05/05/2026
Tolle kollegiale Zusammenarbeit, dafür steht die AGBI! Gestern Jahreshauptversammlung.
(Pressetext)
Arbeitsgemeinschaft der Bielefelder Beschäftigungsinitiativen besorgt um Fördermittel für über 160 Stellen
Die Arbeitsgemeinschaft Bielefelder Beschäftigungsinitiativen (AGBI) ist seit über 40 Jahren der lokale Dachverband gemeinnütziger Gesellschaften und Vereine, die Angebote für Langzeitarbeitslose und Jugendliche ohne Ausbildung organisieren. Zur Jahreshauptversammlung trafen sich nun die Mitglieder, um aktuelle Entwicklungen zu beraten. Die AGBI fördert die Zusammenarbeit von 15 Trägern durch fachpolitisches Engagement, Öffentlichkeitsarbeit und gemeinsame Fortbildungen.
Dr. Markus Schäfer (BAJ) betonte das breite Spektrum an Qualifizierungs- und Beschäftigungsangeboten – von Ausbildung und Schulung bis hin zu regulären Arbeitsverhältnissen. Eine derart vielfältige Trägerlandschaft mit enger Kooperation wie in Bielefeld sei selten, unterstrich auch Vorstandsmitglied Selcuk Icen. Viele Mitglieder bieten zudem Dienstleistungen und Produkte für Kundschaft an.
Der Arbeits- und Finanzbericht von Anke Schmidt und Daniela Wilbert fiel positiv aus. Unter anderem wurde eine Leitungssupervisionsgruppe eingerichtet, die den Generationenwechsel in den Geschäftsführungen begleitet. Die AGBI investiert gezielt in diesen Prozess, um die Zukunftsfähigkeit der Mitgliedsorganisationen zu sichern. Weitere Fachveranstaltungen, etwa zur Armutsproblematik in Bielefeld und zur Gemeinwohlökonomie, sind geplant.
Ein zentrales Thema der Versammlung war die kommunale Zusatzförderung zum Bundesprogramm nach § 16i SGB. Dieses fördert sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose mit hohen Lohnkostenzuschüssen. Die Stadt Bielefeld hatte speziell für gemeinnützige Arbeitgeber ergänzend Mittel bereitgestellt, um Sachkosten, Anleitung und nicht geförderte Lohnanteile auszugleichen. Durch diesen Impuls konnten bis zu 200 zusätzliche Stellen in der AGBI geschaffen werden, die nachweislich regelmäßig zu guten Integrationserfolgen geführt haben.
Diese städtischen Zuschüsse sind aktuell von der der Verwaltung zur Streichung vorgeschlagen und werden politisch in den Ausschüssen diskutiert. Die AGBI hat gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Stellung genommen und vor den Folgen gewarnt: Ohne die Zusatzförderung könnten die Träger das Bundesprogramm nicht mehr zur Schaffung von Arbeitsplätzen nutzen. Damit würden echte Beschäftigungschancen entfallen und auch volkswirtschaftliche Einsparungen im Umfang von 80–90 % dieser Stellen künftig verloren gehen.
Der Vorstand der AGBI besteht derzeit aus Selcuk Icen (Solidargesellschaft GAB), Markus Schäfer (Verein BAJ) und Anke Schmidt (Kurz Um-Meisterbetriebe) geschäftsführend sowie Susan Grüner (Jugendwerkstatt) und Daniela Wilbert (ebenfalls Kurz Um) für die Finanzen und Dirk Thieme..
www.AGBI-Bielefeld.de
Foto (GAB): Die AGBI v.l.n.r.:
Volker Radzik (Flottweg), Daniela Wilbert (Kurz Um), Gabriele Rokassa (Profil), Anke Schmidt (Kurz Um), Miriam Stock (GfS), Selcuk Icen (GAB), Susan Grüner (Jugendwerkstatt), Michael Sommer (Profil), Martina Steinbauer (proJob)