25/03/2024
Bauhütte vom 22.03. bis 24.03.2024
Spezi-elles Treffen der Gurken-Truppe (auf die seltsam anmutende Überschrift geht der Autor natürlich noch näher ein)
Es gab viele Überlegungen im Vorfeld, was alles an diesem Wochenende gearbeitet werden soll. Aber zum Einen war das Wetter wankelmütig (zuerst Frühling, später Winter) und zum Anderen waren wir in der Spitze auch nur elf Personen. Aber was für eine tolle personelle Zusammensetzung! Das ganze Wochenende war ein perfektes Muster an Harmonie, Eintracht, Zusammenarbeit, Humor und womöglich eine der schönsten Bauhütten der letzten Monate.
Der Freitag begann auf übliche Art und Weise, und irgendwann versammelten sich dann alle zum Vespern um den Küchentisch (an dem zum ersten Mal der intensive Wunsch nach Essiggurken geäußert wurde). Es folgte eine ausgiebige und launige Singerunde bis in den frühen Morgen.
Samstags gönnten wir uns ein spätes Frühstück um neun Uhr (mit Gurken). Dann kümmerten wir uns um verschiedenen Aufgaben: Fassade Neubau grundieren, Mauerlöcher mit Bauschaum stopfen, Elektrik optimieren, Druckerei aufräumen, Pappschere reparieren, Geländer streichen, Fahrt in den Baumarkt, Wiese mähen, Küchenfliesen ausfugen und, und, und… Unterbrochen wurden die fleißigen Arbeiten natürlich durch das Mittagessen (wieder mit Gurken). Das Kaffeetrinken entfiel in der allgemeinen Arbeitswut, dafür stand recht früh das Abendessen auf dem Tisch. Der Vorteil des frühen Abendessens besteht zum einen in der geringeren Ermattung der Arbeiter, allerdings auch in der größeren zur Verfügung stehenden Zeitspanne zum Singen und klönen – sprich Gemütlichkeit. Und der lange Abend war doch höchst ergötzlich. Das Liedgut zeichnete sich tendenziell durch eher seltenen Gebrauch aus, die Gurkengläser leerten sich nach und nach, das gekonnte Neuarrangement bekannter Lieder erklomm fast professionelle Höhen. Es stimmt eben doch: sauer macht lustig!!!
Eine Herausforderung blieben die gigantischen Mengen an Gurkenwasser. Aber die kreuzfidele Runde ersann hurtig einen überaus leckeren Hofcocktail zum Verbrauch desselben: Man nehme einen Teil Spezi, einen Teil kalten Glühwein und einen Teil Gurkenwasser. Was eine abstoßenden Assoziation hervorrufen könnte, sollte durch einen Selbstversuch widerlegt werden! Lange Rede, kurzer Sinn: Wir hatten einen riesigen Spaß, lachten Tränen und spielten uns die Finger wund. Und nein: es waren keine Mengen berauschender Substanzen im Spiel! Gute Laune und nette Leute genügen eben!
Natürlich war am Sonntag zackig-knackig aufgeräumt und wir traten mit einem Lächeln auf den Lippen (und Dill zwischen den Zähnen) den Heimweg an.
Solltest du Gurken mögen: vom 12. bis 14. April findet die nächste Bauhütte statt. Spezi wird es auch geben...
Rhesus