Arbeitskreis Archäologie im Bernburger Land e.V.

Arbeitskreis Archäologie im Bernburger Land e.V. Wir sind eine Gruppe interessierter Leute unterschiedlichen Alters welche das Interesse an der Arch?

Das Bernburger Land zählt zu den fundreichsten Gegenden in Mitteldeutschland mit zahlreichen archäologische Belegen, welche ca. 7000 Jahre zurückreichen und eine seit dieser Zeit nahezu kontinuierliche Besiedlung belegen. Dies hat seine Ursachen in der besonderen Siedlungsgunst, welche v.a. in der fruchtbaren Schwarzerde auf Löß, den Besonderheiten des mitteldeutschen Trockenklimas, der Leitfunkti

on der Saale und der Nähe mineralischer Rohstoffe (Salz und Kupfer) begründet liegt;

Daher ist es kein Wunder, daß man in diesem Gebiet bereits früh auf archäologische Funde stieß, deren historischen Wert man zunächst lange Zeit nicht begriff. Zudem haben sich in diesem Gebiet eine Reihe obertägig sichtbarer Bodendenkmale, v.a. Grabhügel und Megalithbauten erhalten, welche zu den südlichsten Vertretern dieser Grabform in Mitteleuropa gehören. Kein Wunder also, daß die Region an Fuhne und unterer Saale sehr früh, zu einem Zeitpunkt, als sich die Archäologie gerade als Wissenschaft zu etablieren begann, die Aufmerksam führender Fachleute auf sich zog. Erste Ausgrabungen wurden hier durch den Nestor der thüringischen Archäologie, den Jenenser Universitätsprofessors F. Klopffleisch, im Jahre 1880 am Spitzen Hoch, einem mehrschichtigen neolithischen Grabhügel bei Latdorf, durchgeführt. Kurze Zeit später (1884) folgte ein weiterer Grabhügel, der Stockhof bei Gröna, wo der bekannte Anatom R. Virchow zugegen war. 1901 und 1904 schließlich untersuchte der Bernburger Gymnasialprofessor Paul Höfer den Schneiderberg bei Baalberge bzw. den Pohlsberg bei Latdorf, in nicht nur für damalige Verhältnisse vorbildlicher Weise. Diese Untersuchungen an den mehrschichtigen Grabhügeln mit ihren stratigraphischen Beobachtungen führten zu überregional bedeutsamen relativchronologischen Erkenntnissen zum Neolithikum, welche ihren Niederschlag auch in der Benennung zweier mittelneolithischer Gruppen fanden: Baalberger und Bernburger Kultur. Großen Anteil an diesen wegweisenden Untersuchungen wie am Aufschwung der Archäologie insgesamt hatte dabei der 1878 gegründete Bernburger Geschichts- und Altertumsverein. Sehr schnell wurde auch eine bedeutsame archäologische Sammlung aufgebaut und bereits 1911 erschien hierzu ein ausgezeichneter Fachkatalog. Angesichts dieser Fakten ist es nicht weiter verwunderlich, wenn sich hier archäologisch Interessierte zusammenfinden. Als junger Student konnte ich an der Ausgrabung einer spätbronzezeitlichen Siedlung bei Baalberge, direkt neben dem berühmten Schneiderberg, teilnehmen. Damit waren erste Kontakte zu Bewohnern und Landschaft geknüpft. Später arbeitete ich immer mal wieder am Museum Schloß Bernburg, in dessen Sammlung die reichen Zeugnisse der Umgebung zu finden sind. Schnell war klar, dass die überragende Bedeutung der Region und der Zustand der Sammlung in argem Mißverhältnis standen und man sich in der Bevölkerung der großen Bedeutung der Region nicht bewußt war. Allein war wenig zu machen, und wie überall fehlten finanzielle Mittel. So fanden sich irgendwann Gleichgesinnte und es kam fast zwangsläufig zur Gründung eines Vereines, zu dessen wesentlichen Betätigungsfeldern die Archäologische Sammlung im Museum Schloss Bernburg und die Bodendenkmale in der Umgebung in ihrer Einheit zählen.

19/04/2026
30/03/2026
Exkursion zum Steinzeitdorf RandauSamstag, 21. März 2026Unter fachkundiger Führung  besuchten  7 Mitglieder und Freunde ...
29/03/2026

Exkursion zum Steinzeitdorf Randau
Samstag, 21. März 2026

Unter fachkundiger Führung besuchten 7 Mitglieder und Freunde des Arbeistkreises das Steinzeitdorf Randau. Während der Führung erhielten wir spannende Einblicke in das Leben der Menschen in der Jungsteinzeit. Wir konnten rekonstruierte Häuser besichtigen und erfuhren, wie Werkzeuge, Keramik und Kleidung damals hergestellt und verwendet wurden.

Nach dem Rundgang machten wir eine Mittagspause im Restaurant „Die Kirche“, wo wir bei fantastischem Essen unsere Eindrücke austauschten und die Exkursion gemütlich ausklingen ließen.

Sonntag, 1. Februar 2026 Die Mitglieder des Arbeitskreises trafen sich zur Jahresauftaktveranstaltung.Start war in Farsl...
08/02/2026

Sonntag, 1. Februar 2026
Die Mitglieder des Arbeitskreises trafen sich zur Jahresauftaktveranstaltung.
Start war in Farsleben am Gedenkstein für den gestrandeten Zug. Anschließend gab es einen kurzen Abstecher nach Mose zum Denkmal für die Pilotenrakete.
Weiter ging es nach Wolmirstedt. Nach einer Mittagspause stand der Besuch der Sonderausstellung "Der gestrandete Zug von Farsleben" im Museums Wolmirstedt auf dem Plan. Zum Tagesausklang fand man sich in der Kaffeemühle Elbeu ein, um den ereignisreichen Exkursionstag abzuschließen.


Besuch der Ausstellung "Klöster. Geplündert. In den Wirren der Bauernaufstände"Samstag, 29. November 2025Mit 11 Teilnehm...
30/11/2025

Besuch der Ausstellung "Klöster. Geplündert. In den Wirren der Bauernaufstände"
Samstag, 29. November 2025
Mit 11 Teilnehmern aus dem Arbeitskreis und dem VAL besuchten wir die Kabinett-Ausstellung zum Bauernkrieg im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Es gab eine hervorragende Führung durch Herrn Eric Mertens. Im Anschluss war noch eine Stunde Zeit, die Dauerausstellung zu erkunden. Zum Abschluss gab es noch ein gemeinsames geselliges Mittagessen im Restaurant Haus und Hof.

17/09/2025

Tag des offenen Denkmals
Sonntag, 14. September 2025
Unter Beteiligung des Arbeitskreises an 3 Standorten

Der Tag des offenen Denkmals lockte dieses Jahr insgesamt 40 Teilnehmer zu den Führungen nach Cölbigk. Dort konnten Besucher nicht nur die historischen Stätten erkunden, sondern auch leckeren Kuchen genießen und Bücher erwerben.

Im Museum Zörbig beeindruckte eine neu gestaltete Dauerausstellung die interessierten Gäste, dessen Teil zur Ur- und Frühgeschichte vom Arbeitskreis konzipiert wurde.
Ein besonderes Highlight waren die Vorträge über die Sanierung der Gymnastikhalle im Lohelandgarten Bernburg und das Wirken von Magdalene Trenkel. Die informativen Präsentationen gaben Einblicke in die historische Bedeutung des Gebäudes sowie in die Herausforderungen und Fortschritte der Restaurierungsarbeiten.

Adresse

Bernburg
06406

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