Gewerkschaft der Polizei - GdP Berlin

Gewerkschaft der Polizei - GdP Berlin Facebook-Auftritt des Landesbezirks der Gewerkschaft der Polizei Berlin Im Rahmen unserer Satzung vertreten wir die besonderen Belange unserer Mitglieder.

Der Landesbezirk Berlin der Gewerkschaft der Polizei ist die stärkste gewerkschaftliche Vertretung für die Polizei sowie die Feuerwehr, das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO), das Landesamt für Einwanderung (LEA) und die Bezirke. Die GdP Berlin ist in allen Dienststellen Berlins vertreten und verfolgt die Interessen aller Kolleginnen und Kollegen - egal ob sie Vollzugsbeamte,

Verwaltungsbeamte oder Tarifbeschäftigte sind, ob sie der Schutz-, Kripo-, Wasserschutz- oder Bereitschaftspolizei angehören, ob sie bei der Berliner Feuerwehr, dem LABO, LEA oder bei den Bezirken für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt sorgen.

Reparaturgesetz - Wegner ärgert sich über geleakten Gesetzentwurf - GdP-Sprecher Jendro bei BILD: „Es steht außer Frage,...
26/08/2026

Reparaturgesetz - Wegner ärgert sich über geleakten Gesetzentwurf - GdP-Sprecher Jendro bei BILD: „Es steht außer Frage, dass der Senat hier gerade weiteres Vertrauen und CDU sowie SPD mit diesem Entwurf viele Wählerstimmen verspielt“

Berlin – Die Hauptstadt hat im Dezember das härteste Polizeigesetz Deutschlands geschmiedet. Auch deshalb zählte Berlins Regierungschef Kai Wegner (53, CDU) bei der Berlin-Wahl in gut drei Wochen fest auf die Stimmen der Beamten. Aber in deren Reihen rumort es wegen der Höhe geplanter Nachzahlungen. Wegner gestand in interner Runde: „Wir verlieren Polizei und Feuerwehr gerade massiv an die AfD.“

Es geht um das sogenannte Reparaturgesetz aus dem Hause des Finanzsenators (den Entwurf hatte BILD exklusiv enthüllt). Die zu niedrige und verfassungswidrige Besoldung von Beamten muss nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nachgebessert werden. Der Berliner Plan: Für die Jahre 2008 bis 2020 werden z.B. einem Polizeimeister (A7) maximal 19.406 Euro Grundgehalt nachgezahlt. Die Voraussetzung: Der Beamte muss Widerspruch gegen seine Besoldung eingelegt haben – je früher, desto mehr Geld gibt es. Dazu sollen Familienzuschläge nachgeholt werden: bis zu 122.423 Euro bei einem Verheirateten mit Kind.

Veröffentlichung sei totaler Mist

Wegner ärgerte sich enorm über den geleakten Gesetzentwurf: „Totaler Mist!“, schimpfte er in der vertraulichen Gesprächsrunde. Denn die Beamten-Gewerkschaften stehen seitdem Kopf, planen eine Großdemo vor dem Parlament. Benjamin Jendro (37), Sprecher der Gewerkschaft der Polizei - GdP Berlin, zu BILD: „Die Kollegen sind entsetzt über den Entwurf, weil er minimalste Werte ansetzt und mit Taschenspielertricks wie erhöhten Kinderzuschlägen Verfassungsbrüche kaschiert. Es steht außer Frage, dass der Senat hier gerade weiteres Vertrauen und CDU sowie SPD mit diesem Entwurf viele Wählerstimmen verspielt.“

Die Gewerkschaft ärgert sich auch über die hohen Nachzahlungen bei Familienzuschlägen. Denn die Botschaft an die Kollegen würde schlicht lauten: Macht Kinder, Leistung zählt nicht!

Link zum vollständigen Artikel in der Bild:
https://m.bild.de/politik/inland/kai-wegner-wir-verlieren-polizei-und-feuerwehr-gerade-massiv-an-die-afd-6a8e8d55511d4fd3bc4e4189

Weltkriegsbombe in Neukölln - Noch heute müssen 5600 Haushalte evakuiert werdenNeukölln – Nach dem Fund einer Weltkriegs...
26/08/2026

Weltkriegsbombe in Neukölln - Noch heute müssen 5600 Haushalte evakuiert werden

Neukölln – Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe im Neuköllner Schifffahrtskanal sind die Bewohner von 5600 Haushalten von Evakuierungsmaßnahmen betroffen. Sie müssen bis zum späten Abend ihre Wohnungen verlassen, sagte ein Polizeisprecher.

Wegen der geplanten Entschärfung der 100-Kilogramm-Fliegerbombe hat der Bezirk eine Notunterkunft mit rund 200 Plätzen eingerichtet. Sie befindet sich in der Adolf-Reichwein-Schule in der Böhmischen Straße. Für die Entschärfung wird ein 500 Meter großer Sperrkreis eingerichtet.

Aktuell sind 200 Polizisten im Einsatz. Auch Feuerwehr, Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk unterstützen bei den Maßnahmen. Im Sperrkreis liegen ein Seniorenheim, eine Obdachlosenunterkunft und eine Kita.

Die Bombe war am Mittwochvormittag bei Kanalarbeiten entdeckt worden. Gegen 10.40 Uhr waren die Arbeiter zwischen Teupitzer und Treptower Straße auf den Sprengsatz gestoßen.

Bombe wird ans Ufer gebracht

Der Blindgänger wurde ans Ufer gebracht und soll dort entschärft werden. Die Kriminaltechnik untersucht den Sprengsatz derzeit.

Der Einsatz könnte sich bis weit in die Nacht ziehen, so ein Polizeisprecher. Die Evakuierung eines solchen Sperrkreises dauert in der Regel viele Stunden. Die Einsatzkräfte müssen sichergehen, dass sämtliche Bewohner das Gebiet wirklich verlassen haben.

Liegend- und Sitztransporte nötig

Auch Liegend- und Sitztransporte für mobilitätseingeschränkte Menschen müssen organisiert werden.

Link zum Artikel in der BZ:
https://m.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/weltkriegsbombe-in-neukoelln-gefunden-sperrung-6a8ec7d5518a586e18558e19

Gewaltbarometer Berlin für Schulen vorgestellt - GdP-Sprecher Jendro bei Epoch Times: „Wir haben eine generelle Verrohun...
26/08/2026

Gewaltbarometer Berlin für Schulen vorgestellt - GdP-Sprecher Jendro bei Epoch Times: „Wir haben eine generelle Verrohung in der Gesellschaft. Schulen sind ein Spiegel dieser negativen Entwicklung“

Berlin hat ein „Gewaltbarometer“ für Schulen vorgestellt. Die Studie zeigt das Ausmaß von Gewalt und Konflikten. Kurz vor der Wahl reagiert die CDU mit neuen Plänen. Besonders gewalttätige Schüler sollen künftig separat unterrichtet werden.

CDU vor Berlin-Wahl: Verschärfung von Maßnahmen

Die Berliner Schulen stehen immer wieder im Fokus von massiver Gewalt. Darauf will die in der Bundeshauptstadt regierende CDU nun reagieren. Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September hat die CDU vor der Presse neue Pläne gegen Gewalt an Schulen vorgestellt.
So beabsichtigt die Berliner CDU etwa Aufsichten in „Gebetsräumen“ und mehr Befugnisse beim Umgang mit gewalttätigen Schülern. „Kein Kind wird von allein zum Gefährder, zum Islamisten, zum Gewalttäter“, wird CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers von der Presse zitiert.

Außerdem plant die CDU separate Schulen für besonders gewalttätige Schüler. Ein Einverständnis der Eltern soll dafür nicht erforderlich sein. Als Grund wird die steigende Gewalt an Schulen in der deutschen Hauptstadt genannt. Auch „religiös“ motivierte Gewalt habe zugenommen. Nach den von der CDU vorgestellten Plänen geht es dabei insbesondere um Fälle, in denen islamistische Einstellungen mit Gewalt oder anderen Formen von Druck verbunden sind.
Als Grundlage für die Neubewertung der Lage an den Berliner Schulen dient der CDU eine kürzlich vom Berliner Senat vorgestellte Studie. Diese war von Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch beim Allensbach-Institut für Demoskopie in Auftrag gegeben worden, da bisher „belastbare Erkenntnisse über Ursachen, Ausmaß, Erscheinungsformen und Handlungsbedarfe fehlten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung. Berlin ist damit das erste Bundesland, das eine solche Studie vorlegt. Insgesamt wurden dafür 14.000 Schüler der Klassenstufen 6, 9 und 12 sowie Berufsschulen und 2.570 Lehrer zwischen November 2025 und Januar 2026 befragt.

Realität: Scharia steht oft über Schulregeln

Aus dem „Konflikt- und Gewaltbarometer“ geht hervor, dass neben Mobbing und Erpressung vor allem ältere Schüler der Klassen 9 bis 12 nicht nur mit offener Gewalt, sondern auch mittels „Anpassungsdruck“ angegangen werden, wenn sie bestimmte islamische Regeln bei der Kleidung oder beim Essen nicht einhalten. 40 Prozent der muslimischen Neuntklässler (14–15 Jahre) behaupten zudem, islamische Regeln (Scharia) hätten Vorrang vor den allgemeinen Schulregeln.
56 Prozent der befragten Lehrer gaben an, dass sie Gewalt von Schülern als großes oder sehr großes Problem wahrnehmen. An Grundschulen, integrierten Sekundarschulen und an Gemeinschaftsschulen sehen sogar 66–75 Prozent der Lehrkräfte dieses Problem als besonders gravierend an, während bei Berufsschulen 31 Prozent und an Gymnasien nur 15 Prozent des Lehrpersonals Gewalt als Problem für ihre Schulen sehen. Die Zahlen zeigen, dass Lehrkräfte an Schulen mit niedrigerem Bildungsniveau häufiger von Gewalt als großem oder sehr großem Problem berichten.
Dort, wo Gewalt unter Schülern am höchsten ist, bindet nach Aussagen von 79 Prozent der Lehrkräfte der Umgang mit Gewalt „so viele Ressourcen, dass der übrige Schulbetrieb in hohem Maße leidet“. Für Präventionsarbeit bleibe deshalb „keine Zeit“, gaben die befragten Pädagogen in der Studie an. Und: Je älter die Schüler werden, desto stärker steigt die Gewalt. Das „Gewaltbarometer“ nennt als Gewalterfahrungen Anschreien, Ausgrenzungen, Schlagen, Treten, „unangemessene Berührungen“ im Bereich sexualisierter Gewalt bis hin zu Bedrohungen mit Waffen.
Als mögliche Gründe nannten die befragten Pädagogen mangelnde Frustrationstoleranz und eine niedrige Impulskontrolle. Für Grundschulen gaben dies 91 Prozent der befragten Lehrkräfte an.

Polizei: Schulen Spiegel der Gesellschaft

Wie nimmt die Berliner Polizei die Sicherheitslage an den Berliner Schulen wahr? Benjamin Jendro, Pressesprecher der Gewerkschaft der Polizei - GdP Berlin nennt gegenüber Epoch Times als häufigste Straftaten an Schulen Diebstahl, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und verschiedene Formen der Körperverletzung. Es gebe „Vorfälle mit Pfefferspray“. Diese seien eine „gefährliche Körperverletzung“, da Pfefferspray als Waffe eingesetzt werde. Gelegentlich würden aber auch Messerbedrohungen, Sexualstraftaten und Drogendelikte von der Polizei festgestellt.
Wenn die Polizei an eine Schule gerufen wird, käme es auch „manchmal“ zu Angriffen auf die Beamten in Form von Beleidigungen, Bespucken und in einigen Fällen auch zu Körperverletzungen. Jendro macht zudem darauf aufmerksam, dass Schulhöfe „offene Plätze“ sind, die auch von Personen, die nicht zur Schule gehören, betreten werden können. Auch durch diese Personen käme es zu Gewalttaten an Schulen, etwa durch Drogendealer.
Grundsätzlich könnten die Schulen nach Ansicht des Gewerkschaftsvertreters selbst mehr dafür tun, Gewaltvorfälle auf Schulhöfen zu reduzieren. Als Beispiel nennt er von den Schülern gestellte „Schulordner“. Diese würden etwa bereits an einigen Schulen in verschiedenen Bundesländern erfolgreich eingesetzt.
Als weitere Maßnahme zur Vorbeugung von Gewalttaten an Schulen nennt Jendro mehr Präventionsarbeit, insbesondere beim Umgang mit sozialen Medien. Diese könnten zur Verbreitung und Verschärfung von Konflikten beitragen. Diese könne seiner Meinung nach auch „im Deutschunterricht oder anderen Fächern“ durchgeführt werden und müsse sich nicht nur auf eigens dafür vorgesehene Präventionsmaßnahmen beschränken. Es gäbe zwar Präventionsbeauftragte der Polizei für Schulen, doch könne seiner Meinung nach die „beste Prävention im Elternhaus geleistet werden“. Die Polizei habe ohnehin eine große Palette an Aufgaben.
Insgesamt stellt Jendro fest: „Wir haben eine generelle Verrohung in der Gesellschaft. Schulen sind ein Spiegel dieser negativen Entwicklung.“

Link zum vollständigen Artikel bei Epoch Times:
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/berliner-cdu-plant-separate-schulen-fuer-gewalttaetige-schueler-a5591351.html

Große Kundgebung am 27. August 16 Uhr vor dem AbgeordnetenhausGdP erhöht in Sachen Besoldungsreparaturgesetz Druck auf B...
26/08/2026

Große Kundgebung am 27. August 16 Uhr vor dem Abgeordnetenhaus

GdP erhöht in Sachen Besoldungsreparaturgesetz Druck auf Berlins Politik

Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erhöht den Druck und lässt nicht locker, Berlins Politik dazu zu bringen, den jahrelangen Verfassungsbruch in Sachen Berliner Besoldung zu korrigieren. Die Gewerkschaft ruft zu einer Demo am morgigen Donnerstag (gleichzeitig Plenartag) vor dem Abgeordnetenhaus auf, an der sich neben Polizistinnen und Polizisten, Feuerwehrleuten und Verwaltungsbeamtinnen und -beamten auch Beschäftigte aus anderen Sparten des öffentlichen Dienstes beteiligen werden. Selbst Finanzsenator Stefan Evers und Innensenatorin Iris Spranger haben ihr Kommen angekündigt.

„Wir kämpfen seit fast zwei Jahrzehnten, haben eine Entscheidung des höchsten Gerichts unseres Landes erhalten und trotz dieses festgestellten Verfassungsbruchs hat Berlins Politik anscheinend noch immer nicht verstanden, was hier auf dem Spiel steht. Der vorliegende Entwurf für eine Besoldungsreparaturgesetz macht uns fassungslos, denn es sind wieder reine Taschenspielertricks. Es geht hier nicht um Geschenke und wir sind auch nicht auf dem Jahrmarkt. Wir leben in einer Demokratie, in der das Beamtentum und eine amtsangemessene Alimentation in unserer Verfassung stehen. Der Senat verspielt leichtfertig das Vertrauen seiner wichtigsten Stützen im Land“, so GdP-Landeschef Stephan Weh.

Wann: 27. August 2026, 16-18 Uhr

Wo: Demo am Abgeordnetenhaus, Margot-Friedländer-Platz

25/08/2026

Wir gehen auf die Straße amtsangemessene Alimentation und Besoldungsreparaturgesetz

📍27. August 2026, 16-18 Uhr
📍Demo am Abgeordnetenhaus
📍Margot-Friedländer-Platz

Ende des letzten Jahres hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt, dass uns das Land Berlin mindestens von 2008-2020 rechtswidrig unteralimentiert hat und den Gesetzgeber zu einem Besoldungsreparaturgesetz bis März 2027 sowie eine Amtsangemessene Alimentation verpflichtet. Wir alle haben gedacht, dass Politik jetzt endlich reagiert - Auf jahrelangen Rechtsbruch, auf jahrelangen Vertrauensbruch. Aber es passiert rein gar nichts, man bricht Vertrauen immer weiter. Wir erwarten Demut statt Beamtenbashing, rechtmäßige Besoldung statt politische Laissez-faire-Haltung. Es geht so nicht weiter! Sei mit dabei - Es geht um Dich und die Zukunft dieser Stadt!

GdP besorgt wegen immer mehr Schusswaffengewalt in Berlin - Sprecher Benjamin Jendro im Interview bei InforadioWieder ha...
25/08/2026

GdP besorgt wegen immer mehr Schusswaffengewalt in Berlin - Sprecher Benjamin Jendro im Interview bei Inforadio

Wieder hat es in Berlin Schüsse auf ein Geschäft gegeben - dieses Mal in Steglitz-Zehlendorf. Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei - GdP Berlin, fordert deswegen schärfere Gesetze.
Die Gewerkschaft der Polizei in Berlin beklagt, dass der Schusswaffeneinsatz in der Stadt immer mehr zum Alltag gehört. GdP-Sprecher Benjamin Jendro sagt, verantwortlich dafür seien zunehmende Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität. Dazu komme, dass immer mehr Waffen auch aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine nach Deutschland gelangten.

Man könne von Glück reden, dass bisher kein Unbeteiligter zwischen die Fronten geraten sei, so der Gewerkschaftssprecher: "Ich glaube auch, dass dann vielleicht die Politik erst richtig wach wird. Man hat so das Gefühl, man geht so darüber hinweg, dass hier jeden Tag scharf geschossen wird."

Jendro fordert deswegen Gesetzesverschärfungen: "Wenn man in einer Metropole wie Berlin auf Betriebe in der Nacht schießt, muss man damit rechnen, dass jemand um die Ecke kommt. Und wenn ich, wie in der vergangenen Nacht, dann mehr als ein Dutzend Schüsse auf einen Betrieb abgebe, dann muss ich auch mit Querschlägern rechnen. Also: Die nehmen das billigend in Kauf - und das ist wirklich das, was auch uns ein bisschen Sorge bereitet."

Link zum Beitrag bei Inforadio:

Wieder hat es in Berlin Schüsse auf ein Geschäft gegeben - dieses Mal in Steglitz-Zehlendorf. Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei Berlin, fordert deswegen schärfere Gesetze.

Cybercrime, KI und Radikalisierungen - Benjamin Jendro, Sprecher der GdP Berlin:„Die Polizei Berlin hinkt den Kriminelle...
25/08/2026

Cybercrime, KI und Radikalisierungen - Benjamin Jendro, Sprecher der GdP Berlin:
„Die Polizei Berlin hinkt den Kriminellen in Sachen Technik weit hinterher“

Berlin. Viele Straftaten finden heutzutage im Internet statt. Doch bei der Polizei Berlin unterbleiben wegen klammer Kassen nötige Investitionen.

In der vergangenen Woche zeigte sich wieder einmal deutlich, wie unvorbereitet sich Berlin im Bereich der Cyberkriminalität teilweise darstellt. Ein Hackerangriff legte die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Verkehr lahm, im Anschluss konnte über Tage kein Wohngeld beantragt oder ausgezahlt werden. Das ist umso alarmierender, da ein Großteil der Straftaten in Berlin mittlerweile ebenfalls im Internet stattfindet.

Polizeigewerkschaften: Mangelnder Innovationswille bei Polizei

Aber ist die Berliner Polizei überhaupt ausreichend auf die Zukunft vorbereitet? Eine Zukunft, in der Kriminelle noch viel stärker als heute schon mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) und verschlüsselten Kommunikationskanälen arbeiten werden? In der die Radikalisierung der Menschen nicht mehr primär auf der Straße erfolgt, sondern auf Social Media, in Chatrooms und Online-Plattformen? In der Waffen, Drogen und illegale Dienstleistungen auf Knopfdruck bestellt werden können?

Nein, heißt es dazu in seltener Übereinstimmung von Polizeigewerkschaften und Interessenvertretungen. Im Gespräch mit unserer Redaktion zeichnen sie ein negatives Zukunftsbild der Berliner Sicherheitsbehörden, sprechen von technischer Rückständigkeit und mangelndem Innovationswillen.

Polizei fehlt es an technischen Kapazitäten

„Die Polizei Berlin hinkt den Kriminellen in Sachen Technik weit hinterher“, sagt Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei - GdP Berlin. Es stimme zwar, dass die innere Sicherheit bei den Sparhaushalten dieser Legislaturperiode mit einem blauen Auge davongekommen ist und mit der Reform des Polizeigesetzes Asog einige richtige Weichen von der amtierenden Regierungskoalition gestellt wurden, so Jendro: „Es wurde jedoch versäumt, in echte Innovationen zu investieren.“

Für Berlins Ermittler sei die Arbeit im Internet und im digitalen Bereich derzeit wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. „Wir haben gar nicht die technischen Möglichkeiten und Kapazitäten, die Massendaten von beschlagnahmten Handys, Laptops oder Tablets auszuwerten“, sagt Jendro. Hunderte Smartphones aus Hunderten Kapitalverbrechen liegen momentan Seite an Seite bei den Auswerteeinheiten der Polizei, ihre Auslese muss streng priorisiert werden.

Polizei fährt oft noch mit Stift und Zettel auf Einsätze

Durch Investitionen in das sogenannte Massendaten-Schmutznetz sei es zwar erstmals möglich, hier die Spreu relativ schnell vom Weizen zu trennen. Es handelt sich dabei um ein autarkes Netzwerk, in dem behördenweit alle gesicherten Daten zentral gespeichert werden, sodass sie mittels bereitgestellter Auswertetools gleichermaßen ausgelesen werden können. Doch dürfe man an diesem Punkt nicht aufhören, fordert der Gewerkschafter, vielmehr seien weitere Anstrengungen vonnöten.

Das betreffe auch die konkrete Ermittlungsarbeit. „Viel zu oft müssen unsere Kolleginnen und Kollegen noch mit Stift und Zettel rausfahren, anstatt alles schon über Apps, kompatible Software und KI auf dem Smartphone bearbeiten zu können. Intern ist da durch eine Fachdienststelle jede Menge Sinnvolles zusammengestellt worden, aber wir brauchen zur Umsetzung Haushaltsmittel“, sagt Jendro.

Auch Investitionen in die Personalgewinnung

Für GdP-Sprecher Benjamin Jendro sind Investitionen in Personal und Personalgewinnung dabei mindestens genauso wichtig wie Investitionen in Technik. Technische Lösungen wie KI und Videoschutz könnten die Polizei zwar entlasten: „Am Ende werden aber immer Menschen im Funkwagen sitzen müssen.“

Um den Beruf bei sinkenden Bewerberzahlen attraktiv zu halten, müssten zum einen die Ausstattung, die kaputten Fahrzeuge und die schimmelnden Liegenschaften modernisiert werden. Bei einem Sanierungsstau von insgesamt 2,4 Milliarden Euro sind die momentan bewilligten 50 Millionen Euro dabei eher ein Tropfen auf dem heißen Stein. Zum anderen gehe es aber auch darum, so Jendro weiter, sich stärker auf die Kernaufgaben der Polizei zu konzentrieren, um die derzeitige Überlastung abzubauen.

„In Berlin ist die Polizei Mutti für alles“, kritisiert Jendro. „Weil etwa das Ordnungsamt nicht 24 Stunden lang arbeitet, müssen wir morgens falsch geparkte Autos umsetzen oder nachts zu jeder Ruhestörung ausrücken.“ Die technische Einheit der Polizei wiederum sei 80 Prozent der Zeit damit beschäftigt, Überfahrtschutz und Oktablöcke für Veranstaltungen durch die Gegend zu fahren. „Umso wichtiger wäre das Veranstaltungssicherheitsgesetz gewesen“, so Jendro.

Veranstaltungssicherheitsgesetz wurde auf die lange Bank geschoben

Mit dem bereits 2024 angekündigten Gesetz sollten Veranstaltern eigentlich verbindlich einzuhaltende Sicherheitskonzepte vorgegeben und sie für den Schutz ihrer Veranstaltungen in die Pflicht genommen werden. In dieser Legislaturperiode wird es aufgrund politischer Widerstände und finanzieller Bedenken von Veranstaltern nicht mehr kommen.

Ohne eine umfassende Digitalisierung und Modernisierung bei anhaltendem Nachwuchsmangel ist es aus Gewerkschaftssicht unmöglich, die neuen kriminellen Phänomene Berlins wirksam zu bekämpfen. Der nächste Senat wird sich mit dieser Problemstellung auseinandersetzen müssen.

Link zum vollständigen Artikel in der Berliner Morgenpost:
https://www.morgenpost.de/berlin/article412914154/cybercrime-ki-und-radikalisierungen-so-gut-ist-die-polizei-berlin-vorbereitet.html

Tote Frau gefunden – Polizei und Staatsanwaltschaft bitten um Mithilfe Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft...
24/08/2026

Tote Frau gefunden – Polizei und Staatsanwaltschaft bitten um Mithilfe

Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft

Die 4. Mordkommission des Landeskriminalamtes hat am Freitagnachmittag, 21. August 2026, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen zu einem Tötungsdelikt in Prenzlauer Berg aufgenommen. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte ein Spaziergänger gegen 11:30 Uhr am selben Tag in einem Gebüsch unweit des Zeiss-Großplanetariums an der Prenzlauer Allee den Leichnam der 46-jährigen Ilse HARTMANN gefunden. Erste Untersuchungen des Leichnams, der dort schon einige Zeit gelegen haben muss, lassen auf ein Tötungsdelikt schließen. Genaue Erkenntnisse zur Todesursache sollen die Ergebnisse einer Obduktion vom gestrigen Tag geben. Um die weiteren Umstände und Hintergründe aufzuklären, wenden sich Mordkommission und Staatsanwaltschaft mit einem Foto und Fragen an die Öffentlichkeit.

Die tote Frau wird wie folgt beschrieben:
schlanke Gestalt
ca. 170 cm groß
Zum Zeitpunkt des Auffindens war die Frau wie folgt bekleidet:
braune Sweatjacke
braunes T-Shirt
rot/orange/blau gestreifte kurze Stoffhose
braune Sandalen
schwarzer Rucksack

Die Ermittlerinnen und Ermittler fragen:

Wer hat die Frau allein oder in Begleitung im Bereich der Grünanlage gesehen?
Wer kann Hinweise auf den letzten Aufenthaltsort der Verstorbenen geben?
Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise für die Ermittlungen geben?

Hinweise nimmt die 4. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin in der Keithstraße 30 in Berlin-Tiergarten unter der Rufnummer (030) 4664-911444 oder per E-Mail an [email protected] entgegen. Außerhalb der Bürodienstzeiten wenden Sie sich bitte an jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache. Sollte sofortiges polizeiliches Handeln erforderlich sein, so wählen Sie bitte den polizeilichen Notruf unter der Telefonnummer 110.

Link zur Meldung von StA und Polizei:
https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2026/pressemitteilung.1705979.php

Berliner Rapper im Visier - Schüsse und Sprengsatz auf Samras Friseursalon in Steglitz - GdP-Sprecher Benjamin Jendro mi...
24/08/2026

Berliner Rapper im Visier - Schüsse und Sprengsatz auf Samras Friseursalon in Steglitz - GdP-Sprecher Benjamin Jendro mit einem Statement zu dem Einsatz

Auf ein Geschäft in der Osdorfer Straße in Steglitz wurde in den frühen Morgenstunden des Montags mehrfach geschossen. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.
Wie die Polizei bei X berichtet, wurde auch ein „selbstgebauter Spreng- bzw. Brandsatz“ geworfen, der aber nicht detonierte. Der Vorfall habe sich gegen 3.55 Uhr ereignet, die Kriminaltechnik sei vor Ort. Zeugen hätten Knallgeräusche wahrgenommen und die Polizei alarmiert. Vor Ort seien Einschusslöcher in Scheiben festgestellt worden. „Verletzt wurde niemand“, teilte eine Sprecherin mit.

Zur Art des Geschäfts wollte sie auf B.Z.-Anfrage zunächst keine genaueren Angaben machen. Nach B.Z.-Informationen soll es sich jedoch um den Friseurladen „Hairsalon Cutaleya“ handeln, der Rapper Samra (31) gehört. Fotos von vor Ort bestätigen dies. Der Laden war bereits im März 2022 Ziel eines Angriffs.

Die Osdorfer Straße war zwischen Ostpreußendamm und Blanckertzweg bis kurz nach 10 Uhr gesperrt. Die BAO Ferrum ermittelt zu den Schüssen.

GdP-Sprecher Benjamin Jendro: „Es ist jetzt kein Geheimnis, dass das Rapbusiness auch für Protagonisten aus der Organisierten Kriminalität interessant ist und hier mitunter Kontakte gepflegt werden. Losgelöst davon, ob der Laden einem Rapper gehört oder nicht, sehen wir in der letzten Nacht einen weiteren Beleg für die besorgniserregende Entwicklung, dass zur Konfliktlösung oder Durchsetzung eigener Interessen zunehmen, zu Schusswaffen und längst sogar zu Brand- und Sprengsätzen gegriffen wird.“�

Link zum Artikel in der B.Z.: https://www.bz-berlin.de/polizei/polizeieinsatz-schuesse-und-sprengsatz-auf-geschaeft-in-berlin-6a8bdb0bc3692834ff6daa1e

Messer- und Schusswaffengewalt, Clans und Geldwäsche - GdP in der Morgenpost zu relevanten SicherheitsthemenDie tödliche...
23/08/2026

Messer- und Schusswaffengewalt, Clans und Geldwäsche - GdP in der Morgenpost zu relevanten Sicherheitsthemen

Die tödlichen Schüsse der vergangenen Woche sind der traurige Höhepunkt einer Gewalteskalation, wie sie Berlin seit Jahren nicht gesehen hat. Ein Mensch wird gezielt getötet, mitten in der Hauptstadt, nahe der Gedächtniskirche, des KaDeWe und des Kurfürstendamm. Es ist ein Knacks im Image der Spree-Metropole, die sich gern als Stadt der Freiheit, der Kreativität und der Partynächte verkauft, international und bundesweit aber auch als Hotspot der Organisierten Kriminalität und des Drogenhandels bekannt ist.

Verfügbarkeit von Schusswaffen reißt nicht ab

Gegen die schiere Verfügbarkeit von Schusswaffen auf dem Markt wird vorerst wenig auszurichten sein. „Die Szene ist durchbewaffnet“, sagt Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP). „Die Waffen werden im Ausland illegal produziert oder zusammengesetzt und über die Balkanroute nach Deutschland geschmuggelt.“ Einige weitere entstünden am 3D-Drucker oder stammten direkt aus den Kriegsgebieten im ehemaligen Jugoslawien und momentan auch aus der Ukraine.

Hoffnung ruht nun auf einer Berliner Bundesratsinitiative, die Innensenatorin Spranger und Justizsenatorin Badenberg im Juni gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Kern der Initiative sind die Hochstufung des illegalen Besitzes und Erwerbs von halb automatischen Waffen vom Vergehen zum Verbrechen, was einer Strafverschärfung gleichkommt, sowie die Möglichkeit einer umfassenden Telekommunikationsüberwachung beim Verdacht illegalen Waffenbesitzes. Letzterer Schritt soll den Fokus vor allem auf die Hintermänner des schädlichen Waffenschmuggels legen.

Doch es sind nicht nur Pistolen und Gewehre, die den Sicherheitsbehörden Sorgen bereiten. Viel niedrigschwelliger ist das Messer, das in den Taschen vieler junger Menschen gefährlich locker sitzt. Der Senat reagierte schon 2024 mit einer umfassenden Strategie. Es wurde eine Koordinierungsstelle „Messer“ im Landeskriminalamt (LKA) und ein „Hinweis Messer“ in den polizeilichen Erfassungssystemen eingeführt, um Intensivstraftäter schneller identifizieren zu können. Es kam zu Rechtsverschärfungen, rechtskräftig verurteilten Messerstraftätern kann seitdem etwa der Führerschein entzogen werden. Seit Juli 2025 gilt ein komplettes Waffenverbot im gesamten Berliner ÖPNV.

Zudem wurden Waffenverbotszonen an den Gewalt-Hotspots Kottbusser Tor, Görlitzer Park und Leopoldplatz eingerichtet. Die Polizei darf hier anlasslos kontrollieren. Seit Februar 2025 wurden fast 100 Messer und weitere gefährliche Gegenstände beschlagnahmt. Kritiker sprechen allerdings von Symbolpolitik und einem unnötigen Flickenteppich. „Was wir wirklich brauchen, ist ein grundsätzliches Trageverbot jeglicher Messer in der Öffentlichkeit mit berufsbedingten Ausnahmen“, sagt GdP-Sprecher Jendro.

In der öffentlichen Wahrnehmung bleibt derweil die Organisierte Kriminalität – und hier vor allem die arabischstämmigen Clans – die größte Bedrohung für ein friedliches Zusammenleben in der Stadt. Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2024 ist die Clankriminalität im vergangenen Jahr erstmals wieder gestiegen. 2025 wurden insgesamt 952 Straftaten durch 342 Tatverdächtige aus dem Milieu der meist arabischstämmigen Großfamilien erfasst.

„Ermittlungen in diesem Bereich sind schwieriger geworden“, erklärt Jendro. „Wo früher eine Clan-Größe befahl und den Ton angab, herrschen heute spontane, wechselnde Allianzen vor, auch über eigentlich verfeindete Clans hinweg, wir sehen einen Generationenwandel.“ Berlin reagierte in der laufenden Legislaturperiode mit Verbundeinsätzen und Razzien und nahm vermehrt das illegal erwirtschaftete Vermögen von Banden und Clans ins Visier.

2023 wurden knapp fünf Millionen Euro an illegalen Vermögenswerten zugunsten des Landes Berlin eingezogen. 2024 wurde der Wert auf knapp neun Millionen Euro fast verdoppelt. Im vergangenen Jahr sind knapp 22 Millionen Euro an illegalen Vermögenswerten beschlagnahmt worden, im ersten Halbjahr 2026 waren es bereits gut drei Millionen Euro. Trotz der hohen Summen eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

„Deutschland bleibt ein Geldwäscheparadies und jedes Jahr werden schätzungsweise 100 Milliarden Euro reingewaschen, auch in Berlin“, sagt Gewerkschafter Jendro. „Um das zu verhindern, braucht es eine komplette Beweislastumkehr bei der Vermögensabschöpfung.“ Ob der nächste Senat diesen Weg konsequent weitergehen wird, bleibt abzuwarten.

Link zum Artikel:
https://www.morgenpost.de/berlin/article412912454/sicherheit-in-berlin-das-sind-berlins-kriminellste-probleme.html

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