Hildegard Lagrenne Stiftung

Hildegard Lagrenne Stiftung Die Hildegard-Lagrenne-Stiftung (HLS) gegründet am 25.Oktober 2012 für Bildung, Teilhabe und Inklusion für in Deutschland lebende Sinti und Roma

Am vergangenen Sonntag wurde am Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas der Op...
05/08/2026

Am vergangenen Sonntag wurde am Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas der Opfer des nationalsozialistischen Völkermords gedacht – gemeinsam mit Angehörigen, Vertreter*innen der Community und zahlreichen Gästen.

Mit unserem bundesweiten Projekt RomnoPowerClub waren wir an diesem wichtigen Tag vor Ort. Im Vorfeld der Gedenkveranstaltung setzten sich die Jugendlichen mit der Geschichte des Holocaust an Sinti* und Roma* auseinander. Dafür stellte die Stiftung Denkmal Holocaust-Denkmal einen Raum zur Verfügung, in dem sie sich anhand einer Dokumentation mit der Verfolgungsgeschichte, der Bedeutung von Erinnerung und den Perspektiven der Betroffenen auseinandersetzen konnten.

Besonders eindrücklich war das Gespräch des Zeitzeugen Robert E. mit Agnes Krumwiede, das persönliche Erinnerungen und historische Verantwortung miteinander verband. Bewegend war auch der Redebeitrag unserer Kollegin Sissy Meinhardt, die den Blick auf die Geschichten richtete, die in vielen Familien bis heute weiterleben – Geschichten von Verfolgung, Verlust und einem Trauma, das Generationen geprägt hat. Sie erinnerte daran, dass die Verantwortung des Gedenkens nicht mit den Zeitzeug*innen endet, sondern bei uns allen liegt.

Mit Blumen und Kerzen wurde der Opfer gedacht. Ein stiller Moment, der deutlich machte: Erinnerung ist kein Blick zurück, sondern ein Auftrag für die Gegenwart. Denn Antiziganismus ist keine Vergangenheit – und genau deshalb bleibt Erinnerungsarbeit unverzichtbar.

02/08/2026
02/08/2026
Der 2. August 1944 markiert eines der dunkelsten Kapitel europäischer Geschichte. In der Nacht vom 2. auf den 3. August ...
02/08/2026

Der 2. August 1944 markiert eines der dunkelsten Kapitel europäischer Geschichte. In der Nacht vom 2. auf den 3. August wurde das sogenannte „Z-familienlager“ in Auschwitz-Birkenau aufgelöst. Die verbliebenen rund 4.300 Roma und Sinti* – vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen – wurden ermordet.

Mehr als 80 Jahre später ist dieses Verbrechen Teil unserer Geschichte. Doch die Auseinandersetzung damit endet nicht in der Vergangenheit.

Denn die Mechanismen, die Ausgrenzung ermöglichen, wirken bis heute: in Vorurteilen, pauschalen Zuschreibungen und politischen Debatten, in denen Minderheiten nicht als gleichberechtigte Menschen, sondern als Problem dargestellt werden.

Roma* und Sinti* erleben weiterhin Diskriminierung – im Alltag, im Bildungssystem, auf dem Wohnungsmarkt und in öffentlichen Debatten.

Die Gegenwart ist nicht mit der Vergangenheit gleichzusetzen. Aber Geschichte zeigt uns, worauf wir achten müssen: wenn Menschen auf ihre Herkunft reduziert werden, wenn Sprache Distanz schafft und wenn einfache Schuldzuweisungen komplexe gesellschaftliche Fragen ersetzen.

Der 2. August erinnert deshalb nicht nur an das, was geschehen ist. Er fordert uns auf, Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen.

Erinnern heißt: hinsehen, widersprechen und Verantwortung übernehmen.

Die HLS setzt sich dafür ein, den Bildungserfolg von Roma* und Sinti* zu stärken und mehr Chancengleichheit zu schaffen.

Der Weg durch Kita, Schule und Bildungssystem ist für viele Familien in Berlin neu und manchmal herausfordernd. Besonder...
30/07/2026

Der Weg durch Kita, Schule und Bildungssystem ist für viele Familien in Berlin neu und manchmal herausfordernd. Besonders für Familien, die neu in der Stadt sind, ist es wichtig, die richtigen Informationen und Ansprechpersonen zu kennen.

In unserer neuen Reihe geben wir wichtige Informationen rund um Kita, Schule und Bildung – verständlich und mehrsprachig.

Mit den richtigen Informationen finden Familien leichter ihren Weg durch das Bildungssystem. Die Hildegard Lagrenne Stiftung begleitet Familien und unterstützt bei Fragen rund um Bildung und Betreuung.

Die HLS setzt sich dafür ein, den Bildungserfolg von Roma* und Sinti* zu stärken und mehr Chancengleichheit zu schaffen.

Manchmal entstehen die wichtigsten Impulse dort, wo Menschen zusammenkommen, ihre Erfahrungen teilen und einander zuhöre...
24/07/2026

Manchmal entstehen die wichtigsten Impulse dort, wo Menschen zusammenkommen, ihre Erfahrungen teilen und einander zuhören.

Beim Treffen der Romno Power Clubs in Darmstadt kamen junge Sinti* und Roma* aus verschiedenen Städten zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.

Die Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerungskultur und gesellschaftlicher Verantwortung zeigte, wie wichtig Räume für politische Bildung und Empowerment sind.

Denn Empowerment bedeutet auch, Geschichte sichtbar zu machen, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft aktiv mitzugestalten.

Mit der Reihe „Bildung gegen Widerstand“ machen wir sichtbar, was Bildung für Sinti* und Roma* bedeutet.Gulias Geschicht...
16/07/2026

Mit der Reihe „Bildung gegen Widerstand“ machen wir sichtbar, was Bildung für Sinti* und Roma* bedeutet.

Gulias Geschichte zeigt, wie Bildung Wege eröffnet und Menschen stärkt, ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Als Romni aus Moldau geht sie ihren Weg mit Stolz auf ihre Herkunft, ihre Familie und ihre Zukunft.

Gulia hat einen klaren Zukunftswunsch: Sie möchte eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten erfolgreich abschließen und später Menschen helfen.

Bildung bedeutet Teilhabe. Wenn Barrieren abgebaut und Chancen geschaffen werden, können junge Roma* und Sinti* ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten.

Die Hildegard Lagrenne Stiftung setzt sich für den Bildungserfolg von Roma* und Sinti* ein. Für viele nach Berlin geflüc...
15/07/2026

Die Hildegard Lagrenne Stiftung setzt sich für den Bildungserfolg von Roma* und Sinti* ein.

Für viele nach Berlin geflüchtete Roma-Familien bedeutet das jedoch zunächst, migrationsrechtliche Hürden zu überwinden. Denn Bildung und gesellschaftliche Teilhabe sind oft erst dann möglich, wenn grundlegende Fragen des Aufenthalts, der Existenzsicherung und des Zugangs zu sozialen Rechten geklärt sind.

In einem Interview gibt unsere Praktikantin Johanna Einblicke in ihre Zeit bei Romano Sfato. Sie berichtet von bewegenden Begegnungen, komplexen Beratungsfällen und davon, wie eng juristische Beratung, soziale Unterstützung und die Zusammenarbeit mit der Community miteinander verbunden sind.

Das Praktikum vermittelt nicht nur wertvolle Einblicke in die Praxis der Rechtsberatung, sondern schärft auch den Blick für gesellschaftliche Zusammenhänge, strukturelle Barrieren und die Bedeutung einer Beratung auf Augenhöhe.

Adresse

TrautenauStr. 5
Berlin
10717

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