28/04/2026
Update aus der Pflegestation – unsere Schwanendame Karin 🖤
In den letzten Tagen hat sich bei unserer Schwanendame einiges getan.
Die Eier, die sie mitgebracht hat, haben wir sorgfältig weiter bebrütet und mehrfach kontrolliert. Leider hat sich dabei gezeigt, dass keine Entwicklung stattgefunden hat.
Auch konnten wir eine Beobachterin der Schwäne ausfindig machen, danke hierfür an Detlef, die bestätigt hatte, dass das Paar die Eier bereits vor dem Unfall nicht mehr zuverlässig bebrütet hatten.
Es handelt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um unbefruchtete oder früh abgestorbene Eier.
Auch wenn das immer enttäuschend ist, gehört es zur Realität in der Wildtierarbeit.
Umso wichtiger ist eine andere Entwicklung:
Die Schwanendame hat sich inzwischen bei uns deutlich stabilisiert. Sie frisst wieder zuverlässig, ist ruhiger geworden – und hat sich sogar einen neuen Partner gesucht.
Dieses Verhalten ist bei Schwänen ein starkes Zeichen dafür, dass sie beginnt, sich von dem Verlust zu erholen.
Wir beobachten die beiden weiterhin genau.
Entscheidend ist jetzt, dass sie zur Ruhe kommt, konstant frisst und keinen Stress mehr zeigt. Das sind die Grundlagen für alles Weitere.
Wenn sich die Bindung zwischen den beiden weiter festigt und stabil bleibt, ist geplant, sie gemeinsam wieder auszuwildern.
Eine gefestigte Paarbindung erhöht die Chancen deutlich, dass sie draußen gut zurechtkommen.
Und ich glaube Otto, der Singlemann aus Ludwigshafen der mit einer schweren Kollision hier ankam, freut sich sehr darüber.
Beib eiden erfolgte ein DNA Testung um sicher zu sein.
Vielen Dank an alle, die mitfiebern und uns unterstützen.
Und auch ein kleiner Hinweis:
Nicht jede Situation lässt sich mit allgemeinen Regeln beurteilen – manchmal braucht es individuelle, ruhige und fachlich begründete Entscheidungen im Sinne des Tieres.
Wir halten euch auf dem Laufenden.