Calumed e. V.

Calumed e. V. CALUMED e. V. ist ein seit 1986 bestehender gemeinnütziger Verein für Erwachsenenbildung, Umweltbildu

Wir bringen Menschen zusammen, die "Mensch werden und Mensch bleiben" wollen. Wir fragen was und wer wir sind, woher wir kommen, wo unser Platz im größeren Zusammenhang des Lebens ist, worin unsere Verantwortung liegt und wie unser Beitrag in dieser Phase der Menschheitsentwicklung aussehen kann. Dabei vermitteln wir weder Rezepte noch ultimative Wahrheiten sondern eröffnen lediglich Erfahrungsräu

me, in denen mentale, emotionale und spirituelle Aspekte sowie soziales Engagement in einem wechselseitigen Austausch miteinander verbunden sind. Wir streben danach einander zu inspirieren, wollen soziale und nachhaltige Experimente wagen, fördern individuelles und kollektives Wachstum, Gesundheit, Gemeinschaftsbildung und den interkulturellen Dialog. Unsere Methodik vereint transkulturelles und traditionelles Heilungswissen mit der zeitgemäßen Vorgehensweise moderner Psychologie und Wissenschaft. Neben persönlichen Themen betrachten wir auch die ökonomischen, ökologischen sowie sozialen Zusammenhänge in unseren Leben und verknüpfen diese mit zeitlichen Perspektiven. Lernende erlangen dadurch die Fähigkeit vorausschauend zu denken, themenübergreifend Wissen zu erwerben, sich zu beteiligen und gleichzeitig von Konventionen zu emanzipieren. So ermöglichen wir verändernde Erfahrungen und erlangen Wissen und Fertigkeiten die wir brauchen auf dem Wege zurück in eine dem Leben und den Menschen dienende Gesellschaft.

André: Als Jugendlicher hatte ich lange hatte ich keine Ahnung, was ich mal werden will. Ich suchte erst einmal eine Leh...
15/01/2023

André: Als Jugendlicher hatte ich lange hatte ich keine Ahnung, was ich mal werden will. Ich suchte erst einmal eine Lehrstelle als Elektriker und konnte im Zuge dessen mein Fachabitur machen. Dann ging es zur Bundeswehr - dass war nicht mein Ding - aber trotzdem war es eine gute Erfahrung, denn mir wurde klar, dass ich meinen Weg ändern möchte. Es reifte in mir der Wunsch zu studieren. Ich fand einen möglichst weit vom Zuhause entfernten Studienplatz und studierte Architektur. Meine Haare wurden länger, ich lernte viele interessante Menschen kennen und entdeckte meine Kreativität. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf stand mir auf einmal die Welt offen, das war beeindruckend aber auch beängstigend. Das Studium der eigenen Persönlichkeit überwiegte ehrlich gesagt das Fachstudium.
Danach ging es raus in die Welt, einmal um die Erde war mein Ziel. In Indien angekommen landete ich direkt in Poona, den Ashram von Osho. Die Zeit dort, die Spiritualität, die Workshops, die neuen Erfahrungen, das alles legte einen Schalter in mir um. Der Fisch, der ich bin, war endlich im Wasser angekommen. Ich spürte, werden und wachsen zu können, ist Wunder und Glück, auch spirituell. Nach fast einem Jahr wieder daheim fand ich schnell meinen Lehrer und meine Gemeinschaft, für solches Wachsen. Ich bin dem Fluss des Lebens offenherzig gefolgt und habe mich auf Veränderungen eingelassen. Inzwischen wirke ich als Paar- und Sexualtherapeut einerseits, Tantralehrer andererseits und führe ein eigenes Seminarinstitut in dem Feld Liebe, Partnerschaft, Sexualität und dem weiten Feld der Persönlichkeitsentwicklung.
Ich hatte immer eine große Sehnsucht nach einem sinnvollen Tun und die Sehnsucht zu forschen, zu wachsen und zu verstehen. Dazu glaube ich daran, dass man alles schaffen kann, wenn man es nur will. Vor allem, wenn man wie ich, Freunde hat, die einen tragen, geleiten und inspirieren und sich von einer Gemeinschaft gehalten weiß, für mich der Calumed-Kreis.
`In Liebe sein` ist mein Weg. Hierzu gehört das Entwickeln von Mitgefühl, Achtsamkeit, Bewusstsein und Toleranz für mich, meine Mitmenschen und meine Umwelt. Es gilt also: Je mehr Liebe, desto mehr Mensch.
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„Mensch werden. Mensch bleiben.“ Du fühlst, da geht noch mehr? Du willst mehr als ein verborgener Schatz sein? Komm zu www.calumed.de

Michael: Ich hatte neben der Schule immer schon gejobbt. Eine Idee oder Perspektive aber stellte sich nicht so recht ein...
11/12/2022

Michael: Ich hatte neben der Schule immer schon gejobbt. Eine Idee oder Perspektive aber stellte sich nicht so recht ein. Also folgte ich erst einmal dem Ruf der Bundeswehr und in weiterer Ermangelung einer klaren Vorstellung sollte ich dort zwölf Jahre lang bleiben.
Beim Bund machte ich eine Ausbildung zum Fahrlehrer. Mit und für Menschen zu arbeiten, das wusste ich inzwischen, ist mein Ding. Danach machte ich eine Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister. In dieser Zeit bekam ich Kontakt zum Calumed-Kreis (damals noch Genese). Ich war erfüllt und verwundert, dass man so viel Herz haben kann. Das hat mich inspiriert und angespornt, selbst beherzter durchs Leben zu gehen und beruflich noch draufzusatteln. Ich wurde Physiotherapeut und in diesem Beruf arbeite ich bis heute mit Freude, besonders weil ich mit meiner Arbeit Menschen berühren, begleiten und ermutigen darf.

Viel Kraft habe ich aus der Verbundenheit mit den Menschen aus dem Calumed-Kreis gewonnen, ebenso wie Orientierung (‚da geht’s weiter‘), Selbstvertrauen und Ermutigung. Das hat mich in die Lage versetzt, einfach immer den nächsten Schritt zu gehen und mich von Hindernissen nicht entmutigen zu lassen.

Man wird Mensch, wenn man den Weg des Herzens geht und so auch das Herz hat, alles in die Waagschale zu werfen, wenn man liebt und gibt.
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Gaby: Ich war unsicher, was ich mit dem Leben anfangen sollte, und war auch sonst wenig selbstsicher. Nur eines stand fü...
04/12/2022

Gaby: Ich war unsicher, was ich mit dem Leben anfangen sollte, und war auch sonst wenig selbstsicher. Nur eines stand für mich fest, ich wollte finanziell unabhängig sein. Ich bewarb mich hier und da. Den ersten positiven Bescheid erhielt ich von der Bundeswehrverwaltung und griff gleich zu. Im Bewerbungsgespräch begründete ich mein Interesse damit, dass „ich hier vielseitig tätig werden könne“. Dass sich das so bewahrheiten und mich in meinen Fähigkeiten und Möglichkeiten so wachsen lassen sollte, hätte ich mir damals nicht so vorgestellt.
Im Laufe der Jahre ergaben sich immer größere Herausforderungen und mehr Verantwortung. Ich habe sehr hohe Ansprüche an mich selbst, auch wenn ich mir selten wirklich genügte. Ich war erfolgreich und bemerkte erst später, dass ich mich selbst überfordert und meine Kräfte überreizt hatte. Mein Mann verstarb -das war schließlich die Herausforderung, die mich nachhaltig aus der Bahn warf. Ich war gezwungen inne zu halten und brauchte und suchte Tragenderes als den beruflichen Erfolg. Im Zeichen dieser Krise ging ich in Pension. Ich suchte mir psychotherapeutische Begleitung, lernte tiefere Ebenen von mir kennen, lernte mich besser verstehen. Ich erfuhr dabei, ich gehöre zu denen, die man neuerdings als „hochsensibel“ bezeichnet.
War ich mir zuvor in meinem Umfeld eher als fremd und getrennt vorgekommen, erlebte ich im Calumed-Kreis etwas Neues und begriff mein Anderssein hier als ganz normal. Das Umfeld, in dem ich gelebt hatte, war es nicht! Durch die schamanische Arbeit habe ich einen neuen Umgang mit mir gefunden. Sie erlaubt mir tiefer zu erfahren und zu verstehen. Aber ich bleibe eine Suchende.
Was mich viele Jahre getragen hat, war die enge Beziehung zu meinem Mann. Sie ließ mich lebenstauglicher werden. Durch ihn wurde ich härter und selbstsicherer. Meine hohen Ansprüche an mich selbst waren ein ständiger Motor. Zunehmend aber legte ich den Fokus auf echte Begegnungen mit Menschen.
Mir ist es wichtig, dass Menschen respektvoll, achtsam und mitfühlend sind, dass sie ein breites Wissen und einen weiten Geist haben.
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Oliver: Ich war voller Erwartungen, aber ohne wirkliche Perspektive, verwirrt und ritalingeschädigt. Ich nahm an, irgend...
27/11/2022

Oliver: Ich war voller Erwartungen, aber ohne wirkliche Perspektive, verwirrt und ritalingeschädigt. Ich nahm an, irgendjemand würde mir schon zeigen, was zu tun ist. Die dreijährige Begleitung durch einen tollen Psychotherapeuten einerseits und meine ersten Erfahrungen mit Meditation gaben mir eine neue Basis. Erstere ließ in mir den Wunsch reifen, selbst Therapeut zu werden. Letztere brachte mich auf die Spur meiner inneren Führung.
Ich machte auf dem zweiten Bildungsweg mein Abi nach, aber für die lange Wartezeit auf einen Studienplatz fehlte es mir an der nötigen Geduld. Chemie konnte ich gleich studieren, das erwies sich aber als Irrweg. Ich machte eine Reiki-Ausbildung und lernte Yoga. In meinem Mentor begegnete ich einem Menschen, der auf vielen Ebenen mit hoher Präsenz und Ethik zu tanzen vermochte und sich in dem, was er tat, und wen er auch traf, mit Würde und Kompetenz begegnete. Er spiegelte mir, was auch mir möglich ist.
Heute arbeite ich als Geistheiler (in Österreich sagt man dazu Energetiker) und Yogalehrer. Ich beende in Kürze meine Ausbildung zum psychologischen Berater. Bin lange umhergeflogen und werde nun langsam sesshaft und empfinde das als gut und folgerichtig. Ich sehe mich auf einem guten Weg und plane dann, zunächst Bestatter und dann, in Verbindung mit dem psychologischen Berater, Trauerberater zu werden.
Was mich all die Zeit getragen hat? Mein Herz, mein Mut, meine Bereitschaft, mich von Grund auf neu zu erfinden und zu wagen. Dazu hatte ich das Glück zur rechten Zeit auf die richtigen Wegbegleiter zu treffen.
Wenn ein Mensch sich dem Höchsten in sich zuwendet und danach würdig und wahrhaftig lebt, wenn er aufwacht, um seine Potentiale voll auszubilden, dann ist er für mich ein Mensch im besten Sinne des Wortes.
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Ulrike: Als Jugendliche hatte ich keine klare Perspektive von meiner Zukunft. Ich war zuversichtlich, dass sich etwas Gu...
20/11/2022

Ulrike: Als Jugendliche hatte ich keine klare Perspektive von meiner Zukunft. Ich war zuversichtlich, dass sich etwas Gutes für mich ergeben würde. Von zuhause her war ich mit dem Vertrauen ausgestattet, dass ich vieles meistern könnte, was auf mich zukommt und sei es auch mit Unterstützung anderer. Darüber hinaus wusste ich damals nur, dass ich nicht Lehrerin werden wollte wie mein Vater.
Über viele Stationen, unter anderem dann doch die der Lehrerin und Stellvertretenden Schulleiterin, führe ich heute ein eigenes Institut für Supervision und Coaching für Einzelne und Teams. Ich genieße es, andere Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen. Das ergänze ich durch die heilsame Aufstellungsarbeit, die mich ursprünglich zu Calumed geführt hatte. Von meinem Grundvertrauen getragen, treibt mich auch bei meiner eigenen Entwicklung eine ausgeprägte Neugier und unerschöpfliche Wissbegierde an. So bezeichne ich mich selbst gerne als Fortbildungsjunkie. „Persönlichkeitsentwicklungsjunkie“ trifft es noch besser.
Auf meinem Weg traf ich oft auf die richtigen Menschen zur rechten Zeit. Der Austausch mit ihnen klärt und ordnet mich immer wieder neu. Einige Male kam ich an Punkte, wo andere meinten, ich sei ‚angekommen‘ und könnte doch nun die Früchte ernten. Mich stiftet das eher dazu an, neue Herausforderungen zu suchen, mich neu zu erfinden – inspiriert, ermutigt und unterstützt von weisen Begleitern und Freunden. Das SET-Training und der Calumed-Kreis haben mir einen entscheidenden und prägenden Schub gegeben und den Grundstein für so vieles gelegt, was ich heute bin. Das SET ermöglichte es mir, mich noch stärker auf mein Vertrauen zu besinnen und gab mir Mut zur Liebe.
Menschen kennen und verstehen zu lernen, fasziniert mich immer wieder. Es reizt mich, ihre Widersprüche für mich zu entschlüsseln. Mich ziehen Menschen besonders dann an, wenn sie authentisch, integer und ehrlich sind und ein großes Herz haben.
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Christian: Als ich jung war, träumte ich davon Profi-Musiker zu werden. Metal, diese Musikrichtung sprach mich an. Ich m...
13/11/2022

Christian: Als ich jung war, träumte ich davon Profi-Musiker zu werden. Metal, diese Musikrichtung sprach mich an. Ich mochte das Düstere, Kraftvolle und Nonkonforme daran. Als ich mich dann realistischer mit meiner Berufswahl befasste, wurde ich auf die Möglichkeit ‚Klavierbauer‘ aufmerksam. Das hatte mit Musik zu tun, erlaubte mir etwas zu gestalten und es war fernab von dem Bildungssystem, das mir so gar nicht gefiel. Jenseits davon wollte ich frei leben können, durch meiner Hände Arbeit. Ich fand einen guten Lehrer und wurde Klavierbauer und das mache ich bis zum heutigen Tag. Dabei habe ich Kontakt zu ganz anderen Schichten und Welten bekommen, ein schöner Nebeneffekt.
Durch meinen Klavierbaulehrer kam ich mit dem Calumed-Kreis in Kontakt. Die Lebensfreude, die ich da erlebte, hat mich berührt und angesprochen. Ich nahm am SET-Training teil und gewann durch ein halbjähriges Praktikum im Refugium einen tieferen Einblick in die Arbeit von Calumed. Ich habe viel dabei gelernt, nehme mich und meine Möglichkeiten nun viel stärker wahr und weiß mich mit dem Leben tiefer verbunden. Ich bleibe gelassen, wo andere in Panik verfallen und kann anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Ich lebe gern im Hier und Jetzt und bin einfach immer nur den nächsten Schritt gegangen. Heute lebe und arbeite ich in Wien. Schön fern und ein gutes Pflaster für Klavierbauer. Als ich hierherkam, hatte ich nicht viel mehr als die Hoffnung und die Zuversicht, dass alles gut würde, dass sich alles so fügen würde, dass ich würde erfüllt leben können.
Mich begeistern Menschen, die gut mit sich selbst und mit der Welt um sie herum in Kontakt sind, die bewusst leben, das Geschenk des Lebens annehmen und selbst schöpferisch tätig werden. Nicht jeder lebt in dem Bewusstsein, ein Mensch zu sein. Er hat aber immer die Chance, es für sich zu entdecken.
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Raphaela: Von klein auf wollte ich mit Menschen zu tun haben, sie verstehen, ihnen helfen und sie begleiten. Das gilt bi...
30/10/2022

Raphaela: Von klein auf wollte ich mit Menschen zu tun haben, sie verstehen, ihnen helfen und sie begleiten. Das gilt bis heute und besonders für jene, die aus anderen Lebenswelten kommen als ich. Ich war schon immer neugierig und interessierte mich für die Lebensentwürfe und Lebenswege anderer Menschen.
Beruflich ließ mich das zunächst Erzieherin werden, ein Berufsfeld, das ich später durch ein Studium der Heilpädagogik ergänzt habe. Neue berufliche Herausforderungen lenkten die nächsten Schritte. So wurde ich Fachlehrerin wirkte im therapeutischen Wohnen und schließlich kam ich im Themenfeld „Autismus-Spektrum“ an. Dies ist eine sehr erfüllende Arbeit. Ich musste nur leider erleben, dass ich oft erst gegen gesellschaftliche Konstrukte und Konzepte ankämpfen musste, um die notwendigen Lösungen zu schaffen. Dies kostete und kostet sehr viel Kraft und Energie. Mein Beruf macht mir immer noch viel Freude. Ich weiß, ich habe meine Berufung und mein Wirkfeld gefunden.
Zum Glück fand ich auf meinem Weg immer wieder Menschen, die mich ermutigt und bestärkt haben. Die mir zeigten, echte Beziehung ist möglich, man kann zueinanderfinden, wenn man sich auf den anderen einlässt. Vor vielen Jahren lernte ich in einer beruflichen Krise Menschen aus dem Calumed-Kreis kennen. Hier war ich Mensch, hier konnte ich, ich selbst sein, ohne Bedingungen, ohne Wenn und Aber. Die Art, Menschen im Calumed-Kreis vorbehaltlos so zu nehmen, wie sie eben sind, ihnen zu erlauben, sie selbst zu sein, ihnen zur Seite zu stehen, das hat mich immer wieder neu ermutigt, gestärkt und inspiriert.
Jeder Mensch hat das Recht auf ein freies Leben, frei von den Vorgaben, Normen oder Ansprüchen anderer. Kinder leben sich frei im Hier und Jetzt aus. Wenn wir als Erwachsene dies erreichen, sind wir dem Menschsein ein großes Stück nähergekommen.
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Silke: Ich habe immer gerne geschrieben und Geschichten erzählt. Schon als Kind erzählte ich meiner kleinen Schwester, w...
23/10/2022

Silke: Ich habe immer gerne geschrieben und Geschichten erzählt. Schon als Kind erzählte ich meiner kleinen Schwester, was die Menschen auf den Bildern, die bei uns im Wohnzimmer hingen, vorher gemacht hatten und wo sie hinterher hingingen. Aber ich habe mir lange nicht zugetraut, daraus einen Beruf zu machen. Um mein Talent in „vernünftige“ Bahnen zu lenken, arbeitete ich journalistisch, fand meinen Platz in dieser Welt jedoch nicht. Mich interessierten nicht die harten Fakten, sondern Poesie. Immer wieder traf ich Menschen, die mich ermutigten, das zu sein, was ich bin, doch ich musste erst ans andere Ende der Welt, nach Neuseeland reisen, um mich von dem Druck, die Erwartungen anderer erfüllen zu müssen, frei machen zu können und mein erstes Drehbuch zu schreiben.
Heute bin ich Drehbuchautorin und habe meine Berufung zum Geschichten erzählen tatsächlich zum Beruf machen können. Das filmische Erzählen funktioniert über Bilder. Und ich liebe Bilder, die andere Lebens- und Erlebniswelten eröffnen und ich liebe es, dorthin zu reisen und andere Menschen dorthin zu entführen. Ich bin ein Fan des magischen Realismus und mag Geschichten, die heilsam sind, die einen positiven Zauber wider alle Ängste entfalten - Geschichten von der Kraft, die hinter allem liegt. Menschen durch Geschichten zu berühren und zu bestärken, das ist mein Weg und meine Leidenschaft.
Mein Leben lang habe ich nach der Welt hinter den Dingen gesucht, mich nach ihr gesehnt. Eine sehr schmerzhafte Beziehung brachte mir nicht nur zwei wundervolle Kinder, sondern führte mich auch zu Calumed und damit noch weiter auf den Weg der Selbsterkenntnis und spirituellen Verbindung, den ich seitdem konsequent gehe. Mein Wunsch ist es, Liebe zu leben.
Ein Mensch ist Mensch, wenn er mitfühlend, selbstbewusst, schöpferisch und mutig ist, wenn er anderen Menschen hilft, seinen eigenen Weg geht und eine Verbindung zu sich selbst und dem Herz allen Lebens hat.
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Oliver: Die Welt kennenlernen, das wollte ich, und zur See fahren. Erst mit zwölf lernte ich meinen Vater kennen. Er war...
02/10/2022

Oliver: Die Welt kennenlernen, das wollte ich, und zur See fahren. Erst mit zwölf lernte ich meinen Vater kennen. Er war Seefahrer. Er war mein Held und ich wollte so werden wie er. Ich machte bei einer Werft eine Lehre und fuhr dann tatsächlich zur See. Als Techniker (Technischer Offiziersanwärter). Ich lernte viele Menschen und andere Kulturen kennen. Danach machte ich mein Patent als Ingenieur und fuhr wieder zur See.
Liebe und Heirat ließen mich nun an Land gehen. Aber ich blieb der Schifffahrt treu und bin heute als Sachverständiger für führende Versicherer für den maritimen Bereich tätig. Das ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber es ernährt unsere Familie und ich komme damit gut und mit Zufriedenheit zurecht.
In der Rückschau hatte ich oft den Eindruck, ich hätte besser etwas gesucht, was mich mehr mit anderen Menschen hätte machen lassen. Nun, es ist, wie es ist und es ist gut so!
Die Verbindung zu den Menschen rund um das Refugium hat mich menschlich ‚nachreifen‘ lassen und mich für das Interesse am Austausch mit anderen Menschen gewonnen. Ich hatte ein festes Bild, wie ein Mann zu sein hat und ich habe das in der reinen Männerwelt auf See auch gelebt. Heute kann ich gelassener ich selbst sein und der Mann, der ich bin. Nicht mehr nur der, den andere erwarten. Ein Mann darf, das weiß ich heute, Herz haben und Liebe zeigen dürfen.
Ich bin im Großen und Ganzen immer einfach dem gefolgt, was sich ergeben hat. Wenn ich mir dann ein Ziel gesteckt habe, kommt mein Ehrgeiz zum Zug, dann verfolge ich es konsequent. Das hat mich so gut vorankommen lassen. Ohne meine Familie, meine Frau, meine beiden Töchter, meine Freunde und besonders die Erfahrungen und Begegnungen bei Calumed wäre alles aber schal geblieben. Sie tragen mich, - wir tragen uns.
Je mehr Empathie und je mehr die Fähigkeit zu lieben, desto mehr ist man Mensch.
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