19/06/2026
Den Stein ins Rollen bringen
Kennst Du das? Jeder Schritt tut weh. Der recht Fuß ist es, irgendwie muss da ein Stein in den Schuh geraten sein. Der Schmerz ist zwar auszuhalten, aber dieses Gefühl unterm Fuß nervt. Du kannst Deinen Spaziergang gar nicht genießen.
Du versuchst, so aufzutreten, dass Du den Stein nicht fühlst, aber auch das lenkt Dich von der schönen Umgebung ab. Du bleibst stehen. In einem Balanceakt ziehst Du Deinen Schuh aus und schüttelst den Schuh aus. Sehen kannst Du nichts, aber Du hörst ein kleines Geräusch.
Du bückst Dich nach unten und tatsächlich: Ein kleiner Kiesel liegt nun auf dem Asphalt. Kaum zu glauben, dass Dir so ein kleiner Stein die letzten Meter so vermiest hat. Aber so ist es manchmal: Kleine Dinge, die wir aus der Vergangenheit mitnehmen, hindern uns daran, das Leben im Hier und Jetzt im vollen Umfang zu genießen.
Wir lassen nicht los – nicht den Schmerz, nicht die Enttäuschungen, nicht die Verletzungen, die andere uns zugefügt haben.
Wir nehmen die Sünden von uns und von anderen mit auf unseren Lebensweg, anstatt dass wir Jesus Christus erlauben, sie von uns weg zu nehmen. Dafür reicht es nicht, seine Schuhe auszuziehen, aber auch Jesus hat einen Stein ins Rollen gebracht,
damit wir ohne Sünde und ihren Schmerz weiterleben können.
Wir beten:
Guter Gott, ohne Schuld dürfen wir leben.
Was andere uns getan haben, werden wir vielleicht nie vergessen.
Aber in Deiner Gnade nimmst Du den Schmerz auf Dich. Danke.
Amen.
Antje du Plessis
Pastorin der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Georgsdorf,
Mitglied im Theologischen Ausschuss des EPiD e.V.
EG 644 Vergiss nicht zu danken, dem ewigen Herrn
Lösung: Vergebung