21/07/2026
In liebevoller Erinnerung an Christiane Barckhausen-Canale, Gründerin von SUSI (1942-2026)
Mit tiefer Trauer haben wir vom Tod unserer Gründerin Christiane Barckhausen-Canale erfahren. Sie wurde 1942 geboren und ist am vergangenen Wochenende in Bonefro, Italien, verstorben. Ohne sie gäbe es das Interkulturelle Frauenzentrum SUSI nicht – und viele von uns, die hier arbeiten, beraten oder Unterstützung gefunden haben, verdanken ihr mehr, als sich in Worte fassen lässt.
Christiane war Schriftstellerin, Übersetzerin und eine Frau von großer Neugier und tiefem Mitgefühl. Sie arbeitete jahrelang als Dolmetscherin für Spanisch und verbrachte prägende Jahre in Mexiko, Kuba und Nicaragua. In ihren Büchern erzählte sie die Geschichten außergewöhnlicher Menschen – am bekanntesten wohl ihre Arbeiten über die Fotografin und Revolutionärin Tina Modotti, für die sie unter anderem den Literaturpreis der Casa de las Américas erhielt.
Im Herbst 1989 versammelte Christiane in ihrem Ostberliner Wohnzimmer eine Gruppe von Frauen mit einer einfachen, aber mutigen Idee: einen Ort der internationalen Begegnung zu schaffen. Am 8. März 1992 wurde daraus das Interkulturelle Frauenzentrum SUSI – solidarisch, unabhängig, sozial und international, so wie es der Name bis heute verspricht. Die letzten rund dreißig Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Bonefro, Italien, wo sie ihr umfangreiches Tina-Modotti-Archiv pflegte, doch bis zuletzt nahm sie regen Anteil am Weltgeschehen und hielt an ihrer Überzeugung fest, dass Dialog, Menschlichkeit und Kultur Brücken bauen können.
Wir sind unendlich dankbar für ihr Lebenswerk, ihren Mut und ihre Vision. Wir werden Christiane Barckhausen-Canale in liebevoller Erinnerung behalten und ihr Erbe – die Solidarität, die Offenheit und den interkulturellen Dialog, für die SUSI steht – weitertragen. Unser tief empfundenes Beileid gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden. 🕊️
Foto: Robert Löffler
Christiane Barckhausen Canale .barckhausencanale
Jasmina Barckhausen