Friedrich-Ebert-Stiftung

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💰️ Die einen erben Millionen, die anderen fangen bei null an.Und der Unterschied beginnt nicht erst mit der Erbschaft.We...
27/08/2026

💰️ Die einen erben Millionen, die anderen fangen bei null an.

Und der Unterschied beginnt nicht erst mit der Erbschaft.

Wer mit vermögenden Eltern aufwächst, bekommt häufig schon vorher mehr mit auf den Weg. Ein gutes Wohnumfeld, bessere Bildungschancen, finanzielle Unterstützung und vor allem die Sicherheit, dass im Zweifel jemand da ist, der helfen kann.

Später kommt das Erbe noch obendrauf. Die reichsten 10 % erhalten rund die Hälfte der gesamten Erbschaften in Deutschland. Viele Menschen erben dagegen wenig oder gar nichts.

So wird nicht nur Vermögen vererbt. Sondern auch, mit welchen Chancen wir durchs Leben gehen.

Und genau deshalb kann sich der Staat nicht einfach heraushalten. Seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Geldbeutel der Eltern nicht über die eigenen Möglichkeiten entscheidet.

Das kostet Geld. Dafür müssen starke Schultern etwas mehr tragen als schwache.

Also: Ist Erben wirklich reine Privatsache?

Das Freibad macht dicht. Der Jugendclub ist längst weg. Und die Kneipe hat auch schon bessere Zeiten gesehen.Kann man al...
19/08/2026

Das Freibad macht dicht. Der Jugendclub ist längst weg. Und die Kneipe hat auch schon bessere Zeiten gesehen.

Kann man alles für verzichtbar halten. Aber genau da kommen Menschen zusammen.

Leute, die sich wahrscheinlich sonst nie über den Weg laufen würden. Man muss sich nicht mögen. Man muss nicht einer Meinung sein. Man muss noch nicht einmal miteinander reden. Aber man teilt sich einen Ort.

Genau diese Orte verschwinden vielerorts.
Freibäder, Jugendclubs oder Bibliotheken gehören für Kommunen oft zu den „freiwilligen Leistungen“. Ist die Kasse leer, wird hier oft zuerst gespart.

Dabei sind sie die Infrastruktur unserer Demokratie. Denn wenn jeder nur noch unter seinesgleichen lebt, wird’s mit dem Zusammenleben irgendwann schwierig.

Wer Demokratie stärken will, muss auch die Orte erhalten, an denen Gesellschaft zusammenkommt.

🛝 Wie schaffen wir es, dass diese Orte bleiben?

Heute vor 65 Jahren, in der Nacht zum 13. August 1961, riegelte die SED-Führung West-Berlin ab. Zwei Monate zuvor hatte ...
13/08/2026

Heute vor 65 Jahren, in der Nacht zum 13. August 1961, riegelte die SED-Führung West-Berlin ab. Zwei Monate zuvor hatte DDR-Staatschef Walter Ulbricht erklärt: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten."

Drei Tage nach dem Mauerbau sprach W***y Brandt, damals Regierender Bürgermeister von West-Berlin, vor dem Rathaus Schöneberg. Er appellierte an Volkspolizei, Volksarmee und Betriebskampfgruppen der DDR, nicht auf die eigenen Landsleute zu schießen.

Es wurde geschossen. An der Berliner Mauer kamen bis 1989 mindestens 140 Menschen ums Leben, 101 von ihnen auf der Flucht.

Am Abend des 9. November 1989 öffnete der diensthabende Leiter des Grenzübergangs Bornholmer Straße die Schlagbäume. Ein Schuss fiel nicht.

Hast du in Bitcoin investiert? Dann gehörst du zu den 7 Millionen Menschen in Deutschland, die Kryptowerte besitzen und ...
11/08/2026

Hast du in Bitcoin investiert? Dann gehörst du zu den 7 Millionen Menschen in Deutschland, die Kryptowerte besitzen und steuerlich ziemlich privilegiert sind. Denn Gewinne aus Kryptogeschäften müssen hierzulande nicht versteuert werden.

Das ist nicht nur ungerecht, sondern lässt auch ein enormes Finanzierungspotenzial ungenutzt, wie unser aktuelles Impulspapier zeigt.

💡 Hier die wichtigsten Erkenntnisse:

Das Problem ist die einjährige Haltefrist: Wer seine Kryptowerte ein Jahr lang nicht veräußert, braucht die Gewinne daraus nach Ablauf der Frist nicht zu versteuern. Derzeit bleiben realisierte Gewinne also dann steuerfrei.

Das führt zu einer Sonderbehandlung von spekulativen Vermögenswerten gegenüber Arbeitseinkommen und anderen Kapitaleinkünften.

Diese Steuerfreiheit begünstigt zudem vor allem wohlhabende Anleger:innen, wobei die meisten von ihnen Männer sind. Sie privilegiert also reiche Männer, die in Bitcoin und Co. investieren.

Was sollte getan werden?

Die einjährige Haltefrist sollte abgeschafft und Kryptogewinne von Tag 1 mit dem persönlichen progressiven Einkommenssteuersatz besteuert werden.

So könnten jährlich rund 4 Mrd. Euro für wichtige staatlichen Aufgaben wie den Ausbau von ÖPNV, Infrastruktur, Kitas und Schulen eingenommen werden.

Mehr dazu im Impulspapier „Die Kryptolücke schließen. Für eine gerechte Besteuerung digitaler Vermögenswerte“ von unserem Kollegen René Bormann sowie Julia Jirmann und Michaela Alka vom Netzwerk Steuergerechtigkeit​

🔗 Link im Kommentar

Rechtspopulistische Aussagen zu übernehmen, bringt nichts.Viele Menschen haben das Vertrauen in die liberale Demokratie ...
04/08/2026

Rechtspopulistische Aussagen zu übernehmen, bringt nichts.

Viele Menschen haben das Vertrauen in die liberale Demokratie verloren. Sie sind wütend, erleben Ungerechtigkeit und fühlen sich von der aktuellen Politik nicht ausreichend ernst genommen.

Genau hier setzen rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien an. Sie greifen diese Sorgen auf, spitzen sie zu und behaupten, Politik und Staat würden nicht mehr funktionieren. Statt echte Antworten zu geben, setzen sie jedoch auf Sündenböcke und Scheinlösungen. Bestes Beispiel ist das Thema Migration.

Weil diese Botschaften bei manchen Menschen verfangen, übernehmen auch einige demokratische Parteien der Mitte rechtspopulistische Sprache und Positionen. Die Hoffnung dahinter: Wenn wir ähnlich sprechen, gewinnen wir Wähler*innen zurück.

Unsere aktuelle FES-Analyse zeigt jedoch: Diese Strategie funktioniert nicht.

Das Ergebnis: Rechtspopulistische Sprache und Positionen zu übernehmen, zahlt sich an der Wahlurne nicht aus. Stattdessen verschiebt sie die politische Debatte nach rechtsaußen.

Demokratische Parteien überzeugen dann, wenn sie eigene Themen setzen, glaubwürdig zeigen, was sie verändern wollen, und konkrete Lösungen für die Sorgen der Menschen anbieten.

In unserer aktuellen Analyse „Parteien im Stresstest – Empirische Befunde und strategische Überlegungen zum Umgang der Parteien mit dem Rechtspopulismus“ findest du außerdem fünf konkrete Empfehlungen, wie demokratische Parteien mit Rechtspopulismus umgehen können.

Den Link zur Analyse findest du in den Kommentaren.

Am 2. August ist der Europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma.Hunderttausende Sinti und Roma wurden von den Na...
02/08/2026

Am 2. August ist der Europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma.

Hunderttausende Sinti und Roma wurden von den Nationalsozialisten aus rassistischen und ideologischen Gründen ausgegrenzt, verfolgt und ermordet. Am 2. August 1944 töteten sie die letzten noch im Vernichtungslager Auschwitz gefangen gehaltenen Sinti und Roma. Deshalb erinnert der 2. August heute europaweit an den nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma.

Was viele jedoch nicht wissen: Für viele Überlebende endete das Leid nicht mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Nach 1945 wurden viele überlebende Sinti und Roma nicht als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt. Behörden bestritten, dass sie aus rassistischen Gründen verfolgt worden waren. Stattdessen wurden viele als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ diffamiert und erhielten keine Entschädigung.

Erst durch den Protest von Überlebenden und die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma änderte sich etwas. Ab den 1970er Jahren kämpften sie für Anerkennung und Gerechtigkeit.

Ein wichtiges Zeichen dieses Protests waren Gedenkveranstaltungen und Demonstrationen an ehemaligen Konzentrationslagern. So legten Romani Rose, der spätere Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, und Simone Veil, damalige Präsidentin des Europäischen Parlaments, 1979 gemeinsam einen Kranz am Ehrenmal des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen nieder. Im April 1980 gedachten Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen der Sinti und Roma im ehemaligen Konzentrationslager Dachau der schätzungsweise 500.000 während der NS-Zeit getöteten Sinti und Roma. Anschließend traten Dutzende von ihnen aus Protest in einen Hungerstreik und forderten moralische Wiedergutmachung.

1982 erkannte die Bundesregierung den Völkermord an den Sinti und Roma endlich offiziell an. 2015 erklärte das Europäische Parlament den 2. August zum offiziellen Gedenktag für den nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma.

Heute gehört die Erinnerung an den Völkermord zur deutschen Erinnerungskultur. Dennoch erleben viele Sinti und Roma bis heute Ausgrenzung, Diksriminierung und antiziganistischen Rassismus.

Erinnern allein reicht nicht. Gedenken heißt auch, heute Haltung gegen Hass und Diskriminierung zu zeigen.

Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

41,8 Grad, gemessen Ende Juni in Sachsen-Anhalt. So heiß war es in Deutschland noch nie. Und auch die nächsten Tage wird...
29/07/2026

41,8 Grad, gemessen Ende Juni in Sachsen-Anhalt. So heiß war es in Deutschland noch nie. Und auch die nächsten Tage wird es wieder extrem heiß.

Was schon für jüngere und gesunde Menschen schon unerträglich ist, wird für ältere und kranke Menschen ein echtes Gesundheitsrisiko. Und es trifft nicht alle gleich: Wer unterm Dach wohnt, ohne Balkon, ohne Baum vor dem Fenster, entkommt der Hitze nicht. Wer es sich leisten kann, der hat eine Klimaanlage oder wohnt in einer modernen Anlage, die vor Hitze schützt. Hitzeschutz ist eine soziale Frage.

Solche Hitzwellen werden häufiger, solange sich das Klima weiter erwärmt. Gerade Städte heizen sich besonders stark auf. Deshalb brauchen wir mehr Schatten statt mehr Beton: mehr Bäume, begrünte Dächer und Fassaden, Wasserflächen und Stadtplanung, die für Abkühlung sorgt.

Das sind politische Entscheidungen. Und die müssen jetzt getroffen werden. Denn Nichts-tun kostet am Ende mehr und belastet unsere Gesundheit.

Hitzeschutz ist also keine Privatsache, sondern eine öffentliche Aufgabe. Wo sollte deine Stadt oder Region als Erstes für mehr Schatten und Abkühlung sorgen? Schreib es in die Kommentare.

28/07/2026

Für viele ist die Simson mehr als nur ein Moped. Sie steht für Freiheit, Freundschaften und ein Stück Heimat.

Wir waren beim Simson-Treffen in Flurstedt und wollten wissen, was diese Gemeinschaft ausmacht.

„Steuern sind der Preis für eine zivilisierte Gesellschaft.“ So formulierte es der amerikanische Verfassungsrichter Oliv...
22/07/2026

„Steuern sind der Preis für eine zivilisierte Gesellschaft.“ So formulierte es der amerikanische Verfassungsrichter Oliver Wendell Holmes Jr. bereits in den 1920er Jahren.

Oder anders gesagt: Mit unseren Steuern finanzieren wir gemeinsam Dinge, die wir alle nutzen von Schulen und Straßen über Schwimmbäder und den öffentlichen Nahverkehr bis hin zu innerer und äußerer Sicherheit oder Sozialleistungen. Wer keinen eigenen Pool hat, profitiert vom öffentlichen Schwimmbad. Wer keinen Garten besitzt, freut sich über einen Park. Und sichere Straßen kommen uns allen zugute.

Doch bei der Finanzierung unseres Gemeinwesens gibt es zwei zentrale Probleme:

📌 Verteilung: Arbeit wird in Deutschland stärker besteuert als große Vermögen. Dadurch tragen Beschäftigte einen größeren Teil zur Finanzierung des Gemeinwesens bei, während sehr große Vermögen häufig vergleichsweise geringer belastet werden.

📌 Sozialstaat: Ein Großteil von Kranken-, Pflegeversicherung und Rente wird über Abgaben auf Arbeitseinkommen finanziert. Das belastet besonders Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen.

Steuern finanzieren unser Zusammenleben von der Schule bis zur Rente. Deshalb geht es bei der Debatte nicht nur darum, wie viel Steuern erhoben werden, sondern auch darum, wer welchen Beitrag leistet.

📚 Mehr zum Thema findest du im FES-Lesebuch „Sozialstaat und Soziale Demokratie“. Den Link gibt es in den Kommentaren.

Was bedeutet für dich ein gerechtes Steuersystem? Schreib's in die Kommentare.

Warum spielt W***y Brandt hier Mandoline? 🎶Das Foto entsteht am 17. Juli 1976, also vor 50 Jahren, während einer Wahlkam...
17/07/2026

Warum spielt W***y Brandt hier Mandoline? 🎶

Das Foto entsteht am 17. Juli 1976, also vor 50 Jahren, während einer Wahlkampftour durch den Teutoburger Wald. Gemeinsam mit Genoss*innen und Naturfreund*innen legt W***y Brandt mittags eine Pause in einem Restaurant ein. Jemand aus der Gruppe hat eine Mandoline dabei. Brandt nimmt sie spontan in die Hand und klimpert gedankenverloren darauf los.

Ein Mitarbeiter hält diesen Moment mit seiner Kamera fest. Schnell wird klar: Das Bild zeigt einen Politiker ganz ohne Inszenierung, nahbar, entspannt und menschlich. Deshalb wird es später als Wahlkampfplakat genutzt und gehört bis heute zu den bekanntesten Aufnahmen W***y Brandts.

Vielleicht berührt uns das Foto genau deshalb: Es erinnert daran, dass hinter jedem politischen Amt ein Mensch steht.

Mehr Anekdoten zur Entstehung des Fotos gibt es im Blog unseres Archivs. Den Link findest du in den Kommentaren.

💬 Was löst das Bild bei dir aus? Schreib es uns in die Kommentare!

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