Mädchen sicher inklusiv

Mädchen sicher inklusiv Fachstelle zur Gewaltprävention & Gewaltschutz für Mädchen/junge Frauen mit Behinderung/chronischer E

„Mädchen sicher inklusiv“
…macht Vielfalt sichtbar!
…setzt an den Ressourcen von Mädchen und jungen Frauen an!
…trägt dazu bei, dass Barrieren reduziert werden!
…macht unterschiedliche (Unterstützungs-)Bedarfe, von Mädchen und Frauen, die mit einer Behinderung/chronischen Erkrankung leben, sichtbar!
…macht darauf aufmerksam, dass Mädchen und Frauen, die mit einer Behinderung/chronischer Erkranku

ng leben, ein besonders hohes Risiko tragen, Opfer von Gewalt zu werden!
…postet auf Facebook Informationen zu Gewaltprävention und Gewaltschutz!

Du kennst das vielleicht: Du bekommst eine gute Note und jemand sagt überrascht: „Das hätte ich gar nicht gedacht.“ Du m...
26/05/2026

Du kennst das vielleicht: Du bekommst eine gute Note und jemand sagt überrascht: „Das hätte ich gar nicht gedacht.“ Du möchtest an einer Klassenfahrt teilnehmen und plötzlich wird diskutiert, ob das organisatorisch überhaupt möglich ist. Du brauchst Unterstützung und musst erklären, warum. Schon wieder.

Als Mädchen mit Behinderung lernst du früh, dass andere deine Fähigkeiten, deine Entscheidungen und manchmal sogar deinen Platz in der Gesellschaft infrage stellen.

Die Frage ist nur: Was passiert, wenn aus dieser Haltung Politik wird?

Genau damit beschäftigt sich die neue Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Ihr Ergebnis ist deutlich: Die AfD ist eine Gefahr für Menschen mit Behinderungen.

Die Analyse beschreibt ein Menschenbild, das Menschen nach Leistung, Nützlichkeit und gesellschaftlichem Wert beurteilt.
Wenn Inklusion als Belastung dargestellt wird, wenn Barrierefreiheit angeblich zu teuer ist oder wenn Unterstützung ständig infrage gestellt wird, geht es um mehr als einzelne politische Forderungen. Es geht darum, wer als selbstverständlich dazugehört – und wer seinen Platz immer wieder rechtfertigen soll.

Viele behinderte Mädchen kennen diese Erfahrung. Du willst lernen, Freundinnen treffen, Pläne für deine Zukunft machen und über dein eigenes Leben entscheiden. Dinge, die für andere selbstverständlich sind.

Doch sobald Unterstützung, Barrierefreiheit oder Nachteilsausgleiche ins Spiel kommen, wird oft über Kosten, Aufwand und Grenzen gesprochen.

Genau darin liegt die Gefahr, vor der die Analyse warnt.

Denn aus solchen Vorstellungen werden politische Entscheidungen. Dann wird darüber diskutiert, ob Inklusion zu teuer ist, ob Barrierefreiheit wirklich nötig ist oder ob Unterstützung gekürzt werden kann.

Schülerinnen, die eine barrierefreie Schule brauchen. Junge Frauen, die selbstbestimmt leben wollen. Menschen, die Assistenz benötigen, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Unsere Freiheit, unsere Selbstbestimmung und unsere Teilhabe sind keine Sonderwünsche.
Sie sind Rechte.
Unser Platz in dieser Gesellschaft ist eine Tatsache. Er steht nicht zur Debatte.

!b

Sparvorschläge bei Menschen mit Behinderung.Vielleicht hast du es beim Lesen gemerkt.  Dieses leise Ziehen im Bauch. Auf...
01/05/2026

Sparvorschläge bei Menschen mit Behinderung.

Vielleicht hast du es beim Lesen gemerkt.
Dieses leise Ziehen im Bauch.

Auf einmal wird dein Leben und deine Selbstbestimmung auf ein paar Zahlen reduziert.
Auf einmal klingt es so, als wäre dein Leben vor allem eines: zu teuer.

Es geht um Dinge, auf die du vielleicht dich jeden Tag verlässt:

Schulassistenz.
Unterstützung im Alltag.
Eine freie Wahl beim Wohnen.

Wenn darüber gesprochen wird, Unterstützung zu streichen, Rechte einzuschränken oder Assistenz zusammenzulegen, ist das nah an deinem Alltag.
Natürlich fühlt sich das bedrohlich an - weil es das auch am Ende werden kann.

Was dabei oft untergeht:
Steigende Ausgaben in der Eingliederungshilfe sind nicht einfach nur ein Problem.
Sie können auch zeigen, dass mehr behinderte Menschen Unterstützung bekommen - und sie nutzen.
Mehr Selbstbestimmung. Mehr Alltag, der wirklich zum eigenen Leben passt.

Und es gilt vor allem:
Deine Selbstbestimmung ist mehr als nur ein Kostenfaktor.

Gerade weil so viel über Zahlen gesprochen wird, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Denn noch ist vieles nicht entschieden. Vorschläge sind nicht das gleiche wie Beschlüsse. Aber sie zeigen, in welche Richtung gedacht wird.

Du darfst das ernst nehmen.
Und du musst da nicht alleine durch.
Es gibt Menschen, Initiativen und Organisationen, die hinschauen, widersprechen und sich dafür einsetzen, dass deine und meine Unterstützung, Selbstbestimmung und Sicherheit nicht einfach gekürzt werden.

Am 5. Mai, dem europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderungen, geht es genau darum: sichtbar zu sein und gehört zu werden.
Vielleicht ist das auch ein guter Moment, in dem du schauen kannst, was sich für dich richtig anfühlt.
Fragen zu stellen. Deine Perspektive zu teilen. Dich zu zeigen – wenn du das möchtest.
Du musst nicht laut sein, wenn du es nicht willst.
Aber du darfst Teil davon sein.

Dein Leben ist kein Posten, den man einfach zusammenstreichen kann.
Du hast das Recht, dass über dich nicht nur in Zahlen gesprochen wird.

!b

LUISAam 30. April im Lichtwerk Kino Bielefeld🎬Wir sind dabei!Nach dem Film gibt es ein Gespräch auf der Bühne.Drei Fachf...
27/04/2026

LUISA
am 30. April im Lichtwerk Kino Bielefeld🎬
Wir sind dabei!

Nach dem Film gibt es ein Gespräch auf der Bühne.
Drei Fachfrauen sind da:
Eine Mitarbeiterin vom Frauennotruf und zwei Mitarbeiterinnen vom Mädchenhaus Bielefeld.
Sie sprechen über das Thema des Films und beantworten Fragen aus dem Publikum.
Das Gespräch dauert etwa eine Stunde.
Tickets findet ihr unter arthousekinos-bielefeld.de

Das zeigt der Film:
Luisa ist 22 Jahre alt.
Sie wohnt in einer Wohn-Gruppe für Menschen mit Behinderung.
Luisa ist neugierig auf das Leben.
Aber dann wird Luisa immer stiller.
Der Alltag in der Wohn-Gruppe geht weiter.
Dann merkt man plötzlich:
Luisa ist schwanger.
Luisa erzählt niemandem etwas darüber.
Sie schweigt.
Darum gibt es den Verdacht:
Vielleicht hat jemand Luisa sexuell missbraucht.
Das heißt:
Jemand hat gegen den Willen von Luisa S*x mit ihr gehabt.
Hinweis:
In dem Film geht es um sexuelle Gewalt.
Und um andere belastende Themen.
Zum Beispiel Bedrohung.
Diese Inhalte können schlechte Gefühle auslösen.

.spielfilm .bielefeld

Kennst du ”Christ-Influencer”?Junge, bekannte Menschen, die aktuell in sozialen Medien in Videos und Reels über ihren ch...
17/04/2026

Kennst du ”Christ-Influencer”?
Junge, bekannte Menschen, die aktuell in sozialen Medien in Videos und Reels über ihren christlichen Glauben sprechen. Viele erzählen aus ihrem Alltag.
Sie teilen emotionale Momente, Zweifel und Hoffnung.
Aber manche gehen einen Schritt weiter.

Sie sagen: Wenn du stark genug glaubst, schenkt Gott dir zum Beispiel Reichtum oder gute Gesundheit.
Und genau hier wird es problematisch.

Als nicht gläubiger Mensch höre ich oft, dass Menschen aus ihrem Glauben Kraft und Hoffnung ziehen können.
Ich respektiere das und freue mich für Menschen, die darin etwas finden, das ihnen gut tut.
Gleichzeitig frage ich mich:
Kann das kippen?
Kann Glaube dein Selbstvertrauen angreifen?

Zum Beispiel dann, wenn du immer wieder hörst:
Starker Glaube wird mit guter Gesundheit belohnt.
Was passiert, wenn deine Gesundheit sich nicht verbessern kann?
Weil du eine Behinderung hast oder chronisch krank bist.
Wie viele fühlen sich dann nur nicht angesprochen?
Und wie viele denken:
"Verdammt. Es liegt an mir. Ich bin falsch."
Das ist der Punkt, an dem sich etwas verschiebt.

Plötzlich trägst du selbst die Verantwortung an Problemen und Barrieren.
Weil du nicht stark genug glaubst.
Weil du Zweifel hast.
Oder weil dein Glaube anders aussieht als bei anderen.

Ich verstehe sogar, warum sich das gut anfühlen kann.
Denn wenn das Problem scheinbar bei dir liegt, dann wirkt es so, als könntest du es selbst lösen. Dann kannst du selbst etwas verändern. Dann musst du nicht warten, bis sich die Strukturen ändern.
Zumindest in der Theorie.

In Wirklichkeit wirst du nie stark genug glauben können, dass Ausgrenzung verschwindet.
Oder dass deine körperlichen oder mentalen Einschränkungen einfach weggehen.
Deine Behinderung oder chronische Erkrankung löst sich nicht auf, nur weil du dich mehr anstrengst.
Du bist nicht das Problem. Und du hast nicht die Verantwortung, dich zu heilen.

Wenn dir jemand dieses Gefühl gibt, stimmt etwas nicht.
Dann darfst du dich nach anderen Wegen umsehen.
Und nach Menschen, die dein Selbstvertrauen eher stärken, statt dich zu schwächen.

!b



Du hast bestimmt mitbekommen, was rund um den Fall Collien Fernandes und Christian Ulmen passiert ist. Vielleicht hast d...
02/04/2026

Du hast bestimmt mitbekommen, was rund um den Fall Collien Fernandes und Christian Ulmen passiert ist. Vielleicht hast du auch die Reaktionen gelesen. Viele Männer sagen gerade: „Wir müssen uns an die Unschuldsvermutung halten. Solange jemand nicht verurteilt ist, ist er unschuldig.“ Das klingt erstmal richtig und fair

Aber was das oft auslöst:
Dass Betroffenen nicht geglaubt wird.
Dass ihre Erfahrungen hinterfragt werden, bevor ihnen überhaupt zugehört wird.
Und genau da liegt das Problem.
Denn wenn Gewaltberichte zuerst angezweifelt werden, dreht sich die Unschuldsvermutung um: Die betroffenen Personen müssen ihre Erfahrungen beweisen - erst dann wird ihnen geglaubt.
Das ist weder fair noch richtig.

Für dich als Mädchen mit Behinderung kommt noch etwas dazu.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl, dass du nicht ernst genommen wirst. Andere, die denken, du verstehst Dinge nicht richtig. Dass deine Wahrnehmung angezweifelt wird. Besonders Mädchen mit Lernbehinderung haben diese Erfahrung viel zu oft gemacht - ihnen wurde schlicht nicht geglaubt.
Das ist kein Einzelfall. Das ist ein Muster.

Auch bei Polizei und Justiz zeigen sich immer wieder Lücken im Umgang mit Gewalt gegen Mädchen und Frauen mit Behinderung. Es fehlt an Sensibilität, an Wissen, an Strukturen, die dich schützen.

Und wenn öffentlich wieder so diskutiert wird wie jetzt, verstärkt das genau diese Unsicherheit.
Vielleicht fragst du dich: Würde man mir glauben?

Ich kann dir darauf keine einfache Antwort geben. Aber ich kann dir sagen: Deine Wahrnehmung zählt. Deine Grenzen sind gültig. Deine Sicherheit ist wichtig.

Das Problem liegt nicht bei dir.
Sondern in einer Gesellschaft, die Betroffene erstmal prüft, statt sie zu schützen.
Das muss sich ändern. Nicht irgendwann. Jetzt.

!b

Hast du dich nach dem Internationalen Frauentag am 8. März auch gefragt, warum alle eigentlich immer noch oft in so getr...
19/03/2026

Hast du dich nach dem Internationalen Frauentag am 8. März auch gefragt, warum alle eigentlich immer noch oft in so getrennten Schubladen denken? Da ist der Stapel für „Frauen-Themen“, zum Beispiel: Gleiche Bezahlung am Arbeitsmarkt, Rollenbilder oder Schwangerschaft und Abtreibungen. Und dann ist da der Stapel für „Menschen mit Behinderung“: Barrieren, Anträge und Inklusion Und du sitzt oft genau dazwischen.

Oft wird so getan, als müsstest du dich für eine Seite entscheiden. Als wärst du entweder „die Frau“ beziehungsweise „das Mädchen“ oder „die Behinderte“. Das führt dazu, dass du dich bei feministischen Treffen manchmal fehl am Platz fühlst, weil niemand an sowas wie einfache Sprache oder auch nur an Inklusion als Thema denkt. Und in der Reha-Gruppe fühlst du dich vielleicht unverstanden, wenn du über feministische Gedanken bei Themen wie Dating oder Body Positivity sprechen möchtest.

Wenn du dir Gedanken über dein Outfit machst, geht es nicht nur um Farben und Trends, sondern vielleicht auch darum, wie praktisch die Kleidung für deinen Rollstuhl oder deine Prothesen ist. Wenn du über deine Zukunft nachdenkst, geht es nicht nur um Karrierewünsche, sondern auch um die Frage, ob der Arbeitsmarkt bereit für deine individuellen Bedürfnisse ist. Das sind keine getrennten Welten, sondern dein normaler Alltag.

Die Welt liebt es, Menschen in ordentliche Schubladen zu sortieren. Aber du bist die lebende Ansage, dass diese Schubladen viel zu klein sind. Dein Platz ist genau dort, wo es für die anderen kompliziert wird: mitten dazwischen. Du bist die Expert*in für eine Welt, die endlich lernen muss, dass Vielfalt kein „Extra-Thema“ ist, sondern die Basis für alle anderen Zusammenhänge.

Dein Platz zwischen den Stühlen ist eigentlich der spannendste Ort: Hier entstehen neue Ideen und hier zeigt sich, was echte Solidarität bedeutet. Anstatt in Stapeln zu denken, sollte die Welt lieber dir zuhören: Du weißt nämlich längst, wie man die Lücken dazwischen am besten schließen kann.

!b

Vielleicht kennst du das Gefühl: Du sitzt vor deinem Laptop oder über deinen Unterlagen und fühlst dich, als wärst du di...
26/02/2026

Vielleicht kennst du das Gefühl: Du sitzt vor deinem Laptop oder über deinen Unterlagen und fühlst dich, als wärst du die Einzige auf der Welt, die diesen Kampf führt. Du würdest dich gerne mit anderen austauschen, eine Gruppe gründen oder einfach mal zusammen laut werden. Aber irgendwie klappt es nicht.

Oft denken Mädchen mit Behinderung dann, sie wären zu müde, zu unorganisiert oder die anderen hätten kein Interesse. Doch die Realität ist meistens: Es sind die Barrieren in unserem Alltag, die uns voneinander fernhalten.

Wer den ganzen Tag damit beschäftigt ist, den mühsamen Weg von A nach B zu organisieren oder stundenlang in Warteschleifen von Ämtern hängt, hat am Ende des Tages keine Energie mehr, auch noch Treffen mit anderen zu organisieren. Deine Zeit wird von einem System aufgefressen, das dich zur Einzelkämpfer*In macht.

Dazu kommt, dass die Welt dir keine barrierefreien Räume bietet. Ein spontanes Treffen im Café? Oft unmöglich, weil die Stufe zu hoch, die Toilette zu eng oder die Umgebung zu laut ist. Ein gemeinsamer Ausflug? Scheitert oft am Geld für das barrierefreie Taxi oder an der fehlenden Assistenz. Du wirst oft in unsere eigenen vier Wände zurückgedrängt, nicht weil du dort sein willst, sondern weil der öffentliche Raum dir zu oft Steine in den Weg legt.

Das ist fatal, denn Gemeinschaft ist dein wichtigster Schutz. Wenn wir uns zusammenschließen, merken wir: Mein Problem ist kein Einzelschicksal. Die Scham verschwindet, wenn wir sehen, dass andere ähnlichen Frust erleben. Zusammen können wir Strategien teilen – wie man mit übergriffigen Fragen umgeht, wie man Grenzen setzt oder wie man sich gegen Ableismus und andere Gewalt wehrt.

Wir müssen aufhören, uns die Schuld für unsere Isolation zu geben. Dass wir uns so selten finden, liegt nicht an uns, sondern an einer Welt, die das Zusammenkommen für Mädchen, Frauen und andere Menschen mit Behinderung verdammt schwer macht. Jedes Mal, wenn wir es trotzdem schaffen - egal ob online oder am Café-Tisch - ist das ein kleiner Sieg.

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Eigentlich möchtest du nur deinen Alltag leben. Du möchtest zur Schule gehen, dich mit Freund*innen treffen oder einen J...
10/02/2026

Eigentlich möchtest du nur deinen Alltag leben. Du möchtest zur Schule gehen, dich mit Freund*innen treffen oder einen Job finden. Doch bevor du überhaupt loslegen kannst, liegt da oft dieser riesige Berg aus Papier. Anträge, Gutachten, Widersprüche.

Dass dein Weg oft so viel steiniger ist als der von anderen, hat einen Grund: In unserer Welt zählt oft zuerst, wie viel Geld jemand hat. Das nennt man Klassismus. Wenn du wenig Geld hast, triffst du überall auf Mauern. Wenn du dann noch eine Behinderung hast, werden diese Mauern mindestens doppelt so hoch. Du kämpfst dann gegen die Barrieren im Alltag und gleichzeitig gegen die Ämter, weil du dir Hilfsmittel und andere Formen von Hilfe nicht einfach selbst kaufen kannst.

Anstatt einfach Unterstützung zu bekommen, steckst du im Labyrinth aus Anträgen fest. Du musst dich vor Gutachtern erklären und alles über dich offenlegen, nur um das zu bekommen, was dir zusteht. Oft entscheiden fremde Menschen über deinen Kopf hinweg. Das kostet unglaublich viel Kraft. Kraft, die dir dann für dein konkretes Leben fehlt.

Diese Hürden haben System. Die Zahlen zeigen: Frauen mit Behinderung verdienen später oft am wenigsten von allen Gruppen am Arbeitsmarkt. Sie werden doppelt benachteiligt – als Frau und als behinderter Mensch. Das macht es schwer, finanziell unabhängig zu werden. Das ist kein persönliches Versagen, sondern eine statistische Tatsache.

Es ist wichtig, dass du weißt: Es liegt nicht an dir, wenn du erschöpft bist. Du musst dich nicht schämen, wenn das Geld knapp ist oder der Kampf gegen die Ämter dich müde macht. Du bist hier nicht das Problem, sondern die Strukturen sind ungerecht. Barrierefreiheit ist dein Recht, egal wie viel Geld du hast. Es ist dein Leben - lass dir nicht das Gefühl geben, dass du nur aus Anträgen bestehst.

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Du hast es bestimmt mitbekommen: Die Disability Studies in Köln werden geschlossen.Ein Studiengang, der unsere Perspekti...
23/01/2026

Du hast es bestimmt mitbekommen: Die Disability Studies in Köln werden geschlossen.
Ein Studiengang, der unsere Perspektive sichtbar gemacht hat. Einfach gestrichen.
Dann kam der nächste Artikel mit der Idee: Assistenz sollte vielleicht einfach mal gekürzt werden. Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, sollen noch mehr kämpfen - nur um zu leben.

Und Projekte, die auch dich als Mädchen mit Behinderung stärken - Beratungsstellen, Empowerment, Selbstvertretung - fallen weg. Kein Platz und vor allem kein Geld mehr.

Das macht was mit dir. Natürlich.
Vielleicht fühlst du dich machtlos.
Vielleicht willst du schreien. Oder weinen.
Du bist nicht empfindlich. Du bist aufmerksam.

Wir sehen, wie die Politik in vielen Bereichen im Leben von Menschen mit Behinderung spart. Behinderte Menschen müssen wieder alle ihre Bedürfnisse rechtfertigen. Immer wieder. Und die Rechte von behinderten Menschen sind wieder Material für Kompromisse.

Und ja: Das macht wütend.
Und traurig. Und müde.
Es gibt keinen richtigen oder perfekten Umgang mit dieser Unsicherheit.
Alle deine Reaktionen und Gefühle sind okay.
Und: Du bist nicht allein mit dem, was du fühlst.

Manche Menschen mit Behinderung schreiben drüber.
Andere organisieren Demos.
Viele scrollen durch die Nachrichten und wissen nicht, wohin mit ihren Gefühlen .

Vielleicht redest du mit jemandem.
Vielleicht schreibst du auf, was dich wütend macht.
Vielleicht liest du auch erstmal nur mit.
Das reicht.

Denn du zählst.
Dein Leben zählt.
Deine Wut und deine Angst sind wichtig.

(P.S.: Auch 2026 darf ich dich mit der Kolumne durchs Jahr begleiten - wir lesen uns ab jetzt wieder regelmäßig jede 2. Woche. :) )

!b

30/12/2025

Wichtige Info!
Unsere Online-Beratung endet. Ab Jahresende 2025 gibt es sie nicht mehr.

Wir sind weiter für dich da.
So kannst Du sich bei uns melden:

Anrufen:
0521 91 45 99 97

SMS schreiben:
01 57 34 83 79 32

Signal-Nachricht schreiben:
01 57 34 83 79 32

Wir haben auch feste Beratungszeiten:

Zu diesen Zeiten sind wir auf jeden Fall am Telefon erreichbar:
Montag: 10 - 12 Uhr
Mittwoch: 10 - 12 Uhr
Donnerstag: 13 - 15 Uhr
Freitag: 10 - 12 Uhr

Zu diesen Zeiten kannst du über Signal mit uns chatten:
Mittwoch: 12 - 13 Uhr
Donnerstag: 14 - 15 Uhr

Unsere Adresse ist:
Detmolder Straße 87a
33604 Bielefeld
(Termin nach Absprache)

So kommst du mit der Bahn zu uns:
Diese Bahn fährt zu uns: Linie 2 (grün)
Wir können Dich von diesen Haltestellen abholen:
- Teutoburger Straße
- Mozartstraße/Synagoge

Die Haltestelle Mozartstraße/Synagoge kannst du mit einem Rolli nutzen.

Weitere Infos über uns findest du auf unserer Website: www.mädchensicherinklusiv-nrw.de

Adresse

Detmolder Straße 87a, 33604 Bielefeld
Bielefeld
33602

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