritisiert allerdings, dass es für die neue Auslegung keine eigenständige Bekanntmachungen in der Lokalpresse in und um Gronau gab und dass der Entwurf des Notfallplans in Papierform nur in Borken, nicht aber in der betroffenen Kommune Gronau, ausgelegt wird.

Urananreicherung – eine gefährliche Technik

Udo Buchholz betont, dass es mit Blick auf den Notfallplan viele Aspekte gibt, die die Gefahren unterstreichen, die mit dem Betrieb der Urananreicherungsanlage verbunden sind. Beispielhaft nennt er drei Aspekte: „Die Urananreicherungsanlage und die Uranlager auf dem Anlagengelände sind nicht gegen Flugzeugabstürze ausgelegt. Drohnen stellen eine neue Gefahr für die Anlage, die Uranlager und die Urantransporte dar. Und die simplen Maschendrahtzäune rund um die Gronauer Urananreicherungsanlage bieten keinerlei Schutz vor unbefugtem Eindringen und vor Sabotage.“

Zudem weist Buchholz darauf hin, dass die Zentrifugentechnik, die in der Urananreicherungsanlage zum Einsatz kommt, auch zur Herstellung von Uran für Atomwaffen genutzt werden könnte. Anti-Atomkraft-Initiativen und Friedensorganisationen fordern daher von der zuständigen NRW-Atomaufsicht die sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage, zumal neben der Anlage unter freiem Himmel Fässer mit Uranmüll gelagert werden, für den es weit und breit kein Endlager gibt. „In Gronau darf kein weiterer Atommüll produziert werden“, fordert Buchholz.

Traditionell treffen sich seit fast 40 Jahren immer Mitglieder verschiedener Anti-Atomkraft- und Friedensinitiativen jeweils am ersten Sonntag im Monat zum Sonntagsspaziergang an der Urananreicherungsanlage (14 Uhr, Röntgenstraße 4, Gronau). Seit dem Herbst 1986 ist dabei noch kein Spaziergang ausgefallen. Nächster Termin: Sonntag, 7. Juni 2026.

Weitere Informationen zur Gronauer Urananreicherungsanlage und zu den damit verbundenen Urantransporten: https://www.bbu-online.de/Presse.htm

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

BBU-Pressemitteilung vom 02.06.2026

Foto: Urananreicherungsanlage Gronau, Teilansicht

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