08/10/2026
Über letzte Dinge sprechen – Was möchte ich einmal tragen?
Über die letzte Kleidung zu sprechen klingt im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich.
Und doch erzählt Kleidung oft sehr viel darüber, wer ein Mensch ist.
Muss es der klassische Anzug sein?
Ein schönes Kleid?
Oder darf es genau das sein, worin man sich sein ganzes Leben lang wohlgefühlt hat?
Bei uns durfte daraus sogar schon einmal eine kleine „Modenschau“ werden.
Verschiedene Sachen wurden angeschaut, ausprobiert und am Ende ganz bewusst entschieden:
Das soll es sein.
Und manchmal ist die Wahl noch persönlicher.
Die Kleidung eines Jägers.
Etwas, das an das Leben als Seemann erinnert.
Die Uniform eines Feuerwehrmannes.
Oder einfach das Lieblingsshirt, das ein Mensch gefühlt hundertmal getragen hat.
Denn warum sollte ausgerechnet beim Abschied plötzlich etwas zu uns gehören müssen, das vorher nie zu uns gehört hat?
Vielleicht darf auch die letzte Kleidung noch einmal erzählen:
Das war ich.
Das gehörte zu meinem Leben.
So möchte ich in Erinnerung bleiben.
Solche Wünsche vorher auszusprechen, kann nicht nur Selbstbestimmung bedeuten.
Es kann auch Angehörigen später eine Entscheidung abnehmen.
Und manchmal entsteht dabei sogar etwas, womit man bei diesem Thema gar nicht gerechnet hätte:
ein Lächeln.
Eine Geschichte.
Eine Erinnerung.
Oder eben eine kleine Modenschau mitten im Hospiz. 🧡
Über letzte Dinge zu sprechen muss nicht immer traurig sein.
Manchmal bedeutet es einfach, bis zuletzt man selbst bleiben zu dürfen.