10/08/2026
Unter dem Titel „Ritual trifft Philosophie: Zeit und Erinnerung“ fand Anfang August im FLUX in der Pinakothek der Moderne ein Workshop mit 18 Teilnehmer:innen statt.
Was ist Zeit? Kann sie schneller oder langsamer vergehen, gibt es zeitlose Ewigkeit und welche Rolle spielen Erinnerungen für die Wahrnehmung unserer Lebenszeit? Diese und weitere Fragen haben die Teilnehmer:innen in philosophischen Gesprächen diskutiert und im eigenen Körpererleben mit Übungen erkundet, die theatrale und ritualbezogene Praktiken miteinander in Beziehung setzen.
Rico Gutschmidt, Privatdozent für Philosophie an der Universität Konstanz und Lehrbeauftragter an der ETH Zürich, initiierte mit Fragen und Gedankenexperimenten u.a. Gespräche darüber, wie sich die subjektive Zeitwahrnehmung zur gemessenen Zeit verhält und ob Zeit vergeht, wenn die ganze Welt stehenbleibt. Parallel dazu näherten sich die Teilnehmer:innen unter Anleitung der Zürcher Theaterregisseurin Paula Lynn Breuer mit Körper- und Imaginationsarbeit, inspiriert vom japanischen Butoh und weiteren körperbasierten Kunstformen, Fragen von Präsenz, Wahrnehmung und Zeiterfahrung.
Der Workshop ist Teil der Reihe „Kunst trifft Wissenschaft“, deren Ziel es ist, durch die Verbindung von Wissenschaft und Kunst Denk- und Erfahrungsräume zu schaffen, in denen Einsichten entstehen können, die über rein theoretische Reflexionen hinausgehen. In dieser Reihe sind weitere Veranstaltungen geplant unter anderem zu Philosophie, Tanz, Politikwissenschaft sowie Textilkunst.
Interessierte, die an Workshops der Reihe teilnehmen oder sie als Dozent*innen bereichern möchten, können sich gerne bei Dr. Dr. Karolina Vocke unter [email protected] melden.