15/10/2026
Nachlese zum Klimaaktionsnachmittag:
Der diesjährige Extremsommer hat uns gezeigt, dass Hitze nicht nur körperlich, sondern auch psychisch belastend sein kann. Deshalb ist es wichtig, über Fähigkeiten und Kenntnisse zu verfügen, um hohe Temperaturen in Zukunft besser bewältigen zu können.
Die Sozialpsychiatrie Caritasverband Bonn SPZ und die Wäscherprinzessin luden gemeinsam mit Parents for Future Bonn, Abenteuer Lernen e.V., dem Greenteams-Netzwerk und Lea Dohm zum Klimaaktionstag ein. Nachdem der Termin im Juli hitzebedingt (!) abgesagt wurde, fand er am 9. Oktober auf dem Möhneplatz in Beuel statt.
Die Begrüßung durch die Sozialpsychiatrie der Caritas fand klare Worte: Trauer und Wut sind ein großer Begleiter bei der Klimakrise. Der Blick auf den Rhein morgens, der viel zu niedrig ist, ist ein klares Warnsignal, dass Handlungsbedarf besteht. Lea Dohm, Psychotherapeutin und Klimaaktivistin, sprach ebenfalls ein Grußwort. Sie nannte den Wunsch nach weiteren Veranstaltungen dieser Art bundesweit, mahnte aber auch an, dass Umweltengagement Menschen manchmal psychisch stolpern lässt. Deswegen sei es umso wichtiger, dass Klimaaktivisti Orte fänden, bei denen sie sich vernetzen und austauschen können.
Zu den Mitmachangeboten des Klimaaktionstags gehörte eine „Wäscheleine der Fähigkeiten“, an die Hitze-Skills wie „Zusammenhalten“ oder „Gemeinschaft“ aufgehängt wurden. In der Mitte des Platzes lag eine Bodenzeitung, auf der die Temperaturveränderung der Jahre von 1850 bis in die Zukunft abgelesen werden konnten. Auf einem Bodenschaubild wurden alltägliche Handlungsoptionen präsentiert, die man per Klötzchen bewerten konnte: bereits umgesetzt oder für die Zukunft geplant.
(Text: Judith Nechterschen)