Berlin hat 3.407.614 Einwohner. 2013 kamen etwa 6.000 Flüchtlinge dazu. Das sind etwa 6% der in Deutschland Asylsuchenden. Wir nicht. Berlin wäre noch immer eine Kleinstadt
zwischen Spandau und Köpenick, wären nicht Franzosen, Niederländer, Polen,
Tschechen, Russen, Türken und Vietnamesen gekommen, um sich hier niederzulassen. Diese vielfältigen kulturellen Wurzeln machen Berlin zur Weltstadt. Ber
lin profitiert von Einwanderung. Wir fragen uns: Wie können wir mit Einwanderern und Flüchtlingen zum beiderseitigen
Vorteil leben und arbeiten? Wie können wir uns eine gemeinsame Bereicherung sein? Wir verfolgen zwei konkrete Projekte. Mit unserem Webportal kommen-und-bleiben.de wollen wir eine Übersicht über
die Berliner Flüchtlingsinitiativen geben. Flüchtlinge und Engagierte sollen die Möglichkeit haben, direkt mit einander
in Kontakt zu treten. Initiativen sollen sich untereinander koordinieren,
Mitstreiter finden, Ressourcen und Unterstützung suchen und finden können. Neue Projekte können mit Hilfe von kommen-und-bleiben.de leichter initiiert
und umgesetzt werden. Mit einem zweiten Projekt werden wir eine Kooperation zwischen der Kunsthochschule
Berlin-Weißensee und Flüchtlingen aufbauen. Sie sollen die Möglichkeit haben
Hochschulveranstaltungen zu besuchen oder selbst durchzuführen, Werkstätten und
Knowhow der Kunsthochschule in Kooperation mit Studierenden zu nutzen. Unsere Erfahrungen dabei werden wir andere Hochschulen, Kunstvereinen, Museen und
Theatern zur Verfügung stellen. Wir suchen Tischler, Studierende, Journalisten, Künstler,
Übersetzer, Programmierer, Köche, Kosmonauten und alle die Lust haben,
gemeinsam mit uns die Stadt von morgen zu gestalten. Wir sind keine Helfer. Und Flüchtlinge sind keine Opfer. Wir sind Berliner.