11/05/2026
𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗦𝗰𝗵𝗼𝗸𝗼𝗹𝗮𝗱𝗲𝗻𝗵𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗳𝗮𝗹𝗹𝗲𝗻 𝗯𝗲𝗶 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗵𝗮𝗹𝘁𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁 𝗶𝗺 𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝗲𝗻 𝗩𝗲𝗿𝗴𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵 𝘇𝘂𝗿𝘂̈𝗰𝗸. In der aktuellen Chocolate Scorecard erreichen die fünf untersuchten Unternehmen mit Sitz in Deutschland – Aldi Nord, EDEKA, Ritter Sport, Stollwerck und Storck – über sieben Nachhaltigkeitsbereiche hinweg im Schnitt nur 47,0 % der möglichen Punkte. International liegt der Durchschnitt bei 52,6 %.
𝗕𝗲𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀 groß ist der Rückstand bei:
→ Geschlechtergerechtigkeit: 35,1 % (international: 47,0 %)
→ Kinderarbeit: 53,0 % (international: 63,5 %)
→ existenzsichernden Einkommen: 31,8 % (international: 38,0 %)
Gerade beim 𝗲𝘅𝗶𝘀𝘁𝗲𝗻𝘇𝘀𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿𝗻𝗱𝗲𝗻 𝗘𝗶𝗻𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻 zeigt sich die strukturelle Krise im Kakaosektor besonders deutlich: Über alle 49 untersuchten Unternehmen hinweg erreichen die Firmen in diesem Bereich durchschnittlich nur 30,4 % der möglichen Punkte – der niedrigste Wert der gesamten Scorecard.
Zugleich zeigen die offengelegten Daten:
🍫 Von 𝟱𝟮 % der erfassten Kakaobäuer*innen ist bekannt, dass sie 𝗞𝗘𝗜𝗡 existenzsicherndes Einkommen erzielen.
🍫 Nur 𝟯𝟯 % erreichen ein existenzsicherndes Einkommen.
🍫 Bei 𝟭𝟱 % ist die Einkommenssituation unbekannt.
Und das trotz 𝘇𝗲𝗶𝘁𝘄𝗲𝗶𝘀𝗲 𝗵𝗶𝘀𝘁𝗼𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵 𝗵𝗼𝗵𝗲𝗿 𝗞𝗮𝗸𝗮𝗼𝗽𝗿𝗲𝗶𝘀𝗲 im Untersuchungszeitraum.
Die Scorecard macht aber auch deutlich: Faire Preise sind möglich. Einige Unternehmen zahlen bereits den „Living Income Reference Price“ – also Preise, die ein existenzsicherndes Einkommen ermöglichen sollen.
„Die Frage ist nicht länger, ob es möglich ist. Die Frage ist, 𝘄𝗮𝗿𝘂𝗺 so viele 𝗦𝗰𝗵𝗼𝗸𝗼𝗹𝗮𝗱𝗲𝗻𝗵𝗲𝗿𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗲𝘀 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗵𝗶𝗻 NICHT 𝘁𝘂𝗻“, sagt Friedel Huetz-Adams, SÜDWIND-Institut, Living Income Scorer der Chocolate Scorecard 7th Edition.