12/10/2026
Peer to Peer: Wenn jemand wirklich versteht, was du meinst.
Es gibt Momente im Leben mit Mukoviszidose, in denen Fragen auftauchen, auf die es keine einfache Antwort gibt.
Wie gehe ich mit der Diagnose um?
Wie wird der Start in Kindergarten oder Schule?
Was bedeutet Mukoviszidose für meine Berufswahl?
Wie kann Familiengründung für mich aussehen?
Und wie gehe ich mit Veränderungen um, die niemand vorhersehen konnte?
In solchen Phasen kann es besonders wertvoll sein, mit jemandem zu sprechen, der selbst mit Mukoviszidose lebt oder als Angehörige*r ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
Denn Peer-Unterstützung ist mehr als nur ein guter Rat.
Peers kennen viele der Gedanken, Unsicherheiten und Herausforderungen nicht nur aus Erzählungen. Sie wissen, wie es sein kann, wenn Therapien, Krankenhausaufenthalte oder die eigene Gesundheit plötzlich viel Raum im Alltag einnehmen. Und sie kennen vielleicht auch die kleinen Dinge, die Außenstehende nur schwer nachvollziehen können.
Dabei geht es nicht darum, immer die perfekte Antwort zu haben. Manchmal hilft schon das Gefühl:
„Du bist damit nicht allein. Ich kenne das.“
Der Austausch unter Betroffenen kann Mut machen, neue Perspektiven eröffnen, Erfahrungen weitergeben und dabei helfen, den eigenen Weg zu finden – ganz individuell und im eigenen Tempo.
Genau dafür engagieren sich viele Menschen in den regionalen Gruppen der AG Selbsthilfe im Mukoviszidose e.V.: für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung.
Denn manchmal macht es einen besonderen Unterschied, wenn die Person, mit der man sich austauscht, aus der gleichen Region kommt. Wenn aus einem Gespräch vielleicht eine persönliche Begegnung wird, man sich gegenübersitzt und sich dabei wirklich in die Augen schauen kann. Gemeinsam lachen, nachfragen, schweigen oder einfach merken: Da ist jemand, der mich versteht.
Denn Selbsthilfe kann digital funktionieren – aber manchmal tut es einfach gut, sich persönlich zu begegnen.
Eure Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe im Mukoviszidose e.V.