EPiD Evangelischer Posaunendienst in Deutschland e. V. Willkommen beim Evangelischen Posaunendienst in Deutschland (EPiD) e.V.!

Unsere Facebookseite lädt Sie ein, sich einen Eindruck von der Lebendigkeit und Vielfalt der Posaunenchorarbeit zu machen. Wir sind ein Dachverband aller Werke und Verbände der deutschen Posaunenchorbewegung und gehören zum immateriellen Weltkulturerbe. Posaunenchöre sind Laienensembles aus Blechbläser:innen, eine Bewegung in der evangelischen Kirche, mit reicher Geschichte, lebendiger Gegenwart u

nd verheißungsvoller Zukunft. In der Musik unserer Chöre sind wir im Geist Jesu miteinander verbunden, zur Ehre Gottes und zur Freude unserer Mitmenschen.

Den Stein ins Rollen bringenKennst Du das? Jeder Schritt tut weh. Der recht Fuß ist es, irgendwie muss da ein Stein in d...
19/06/2026

Den Stein ins Rollen bringen
Kennst Du das? Jeder Schritt tut weh. Der recht Fuß ist es, irgendwie muss da ein Stein in den Schuh geraten sein. Der Schmerz ist zwar auszuhalten, aber dieses Gefühl unterm Fuß nervt. Du kannst Deinen Spaziergang gar nicht genießen.
Du versuchst, so aufzutreten, dass Du den Stein nicht fühlst, aber auch das lenkt Dich von der schönen Umgebung ab. Du bleibst stehen. In einem Balanceakt ziehst Du Deinen Schuh aus und schüttelst den Schuh aus. Sehen kannst Du nichts, aber Du hörst ein kleines Geräusch.
Du bückst Dich nach unten und tatsächlich: Ein kleiner Kiesel liegt nun auf dem Asphalt. Kaum zu glauben, dass Dir so ein kleiner Stein die letzten Meter so vermiest hat. Aber so ist es manchmal: Kleine Dinge, die wir aus der Vergangenheit mitnehmen, hindern uns daran, das Leben im Hier und Jetzt im vollen Umfang zu genießen.
Wir lassen nicht los – nicht den Schmerz, nicht die Enttäuschungen, nicht die Verletzungen, die andere uns zugefügt haben.
Wir nehmen die Sünden von uns und von anderen mit auf unseren Lebensweg, anstatt dass wir Jesus Christus erlauben, sie von uns weg zu nehmen. Dafür reicht es nicht, seine Schuhe auszuziehen, aber auch Jesus hat einen Stein ins Rollen gebracht,
damit wir ohne Sünde und ihren Schmerz weiterleben können.

Wir beten:
Guter Gott, ohne Schuld dürfen wir leben.
Was andere uns getan haben, werden wir vielleicht nie vergessen.
Aber in Deiner Gnade nimmst Du den Schmerz auf Dich. Danke.
Amen.

Antje du Plessis
Pastorin der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Georgsdorf,
Mitglied im Theologischen Ausschuss des EPiD e.V.

EG 644 Vergiss nicht zu danken, dem ewigen Herrn



Lösung: Vergebung

Meet Posaunendienst in der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesischer Oberlausitz (EKBO)!In der EKBO musizieren z.Z. ca....
18/06/2026

Meet Posaunendienst in der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesischer Oberlausitz (EKBO)!

In der EKBO musizieren z.Z. ca. 2800 Bläser*innen in ca. 220 Posaunenchören.
Der Posaunendienst ist in die Arbeitsstelle für Kirchenmusik der Landeskirche integriert. Sie teilt sich in 3 Sprengel (Berlin, Görlitz, Potsdam), welchen jeweils ein Landesposaunenwart (LPW) als primärer Ansprechpartner zugeordnet ist.
Insgesamt besteht die EKBO aus 23 Kirchenkreisen, in einigen sind eigene Kreisposaunenbeauftragte oder Beauftragte für Nachwuchsarbeit angestellt.
Das Team der EKBO besteht aus den angestellten LPW Christian Syperek (Geschäftsführung, Sprengel Potsdam), Michael Dallmann (Berlin), Michael Knake (Görlitz), die für Musik und Orga zuständig sind. Über einen Projektvertrag ist außerdem Traugott Forschner im Bereich der Nachwuchsförderung und Netzwerkarbeit tätig. Unterstützung kommt von Christine Gatzki im Büro und Maria-Ruth (Mara) Schäfer für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising.
In mehreren Kirchenkreisen gibt es überregionale Ensembles, die von Kreisposaunenbeauftragten oder LPW geleitet werden. Außerdem treffen sich im LandesJugendPosaunenchor der EKBO mehrmals im Jahr 25-30 Jugendliche im Alter von 14 bis 26 Jahren unter der Leitung von Michael Knake.

Das „Parlament“ des Posaunendienstes ist der Konvent der Kreisposaunenwart*innen. Die KPW werden in den Versammlungen der Posaunenchorleiter*innen der einzelnen Kirchenkreise für 6 Jahre gewählt und bilden gemeinsam mit ihren Stellvertreter*innen, den LPW, dem Landesposaunenpfarrer und weiteren berufene Mitglieder den Konvent.
Dieser trifft sich 2 mal im Jahr, begleitet und berät die Arbeit des Posaunendienstes und bildet ein Netzwerk des Informationsaustausches. Er vertritt die Bläser*innen gegenüber der Arbeitsstelle für Kirchenmusik und gibt Anregungen und Beschlüsse weiter. Im Konvent wird auch die/der ehrenamtlich tätige Landesposaunenpfarrer*in gewählt. Aus ihrer Mitte wählen die KPW ihre Vertreter*innen im Konventsrat. Dort sind außerdem der geschäftsführende LPW, der Landesposaunenpfarrer, der Konventsvorsitzende und seine Stellvertretung Mitglied.

Vielfalt erwünscht!Es geht um . . . pssst, das ist doch das Rätsel! . . den Vorgarten meines Vaters: Vor dem uckermärkis...
12/06/2026

Vielfalt erwünscht!
Es geht um . . . pssst, das ist doch das Rätsel! . . den Vorgarten meines Vaters: Vor dem uckermärkischen Pfarrhaus gab es keinen Zaun, keine Mauer. Nur einige Feldsteine zeigten an: Da endet die staubige
Dorfstraße, hier beginnt der Blumengarten! Die bunte Vielfalt und Blütenpracht sprachen für sich.
Immer gab es irgendeinen Farbtupfer zu bewundern, eine besondere Blume oder Staude zu bestaunen. Auch traurigen und kummervollen Herzen zauberte diese
fröhliche Farbigkeit ein Lächeln ins Gesicht. Es tat einfach gut!
Für meinen Vater war es ein guter Ausgleich: Das Gärtnern war ihm ein Gleichnis für seine Arbeit als Pfarrer. Alle fanden hier ihren Platz, für jeden Neuankömmling aus
Nachbargärten fand er einen geeigneten Platz.
Er kümmerte sich. Wasser, Dünger, ein sonniges Plätzchen oder doch lieber Halbschatten? Und auch um Schutz vor umherpickenden Hühnern des Nachbarn, die auf der Straße nach Essbarem suchten.
Und dann blühten sie: imposante Königsblumen, vornehme Lilien, duftende Rosen, Margeriten oder Stiefmütterchen. Astern oder Chrysanthemen verzauberten im Herbst. Tulpen und Narzissen und die strahlenden Osterglocken läuteten das Blühjahr ein. Ich hatte meine heimlichen Favoriten:
Christrose, Krokus und Gladiolen. Und natürlich die riesigen Sonnenblumen. Alle in einem Garten. Ein buntes Konzert zum Lobe ihres Schöpfers wie in der Kirche gegenüber.

Wir beten:
Gott, lass uns eine Blume im bunten Strauß Deiner Liebe sein.
Amen.

Andreas Kunert
Pastor
Landesobmann des Posaunenwerks Mecklenburg-Vorpommern

EG 168 Du hast uns, Herr, gerufen



Lösung: Gemeinde

EPiD Insta stellt vor: Seit mehr als einem Jahr ist Marianne Gorka gewählte Vorsitzende des EPiD e.V. Hier ein paar Info...
05/06/2026

EPiD Insta stellt vor: Seit mehr als einem Jahr ist Marianne Gorka gewählte Vorsitzende des EPiD e.V. Hier ein paar Infos über Marianne: Geboren und aufgewachsen ist Marianne Gorka in Hildesheim. Seit 1983 spielt sie Trompete. Zunächst lernte sich bei ihrem Vater, der damals Chorleiter war, und spielte später lange im Posaunenchor St. Michaelis in Hildesheim mit. Sie studierte Evangelische Theologie in Bethel/Bielefeld, Heidelberg und Göttingen. Anschließend führten sie Vikariats- und Pfarrstellen nach Ehlershausen, Celle, Balge, Estorf und Coppenbrügge. Im Predigerseminar in Loccum bildete sie als Studieninspektorin künftige Pastor*innen aus.

Seit 2013 leitete sie das Posaunenwerk der Landeskirche und war stellvertretende Direktorin des Zentrums für Gottesdienst und Kirchenmusik der Landeskirche im Hildesheimer Michaeliskloster. Seit dem 1. Februar 2024 ist Marianne Gorka Regionalbischöfin für den Sprengel Lüneburg. Wenn ihr mehr über Marianne wissen wollt, kommt bald eine Ausgabe des EPiD Podcasts mit Michael Knake zu ihrer Leidenschaft für Posaunenchöre und ihre Ziele als Vorsitzende des EPiD.

Ändere deine Welt!»Wir haben gelernt, wie die Vögel zu fliegen, wie die Fische zu schwimmen – doch wir haben die einfach...
05/06/2026

Ändere deine Welt!
»Wir haben gelernt, wie die Vögel zu fliegen, wie die Fische zu schwimmen – doch wir haben die einfache Kunst verlernt: wie Brüder zu leben.« So resümierte einst Thomas von Aquin, Theologe und Philosoph (1225-1274).
Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Debatten sind von schroffen Alternativen geprägt. Eine resiliente Gesellschaft braucht kein Feindbild, aber einen starken Sinn für das, was Menschen verbindet und zusammenhält.
Der Apostel Paulus beschreibt die Gemeinschaft der Christen als Leib, als das Miteinander selbstverständlicher Abhängigkeiten mit zentraler Steuerung:
»Er, Christus, ist das Haupt. Von ihm her wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt durch jedes Gelenk. Jedes versorgt ihn mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und baut sich selbst in Liebe auf« (Eph. 4,15.16). Lebt, was ihr seid – Leib Christi, eine Gemeinschaft mit Verheißung!
Der 1. Sonntag nach Trinitatis richtet den Blick auf den Nächsten: »Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe« und seine Schwester. Wir retten nicht die Welt, doch als Gemeinschaft der Jesusnachfolger können wir ein Beispiel der Hoffnung und christlichen Nächstenliebe setzen und so Strukturen verändern.

Wir beten mit Worten von Gerhard Tersteegen, EG 140,5:
Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist, o Segensbrunn, der ewig fließt: durchfließ Herz, Sinn und Wandel wohl. Mach uns Deins Lobs und Segens voll!
Amen

Reiner Motzkus
stellvertretender Vorsitzender im Gnadauer Posaunenbund

EG 140 Brunn alles Heils, dich ehren wir



Lösung: Solidarität

Brass for Peace sucht DICH!Brass for Peace ist ein Projekt in Bethlehem: Musik für den Frieden! Und dieses Projekt brauc...
02/06/2026

Brass for Peace sucht DICH!

Brass for Peace ist ein Projekt in Bethlehem: Musik für den Frieden! Und dieses Projekt braucht Unterstützung. Es werden dringend Volonär*innen gesucht, auch für kurze Zeit. Habt ihr Lust auf neue Welten? Dann schaut mal rein!

Wir teilen gern den Aufruf:

"Liebe Aktive in der Posaunenchorarbeit,

Brass for Peace lässt sich trotz Krieg nicht unterkriegen, mit einem 3-Monate-Volontariat in der Region Bethlehem gehen wir neue Wege.
Wir hoffen sehr, dass sich jemand findet.
Ein erster Bewerbungsschluss ist 15. Juli 2026."

Alle Informationen findet ihr auf dem Flyer oder auf der Homepage des Vereins https://brass-for-peace.de.

Jede*r ist eingeladen mitzumachen.

Brass for Peace

EPiD-Noten des Monats!Diesmal geht es um ein ganzes Paket: Die Bläserhefte für Kirchentage IV bis VIDie Bläserhefte für ...
01/06/2026

EPiD-Noten des Monats!

Diesmal geht es um ein ganzes Paket: Die Bläserhefte für Kirchentage IV bis VI

Die Bläserhefte für Kirchentage ab Nr. IV setzen die Reihe der Bläserhefte für Kirchentage fort, die vorher durch den Projektausschuss Bläserdienste oder dem Ständigen Ausschuss Kirchenmusik des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT) herausgegeben worden waren, und do­kumentieren gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen dem Evangelischen Posaunendienst in Deutschland e.V. (EPiD) und dem DEKT: der EPiD verzichtet 2009 und 2014 auf die jährlichen Notengabe GLORIA zugunsten der Bläserhefte für Kirchentage IV und V. Dadurch wird die gemeinsame Verantwortung für die Herausgabe neuer Literatur, die auch über die Verwendung auf den Kirchentagen hinausgeht, wahrgenommen.

Aus dem Vorwort zum Bläserheft für Kirchentage V:
„[Die Hefte] bieten breit gefächerte Literatur für die vielfältigen Bläserdienste auf dem DEKT und darüber hinaus an. Einen Schwerpunkt bilden Vorspiele und Bearbeitungen zu Liedern, die durch die Kirchentage in den Gemeinden angekommen sind und gern gesungen werden. Der Großteil ist für die Herausgabe neu entstanden und wird somit erstmalig veröffentlicht. Bewusst werden unterschiedliche Möglichkeiten der Gemeindebegleitung angeboten: Neben der gewohnten Form Vorspiel und Begleitsatz wird für einige Melodien auch weiteres Begleitmaterial (u. a. mit Melodie im Tenor) angeboten. Hinzu kommen Formen, die besonders auf den Inhalt des Textes eingehen und als Arrangement das gesamte Lied mit allen Strophen berücksichtigen (z. B. „Stimme, die Stein zerbricht”).
Kunstvolle Choralsätze (u. a. von Johann Sebastian Bach), wichtige EG-Lieder sowie Arrangements zu Gospels und Spirituals ergänzen den Bereich textgebundener Musik. Instrumentalmusik unterschiedlicher Epochen, Stile und Genres vervollständigen schließlich diese Ausgabe. Mit den Bläserheften für Kirchentage soll das Musizieren während der nächsten Kirchentage und darüber hinaus bei vielfältigen anderen Veranstaltungen bereichert werden.“

Für den DEKT in Düsseldorf 2027 ist ein neues Bläserheft (VII) im Entstehen. Seid gespannt, was euch dort erwartet!

Anekdote zur Senkung der ArbeitsmoralIn einem Dorf wohnte ein Fischer. Morgens fuhr er mit seinem Kahn auf das Meer hina...
29/05/2026

Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral

In einem Dorf wohnte ein Fischer. Morgens fuhr er mit seinem Kahn auf das Meer hinaus, um seine Netze auszuwerfen. Mittags verkaufte er seinen Fang auf dem Markt. So konnte er seine Familie gut ernähren. Am Nachmittag kehrte er heim. Abends saß er zufrieden mit seiner Familie auf der Terrasse und beobachtete den Sonnenuntergang.
Eines Mittags kam ein Kaufmann am Marktstand vorbei. Er sah, wie der Fischer seine Sachen zusammenpackte, um nach Hause zu gehen. »He, Fischer, ich sehe, du hast bereits alle deine Fische verkauft. Es muss ein guter Tag für dich gewesen sein!«
Der Fischer nickte: »Ja, nun fahre ich heim zu meiner Familie. Sie werden sich freuen, dass ich heute schon früher zu Hause bin als sonst.« »Warum fährst du nicht noch ein zweites Mal aufs Meer hinaus? Du könntest jeden Tag die doppelte Menge fischen!« Der Fischer schüttelte den Kopf: »Ach, lieber nicht. Dann könnte ich ja den Nachmittag und den Abend gar nicht mehr genießen.«
»Aber wenn du die doppelte Menge fischen würdest, könntest du auch das Doppelte verkaufen. Du hättest viel mehr Geld, und könntest ein Vermögen ansparen. Dann müsstest du bald nicht mehr arbeiten und könntest machen, was du willst!« »Du meinst, dann könnte ich zufrieden mit meiner Familie auf der Terrasse sitzen und den Sonnenuntergang beobachten?«
(nach Heinrich Böll)
Wir beten:
Herr, lass unser kennen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Segne unser Tun und unser Lassen.
Amen.

Christian Syperek
Landesposaunenwart der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Mitglied im Musikausschuss

EG 497 Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun



Auflösung: Weisheit

Was ist los in der Posaunenchor-Landschaft im Juni?So viele Landesposaunenfeste wie in keinem anderen Monat! Irgendwo tr...
25/05/2026

Was ist los in der Posaunenchor-Landschaft im Juni?

So viele Landesposaunenfeste wie in keinem anderen Monat! Irgendwo treffen wir uns sicher.

Veranstaltungen im Mai:
05.-07.06. Posaunenwerk Braunschweig :
Landesposaunentag in Hornburg und Achim

07.06. Posaunenwerk Anhalt :
Landesposaunenfest in Köthen

12.-14.06. Posaunendienst in der EKBO :
Landesposaunentag in der Paul-Gerhardt-Stadt Lübben im Spreewald

20.06. Posaunenwerk Kurhessen-Waldeck :
Ökumenischer Landesposaunentag in Fulda

19.-21.06. Posaunenwerk der Nordkirche :
Kirchenmusikfest in Lübeck

Und was machen Sie so?Das war die Frage meines Zugnachbarn.Voller Zug, Hektik beim Einsteigen, langer Sitzungstag, mein ...
22/05/2026

Und was machen Sie so?

Das war die Frage meines Zugnachbarn.
Voller Zug, Hektik beim Einsteigen, langer Sitzungstag, mein Bedarf an Gesprächen erschöpft, daher die knappe Antwort:
»Musiker«.
»Echt jetzt, so Charts und so?« – »Nee, meist Klassik« – Stille.
Dann: »Also davon versteh‘ ich nix, ich mag mehr so Pop und Rock. So etwas zum Austoben, ohne Regeln. Nicht sowas Reglementiertes wie klassische Musik.«
Und dann musste er auch schon los.
Jetzt hätte ich ihm so gerne geantwortet: Hey, das, was Du über Musik denkst, ist falsch. Musik ohne Regeln gibt es nicht. Auch dann, wenn es auf den ersten Blick so scheint. Selbst die abgefahrenste Improvisation folgt bestimmten Regeln. Wenn nur geregelt ist: wer spielt die Improvisation, wann beginnt sie, wie lange, was machen die begleitenden Musiker, usw.? Egal in welcher Stilrichtung, ob Klassik, Pop, Rock, Jazz, auf das Miteinander kommt es an!
Solche Regeln schränken mich nicht ein, sondern schaffen die Möglichkeiten für Mitspielerinnen und Mitspieler sich ebenfalls kreativ zu entfalten und das unterstützt mich dann auch in meinem Spiel.
Gemeinsames Musizieren auf Kosten anderer funktioniert nicht. – Gilt das nur für Musik?
Ich finde, wir brauchen gerade heute mehr Menschen in Kirche und Gesellschaft, die dem Beispiel des miteinander Musizierens folgen. Das hätte ich dann doch gerne noch gesagt.

Wir beten:
Herr, Du hast uns zur Freiheit erlöst, zur Freiheit für alle. Amen.

Christian Strohmann
Landesposaunenwart der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg,
ehemaliger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Posaunenwartinnen und -warte des EPiD e.V.

EG 221 Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen



Auflösung: Freiheit

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Bielefeld
33647

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Dienstag 09:00 - 13:00
Mittwoch 09:00 - 13:00
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