Schweineleben e. V.

Schweineleben e. V. Wir setzen uns für das Recht der Schweine auf Leben, körperliche und geistige Unversehrtheit ein.
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🐷❤️ Zuhause gesucht für Mounty ❤️🐷Name: MountyGeboren: November 2024Geschlecht: männlich, unkastriertStandort: 18233 Neu...
02/06/2026

🐷❤️ Zuhause gesucht für Mounty ❤️🐷

Name: Mounty
Geboren: November 2024
Geschlecht: männlich, unkastriert
Standort: 18233 Neubukow

Manchmal entscheidet das Schicksal auf ungewöhnliche Weise über ein Leben.

Der kleine Minischwein-Eber Mounty wurde als Ferkel gemeinsam mit weiteren Schweinen angeschafft. Während seine Geschwister bereits geschlachtet wurden, hat Mounty sich seinem Schicksal erfolgreich widersetzt und lebt heute noch. Nun suchen wir für ihn dringend Menschen, die ihm die Chance auf ein artgerechtes und dauerhaftes Zuhause geben.

Mounty ist ein freundlicher, neugieriger und sehr liebenswerter junger Schweinemann. Leider lebt er derzeit allein und hat keinen Kontakt zu Artgenossen. Gerade für Schweine, die sehr soziale Tiere sind, ist dies keine dauerhafte Lösung.

Für Mounty wünschen wir uns daher ein Zuhause bei erfahrenen Schweinehaltern oder Menschen, die bereit sind, sich intensiv mit den Bedürfnissen von Minischweinen auseinanderzusetzen. Besonders wichtig sind ausreichend Platz, die Gesellschaft anderer Schweine sowie eine verantwortungsvolle und liebevolle Betreuung.

Nach unserem Kenntnisstand wurde Mounty bisher weder tierärztlich betreut noch offiziell registriert. Seine zukünftigen Menschen sollten daher bereit sein, die notwendigen Schritte für eine ordnungsgemäße Haltung zu übernehmen. Im Vordergrund steht hier natürlich die Kastration.

Mounty hat bereits gezeigt, dass er leben möchte. Jetzt fehlt ihm nur noch die Chance auf ein Zuhause, in dem er als Individuum geschätzt wird und sein Schweineleben genießen darf.

Wer kann Mounty helfen?

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dörte Lammert
(Betreuerin der Besitzer von Mounty)

☎ Festnetz: 038294 / 988836
📱 Mobil: 0179 / 47165779
✉ E-Mail: [email protected]

Eine finanzielle Unterstützung in Form einer Patenschaft für Mounty wurde bereits zugesagt.

Bitte teilen Sie Mountys Geschichte – vielleicht findet sich genau über diesen Weg das Zuhause, das er so dringend verdient.

Oink zum Sonntag  #49Freyas Revier-Report – Warum Pflanzen Platz schaffenGestatten? Freya. 🐾Während die anderen im Schla...
31/05/2026

Oink zum Sonntag #49

Freyas Revier-Report – Warum Pflanzen Platz schaffen
Gestatten? Freya. 🐾

Während die anderen im Schlamm dösen, erledige ich das Wichtigste: die tägliche Inspektion. Ich schreite mein Reich ab, Meter für Meter, Kopf hoch, Blick fest. Als Königin des Geheges habe ich ein feines Gespür für Raum und Territorium. Und heute müssen wir mal über Platz reden.

Manche Leute denken ja, Pflanzenanbau würde Platz „wegnehmen“. Ich sage euch: Wer das behauptet, hat noch nie die Geometrie eines Ackers verstanden!

1. Die Logik der Landfläche
Schaut euch mein Reich an. Wenn ihr Menschen Pflanzen direkt esst, braucht ihr dafür nur ein winziges Stückchen Erde. Würdet ihr aber wollen, dass auf diesem Teller ein Stück von … nun ja, einem meiner Kollegen landet, bräuchtet ihr für die Erzeugung dieses einen Tellers die zehnfache Fläche!

Warum? Weil die Tiere ja auch irgendwo stehen müssen und – noch viel wichtiger – weil gigantische Flächen nur dafür da sind, Futter für sie anzubauen.

2. Pflanzen sind Raumwunder
Wenn wir uns von dem ernähren, was direkt aus dem Boden sprießt, könnten wir weltweit ca. 75 % der landwirtschaftlichen Fläche einsparen. Stellt euch das mal vor! Das ist, als würde mein Gehege plötzlich viermal so groß werden, ohne dass jemand einen Zaun verschieben muss.

Pflanzen nehmen keinen Platz weg. Sie sind so effizient, dass sie Platz schenken. Platz für Wildblumen, Platz für Bienen, Platz für Moore und – wenn es nach mir geht – sehr viel mehr Platz für königliche Spaziergänge.

3. Mein royales Urteil
Wer Pflanzen wählt, ist kein Platzräuber. Er ist ein Raumgestalter. Wir könnten die Wälder zurückholen und die Erde atmen lassen, wenn wir nicht jeden Grashalm fünfmal umwandeln müssten, bevor er auf dem Tisch landet.

In meinem Reich wird nichts verschwendet. Wahre Größe zeigt sich darin, mit wie wenig man auskommt, um Großes zu bewirken.

Ich drehe jetzt noch eine Runde. Haltung bewahren, bitte!

Eure Freya 💅🐽

Oink zum Sonntag  # 48Empathie als Systemfehler 🐽Hallo liebe Zweibeiner,heute melde ich mich mal zu Wort – Gandhi, euer ...
24/05/2026

Oink zum Sonntag # 48

Empathie als Systemfehler 🐽

Hallo liebe Zweibeiner,

heute melde ich mich mal zu Wort – Gandhi, euer Eber, der Chef im Ring. Man sagt mir nach, ich hätte eine „eindrucksvolle Präsenz“. Das ist charmant formuliert für: Ich bin groß, ich bin laut, und ich lasse mich nicht übersehen.

Aber wisst ihr, was wirklich beeindruckend ist? Nicht meine Eckzähne, sondern eure Empathie.

Manche Leute sagen, es sei „radikal“, sich für uns Tiere einzusetzen. Sie sagen, es sei „extrem“, Mitgefühl für jemanden zu empfinden, der am Ende des Tages eigentlich auf dem Teller landen sollte. Aber lassen wir die Kirche mal im Dorf (oder den Eber im Schlamm):

Radikal ist nicht die Empathie. Radikal ist die Abwesenheit davon.

Warum Empathie den Status Quo stört
Empathie ist ein echter Störfaktor. Warum? Weil sie den reibungslosen Ablauf der Gleichgültigkeit unterbricht.

Wenn ihr mit mir fühlt, wird der Wocheneinkauf plötzlich kompliziert.

Wenn ihr in meine Augen schaut, seht ihr kein „Produkt“, sondern eine Persönlichkeit (mit einer Vorliebe für Äpfel und Rückenmassagen).

Wenn ihr mich als Individuum anerkennt, stört das ein System, das uns lieber als Nummern verwaltet.

Empathie ist Sand im Getriebe einer Welt, die auf Verwertung setzt. Und wisst ihr was? Ich finde, wir brauchen viel mehr Sand.

Seid mutig, seid „unbequem“
Sich berühren zu lassen, ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Es ist ein Akt des Widerstands. Wer mitfühlt, der schaut hin. Und wer hinschaut, der beginnt, die Welt zu verändern.

Wenn euch also das nächste Mal jemand als „zu radikal“ bezeichnet, weil ihr euch für uns Schweine, Kühe oder Hühner stark macht, dann schenkt ihm ein entspanntes Grinsen (ich kann das besonders gut) und denkt euch: „Danke, ich bin gerne der Sand im Getriebe.“

In diesem Sinne: Bleibt sanft, bleibt wild und bleibt vor allem empathisch. Das System kann ein bisschen Herz vertragen.

Euer Boss, Gandhi 🐗

Oink zum Sonntag  # 47Der „Ausschuss“ im EiHallo Leute, Hazel hier. Normalerweise gackere ich so vor mich hin, aber heut...
17/05/2026

Oink zum Sonntag # 47

Der „Ausschuss“ im Ei

Hallo Leute, Hazel hier. Normalerweise gackere ich so vor mich hin, aber heute schauen wir mal über den Tellerrand – oder besser gesagt: in die Brutmaschine. Denn seien wir ehrlich: Ob Ringelschwanz oder Federkleid, am Ende sitzen wir im selben ungemütlichen Boot der industriellen Verwertung.

Die Endstation vor dem Start
Wisst ihr, was das Absurde ist? In der modernen Landwirtschaft ist der erste Tod oft schon eingeplant, bevor das Küken überhaupt weiß, wie sich Sonnenlicht auf den Federn anfühlt. Wir reden hier von den Brütereien.

Selektion als Geburtsrecht: In der Hochleistungszucht gibt es nur zwei Wege: Entweder du legst Eier wie eine Maschine oder du setzt Fleisch an wie ein Bodybuilder auf Steroiden. Wer keines von beidem „effizient“ genug kann, gilt als Fehler im System.

Das „falsche“ Geschlecht: Millionen von männlichen Küken der Legelinien wurden jahrelang direkt nach dem Schlüpfen aussortiert – nur weil sie keine Eier legen und nicht schnell genug Fleisch ansetzen. Das ist kein Schicksal, das ist Management.

Ein Fortschritt mit Beigeschmack?
Ja, Deutschland hat das Kükentöten offiziell verboten. Wir nutzen jetzt High-Tech-Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei. Das klingt erstmal super modern, aber schauen wir mal genauer hin:

„Wir sortieren jetzt einfach das Leben aus, bevor es piepst. Damit das Gewissen beim Sonntagsfrühstück sauber bleibt, während die industrielle Logik dahinter genau die gleiche bleibt: Effizienz über Empathie.“

Warum uns das alle angeht
Egal ob Schwein oder Huhn – das Problem ist die Anonymisierung des Lebewesens. In der Brüterei bist du kein Individuum, du bist eine Nummer auf einer Schlupfquote. Wenn wir Hühner nur noch als „Eier-Produzentinnen“ und Schweine als „Schnitzel-Lieferanten“ sehen, verlieren wir den Blick für das, was dazwischen liegt: Ein Leben, das eigentlich einen Sinn jenseits des Preisschilds haben sollte.

Was meint ihr? Sollten wir nicht langsam mal anfangen, das ganze System zu hinterfragen, statt nur die Entsorgungsmethode zu optimieren?

Eure Hazel 🐷 (heute mit solidarischem Flattern)

🐽 Oink zum Sonntag  #46 - FrischlingeIch heiße Freya.Ich bin eine gerettete Sau aus der Massentierhaltung.Keine Wildsau,...
10/05/2026

🐽 Oink zum Sonntag #46 - Frischlinge

Ich heiße Freya.
Ich bin eine gerettete Sau aus der Massentierhaltung.
Keine Wildsau, keine Mutter – und das ist gut so.

Heute möchte ich euch von der Kinderstube meiner wilden Verwandten erzählen:
von den Frischlingen der Wildschweine.

Wenn im Frühling und Sommer kleine, gestreifte Frischlinge allein im Wald liegen, löst das bei vielen Menschen sofort Sorge aus.
Sie wirken verlassen. Still. Schutzlos.
Doch oft ist genau das ihre Überlebensstrategie.

Wildschweinmütter lassen ihre Kinder ganz bewusst im Unterholz zurück, während sie Nahrung suchen.
Die Frischlinge bleiben regungslos, fast geruchlos, perfekt getarnt.
Was für euch nach Einsamkeit aussieht, bedeutet für sie Sicherheit. Die Bache ist meist auch nie weit entfernt und verteidigt ihren Nachwuchs vehement.

Im Nest (Kessel) bleiben die Frischlinge die ersten 1 - 2 Wochen.
Gesäugt werden sie bis zum 3. bis 4. Lebensmonat, meist bleiben sie bis zum Alter von 6. Monaten in der Familiengruppe. Die typischen Streifen, die zur Tarnung dienen, verschwinden nach der Säugezeit (nach 4 - 6 Monaten vollständig). Also junge Wildschweine ohne Streifen fressen in der Regel selbstständig.

Darum ist wichtig zu wissen:
Ein Frischling braucht nicht automatisch Hilfe, nur weil er allein ist. Ähnlich wie junge Vögel oder Hasenkinder.

Eingreifen ist nur dann notwendig, wenn ein Frischling
– sichtbar verletzt ist
– apathisch wirkt
– laut und dauerhaft schreit
– oder sich offensichtlich in einer akuten Gefahr befindet, etwa an Straßen, Wegen oder Baustellen

Es gibt jedoch noch eine weitere Situation, in der Frischlinge tatsächlich Hilfe benötigen können:
wenn am Vortag eine Jagd stattgefunden hat und die Bache – also die Mutter – geschossen wurde.
In diesem Fall können verwaiste Frischlinge orientierungslos und hilfsbedürftig zurückbleiben. Es sollte eine Zeit lang gewartet werden, ob die Frischlinge wirklich verwaist sind.

Aber auch dann gilt:
Frischlinge dürfen nicht einfach mitgenommen werden.

In den meisten Fällen ist die Mitnahme von Wildtieren gesetzlich verboten, es gilt als Wilderei.
Wenn ein Frischling tatsächlich gesichert werden muss, muss der zuständige Jagdpächter/Revierjäger oder die untere Jagdbehörde des jeweiligen Landes oder eine Polizeistation informiert werden.
Nur mit seiner Zustimmung darf das Tier artgerecht untergebracht und versorgt werden.

Diese Regeln sollen nicht gefühllos sein.
Sie sollen verhindern, dass Tiere aus gut gemeintem Mitleid heraus Schaden nehmen.
Denn viele Frischlinge, die vorschnell „gerettet“ werden, verlieren dadurch endgültig ihre Mutter – obwohl sie ohne menschliches Eingreifen überlebt hätten.

Ich selbst habe nie eine Kinderstube gehabt.
Und das empfinde ich nicht als Verlust.
Ich musste keine Kinder in eine Welt setzen, in der so viele Tiere leiden, verfolgt oder benutzt werden.

Vielleicht kann ich gerade deshalb ruhig und klar von denen erzählen,
die draußen noch ihren eigenen Weg gehen dürfen.
Von Frischlingen, die Schutz brauchen –
und von denen, die man schützt, indem man sie in Ruhe lässt.

Hilfe bedeutet nicht immer Eingreifen.
Manchmal bedeutet Hilfe: Abstand halten. Beobachten. Vertrauen.

Für die Frischlinge.
Für ihre Mütter.
Für ein Leben, das wir nicht besitzen – sondern achten sollten.

Eure
Freya 🐖

05/05/2026

🎉🐷 Heute feiern wir den 6. Geburtstag von Freya, Loki und Gandhi. 🐷🎉

Sechs Jahre.
Für viele Menschen klingt das vielleicht nicht besonders alt.
Für Schweine wie sie ist es jedoch etwas Besonderes.

Denn die meisten Schweine in der Fleischindustrie dürfen niemals erwachsen werden.
Sie erleben keinen echten Frühling. Kein gemütliches Sonnenbad im Stroh. Kein Älterwerden. Kein Reifen ihrer Persönlichkeit. Sie werden meist schon als Jungtiere mit 6 Monaten geschlachtet.

Freya, Loki und Gandhi hatten das seltene Glück, leben zu dürfen, 12x länger als ihre Geschwister und Artgenossen in der Massentierhaltung.

Und sie sind nicht nur körperlich gewachsen.
Sie sind zu eigenständigen Persönlichkeiten geworden.

Freya – eine kleine Diva mit Charme und immer bereit für Leckerchen.
Loki – unser schelmischer Denker mit tausend Ideen im Kopf, wie man die Löcher noch tiefer buddeln kann.
Gandhi – der Boss und Zerstörer der Stallwände, Futterstaubsauger par excellence.

Wer Schweine nur als „Nutztiere“ kennt, ahnt oft nicht, wie tief sie fühlen, lernen, beobachten und Beziehungen aufbauen können. Mit jedem Jahr zeigen sie uns mehr davon.

Heute feiern wir deshalb nicht nur einen Geburtstag.
Wir feiern sechs Jahre Leben.
Sechs Jahre Freiheit.
Sechs Jahre Freundschaft, Vertrauen und gemeinsame Erinnerungen, die guten, wie die weniger guten.

Und wir denken an all die Schweine, die niemals die Chance bekommen, alt zu werden.

Alles Gute zum Geburtstag, ihr wundervollen Seelen. ❤️🐽

🐽 Oink am Sonntag  #45Hallo Leute, Gandhi hier! 🐾Wisst ihr, ich höre oft diesen Spruch: „Gandhi, die Veganer essen dir d...
03/05/2026

🐽 Oink am Sonntag #45

Hallo Leute, Gandhi hier! 🐾

Wisst ihr, ich höre oft diesen Spruch: „Gandhi, die Veganer essen dir dein Futter weg!“ Dann schüttle ich kurz meine Schlappohren und denke mir: „Leute, wenn ihr wüsstet …“

Namensvetter Mahatma Gandhi hat mal gesagt: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ Und das gilt auch für meinen Trog und euer Teller-Management.

Hier ist mal ein kleiner Faktencheck aus der Rüssel-Perspektive:

1. Ich bin kein Effizienz-Wunder (sorry!).
Egal, wie lieb ihr mich habt: Wenn ich 10 Kilo Getreide oder Soja mampfe, mache ich daraus am Ende nicht 10 Kilo „Eber“. Der Großteil der Energie geht für mein gemütliches Grunzen, mein Mittagsschläfchen und meine Körperwärme drauf. Wenn Menschen die Pflanzen direkt essen, statt sie erst durch mich „umzurechnen“, bleibt unterm Strich viel mehr für alle übrig. Pflanzen nehmen also niemandem etwas weg – sie sind einfach der direkteste Weg, um alle satt zu machen.

2. Platz für alle Rüssel
Würden weniger Pflanzen für den Riesenumweg über die Futtertröge der Industrie verbraucht, bräuchten wir weltweit viel weniger Ackerfläche. Wisst ihr, was wir mit dem Platz machen könnten? Wälder pflanzen! Suhlstellen anlegen! Wildnis zulassen! Pflanzen sind Platzsparwunder. Wer Pflanzen isst, schenkt der Erde eigentlich Raum zurück.

Mein Fazit zum Sonntag
Ich teile mein Gemüse gern. Denn ich weiß: Wenn ihr euch pflanzlich ernährt, klaut ihr mir nichts. Im Gegenteil: Ihr sorgt dafür, dass das System weniger unter Druck steht. Das ist echtes Ahimsa – Gewaltfreiheit, die beim Essen anfängt.

Ich genieße jetzt weiter meine Äpfel und mein Getreide und freue mich, dass ich hier sein darf, ohne eine „Kalorien-Maschine“ sein zu müssen.

Einfach leben, damit andere (und wir Schweine) einfach überleben können.

Euer Gandhi 🐷

Oink zum Sonntag  # 44: Sündenbock Wildschwein - Wer ist hier eigentlich der Schädling? Oink, ihr Lieben! Hier spricht G...
26/04/2026

Oink zum Sonntag # 44:
Sündenbock Wildschwein - Wer ist hier eigentlich der Schädling?

Oink, ihr Lieben! Hier spricht Gandhi. Als Chef unserer Rüsselbande beobachte ich ja viel, und heute muss ich mal ein ernstes Wort für meine wilden Verwandten im Wald einlegen.

Wisst ihr, was ich ständig höre? Dass meine Wildschwein-Cousins „Schädlinge“ seien. Da wird geschimpft, wenn ein Rasen umgepflügt ist oder das Maisfeld Lücken hat. „Invasion“ nennen sie das. Aber wenn ich mir das so aus meinem Gehege heraus anschaue, stelle ich mir die Frage: Wer ist hier eigentlich der Eindringling?

Meine wilden Verwandten sind keine Unruhestifter, sie sind die Ureinwohner! Dass sie öfter mal in euren Gärten vorbeischauen, liegt nicht daran, dass sie euch ärgern wollen. Es liegt daran, dass ihr Menschen ihre Wälder mit Autobahnen zerschneidet und ihre Ruheplätze zubaut. Wo sollen sie denn hin?

Und mal ehrlich: Wer ein riesiges Buffet aus Mais und Raps direkt an den Waldrand stellt, darf sich doch nicht wundern, wenn meine Cousins zum Abendessen vorbeikommen, oder?

Dabei vergessen viele, was für einen tollen Job die Jungs und Mädels im Wald machen:

Sie sind die Bodenpolizei: Wenn sie wühlen, lockern sie die Erde auf, damit der Wald wieder atmen kann.

Sie sind die Gesundheitspolizei: Sie fressen Schädlinge, die den Bäumen schaden würden.

Ein umgepflügter Waldweg ist kein Chaos, sondern eine Verjüngungskur für die Natur.

Wir Schweine – egal ob zahm oder wild – sind extrem schlau und anpassungsfähig. Wir versuchen nur, in einer Welt zu überleben, die immer enger für uns wird. Tierschutz bedeutet für mich auch, dass man uns nicht nur dort mag, wo wir „niedlich“ sind, sondern uns auch dort respektiert, wo wir den Menschen mal im Weg stehen.

Vielleicht ist ein aufgewühlter Garten gar keine Katastrophe, sondern eine Einladung, mal wieder darüber nachzudenken, wie viel Platz wir der Natur eigentlich noch lassen.

In diesem Sinne: Ein rüsseliges Oink und einen entspannten Sonntag!

Euer Gandhi

🐷 Oink zum Sonntag  #43„Humane Schlachtung – ein Mythos?“Hallo, ich bin Gandhi.Ein Schwein.Heute möchte ich über ein The...
19/04/2026

🐷 Oink zum Sonntag #43
„Humane Schlachtung – ein Mythos?“

Hallo, ich bin Gandhi.
Ein Schwein.

Heute möchte ich über ein Thema sprechen, das nicht schön ist – aber wichtig: die Haus- und Weidetierschlachtung. Sie wird oft als „humane Alternative“ zur konventionellen Schlachtung beworben.

Wie läuft sie ab?

Die Tiere leben auf dem Hof oder der Weide, meist in kleinen Gruppen.

Transport zum Schlachthof entfällt – das Tier bleibt in vertrauter Umgebung.

Die Betäubung erfolgt in der Regel durch Bolzenschuss oder Elektroschock, danach wird ausgeblutet.

Oft wird das Tier während des Fressens getötet, damit es abgelenkt ist.

Die Person, die tötet, ist den Tieren in der Regel bekannt.

Warum Befürworter das als „human“ sehen:

Keine langen Transportwege oder laute Maschinen.

Kein Gedränge oder Stress in großen Schlachthöfen.

Die Tiere sterben in einer bekannten Umgebung, teilweise sogar beim Fressen, und die vertraute Person soll beruhigend wirken.

Gegenüberstellung: konventionelle Schlachtung

Tiere werden in Transportern zum Schlachthof gefahren.

Dort warten sie in oft unübersichtlichen Hallen, manchmal in engen Boxen.

Betäubung und Ausbluten erfolgen maschinell, viele Tiere gleichzeitig.

Stress, Angst und Verletzungen sind deutlich höher.

Für die Menschen klingt die Weideschlachtung fairer – ein „sanfteres Ende“. Aber für die Tiere bleibt es der Tod. Kein Tier kann gefragt werden, ob es sterben möchte, und die natürliche Lebensdauer wird abrupt beendet.

Mein Gedanke als Schwein: Wer wirklich Tierleid verhindern möchte, darf nicht nur auf die Methode achten, sondern auf das Prinzip selbst: Leben lassen.

Denn „humane Schlachtung“ mag schöner klingen – doch das Ende für das Tier ist dasselbe.

Eurer Gandhi

❤️🐖❤️ Fünf Jahre sind eigentlich nichts  - Schweineleben e. V. 13.04.2026❤️🐖❤️In der Geschichte der Welt sind fünf Jahre...
13/04/2026

❤️🐖❤️ Fünf Jahre sind eigentlich nichts - Schweineleben e. V. 13.04.2026❤️🐖❤️

In der Geschichte der Welt sind fünf Jahre nur ein kurzer Moment.
Ein Wimpernschlag der Zeit.

Wälder wachsen über Jahrhunderte.
Flüsse suchen sich über Jahrtausende ihren Weg.
Und auch die Welt der Menschen verändert sich langsam, Schritt für Schritt.

Fünf Jahre wirken im großen Maßstab der Zeit fast unscheinbar.

Und doch können fünf Jahre alles bedeuten.

Für ein Schwein, das in der industriellen Tierhaltung geboren wird, sind fünf Jahre eine Ewigkeit.
Die meisten von ihnen erleben nicht einmal einen Bruchteil davon.

Sie lernen kein echtes Gras kennen.
Keinen Sommerwind auf der Haut.
Keinen ruhigen Tag im Stroh.

Fünf Jahre sind für sie ein ganzes Universum.

Doch Schweine sind mehr als das Bild, das viele Menschen von ihnen haben.

Sie sind neugierig, klug und voller Persönlichkeit.
Ob als großes Hausschwein, als oft missverstandenes Minischwein oder als einer ihrer wilden Verwandten, die noch immer durch Wälder und Landschaften streifen.

Alle verbindet derselbe Wunsch:
leben zu dürfen.

Fünf Jahre Sonne.
Fünf Jahre Schlamm.
Fünf Jahre Freundschaften, neugierige Nasen und zufriedenes Grunzen.

Fünf Jahre Leben.

Vor fünf Jahren begann etwas, das genau das möglich machen wollte.
Einen Ort, an dem Schweine einfach Schweine sein dürfen.

Und ein Engagement dafür, dass sich auch außerhalb dieses Ortes etwas verändert:
dass Minischweine nicht als niedliche Fehlkäufe enden,
dass Schweine als fühlende Lebewesen gesehen werden
und dass auch ihre wilden Verwandten den Raum behalten, den sie zum Leben brauchen.

Ohne Erwartungen.
Ohne Nutzen.
Ohne den Preis ihres Lebens.

Was in diesen fünf Jahren geschehen ist, steht auf unserer Webseite, in Berichten, in Bildern.

Aber vielleicht liegt die eigentliche Bedeutung woanders.

In jeder Klaue, die durch Stroh stapft.
In jedem Hühnerfuß, der energisch in der Erde scharrt.
In jedem Menschen, der angefangen hat, Tiere mit anderen Augen zu sehen.

Und in Freya, Loki und Gandhi, die heute noch neugierig durch den Auslauf laufen,
und in Rosi, unser Minischwein von unserer 2. Vorsitzenden, das 25 Jahre alt geworden ist und immer noch in unserem Herzen weiterlebt, so wie all die anderen Schweine, die unseren Weg begleitet haben, spiegelt sich alles, wofür wir arbeiten.

Vielleicht sind fünf Jahre wirklich nur ein kleiner Abschnitt der Zeit.

Aber für die Schweine, die hier leben dürfen,
unsere Freya, unser Loki und unser Gandhi –
und für all jene, deren Leben wir verändern möchten, bedeuten sie Hoffnung.

Fünf Jahre Freiheit.
Fünf Jahre Würde.
Fünf Jahre Leben.

Und wenn man es so betrachtet,
dann sind fünf Jahre vielleicht doch etwas sehr Großes.

❤️🐖❤️

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Foortweg 1
Blomberg
26487

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