Kunststiftung Ruth Baumgarte

Kunststiftung Ruth Baumgarte 2012 hat die Künstlerin Ruth Baumgarte im Alter von 88 Jahren die Kunststiftung Ruth Baumgarte gegrün Dem Beirat gehören neben Frau Brauer u.a.

Ruth Baumgarte (1923 - 2013), Stifterin des nach ihr benannten Kunstpreises, studierte von 1941 bis 1944 an der Hochschule für bildende Künste Berlin. Sie arbeitete als Illustratorin für Presse und Buchverlage, bevor sie sich Anfang der 1970er Jahre ausschließlich freiem künstlerischen Arbeiten zuwandte. Infolge zahlreicher Reisen in vorwiegend süd- und ostafrikanische Länder entstand ein expressi

ves Werk, welches stark am Menschen ausgerichtet und von der Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen und globalen Fragestellungen durchdrungen ist. Der rund 100 Arbeiten umfassende Afrika-Zyklus der Künstlerin war zuletzt im Ludwig Museum Koblenz (2017/18), im Ludwig Museum des State Russian Museum St. Petersburg (2018) und im Städtischen Museum Braunschweig (2019) zu sehen. Wenige Monate vor ihrem Tod gründete die Künstlerin 2012 die gemeinnützige Kunststiftung Ruth Baumgarte, die nicht nur ihr umfangreiches, eigenes künstlerisches Werk für namhafte institutionelle Ausstellungen verwaltet, sondern auch alljährlich einen entsprechend gut dotierten Kunstpreis an eine/n gegenständlich arbeitende/n Künstlerin/Künstler verleiht. Den Vorsitz der Stiftung bekleidet Sohn Alexander Baumgarte auf Lebenszeit. Herr Dr. Reinhard Spieler (Direktor des Sprengel Museums Hannover), Frau Bettina Steinbrügge (Direktorin des Hamburger Kunstvereins), Herr Christian Nagel (Galerie Nagel Draxler) sowie Frau Ingeborg Henze-Ketterer und Herr Dr. Wolfgang Henze (Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern und Nachlassverwaltung Ernst Ludwig Kirchner) an.

Ein besonderer Moment steht bevor: Die Ausstellung nimmt Gestalt anNoch sind die Türen des Iwalewahauses geschlossen – d...
07/06/2026

Ein besonderer Moment steht bevor: Die Ausstellung nimmt Gestalt an

Noch sind die Türen des Iwalewahauses geschlossen – doch hinter den Kulissen wächst Tag für Tag etwas, das bald viele Menschen bewegen wird. Zwischen vorsichtig geöffneten Transportkisten, konzentrierten Handgriffen und letzten Abstimmungen entsteht eine Ausstellung, die Kunstwerke, Geschichten und Perspektiven miteinander verbindet. Jeder Schritt zählt, jede Entscheidung formt das Erlebnis, das die Besucherinnen und Besucher schon bald erwartet.

In den Räumen des Iwalewahauses Bayreuth entsteht derzeit Schritt für Schritt die neue Ausstellung. Zwischen gepolsterten Arbeitstischen, Maßstab, Wasserwaage und sorgfältig gesetzten Wandmarkierungen wird sichtbar, wie viel Konzentration, Erfahrung und Sorgfalt ein Ausstellungsaufbau erfordert. Jede Höhe, jeder Abstand und jede Blickachse beeinflussen, wie Werke miteinander in Beziehung treten und wie sich ihre Geschichten entfalten.

Ausstellungsaufbau bedeutet dabei weit mehr als Organisation. Er ist zugleich ein Prozess konservatorischer Verantwortung: Empfindliche Arbeiten auf Papier, Rahmen, Oberflächen und Skulpturen werden behutsam behandelt, Zustände dokumentiert und sämtliche Montageschritte sorgfältig kontrolliert.

Rund einhundert Werke aus Zeichnung, Malerei, Collage und Skulptur treten in einen vielschichtigen Dialog des Werkes von Ruth Baumgarte (1923–2013) und modernen und zeitgenössischen künstlerischen Positionen aus Afrika und seiner Diaspora aus der einzigartigen Sammlung des Iwalewahauses. Schon während des Aufbaus wird spürbar: Hier entsteht keine einfache Gegenüberstellung, sondern ein fein austarierter und kuratierter Resonanzraum aus Bildsprachen, Erinnerungen und Erfahrungen. Die Kuratorinnen der Ausstellung sind Dr. Renée Gadsden und Sigrid Horsch-Albert.

Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung ein:

📍 Iwalewahaus Bayreuth, Wölfelstraße 2
📅 Donnerstag, 11. Juni 2026
🕔 17 Uhr

Seien Sie dabei, wenn sich die Türen öffnen und aus monatelanger Vorbereitung ein lebendiger Begegnungsort wird. Freuen Sie sich auf inspirierende Perspektiven, spannende Dialoge und eine Ausstellung, die lange nachwirkt. Wir können es kaum erwarten, diesen besonderen Moment mit Ihnen zu teilen.

Iwalewahaus, University of Bayreuth
Uni Bayreuth
Bayreuther Festspiele - Bayreuth Festival
Bayreuth.de

AYEYE! Ruth Baumgarte (1923–2013) im IwalewahausDas Iwalewahaus der Universität Bayreuth und die Kunststiftung Ruth Baum...
31/05/2026

AYEYE! Ruth Baumgarte (1923–2013) im Iwalewahaus

Das Iwalewahaus der Universität Bayreuth und die Kunststiftung Ruth Baumgarte laden zur Ausstellungseröffnung ein.

Donnerstag, 11. Juni 2026, 17 Uhr
Iwalewahaus | Universität Bayreuth
Wölfelstraße 2, Bayreuth

Die Ausstellung setzt erstmals ausgewählte Werke der international bedeutenden Sammlung des Iwalewahaus – einer der wichtigen europäischen Institutionen für zeitgenössische Kunst aus Afrika und der Diaspora – in einen direkten Dialog mit dem Werk von Ruth Baumgarte (1923–2013).

Arbeiten der Klassischen Moderne sowie Positionen zeitgenössischer Kunst aus Afrika und seiner Diaspora begegnen dem über sieben Jahrzehnte gewachsenen Œuvre der Künstlerin, das maßgeblich durch ihre zahlreichen Reisen auf dem afrikanischen Kontinent geprägt wurde.

Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Identität, Erinnerung, kultureller Wahrnehmung und gesellschaftlicher Realität sowie der Austausch zwischen afrikanischer Gegenwartskunst, europäischer Moderne und dem Werk Ruth Baumgartes.

Begleitend erscheint im Hirmer Verlag ein zweisprachiger Katalog mit rund 80 Abbildungen.

Zu den internationalen Präsentationen des Werks Ruth Baumgartes zählen Ausstellungen im State Russian Museum / Ludwig-Stiftung im Marble Palace, St. Petersburg, sowie die Retrospektive zum 100. Geburtstag der Künstlerin 2022/23 in der Albertina, Wien, die von Angela Stief kuratiert wurde und über 200.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnete.

Mit Dank an:
.bayreuth Bayreuther Festspiele Stadt Bayreuth Hirmer Verlag



https://www.dropbox.com/scl/fi/vt84c64j6cwj894l9teay/Einladung-Ayeye-Ruth-Baumgarte-im-Iwalewahaus.pdf?rlkey=9w5e3onqo4mcxh0lhi1cowcar&st=dziducwe&dl=0

Ruth Baumgarte hören und sehenIn der aktuellen Folge des Monopol-Podcasts „Kunst und Leben“ ist Ruth Baumgarte mit einem...
27/05/2026

Ruth Baumgarte hören und sehen

In der aktuellen Folge des Monopol-Podcasts „Kunst und Leben“ ist Ruth Baumgarte mit einem kurzen Host-Read-Hinweis präsent: Vorgestellt wird der vierteilige Podcast zu Ruth Baumgarte sowie angekündigt die kommende Ausstellung „AYEYE! Ruth Baumgarte im Iwalewahaus“, Bayreuth.

Ruth Baumgarte hören

Ruth Baumgarte (1923-2013) war Malerin, Zeichnerin, Zeitzeugin – und eine der eigenwilligsten Künstlerinnen ihrer Generation. Der vierteilige Podcast „Wer ist Ruth Baumgarte“ erzählt von einem Leben, dessen Anfänge vom Ende der Weimarer Republik, von Nationalsozialismus, Krieg und Wiederaufbau geprägt wurden. Anschaulich zeichnet der Podcast ihren Weg als Künstlerin und Illustratorin nach – bis hin zu jenem international beachteten Afrika-Zyklus, der ihr Werk kunsthistorisch prägnant verdichtet.

Mit Originaltönen, Archivmaterialien, Expertinnen und Zeitzeugen entsteht das vielschichtige Porträt einer Frau, die sich trotz der Brüche des 20. Jahrhunderts ihren unabhängigen Blick bewahrte. Themen wie Erinnerung, Selbstbehauptung, Humanität, ihre Rolle als Frau in der Nachkriegsgesellschaft und ihre prägenden Afrika-Reisen stehen im Zentrum des Podcast.
Den Podcast „Wer ist: Ruth Baumgarte“ gibt es überall, wo es Podcasts gibt, sowie auf ruth-baumgarte.com/podcast.

Ruth Baumgarte sehen

Besonders im Blick steht die kommende Ausstellung:
„AYEYE! Ruth Baumgarte im Iwalewahaus“
11. Juni bis 18. September 2026
Iwalewahaus | Universität Bayreuth
Ausstellungseröffnung: 11. Juni 2026 um 17 Uhr

.bayreuth

Diese Folge des Monopol-Podcasts „Kunst und Leben“ führt nach Venedig: Im Zentrum steht die Ausstellung „The Ear is the Eye of the Soul“ im Vatikanischen Pavillon – eine vielschichtige Annäherung an Hildegard von Bingen, an Klang, Spiritualität, Natur und die Kunst des Zuhörens.
MONOPOL - Magazin für Kunst und Leben detektor.fm

Resonanzräume der ModerneDie Ausstellung nimmt zunehmend Gestalt an. Zwischen Zustandsprotokollen, noch ungehängten Arbe...
24/05/2026

Resonanzräume der Moderne

Die Ausstellung nimmt zunehmend Gestalt an. Zwischen Zustandsprotokollen, noch ungehängten Arbeiten und sorgfältig gesetzten Werkgruppen entsteht im Iwalewahaus bereits jene besondere Atmosphäre, die dieses Projekt in den kommenden Monaten tragen wird.

Rund einhundert Werke aus Zeichnung, Malerei, Collage und Skulptur treten in einen vielschichtigen Dialog mit dem Werk von Ruth Baumgarte sowie mit Positionen moderner und zeitgenössischer Kunst aus Afrika und seiner Diaspora. Schon während der Aufbauarbeiten wird spürbar, dass hier keine klassische Gegenüberstellung entsteht, sondern ein fein austarierter Resonanzraum unterschiedlicher Bildsprachen, Erfahrungen und Erinnerungsebenen.

Die Arbeiten von Ruth Baumgarte — geprägt von Empathie, menschlicher Nähe und einem sensiblen Blick auf gesellschaftliche wie existenzielle Fragestellungen — begegnen künstlerischen Positionen zwischen Figuration, Abstraktion, ornamentaler Verdichtung und materialbetonter Gegenwartskunst. Gerade diese Vielstimmigkeit verleiht der Ausstellung ihre besondere emotionale und künstlerische Intensität. Die Werke antworten einander, eröffnen neue Perspektiven und machen sichtbar, wie Kunst kulturelle und geografische Grenzen überschreiten kann, ohne Unterschiede zu nivellieren.

Das Iwalewahaus wird dabei zu einem Ort lebendiger Begegnung — zu einem Raum, in dem historische Erfahrungen, zeitgenössische Fragestellungen und unterschiedliche künstlerische Haltungen in einen offenen Dialog treten. Für uns ist diese Ausstellung weit mehr als eine Präsentation bedeutender Werke. Sie ist zugleich Ausdruck eines offenen Kunstverständnisses und der verbindenden Kraft künstlerischer Erfahrung.

Wir freuen uns deshalb sehr, Sie zur Eröffnung einzuladen:

Donnerstag, 11. Juni 2026, 17 Uhr
Iwalewahaus Bayreuth, Wölfelstrasse 2

Wir können es kaum erwarten, diesen besonderen Abend gemeinsam mit Ihnen zu erleben.

Iwalewahaus, University of Bayreuth
Uni Bayreuth

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AYEYE! Ruth Baumgarte im Iwalewahaus Das Iwalewahaus setzt erstmals ausgewählte Werke seiner international bedeutenden S...
19/05/2026

AYEYE! Ruth Baumgarte im Iwalewahaus

Das Iwalewahaus setzt erstmals ausgewählte Werke seiner international bedeutenden Sammlung in einen direkten Dialog mit dem Œuvre von Ruth Baumgarte.

Werke der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst aus Afrika und seiner Diaspora treffen auf künstlerische Positionen Baumgartes, deren Werk über sieben Jahrzehnte gewachsen ist und wesentlich durch mehr als 40 Reisen auf den afrikanischen Kontinent geprägt wurde.

Die Ausstellung eröffnet einen kontinentübergreifenden Dialog zwischen afrikanischer Gegenwartskunst, europäischer Moderne und dem vielschichtigen Werk Ruth Baumgartes.
Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Identität, Erinnerung, kultureller Wahrnehmung und gesellschaftlicher Realität.

Zugleich lädt die Ausstellung dazu ein, über eigene Erfahrungen, Ängste und Emotionen, aber auch über Hoffnungen, Visionen und persönliche Perspektiven zu reflektieren.

Das Iwalewahaus der Universität Bayreuth und die Kunststiftung Ruth Baumgarte freuen sich, Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung "AYEYE! Ruth Baumgarte im Iwalewahaus" einzuladen.

Eröffnung: Donnerstag, 11. Juni 2026, 17:00 Uhr, Iwalewahaus Bayreuth

Es sprechen:

Prof. Dr. Nina Nestler
Vizepräsidentin für Internationalisierung,
Chancengleichheit und Diversity, der Universität Bayreuth

Sigrid Horsch-Albert, M. A.
Kuratorin | Sammlungskustodin
Iwalewahaus | Universität Bayreuth

Dr. Renée Gadsden Kuratorin,
Kuratorin, Kunsthistorikerin und Autorin, Wien/New York

Ausstellungsdauer: 11. Juni 2026 – 18. September 2026

Kuratorinnen
Dr. Renée Gadsden (Wien / New York)
Sigrid Horsch-Albert, M.A.
Universität Bayreuth | Iwalewahaus
in Zusammenarbeit mit der Kunststiftung Ruth Baumgarte
Dr. Wiebke Steinmetz

Iwalewahaus, University of Bayreuth
Uni Bayreuth
der Freunde von Bayreuth

Bayreuth


Aufbruch – und die Suche nach künstlerischer Freiheit.Die vierte Folge des Podcasts über Ruth Baumgarte (1923–2013) erzä...
17/05/2026

Aufbruch – und die Suche nach künstlerischer Freiheit.

Die vierte Folge des Podcasts über Ruth Baumgarte (1923–2013) erzählt die Geschichte eines tiefgreifenden persönlichen und künstlerischen Aufbruchs. Nach dem Tod ihrer Mutter, ihrer Tante und weiteren persönlichen Schicksalsschlägen beginnt sich Ruth zunehmend aus den Konventionen ihres Lebens an der Seite des Bielefelder Unternehmers Hans Baumgarte zurückzuziehen. Schritt für Schritt löst sie sich aus familiären und gesellschaftlichen Rollenerwartungen und richtet ihren
Fokus immer entschiedener auf die eigene künstlerische Arbeit.

In den 1970er-Jahren sucht Ruth bewusst die erneute Nähe zum kulturellen Leben, gründet eine eigene Galerie und entwickelt Werkzyklen von wachsender gesellschaftspolitischer Intensität. Ihre Arbeiten setzen sich mit sozialer Ungleichheit, menschlicher Verletzlichkeit, der Rolle der Frau, Umweltzerstörung, atomarer Bedrohung und gesellschaftlichen Randgruppen auseinander. Ihre Kunst wird persönlicher, unmittelbarer und zugleich kompromissloser in ihrer Haltung.

Dieser Prozess mündet schließlich in den Afrika-Reisen, die Ruth Baumgarte seit den 1980er-Jahren mehr als 40 Mal unternimmt. Dort findet sie zu einer neuen Freiheit des Sehens und Malens. Farbe, Bewegung und Erinnerung verbinden sich zu einer expressiven Bildsprache von außergewöhnlicher Intensität. Mit dem Afrika-Zyklus gelingt ihr der internationale Durchbruch: Ausstellungen in Paris, New York, London, Berlin und weiteren Kunstzentren machen ihr Werk einem internationalen Publikum bekannt.

Afrika wird für Ruth zu einem Ort künstlerischer und persönlicher Öffnung — zu einem Raum neuer Wahrnehmung, neuer Farbigkeit und einer radikal verdichteten Auseinandersetzung mit Humanität, Würde und Lebenserfahrung. Die Reisen markieren den endgültigen Moment ihrer Selbstbehauptung: als Frau, als Persönlichkeit und als Künstlerin, die sich gegen gesellschaftliche Erwartungen behauptet und konsequent ihren eigenen Weg geht.

Autorin: Janssen
Sounddesign: Melanie Gäb

Zu hören auf Spotify, Amazon Music, Apple Podcast und auf ruth-baumgarte.com/podcast.

Ein nächster Blick hinter die KulissenNach der sorgfältigen Begutachtung folgt der nächste entscheidende Schritt: das sa...
12/05/2026

Ein nächster Blick hinter die Kulissen

Nach der sorgfältigen Begutachtung folgt der nächste entscheidende Schritt: das sachgemäße Verpacken der Werke. Für die kommende Ausstellung im Iwalewahaus in Bayreuth werden die ausgewählten Arbeiten behutsam für den Transport vorbereitet. Was von außen nach Packpapier, Folie und Klebeband aussieht, ist in der konservatorischen Praxis ein präziser Vorgang.

Für die fachgerechte Verpackung der Kunstwerke wird jedes Objekt zunächst an den Rahmenecken mit passgenauen Schutzecken sorgfältig abgepolstert. Bei den großformatigen Gemälden folgt anschließend eine schützende Lage Tyvek, während bei kleineren Arbeiten die Glasflächen zusätzlich gesichert und abgeklebt werden. Darauf wird – insbesondere bei den größeren Werken – eine weitere Schutzschicht aus Luftpolsterfolie aufgebracht, bevor die Arbeiten in eigens angefertigte Kartonagen eingebettet werden. Dabei ist stets auf die korrekte Ausrichtung der Bildwerke zu achten, um einen Transport in falscher Lage zu vermeiden.

Die kleinformatigen Werke werden hingegen unmittelbar in speziell ausgekleideten Art Cases untergebracht. Diese ersetzen die aufwendigere Mehrfachverpackung und gewährleisten durch Schaumstoffeinlagen sowie weitere dämmende Materialien einen sicheren Halt, der Verrutschen, Anstoßen und mechanische Belastungen verhindert.

Sämtliche Maßnahmen dienen der konservatorisch sachgerechten Sicherung der Werke. Ziel ist es, Erschütterungen und Stoßeinwirkungen während des Transports wirkungsvoll abzudämpfen und Beschädigungen vorzubeugen, sodass die Kunstwerke den Ausstellungsort in unverändertem Zustand erreichen.

So beginnt die Reise eines Werks lange vor dem eigentlichen Transport – mit ruhiger Hand, Erfahrung und großer Aufmerksamkeit für das Original.

Besuchen Sie die Ausstellung »AYEYE! RUTH BAUMGARTE IM IWALEWAHAUS«, 11. Juni bis 18. September 2026 im Iwalewahaus, Bayreuth.



Neuanfang – zwischen Verpflichtung und künstlerischer SelbstbehauptungMit Folge 3 „Neuanfang“ rückt der Podcast über Rut...
10/05/2026

Neuanfang – zwischen Verpflichtung und künstlerischer Selbstbehauptung

Mit Folge 3 „Neuanfang“ rückt der Podcast über Ruth Baumgarte eine Phase ins Zentrum, in der sich biografischer Umbruch und künstlerische Formung untrennbar verschränken. Nach Krieg und erstem Nachkriegsjahr in Berlin zieht sie mit Mutter und Tante nach Westfalen – zur Familie ihres ersten Mannes, in das ihr fremde Bielefeld, in eine Stadt, die ihr bis zu ihrem Tod verschlossen bleiben und niemals wirkliche Heimat werden wird. Zugleich beginnt dort die Auflösung ihrer ersten Ehe. 1947 wird in Bielefeld ihr erstes Kind geboren.

Dabei verlässt Ruth Berlin in einem Moment, in dem sie bereits als Illustratorin für die deutsch-russische Berliner Zeitung arbeitet, ein Jugendheim leitet und als Zeichenlehrerin tätig ist. Von Bielefeld aus setzt sie ihre Tätigkeit für Verlage und Zeitungen fort. Zwischen Vergangenheit und Zukunft, Abhängigkeit und Selbstbehauptung versucht sie ihren eigenen Weg zu finden.

Mit großer Disziplin fertigt Ruth unzählige Zeichnungen und Illustrationen an, um ihre Familie zu ernähren. Bereits in frühen Arbeiten zeigt sich jene präzise Beobachtungsgabe, die ihr gesamtes Œuvre prägen wird.

Eine entscheidende Zäsur markiert die Begegnung mit Hans Baumgarte. Die Ehe eröffnet ihr nach außen gesellschaftliche Stabilität, zugleich beginnt jedoch ein innerer goldener Käfig aus Abhängigkeit, Kontrolle und wachsendem Misstrauen. Hinter der Fassade behauptet Ruth ihre künstlerische Eigenständigkeit – jenseits modischer Strömungen und ideologischer Zuschreibungen.

Kunsthistorisch bemerkenswert bleibt ihr Festhalten an der Figur. Während sich die Nachkriegskunst vielfach der Abstraktion zuwendet, bleibt sie der Gegenständlichkeit verpflichtet. Gerade hierin liegt die Eigenständigkeit ihres Werks: ein beharrliches Sehen, das sich keinen Normierungen unterordnet.

Mit dem Fabrikwelten-Zyklus erschließt sie ein zentrales Thema der Nachkriegszeit: den arbeitenden Menschen zwischen Würde, Erschöpfung und gesellschaftlichem Umbruch. In subtil verdichteten Bildern verbindet sie industrielle Prozesse, frühe Spuren von Umweltzerstörung und seelische Zustände ihrer Figuren. Zugleich treten bei Montagearbeiten erstmals afrikanische Arbeiter in Erscheinung – ein früher Ausdruck der Internationalisierung ihres Blickes und ein Vorzeichen ihres späteren Afrika-Zyklus.

Zu hören überall, wo es Podcasts gibt.

Autorin: Laura-Mareen Janssen; Sounddesign: Melanie Gäb.

Blick hinter die Kulissen der AusstellungsvorbereitungBevor ein Werk auf Reisen geht, wird es genau betrachtet: Für die ...
05/05/2026

Blick hinter die Kulissen der Ausstellungsvorbereitung

Bevor ein Werk auf Reisen geht, wird es genau betrachtet: Für die kommende Ruth Baumgarte-Ausstellung im Iwalewahaus in Bayreuth, vom 11. Juni bis zum 18. September 2026, begutachten die Restauratorin Anja Brigritta Haase und Dr. Wiebke Steinmetz, Leiterin der Kunststiftung Ruth Baumgarte, ausgewählte Arbeiten der Künstlerin.
Dabei entstehen sogenannte Zustandsprotokolle. Sie dokumentieren den aktuellen Ist-Zustand eines Kunstwerks zu einem bestimmten Zeitpunkt – präzise, schriftlich und nachvollziehbar. Festgehalten werden etwa der Erhaltungszustand, sichtbare Veränderungen, Materialspuren oder mögliche Schäden.

Solche Protokolle sind ein unverzichtbares Instrument der konservatorischen Arbeit: Sie dienen als Vergleichsgrundlage vor und nach Transporten und Ausstellungen – und tragen dazu bei, die Werke langfristig zu bewahren.

Was im Ausstellungsraum später selbstverständlich wirkt, beginnt oft mit stiller, konzentrierter Arbeit am Werk – sichtlich auch mit viel Freude.

Besuchen Sie die Ausstellung »AYEYE! RUTH BAUMGARTE IM IWALEWAHAUS«, 11. Juni bis 18. September 2026 im Iwalewahaus, Bayreuth.


Sehen, was nicht gesehen werden durfteDie zweite Podcast-Folge „Überleben & Widerstand“ vertieft den Blick auf eine früh...
03/05/2026

Sehen, was nicht gesehen werden durfte

Die zweite Podcast-Folge „Überleben & Widerstand“ vertieft den Blick auf eine frühe Phase des künstlerischen Selbstverständnisses von Ruth Baumgarte und führt zugleich in ein historisches Spannungsfeld von Ausgrenzung, Gefahr und moralischer Entscheidung.

Im Berlin der 1930er- und 40er-Jahre beginnt die junge Ruth zu zeichnen, zu beobachten und festzuhalten – und überschreitet damit Grenzen, die im NS-System streng gezogen sind.

Im Zentrum steht eine unscheinbare wie riskante Handlung: Ruth zeichnet Szenen, die nicht dargestellt werden dürfen – flüchtende Sinti und Roma, beobachtet nahe dem Bahnhof Wuhlheide. Diese Bilder sind keine bloßen Studien, sondern Zeugnisse eines Sehens, das sich der Verdrängung widersetzt. Ihr zeichnerischer Blick ist getragen von Empathie, genauer Wahrnehmung und einer tiefen Sensibilität für Menschen, die aus dem gesellschaftlichen Blick verdrängt werden sollten.

Die Episode zeichnet den historischen Übergang jener Jahre nach: Mit dem sich ab 1942/43 abzeichnenden Zusammenbruch des NS-Regimes verdichten sich Angst und gesellschaftliche Desorientierung. Besonders 1944 und 1945 richtet Ruth ihren Blick auf den Volkssturm – auf sehr junge Männer und alte Greise, die in einen aussichtslosen Krieg geschickt werden. Ihre Zeichnungen dieser Zeit gehören zu den eindringlichsten Zeugnissen eines künstlerischen Sehens im Angesicht des Zusammenbruchs.

Zugleich beschreibt die Folge den Übergang in die „Stunde Null“ nach 1945: Ruth arbeitet als Illustratorin und Zeichnerin für die Berliner Zeitung, und erlebt die politischen, gesellschaftlichen und psychologischen Umbrüche der Nachkriegszeit unmittelbar mit. Aus dem zerstörten Berlin führt ihr Weg nach Westdeutschland – ein Übergang zwischen Hoffnung, Entwurzelung und Neuorientierung.

Folge 2 zeigt, wie sich künstlerisches Sehen unter extremen Bedingungen formt – und wie aus Beobachtung Haltung wird.

Zu hören überall, wo es Podcasts gibt und auf ruth-baumgarte.com/podcast.

Autorin: Laura-Mareen Janssen; Sounddesign: Melanie Gäb.

Adresse

Niederwall 10
Bielefeld
33602

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