Das Nationale E-Government Kompetenzzentrum vernetzt Experten aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft und ist die zentrale, unabhängige Plattform für Staatsmodernisierung und Verwaltungstransformation in Deutschland. Bund und Länder haben sich auf eine gemeinsame Handlungsagenda verständigt – die Nationale E-Government-Strategie. Deren Umsetzung ist eine gesellschaftliche Herausforder
ung, die eine enge Kooperation aller Beteiligten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erfordert. Dazu gehört auch eine effizientere Organisation von Forschung und Lehre im Bereich des E-Governments. Für die Modernisierung und Transformation von Staat und Verwaltung im Kontext fortschreitender Digitalisierung existiert bis heute kein integriertes Forschungsprogramm auf der Grundlage prioritärer Bedarfe. Das Nationale E-Government-Kompetenzzentrum (NEGZ) will dazu beitragen, bestehende Schwächen im Bereich der E-Government-Forschung und -Qualifizierung abzubauen, und gleichzeitig eine wichtige Katalysator- und Koordinierungsfunktion auf diesem Gebiet übernehmen. Handlungsleitend für diese Zielstellung sind vier integrierte Arbeitsprinzipien:
(1) transdisziplinär
(2) sektorenübergreifend
(3) verwaltungsebenübergreifend
(4) theoriebasiert & praxiszugewandt
Das NEGZ stellt einen integrativen und Disziplinen übergreifenden Ansatz sicher, der auf ein nahtloses Zusammenspiel zwischen diesen Disziplinen abzielt. Das NEGZ sorgt für einen kontinuierlichen Brückenschlag zwischen der grundlegenden, theorieorientierten Forschung einerseits und der angewandten Forschung andererseits, um die bestehenden Ressourcen bestmöglich zu nutzen und Innovationen zu fördern. Das NEGZ wirkt deutschlandweit horizontal und vertikal als Koordinierungsstelle und stellt eine optimale Nutzung des verteilten Wissens sicher. Es zielt auf einen Bundesländer und Verwaltungsebenen übergreifenden Ansatz zur effektiveren Nutzung der verteilten Kompetenzen und der erarbeiteten Ergebnisse ab.