Im Jahre 1979 erinnerten sich einige junge Gerhauser daran, daß es nach den Erzählungen der Alten bis vor dem 2. Weltkrieg immer einen kleinen Fasnetsumzug für die Kinder gab. Dies war in Vergessenheit geraten, da es sich hier um eine fast rein evangelische Gegend handelt. Dieser Brauch sollte wieder aufleben, aber diesmal richtig und zwar brauchtumsbezogen. So hörten sie sich um und erfuhren bald
, aus den Erzählungen älterer Bürger, daß es früher (zw. 1890 und 1900) auf dem Bergle (Ortsteil von Gerhausen) eine Schwefelesfabrik gegeben habe. Die Gründer dieser wurden als „Feuerteufel“ verschrien. Dies deshalb, weil man sich früher noch mehr als heute vor einem Brand fürchtete. Ein Feuer bedeutete für den gesamten Ort große Gefahr. Früher mußte noch jeder bei der Brandbekämpfung mit anpacken. Über die Geschichte einer Schwefelesfabrik lassen sich z. in der Chronik leider keine weiteren Aussagen finden, so daß anzunehmen ist, daß es zu keinem Brand kam und nur beim Spottnamen blieb. Dieser Geschichte verdanken die Feuerteufel ihren Namen, der dadurch gefunden war. Der Verein wurde 1984 in das Vereinsregister eingetragen 1985 wurde die Symbolfigur „Das Tauchentle“ aus der Taufe gehoben. Geführt wird der Verein von einem Zunftrat, der aus 8 Mitgliedern besteht. Historie von de Tauchentla
(Heimatdichter Hans Dreher)
Es lebte einst ein Graf auf Hohen-Gerhausen, der hatte eine große Menagerie. Für diese gab es manches zu mausen; drum sorgte er jahrein - jahraus für sie. Wen wunderts, daß er dabei dacht an Gerhausen; dort hatte er Fischer in großer Zahl und Tauchentlein innerhalb und außerhalb. Er wollte drum verhandeln in jedem Fall. Das Fischwasser im Kirchwörth würde er geben, gegen eine Anzahl Tauchenten, das ist klar! Wie heißt er doch der Älteste eben? Es ist der Gürr unter der Fischerschar. „Er läßt mir keine Ruh ich muß verhandeln, ich laß ihm´s Fischwasser die nächsten Jahr. Er liefert mir Entlein, da läßt sich handeln jeden Monat denk ich ein paar.“ So kam der Handel in Bälde zustande, es war an Ostern annodazumal. „Tauchentla„ heißt man Gerhauser seither im Lande, jetzt haben wir´s auf jeden Fall.