NABU Beverstedt

NABU Beverstedt Der NABU Beverstedt setzt sich für den Erhalt und Schutz der Natur ein, damit auch die nächsten Generationen die Schönheit der Natur erleben können.

05/06/2026

Seit Jahren werden in unseren Gärten weniger Vögel gemeldet: 2018 waren es noch 33,79 pro Garten – letztes Jahr 28,45. Aktuell liegen wir bei 28,31.

Besonders deutlich zeigt sich das beim Spatz: Haussperling (Platz 1) und Feldsperling (Platz 8) halten ihre Plätze zwar, doch die Verluste bleiben sichtbar. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Meldungen um 8 bzw. 9 Prozent zurück. Bei beiden Arten zeigt der Trend seit mehreren Jahren nach unten.

Warum das alarmiert: Weniger Insekten = weniger Nahrung. Dazu kommen fehlende Nistplätze sowie Hitze & Trockenheit durch die Klimakrise.

Trotzdem können wir etwas tun – indem wir naturnah gärtnern, mit Nisthilfen unterstützen und uns für den Schutz und die Wiederherstellung unserer Natur einsetzen.

✋ Wer hier aktiv werden möchte, kann unsere „Hands off Nature“-Petition unterstützen: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/naturschutz/europa/haendeweg.html

05/06/2026

Die Hälfte der Insekten, über die Menschen in Panik geraten und zu denen sie zur Spritzkanne greifen, sind genau die, die kostenlos Schädlingsbekämpfung betreiben. 🌿

Jedes dieser Tiere ist ein Räuber oder Parasit der Schädlinge, die wirklich deine Pflanzen schädigen. Ein Garten mit ihnen braucht kaum Spritzmittel — denn das Spritzmittel ist das erste, was sie tötet.

Marienkäfer — Larve und Käfer jagen beide. 🐞 Der erwachsene Käfer frisst Blattläuse. Die schwarz-orangefarbene stachelige Larve frisst noch mehr — bis zu 200 Blattläuse, bevor sie sich verpuppt. Sie sieht aus wie ein winziges Krokodil, und die meisten töten sie, weil sie sie nicht erkennen.

Florfliege — Blattlauslöwe. Die erwachsene Florfliege ist ein zartes grünes Insekt, das Lichtquellen anzieht. Die Larve — im Deutschen treffend "Blattlauslöwe" genannt — ist die eigentliche Waffe: Sie räumt Blattläuse, Milben und Schadinsekteneier zu Hunderten ab. Die Erwachsene trinkt Nektar. Die Larve tötet.

Schwebfliege — Bestäuber und Räuber in einem Lebenszyklus. Das Adulttier sieht aus wie eine kleine Biene, sticht aber nicht — ein harmloser Nachahmer, der Blumen bestäubt. Die Larve ist ein durchsichtiges, schneckenähnliches Wesen, das ganze Blattlauskolonien über Nacht vertilgt.

Schlupfwespe — winzig, für uns harmlos, für Schädlinge verheerend. Die meisten sind kleiner als ein Reiskorn. Sie legen Eier in Schmetterlingsraupen, Blattläuse und Weiße Fliegen. Die Larven fressen den Wirt von innen auf. Die weißen Kokons auf dem Rücken einer Raupe sind Schlupfwespenpuppen — die Wespe hat bereits gewonnen. Nie eine parasitierte Raupe töten.

Laufkäfer — die Nachtschicht. Arbeitet nach Einbruch der Dunkelheit. Patrouilliert die Bodenoberfläche und frisst Schnecken, Eulenraupen und Wurzelmaden. Ein Garten mit Laufkäfern hat weniger Schneckenprobleme, ganz ohne Schneckenkorn. 🌱

Weichkäfer — der rote Gast auf den Blüten. Weiche Flügeldecken, typisch orange-rot und schwarz. Frisst Blattläuse auf Blütenständen und bestäubt dabei gleichzeitig. Harmlos. Häufig im Spätsommer auf Goldrute und Schafgarbe. Viele erschlagen ihn in dem Glauben, er sei ein Schädling.

Raubwanze — der millimetergroße Assassine. Zwei bis drei Millimeter groß, kaum sichtbar. Vernichtet Thripse, Spinnmilben und Schadinsekteneier. Gewächshausbetriebe kaufen sie. Dein Garten kann sie selbst heranziehen — wenn du aufhörst zu spritzen.

Bevor du zur Flasche greifst: schau genauer hin. Manche dieser Insekten sind der Grund, warum du nicht noch mehr Schädlinge hast.

24/05/2026

Nicht jeder Singvogel, der am Boden sitzt, benötigt sofort Hilfe. Viele Jungvögel verlassen ihr Nest bereits, bevor sie vollständig flugfähig sind, und werden weiterhin von ihren Eltern versorgt.

Damit ihr die Situation besser einschätzen könnt, haben wir für euch einen kurzen Leitfaden zusammengestellt. So lässt sich oft schnell erkennen, wann wirklich Handlungsbedarf besteht – und wann der Vogel am besten einfach in Ruhe gelassen wird.

Bei Fragen oder Unsicherheiten könnt ihr euch selbstverständlich jederzeit bei uns melden.
Tel.: 04121 4501939

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Unser Spendenkonto lautet
IBAN DE83 4306 0967 1285 2016 00
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Inhaber: Wildtier- und Artenschutzzentrum

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Wussten sie, dass sie unsere gemeinnützige Arbeit durch eine Mitgliedschaft in unserem Förderverein unterstützen können?
Weitere Infos unter www.wildtier-und-artenschutzzentrum.de oder kontaktieren sie uns direkt [email protected]
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Sehr interessanter Film mit vielen Tipps um kleine Oasen für unsere heimischen Pflanzen und Wildtiere zu schaffen. Deuts...
24/05/2026

Sehr interessanter Film mit vielen Tipps um kleine Oasen für unsere heimischen Pflanzen und Wildtiere zu schaffen.

Deutschland, deine Gärten – Mit Maria Furtwängler | ndr.de https://share.google/poUdMZ2yOxYK2Pqnx

Schauspielerin Maria Furtwängler zeigt, wie Gärten zu artenreichen Oasen werden und Natur, Klima und Gesundheit stärken.

17/05/2026

Kranichküken tot und elternlos – NABU-KRANICHWELTEN warnen eindringlich: Jungvögel niemals mitnehmen
Günz – Kranichschutz Deutschland erhält regelmäßig Anfragen zur Aufnahme von nicht mehr auswilderungsfähigen Kranichen. Dabei handelt es sich überwiegend um Jungvögel, die während ihrer sensiblen Prägephase von Privatpersonen irrtümlich aus der Natur mitgenommen wurden.
„Bereits am 29. April haben wir auf unseren Facebook- und Instagram-Kanälen ausdrücklich darauf hingewiesen“, erklärt Dr. Günter Nowald, Leiter der NABU-KRANICHWELTEN in Günz. „Oft gehen Menschen davon aus, ein Jungvogel sei verwaist. Tatsächlich befinden sich die Elterntiere fast immer in unmittelbarer Nähe und haben sich lediglich vor Menschen zurückgezogen.“
Gerade in den ersten Lebenstagen hat eine Trennung von den Elterntieren gravierende Folgen. Die Jungvögel prägen sich in dieser sensiblen Phase auf den Menschen fehl. Dadurch verlieren sie die für ein Leben in freier Wildbahn lebenswichtige Scheu und die soziale Bindung zu Artgenossen. Eine spätere Auswilderung ist in solchen Fällen meist unmöglich.
Genau ein solcher Fall ereignete sich nun erneut.
Am 7. Mai erreichte die NABU-KRANICHWELTEN gegen 14:20 Uhr ein Hilferuf aus Niedersachsen. Eine Frau hatte zwei Kranichküken aus der Natur mitgenommen und wusste anschließend nicht, wie sie die Tiere versorgen sollte. Nach zahlreichen Telefonaten mit Behörden sowie Ehrenamtlichen von Kranichschutz Deutschland konnte schließlich eine vorübergehende Unterbringung organisiert werden.
Am 10. Mai trafen die beiden etwa fünf Tage alten Jungvögel dort ein. Einer der Geschwister war bereits so stark geschwächt, dass er kurze Zeit später verstarb. Das zweite Küken befindet sich glücklicherweise in stabilerer Verfassung, frisst und trinkt gut und wird vermutlich überleben. Dennoch benötigt der Jungvogel nun über Wochen hinweg eine intensive Betreuung rund um die Uhr – ein enormer personeller und organisatorischer Kraftakt.
Mitte Juli soll das Tier in die Obhut der NABU-KRANICHWELTEN übernommen werden. Dort ist perspektivisch der Bau einer großen Voliere geplant, um dem fehlgeprägten Vogel dauerhaft ein möglichst artgerechtes Leben zu ermöglichen. Eine Auswilderung ist bei stark fehlgeprägten Kranichen ausgeschlossen.
Die NABU-KRANICHWELTEN appellieren deshalb eindringlich an alle Naturbesucherinnen und Naturbesucher:
Bitte niemals Jungtiere aus der Natur mitnehmen – es ist auch gesetzlich verboten!
Verlassen Sie den Bereich möglichst zügig, damit die Elterntiere zu ihrem Nachwuchs zurückkehren können.
Gerade im Mai führen viele Kranichpaare ihre Küken durch ihre Reviere. Deshalb gilt:
• Bleiben Sie auf Wegen und betreten Sie keine Wiesen oder Felder.
• Halten Sie ausreichend Abstand zu Wildtieren.
• Führen Sie Hunde konsequent an der Leine.
Nur so haben junge Kraniche eine Chance auf ein Leben in Freiheit.
Foto: © Dr. Günter Nowald, NABU-Kranichzentrum - „Aufzucht von Jungkranich Willi“
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Es wäre schön,wenn sich wieder mehr Hecken zwischen den Feldern  etablieren würden
15/05/2026

Es wäre schön,wenn sich wieder mehr Hecken zwischen den Feldern etablieren würden

15/05/2026

Unsere Wanderung führt Sie in das Ahrensfelder Moor. Dort sind Torfstiche des Hochmoores nach Beendigung des bäuerlichen Torfstichs wiedervernässt und mit Torfmoosen und Wollgras als Schwingrasen teilweise zugewachsen. Gagelstrauch, Rosetten des Sonnentaus, Glocken- und Besenheide säumen die Wege. Die Führung bietet Ihnen die Möglichkeit, die ökologischen Zusammenhänge und die Bedeutung der Moore für den Klimaschutz zu verstehen, Pflanzen und Tiere des Teufelsmoores kennen zu lernen und Wissenswertes über die Geschichte sowie die Entstehung der Landschaft zu erfahren.






Tourist-Information Worpswede

15/05/2026

8 Vögel. 8 Nahrungsketten.

Ordnet Zugvögeln die Pflanzen zu, die sie tatsächlich brauchen.

Der Garten, der für das Taubenschwänzchen gebaut wurde, ist leer für die Mönchsgrasmücke. Der Garten für die Mönchsgrasmücke ist leer für den Pirol.

Verschiedene Zugvögel fressen verschiedene Dinge — und die meisten Gärten bieten nur einen einzigen Nahrungstyp. Ein Garten mit der richtigen Pflanzenmischung wird zu einer gestaffelten Raststation statt zu einer Ein-Art-Futterstelle.

Acht Arten, die im Mai durch deutsche Gärten ziehen, zugeordnet zu dem, was sie tatsächlich anzieht:

TAUBENSCHWÄNZCHEN (Macroglossum stellatarum)
Rote Röhrenblüten · Phlox · Bergminze · Fuchsie

MÖNCHSGRASMÜCKE (Sylvia atricapilla)
Raupen an Eiche/Weide/Kirsche · Holunderbeeeren · Hartriegel

PIROL (Oriolus oriolus)
Pappel- und Weidenkronen zum Brüten · Früchte · Orangenscheiben am Futterbrett

TRAUERSCHNÄPPER (Ficedula hypoleuca)
Baumkronenraupen · Alte Eichen und Kirschbäume · Kommt nicht in Strauchebene

KERNBEISSER (Coccothraustes coccothraustes)
Knospen, Blüten, Samen · Hainbuche · Buche · Ulme

SEIDENSCHWANZ (Bombycilla garrulus)
Felsenbirne (Amelanchier) · Weißdorn · Hartriegel · Vogelbeere

GOLDAMMER (Emberiza citrinella)
Samen heimischer Gräser · Sonnenblumen · Goldrute stehen lassen bis Herbst

GRAUSCHNÄPPER (Muscicapa striata)
Fliegende Insekten · Jagdansitz am Baumrand · Freie Sichtlinie nötig

Die Pflanzabkürzung:
Ihr braucht nicht alle acht Pflanzengruppen in einem Beet. Ein heimischer Kronenbäum (Eiche oder Kirsche) versorgt Trauerschnäpper, Mönchsgrasmücke und Kernbeißer. Eine Felsenbirne versorgt Seidenschwänze. Rote Röhrenblüten versorgen Taubenschwänzchen und Pirole. Heimische Gräser versorgen Goldammern.

Vier Pflanzentscheidungen — acht Arten.

Samenstände und Blütenstängel stehen lassen bis in den Herbst. Späte Zugvögel sind darauf angewiesen.

*Alle 8 Pflanzgruppen in einem Garten = Zugvogelraststation im Mai.* 🌿

27/04/2026

Offene Regentonnen sind eine der tödlichsten und unsichtbarsten Fallen für Wildtiere in Deutschland. Jedes Jahr sterben Igel, Spitzmäuse, Fledermäuse und Singvögel in Regentonnen — oft ohne dass der Besitzer es je bemerkt.

WARUM DIE REGENTONNE ZUR FALLE WIRD:
Eine offene Regentonne ist ein zylindrisches Gefäß mit glatten Kunststoffwänden und bis zu 300 Liter Wasser. Für ein Tier, das am Rand trinken will und hineinfällt, gibt es keinen Halt und keinen Ausweg. Igel fallen beim Trinken herein — der Tonnenrand bietet keinen sicheren Stand. Fledermäuse streifen beim Trinken im Tiefflug die Wasseroberfläche und verfangen sich. Singvögel landen auf dem Rand und rutschen ab. Spitzmäuse sterben innerhalb von Stunden — ihr Stoffwechsel verträgt keine Unterbrechung der Nahrungsaufnahme.

Das Besondere an der Regentonne: Das Tier schwimmt, solange es kann. Dann sinkt es. Die Tonne sieht von außen vollständig normal aus. Niemand schaut hinein, außer um Gießwasser zu entnehmen. In einer unbenutzten Tonne über eine Woche kann ein Tier vollständig versinken und mumifizieren — unsichtbar, ungezählt, nie bemerkt.

In deutschen Gärten stehen schätzungsweise 30 Millionen Regentonnen. Wie viele davon offen sind und jährlich Tiere töten, ist nicht erfasst. Die Dunkelziffer ist hoch.

DIE EINFACHSTE LÖSUNG DER WELT:
Ein Deckel. Die meisten Regentonnen werden mit einem Deckel verkauft und ohne ihn genutzt.

Alternativ:
Schwimmendes Brett — ein kleines Stück Holz auf der Wasseroberfläche. Jedes Tier, das hineinfällt, kann darauf klettern, ausruhen und den Rand erreichen.
Seil als Rettungsleine — ein Seil vom Tonnenrand bis auf den Boden lässt jeden Kletterer hinauf.
Maschendraht über die Öffnung — hält Laub heraus, lässt Regenwasser durch, verhindert dass Tiere hineinfallen.
Tonnenrand mit rauem Material abkleben — verhindert Ausrutschen am Rand.

Einmal pro Woche in die Tonne schauen — besonders in den Sommermonaten, wenn Igel und Vögel aktiv nach Wasser suchen und die Tonne voll ist. 🐸🏠🕳️🔧

03/02/2026

Adresse

Brunshausener Straße 39
Beverstedt
27616

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