05/08/2026
Am vergangenen Sonntag wurde am Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas der Opfer des nationalsozialistischen Völkermords gedacht – gemeinsam mit Angehörigen, Vertreter*innen der Community und zahlreichen Gästen.
Mit unserem bundesweiten Projekt RomnoPowerClub waren wir an diesem wichtigen Tag vor Ort. Im Vorfeld der Gedenkveranstaltung setzten sich die Jugendlichen mit der Geschichte des Holocaust an Sinti* und Roma* auseinander. Dafür stellte die Stiftung Denkmal Holocaust-Denkmal einen Raum zur Verfügung, in dem sie sich anhand einer Dokumentation mit der Verfolgungsgeschichte, der Bedeutung von Erinnerung und den Perspektiven der Betroffenen auseinandersetzen konnten.
Besonders eindrücklich war das Gespräch des Zeitzeugen Robert E. mit Agnes Krumwiede, das persönliche Erinnerungen und historische Verantwortung miteinander verband. Bewegend war auch der Redebeitrag unserer Kollegin Sissy Meinhardt, die den Blick auf die Geschichten richtete, die in vielen Familien bis heute weiterleben – Geschichten von Verfolgung, Verlust und einem Trauma, das Generationen geprägt hat. Sie erinnerte daran, dass die Verantwortung des Gedenkens nicht mit den Zeitzeug*innen endet, sondern bei uns allen liegt.
Mit Blumen und Kerzen wurde der Opfer gedacht. Ein stiller Moment, der deutlich machte: Erinnerung ist kein Blick zurück, sondern ein Auftrag für die Gegenwart. Denn Antiziganismus ist keine Vergangenheit – und genau deshalb bleibt Erinnerungsarbeit unverzichtbar.