11/06/2026
Gestern fand der 4. Jahreskongress der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) in Berlin statt. Nach Grußworten seitens des Vorstands des MIA e.V., des Beauftragten der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, Michael Brand, sowie des Vorsitzenden des Zentralrats deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, wurde der Jahresbericht der Meldestelle vorgestellt.
Außerdem gab es einen Rückblick auf die Arbeit des Rechtshilfenetzwerks, das im letzten Jahr seine Arbeit aufnahm, und eine Vorschau auf die Aktionswochen gegen Antiziganismus, die im Herbst von Amaro Foro e.V. organisiert werden.
In 2 Panels mit den Schwerpunkten "Arbeit der regionalen Meldestellen" sowie "Antiziganismus und Wohnen" wurde über weitere Schritte zur Bekämpfung von Antiziganismus und spezifische Problemlagen diskutiert.
Beim Kongress zeigte sich, das Antiziganismus nach wie vor ein massives gesellschaftliches Problemfeld ist. In ihren Beiträgen machten alle Redner*innen deutlich, dass hinter jedem der gemeldeten antiziganistischen Vorfälle ein Menschenschicksal steht, vor allem Kinder sind betroffen. Die Zahl der gemeldeten Fälle ist im Vergleich zum Vorjahr um 24% auf 2.067 gestiegen.
Weitere Informationen findet ihr auf den Seiten der MIA: mia-bund.de oder antiziganismus-melden.de