Durch den Klimawandel kommt es künftig auch in Berlin zu immer längeren Hitzeperioden oder häufigeren Starkregenereignissen. Insbesondere in hoch verdichteten Stadtquartieren wie dem Brunnenviertel wirken sich diese Veränderungen negativ auf die Lebensqualität aus. Um Folgen wie die gesundheitliche Belastung der Bewohner_innen oder Schäden im öffentlichen Raum abzumildern, sind effektive Klimaanp
assungsmaßnahmen erforderlich. Das dreijährige Modellprojekt „Partizipative Entwicklung und Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen am Beispiel des Berliner Brunnenviertels als innovative Strategie in der Stadtteilentwicklung“ (kurz KiezKlima) wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel gefördert. Ziel des Projektes ist es, die vorhandenen Beteiligungsstrukturen im Pilotgebiet für Klimaanpassungsmaßnahmen beispielhaft nutzbar zu machen und erste bauliche Maßnahmen umzusetzen. Das Projekt knüpft dabei an die Prozesse und Strategien des seit 2005 etablierten Quartiersmanagements Brunnenstraße an. Maßnahmen der Klimaanpassung werden mit den Bewohnern und Akteuren im Quartier entwickelt, diskutiert, geplant und umgesetzt. Auf der Grundlage einer umfassenden Evaluation der Projektprozesse und -ergebnisse wird ein Handlungsleitfaden mit übertragbaren Empfehlungen für andere Stadtquartiere in Deutschland erstellt. Zentrale Fragen des Projektes sind:
-Welche Art der Beteiligung braucht man für die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen auf Quartiersebene?
-Welche Form der Ansprache erreicht die divers ausgerichteten Akteure?
- Welche konkreten Anpassungsmaßnahmen lassen sich für das Pilotgebiet aus dem Ist-Zustand des lokalen Mikroklimas ableiten, entwickeln und umsetzen?
- Welche Erkenntnisse sind auf andere Quartiere übertragbar? Das dreijährige Modellprojekt wird durch den Projektträger Jülich begleitet. Umgesetzt wird das Projekt durch die TU Berlin, die CQ Beratung+Bildung GmbH, die L.I.S.T. Als externe Partner wirken die degewo, das Bezirksamt Mitte und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit.