Die Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF) wurde am 05.Dezember 1980 auf einer bundesweiten Konferenz von Arbeiter- und Jugendvereinen gegründet. DIDF setzt sich gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Spaltung von Menschen unterschiedlicher Herkunft ein. Mit ihrem politischen Grundsatz “Gemeinsam sind wir stark” setzt sich DIDF seit ihrer Gründung für ein gleichberechtigtes, menschenwürd
iges
und solidarisches Zusammenleben von Arbeitern, Jugendlichen und Frauen mit und ohne Migrationshintergrund ein. Die Gastarbeitermigration währt nun schon mehr als fünfzig
Jahre. Die Zuwanderung der ersten Generation der Einwanderer
in den 60er und 70er Jahren liess nicht nur die Betroffenen eine ungeahnte Entwicklung erleben. Die anfänglichen Rückkehrabsichten
der ersten Zuwanderer verloren sich größtenteils im Zuge
verlängerter Aufenthalte und wichen schließlich endgültigen
Bleibeabsichten. Die Ära der sog. “Gastarbeiter”, “Ausländer” oder “Auslandstürken”
ist heute längst vorbei. Türkeistämmige MigrantInnen sind
im Zuge ihrer 50jährigen Migration zu einem festen Bestandteil der Gesellschaft in Deutschland geworden. Ihre Integration ist in erster Linie eine soziale Frage und muss in gesellschaftspolitischen Zusammenhängen betrachtet und verstanden werden. Integration ist somit gleichzeitig der Kampf um gleiche Rechte, menschenwürdige Arbeit, kostenfreie Bildung und Gleichberechtigung in allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens. Die DIDF versteht sich als Teil der sozialen und demokratischen
Bewegung in Deutschland. Sie versucht türkeistämmige MigrantInnen
in die gemeinsamen Kämpfe mit den Gewerkschaften,
der Anti-AKW-, Friedens- und sozialen Bewegungen, gegen Arbeitslosigkeit,
Sozial- und Demokratieabbau, Privatisierungen im
Gesundheits- und Bildungssystem, Kriege, Bundewehreinsätze
im Ausland etc. einzubinden. Gemeinsam leben- Gemeinsam verändern - aus diesem Grund setzen wir uns dafür ein, dass sie sich in Gewerkschaften, Schülervertretungen,
Studierendenparlamenten, demokratischen
Verbänden und Initiativen engagieren. Wir setzen uns dagegen ein, dass soziale Benachteiligungen und Probleme von MigrantInnen ethnisiert bzw. kulturalisiert werden. Auch widersetzen wir uns gegen jeglichen Versuchen, MigrantInnen auf ihre religiöse oder ethnische Herkunft zu reduzieren. Diese Zuschreibungen öffnet Raum für rassistische Debatten und dient lediglich der Spaltung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. DIDF macht sich daher dafür stark, auf Grundlage gemeinsamer Forderungen, die Freundschaft und Solidarität zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft zu stärken. Denn nur: Gemeinsam sind wir stark!