UOKG e.V.

UOKG e.V. Jetzt unsere Petition unterschreiben: www.change.org/gegenzwangsarbeit Die UOKG wurde 1992 gegründet. Zu den Mitgliedsverbänden der UOKG zählen u.a. aus Leipzig.

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft ist der Dachverband für fast 40 Vereine und Initiativen der kommunistisch Verfolgten in Deutschland. Wer wir sind

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) hat ihren Sitz im Gebäude des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Berlin-Lichtenberg. Unter ihrem Dach sind mehr als 30 Verbände aus dem

Osten und Westen Deutschlands vereinigt, deren gemeinsames Ziel darin besteht, das Leid der Opfer realsozialistischer Gewaltherrschaft nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Dazu wird politisch Einfluß genommen und Veranstaltungen mit Zeitzeugen in der Öffentlichkeit, an Schulen und auf Kongressen durchgeführt. Das Unrecht des SED-Staates und der stalinistischen Speziallager hinterließ zahlreiche Opfer, deren Schicksal die UOKG und ihre Mitgliedsverbände aufarbeiten möchten. Lagergemeinschaften der Opfer sowjetischer Speziallager (Arbeitsgemeinschaft Fünfeichen, Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen 1945 –1950 e.V., Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.), Organisationen politischer Häftlinge aus der DDR (Cottbuser Häftlingsgemeinschaft), Aufarbeitungsinitiativen (Forum zur Aufklärung und Erneuerung e.V.), Menschenrechtsorganisationen (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte e.V., Menschenrechtszentrum Cottbus), aber auch Initiativen wie Pro Universitätskirche e.V. Ein nachlässiger öffentlicher Umgang mit diesen Themen als auch das unbefriedigend gelöste Problem von Renten- und Entschädigungszahlungen für erlittenes Unrecht wird von der UOKG kritisiert und in Gesprächen und Kontakten mit politischen Gremien thematisiert. Die UOKG wendet sich gegen politischen Extremismus jeglicher Ausprägung, und hat dies seit August 2006 auch in ihrer Satzung verankert. Dies setzt sie auch bei allen Mitgliedsverbänden voraus. Betont wird vom Bundesvorsitzenden Rainer Wagner, dass insbesondere Antisemitismus in der aus verschiedensten Verbänden bestehenden Dachorganisation keinen Platz hat. Weiterhin wird beklagt, dass sich die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur und diejenigen der realsozialistischen Gewaltherrschaft meist fremd gegenüber stehen. Dieter Dombrowski, der 1974 20 Monate lang in der DDR in politischer Haft war, ist seit Oktober 2015 der gewählte Vorsitzende der UOKG. Vor ihm war Rainer Wagner, von 1967 bis 1969 in DDR-Haft, von 2007 an Vorsitzender. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden 2015 unter anderem der Potsdamer Rechtsanwalt Roland Lange, Ernst-Otto Schönemann von der Interessengemeinschaft der Zwangsausgesiedelten und Anita Goßler aus dem Frauenkreis der ehem. Hoheneckerinnen gewählt. Mit Opferverbänden und Häftlingsorganisationen auf internationaler Ebene, besonders in Osteuropa, findet im Rahmen einer "Internationalen Assoziation" ein intensiver Erfahrungsaustausch statt. Von der UOKG wird in Zusammenarbeit mit dem BSV-Förderverein für Beratungen e.V. die Mitgliederzeitschrift "Der Stacheldraht" in Berlin herausgegeben.

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verleiht am 11. Juni 2026 zum zehnten Mal den Karl-Wilhelm-Fricke-P...
01/06/2026

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verleiht am 11. Juni 2026 zum zehnten Mal den Karl-Wilhelm-Fricke-Preis und zeichnet damit Persönlichkeiten, Initiativen und Institutionen aus, die sich in herausragender Weise für die Aufarbeitung von Diktaturen sowie für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage engagieren.

Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis würdigt das Archiv Bürgerbewegung Leipzig für seine 35-jährige Arbeit zur Sicherung, Erschließung und Vermittlung von Zeugnissen von Opposition und Widerstand in der DDR. Das primär ehrenamtlich getragene Archiv macht historische Quellen für Öffentlichkeit, Forschung und Bildung zugänglich. Die Laudatio hält der frühere DDR-Bürgerrechtler Frank Richter.

Der Sonderpreis geht an Basil Kerski. Der Publizist und Kulturmanager gilt seit Jahrzehnten als Brückenbauer zwischen deutschen, polnischen und europäischen Erinnerungskulturen. Die Jury würdigt seinen Beitrag zu einer offenen Auseinandersetzung mit Diktaturerfahrungen und demokratischem Wandel. Die Laudatio hält Katrin Budde.

Mit dem Nachwuchspreis werden Hanna Müller und Weronika Vogel für „Eastplaining. Der Ostblog“ ausgezeichnet. Das Online-Projekt spiegelt ostdeutsche Erfahrungen und DDR-Geschichte aus Sicht einer jungen Generation wider und bringt diese differenziert in gesamtdeutsche Debatten ein. Die Laudatio hält Jakob Springfeld.

Der Preis erinnert an den Publizisten Karl Wilhelm Fricke und wurde durch eine Spende des ehemaligen Fluchthelfers Dr. Burkhart Veigel ermöglicht. Zur Jury gehören Marianne Birthler, Dr. Jacqueline Boysen, Katrin Budde, Dr. Anna Kaminsky, Marko Martin, Prof. Dr. Irina Scherbakowa und Dr. Burkhart Veigel.

📅11.06.2026 | 18 Uhr
📍Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
🎟 Bitte melden Sie sich bis zum 10. Juni über das Online-Formular an.

Die Veranstaltung vor Ort wird live auf dem YouTube-Kanal der Stiftung übertragen. Auf der Webseite der Bundesstiftung Aufarbeitung finden Sie weitergehende Infos. [www.tinyurl.com/mukbheka]

Foto: Karl-Wilhelm-Fricke-Preis. Ladan Rezaeian, BStA

Zum Beginn des sommerlichen Wochenendes gibt es von unserer Seite noch einen Tipp insbesondere für Hamburg(er) und Umgeb...
29/05/2026

Zum Beginn des sommerlichen Wochenendes gibt es von unserer Seite noch einen Tipp insbesondere für Hamburg(er) und Umgebung:

Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg zeigt noch bis zum 21. Juni 2026 die Videoausstellung „Generationen verbinden. Generation 1975. Mit 14 ins neue Deutschland“ in ihren Räumen.

Was bedeutet es, mit 14 Jahren die Wiedervereinigung mitzuerleben?
In der Videoinstallation erzählen neun Menschen aus Brandenburg, Baden-Württemberg, Ost- und Westberlin von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Teilung, dem Mauerfall und dem Neubeginn in einem vereinten Deutschland. Die „Generation 1975“ zeigt ZeitzeugInnen, die zum Zeitpunkt des Mauerfalls 14 Jahre alt waren. Ein Alter, in dem erste politische, moralische und soziale Überzeugungen entwickelt werden und große gesellschaftliche „Narrative“ Einfluss auf die Identitätsentwicklung nehmen. Sie waren alt genug, um die Welt aufmerksam zu beobachten, und jung genug, um noch nicht festgelegt zu sein. Welche Chancen eröffneten sich plötzlich und welche vertrauten Sicherheiten gingen verloren? Wie veränderten Herkunft, Prägungen und Möglichkeiten aus Ost oder West den Blick auf das neue Land? Und inwiefern haben diese unterschiedlichen Startpunkte den weiteren Lebensweg geprägt?

BesucherInnen erwartet ein 60-minütiger Themenfilm sowie vertiefende Einzelinterviews (jeweils ca. 20-25 min). Im Raum stehen sie den porträtierten Personen direkt gegenüber und erleben das Thema Transformation als multiperspektivische, biografische Erzählung. Die Installation vermittelt persönliche Erfahrungen, die sich in den gesamtgesellschaftlichen Debatten bis heute widerspiegeln. Chancen, Brüche und Verluste des Zusammenwachsens werden durch die ZeitzeugInnenberichte auf eindrucksvolle Weise erfahrbar.

📅 bis 21. Juni 2026 | zu den Öffnungszeiten der Bibliothek
📍Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg
🎟 Der Eintritt ist frei. Die Videos sind mit englischen Untertiteln versehen.

Dazu begleitend findet am Montag, dem 1. Juni 2026 um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Deutsch-deutsche Geschichte in der Schule“ am gleichen Ort statt.

Foto: ZeitzeugInnen der Ausstellung. KRRO Film

Die neue Ausgabe 3/26 des „stacheldraht“, der Zeitschrift der UOKG, ist vor einigen Tagen erschienen. Fast 60 Jahre nach...
26/05/2026

Die neue Ausgabe 3/26 des „stacheldraht“, der Zeitschrift der UOKG, ist vor einigen Tagen erschienen. Fast 60 Jahre nach Einführung des Farbfernsehens in Deutschland haben wir uns entschieden, gleichzuziehen: Ab jetzt ist der „stacheldraht“ durchgehend farbig gedruckt. Gleichzeitig haben wir auch das Design behutsam angepasst. Wir hoffen, es gefällt Ihnen!

Wir haben für Sie im Heft unter anderem die folgenden Themenschwerpunkte:
• Deutscher Bundestag wählt Evelyn Zupke erneut zur SED-Opferbeauftragten
• Bundesrat stimmt Verordnungen zu gesundheitlichen Folgeschäden zu
• Zeitzeugen der UOKG berichten: Sowjetische Militärtribunale
• Mein ziemlich bester Freund

Der „stacheldraht“ erscheint ab 2026 mit sechs Ausgaben pro Jahr und kann wie folgt abonniert werden:
Die gedruckte Ausgabe im Jahresabo 9 € inkl. Postversand, eine Einzelausgabe 1,50 € inkl. Postversand
Die digitale Ausgabe als PDF im Jahresabo 9 €, eine Einzelausgabe 1,50 €
Bitte schreiben Sie uns eine Mail an [email protected].

Die Ausgaben der zurückliegenden Jahre gibt es auf unserer Webseite [www.uokg.de] unter „stacheldraht“ kostenlos im Download.

Als gemeinnütziger Verein wissen wir aus unserer täglichen Arbeit nur zu gut: Unser Einsatz für die Aufarbeitung kommuni...
23/05/2026

Als gemeinnütziger Verein wissen wir aus unserer täglichen Arbeit nur zu gut: Unser Einsatz für die Aufarbeitung kommunistischer Gewaltherrschaft und unsere Hilfe für die Opfer wären ohne unermüdliches freiwilliges Engagement schlichtweg unmöglich.

Mit vielen dieser Menschen arbeiten wir auf regelmäßiger Basis zusammen – denn der gesamte Vorstand der UOKG einschließlich unseres Bundesvorsitzenden Dieter Dombrowski, die regionalen Beauftragten und auch die meisten unserer Verbandsmitglieder üben ihre anspruchsvollen Jobs ehrenamtlich aus.

Genau diese freiwillige Hingabe für das Gemeinwohl steht nun im Mittelpunkt eines ganz besonderen, neuen Ereignisses: Dem ersten bundesweiten Ehrentag am 23. Mai 2026.

Was ist der Ehrentag?
Der Ehrentag ist ein deutschlandweiter Mitmachtag, der von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt ins Leben gerufen wurde. Das Datum ist bewusst gewählt, denn am 23. Mai feiern wir den Geburtstag unseres Grundgesetzes. Unter dem Motto „Der Ehrentag. Für dich. Für uns. Für alle.“ wird unsere demokratische Verfassung nicht nur mit festlichen Reden, sondern mit ganz konkreten Taten gefeiert. Der Tag würdigt den freiwilligen Einsatz aller und zeigt, wie viel Kraft und Freude im gesellschaftlichen Miteinander steckt.

Was bedeutet eigentlich Ehrenamt?
Ein Ehrenamt ist der freiwillige, in der Regel unentgeltliche Einsatz für die Gesellschaft. Es ist das absolute Rückgrat unserer Demokratie. Ehrenamtliche schenken das Wertvollste, was sie haben: ihre Zeit, ihr Wissen und ihr Mitgefühl. Ob im Sportverein, in der Nachbarschaftshilfe, bei der Feuerwehr oder in Vereinen wie der UOKG – durch ehrenamtliches Engagement wird Gemeinschaft erst lebendig. Wer sich engagiert, übernimmt Verantwortung, stärkt den Zusammenhalt und erlebt gleichzeitig persönliche Erfüllung.

Jede und jeder kann mitmachen!
Das Großartige an dieser Initiative: Alle können sich beteiligen, völlig unabhängig von Alter, Herkunft oder Wohnort. Es braucht keine Vorkenntnisse, nur die Bereitschaft, gemeinsam für eine gute Sache anzupacken. Ob Sie beim Müllsammeln im Park helfen, einen Vorlesenachmittag organisieren oder einfach jemandem in der Nachbarschaft unter die Arme greifen – jede kleine und große Tat zählt.

Um all diesen großartigen Projekten Raum zu geben, finden rund um den Ehrentag die Aktionswochen vom 16. bis 31. Mai 2026 statt. Lassen Sie uns als UOKG diesen Anlass nutzen, um unsere demokratischen Werte und Freiheiten zu feiern – Werte, die keine Selbstverständlichkeit sind und für die wir jeden Tag eintreten. Machen Sie mit!

Weitere Informationen, tolle Ideen für Ihre eigenen Aktionen und einen „Engagement-Finder“ finden Sie auf der offiziellen Webseite [www.ehrentag.de]!

Foto: Mitglieder des UOKG-Vorstands im Juni 2025. Lucas Hütter, UOKG

Erinnerung braucht einen Ort: Spendenaufruf für eine Gedenktafel für Hartmut Tautz!Nur 22 Meter trennten den 18-jährigen...
21/05/2026

Erinnerung braucht einen Ort: Spendenaufruf für eine Gedenktafel für Hartmut Tautz!

Nur 22 Meter trennten den 18-jährigen Hartmut Tautz im August 1986 von der Freiheit. Sein grausamer Tod am Eisernen Vorhang bei Bratislava darf nicht in Vergessenheit geraten. Helfen Sie uns, ihm und anderen Opfern der kommunistischen Gewaltherrschaft ein würdiges Denkmal zu setzen.

Hartmut Tautz sah für sich keine Zukunft in der DDR. Sein Weg in die Freiheit endete jedoch tragisch im Maisfeld kurz vor der rettenden österreichischen Gemeinde Kittsee. Er wurde von Diensthunden der Grenzwache schwer verletzt – die Soldaten verweigerten die Erste Hilfe und verhörten ihn zunächst.

Auf eine Privatinitiative von Alexander Heise und Wolfgang Bachkönig hin soll nun direkt an der österreichisch-slowakischen Grenze eine zweiteilige Gedenktafel aufgestellt werden. Sie erinnert an das grausame Schicksal von Hartmut Tautz und würdigt das Burgenland als damaliges Sinnbild der Freiheit für viele Flüchtende.

Wir unterstützen dieses Projekt – mit Ihrer Hilfe!
Die UOKG unterstützt das Vorhaben aus tiefster Überzeugung: Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BStA) hat bereits auf unser Bestreben hin Fördermittel in Aussicht gestellt, für die Umsetzung sind jedoch Eigenmittel zwingend erforderlich.

Unser Ziel: Die feierliche Einweihung der Gedenktafel noch in diesem Jahr!

Bitte helfen Sie uns, den notwendigen Eigenanteil aufzubringen. Jede Spende trägt dazu bei, dass das Schicksal von Hartmut Tautz als Mahnung für ein freies Europa sichtbar bleibt.

Bitte spenden Sie an die folgende Bankverbindung:
UOKG e.V.
Deutsche Bank Berlin
IBAN: DE 7910 0700 2407 3427 2800
BIC: DEUTDEDBBER
Verwendungszweck: SPENDE TAUTZ

Über den Fortgang des Projektes halten wir Sie natürlich auf unserer Webseite [www.uokg.de] und in den Sozialen Medien auf dem Laufenden.

Foto: Ausweisdokument von Hartmut Tautz

Vor 50 Jahren, in der Nacht zum 1. Mai 1976, wurde Michael Gartenschläger im Alter von nur 32 Jahren an der innerdeutsch...
19/05/2026

Vor 50 Jahren, in der Nacht zum 1. Mai 1976, wurde Michael Gartenschläger im Alter von nur 32 Jahren an der innerdeutschen Grenze ermordet. Ein Stasi-Kommando lauerte ihm am Grenzzaun zwischen Büchen und Greven auf, als er zum dritten Mal eine DDR-Selbstschussanlage (SM-70) demontieren wollte. Er wollte der Welt die Unmenschlichkeit des SED-Regimes beweisen – und bezahlte dafür mit seinem Leben. Sein Leichnam wurde zunächst streng geheim in Schwerin anonym vergraben; heute ruht er dort in einem Ehrengrab.

Zum 50. Jahrestag dieses barbarischen Tötungsakts luden der Freundeskreis Michael Gartenschläger und der Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur MV zu einer Gedenkfeier ans historische „Gartenschläger-Eck“ ein. Rund 40 engagierte Bürger, Opfer des Regimes und Politiker versammelten sich im Kiefernwald, um dem mutigen Kämpfer für Freiheit und Menschenrechte zu gedenken.

Wolfgang Wiese, Vorsitzender des Freundeskreises und VOS-Landesvorsitzender, enthüllte einen neuen Gedenkstein. Dessen Inschrift trägt die zeitlose Botschaft Gartenschlägers: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht“.

In ihren Ansprachen würdigten Burkhard Bley (Landesbeauftragter MV), Jette Waldinger-Thiering (Vizepräsidentin des Landtages SH), Dr. Christoph Mager (Landrat) sowie Felix Heinz Holtschke (VOS) Gartenschlägers waghalsigen Kampf gegen das DDR-Unrecht. Umrahmt wurden die Worte von einfühlsamer Harfenmusik durch Elena Lavrenteev und dem Klang der Berliner Freiheitsglocke während einer gemeinsamen Schweigeminute.

Am Nachmittag fand das Gedenken am Ehrengrab auf dem Schweriner Waldfriedhof seinen würdigen Abschluss. Zusammen mit Bürgern und Jochen Schmidt (Direktor der Landeszentrale für politische Bildung MV) wurden auch dort bei den Klängen des Duos Rust Kränze niedergelegt. Ein bewegender Tag des Erinnerns endete an Gartenschlägers letzter Ruhestätte mit einer weiteren Minute des Schweigens.

Dank an Felix Heinz Holtschke für Text und Fotos!

Die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus lädt herzlich und erstmalig ein zur Teilnahme an der Cottbuser Nacht der offenen Kirc...
16/05/2026

Die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus lädt herzlich und erstmalig ein zur Teilnahme an der Cottbuser Nacht der offenen Kirchen am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, ab 21 Uhr zu jeder vollen Stunde.

Lassen Sie uns gemeinsam erinnern, zuhören, nachdenken – über die Nagelkreuzarbeit des Menschenrechtszentrum Cottbus e. V., über Chancen und Herausforderungen von Versöhnung, sowie die Geschichte und Gegenwart der »Community of the Cross of Nails«. Es erwarten Sie Gespräche mit Gästen aus Kirche, Zeitzeugenschaft und Gesellschaft bei Musik, Getränken und Knabbereien. Mit dabei der ehemalige politische Inhaftierte Gabriel Berger. Beginn ist jeweils um 21, 22 und 23 Uhr, dazwischen besteht die Möglichkeit zur Besichtigung der Ausstellungen.

Wie kommt das Menschenrechtszentrum Cottbus zur Nacht der offenen Kirchen?

Es ist bereits mehr als 10 Jahre her, dass am 10. Dezember 2015, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, dem Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. in Anwesenheit der geistlichen Leitung der Kathedrale von Coventry, der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft und der Evangelischen Landeskirche in einem feierlichen Gottesdienst das Nagelkreuz von Coventry verliehen wurde.

In den monatlichen Nagelkreuzandachten des MRZ wird seitdem an die Geschichte des Unrechtsortes Zuchthaus Cottbus und die Spätfolgen der nationalsozialistischen und kommunistischen Diktatur erinnert sowie der Menschen gedacht, die auch heute unter Diktaturbedingungen leiden und/oder in Gefängnissen inhaftiert sind. Dabei geht es auch um die Auseinandersetzung mit Fragen zu Versöhnung und Streit, Krieg und Frieden sowie Recht und Gerechtigkeit.

📅 Pfingstsonntag, 24. Mai 2026 | 21 + 22 + 23 Uhr
📍 MRZ Cottbus e. V. | Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus
🎟 Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich.

Foto: Das Nagelkreuz des MRZ Cottbus, hergestellt von Häftlingen in der Justizvollzugsanstalt Würzburg und geweiht in der Kathedrale von Coventry. MRZ Cottbus

Wie bereits von uns angekündigt, hat der Bundesrat am 8. Mai 2026 den Verordnungen zur Konkretisierung der gesetzlichen ...
14/05/2026

Wie bereits von uns angekündigt, hat der Bundesrat am 8. Mai 2026 den Verordnungen zur Konkretisierung der gesetzlichen Vermutungsregelungen im Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz, im Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetz und im Häftlingshilfegesetz zugestimmt.

Damit ist der entscheidende Schritt erfolgt. Mit inhaltlichen Änderungen ist nun nicht mehr zu rechnen. Ausstehend ist nur noch die amtliche Verkündung. Nach den beschlossenen Verordnungstexten sollen die neuen Regelungen mit Wirkung vom 1. Juli 2025 in Kraft treten und damit rückwirkend ab diesem Zeitpunkt gelten.

Vorgesehen ist eine deutliche Erleichterung für Betroffene: Bei bestimmten schädigenden Ereignissen und bestimmten gesundheitlichen Schädigungen soll der ursächliche Zusammenhang künftig vermutet werden. Das kann die Anerkennung gesundheitlicher Folgeschäden erheblich erleichtern und die Prüfung des ursächlichen Zusammenhangs in typischen Fallkonstellationen vereinfachen. Das gilt neben der bereits erwähnten rehabilitierten Freiheitsentziehung nach dem Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz auch beispielsweise bei Maßnahmen zur Verhinderung der Flucht nach dem Häftlingshilfegesetz sowie bei Zersetzungsmaßnahmen nach dem Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetz. Aus unserer Sicht erfassen die Verordnungen die wesentlichen einschlägigen Fallgruppen sowohl bei den schädigenden Ereignissen als auch bei den gesundheitlichen Schädigungen.

Wir begrüßen diese Entwicklung ausdrücklich. Bereits im Vorfeld hatten wir auf die geplanten Änderungen hingewiesen und konnten den Entstehungsprozess fachlich begleiten und unterstützen. Umso erfreulicher ist es, dass die Verordnungen nun die Zustimmung des Bundesrates erhalten haben.

Die Bundesratsdrucksachen und die dazugehörigen Beschlüsse des Bundesrates sowie die Stellungnahme der UOKG vom Dezember 2025 haben wir auf unserer Webseite verlinkt [www.tinyurl.com/nl260101].

Text: Martina Kegel

Bundestag

Im Mai 1945, unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, errichtete der sowjetische Geheimdienst NKWD im oberschle...
12/05/2026

Im Mai 1945, unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, errichtete der sowjetische Geheimdienst NKWD im oberschlesischen Tost (heute Toszek) das Internierungslager Nr. 2. Zum 81. Jahrestag der Einrichtung dieses Lagers erinnert die UOKG an die Tausenden Opfer, die dort und in weiteren Lagern unter unmenschlichen Bedingungen litten und starben.

Von Mai bis November 1945 wurden in Tost rund 4.600 deutsche Zivilisten interniert. Die Gefangenen stammten nicht nur aus Schlesien, sondern auch aus Sachsen, Brandenburg, dem Sudetenland und dem heutigen Sachsen-Anhalt. Die Zustände im Lager waren katastrophal: Hunger, Krankheiten und die grausame Behandlung durch die Bewacher prägten den Alltag. Die Internierten wurden zudem zur Zwangsarbeit in der Umgebung herangezogen.

Die Bilanz dieses nur halbjährigen Bestehens ist erschütternd: Etwa 3.300 Menschen – fast drei Viertel der Insassen – überlebten die Haft nicht. Sie wurden in Massengräbern verscharrt. Viele weitere verstarben kurz nach ihrer Freilassung an den Folgen der Entbehrungen. Heute befindet sich am Ort der Massengräber eine Gedenkstätte; das einstige Lagergebäude dient wieder seinem ursprünglichen Zweck als Psychiatrische Klinik.

Um die Erinnerung an dieses Verbrechen wachzuhalten, hat die UOKG im vergangenen Jahr eine umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung als deutsche Erstausgabe herausgegeben. Das Buch „Tiurma NKWD Nr. 2 Tost“ von Sebastian Rosenbaum, Bogusław Tracz und Dariusz Węgrzyn wurde für die deutsche Fassung aktualisiert und von David Skrabania übersetzt.

Ein besonderer Fokus liegt auf der jahrzehntelangen Forschungsarbeit von Sybille Krägel von der Initiativgruppe NKWD-Lager Tost. Ihr ist es zu verdanken, dass dem Buch ein umfangreicher Anhang mit der Liste der Lagerinsassen beigefügt werden konnte – ein unschätzbares Dokument für die Familienforschung und die historische Aufarbeitung.

Die deutsche Ausgabe ist nur über die Webseite der UOKG erhältlich [www.uokg.de/tostbuch], die polnische Ausgabe ist unter gleichem Titel im Buchhandel verfügbar.

„Tiurma NKWD Nr. 2 Tost“ – Das sowjetische Gefängnis in Tost im Jahr 1945
Sebastian Rosenbaum, Bogusław Tracz, Dariusz Węgrzyn. Aus dem Polnischen übersetzt von David Skrabania
468 Seiten, 1. Auflage April 2025, Demokratieverlag UG Berlin, ISBN 978-3-910685-04-8

Der Preis beträgt für Privatpersonen 20 € (inkl. 19% MwSt.).
Der Abgabepreis für den Buchhandel beträgt 14 € (incl. 19% MwSt.). Unterstützen Sie mit Ihrer Bestellung die Arbeit der UOKG und helfen Sie dabei, das Schicksal der Opfer des NKWD-Terrors in Oberschlesien vor dem Vergessen zu bewahren.

Illustration: gemini

Herzlichen Glückwunsch an Evelyn Zupke zur Wiederwahl als SED-Opferbeauftragte des Deutschen Bundestages. Mit großem Eng...
09/05/2026

Herzlichen Glückwunsch an Evelyn Zupke zur Wiederwahl als SED-Opferbeauftragte des Deutschen Bundestages. Mit großem Engagement, klarer Haltung und viel Empathie hat sie sich in den vergangenen Jahren für die Interessen der Betroffenen des SED-Unrechts eingesetzt und die Aufarbeitung der DDR-Diktatur mit Nachdruck vorangebracht. Besonders ihr Einsatz für die Verbesserung der SED-Unrechtsbereinigungsgesetze hat wichtige Impulse gesetzt, um Betroffene besser zu unterstützen und bestehende Ungerechtigkeiten weiter abzubauen.

Ihre Arbeit hat dazu beigetragen, das Leid der Opfer sichtbarer zu machen, Erinnerung wachzuhalten und wichtige gesellschaftliche Debatten anzustoßen. Die Wiederwahl ist deshalb auch ein starkes Zeichen der Anerkennung für ihre bisherige Arbeit und ihr unermüdliches Engagement.

Für die kommende Amtszeit wünschen wir weiterhin viel Kraft, Erfolg und Unterstützung bei dieser wichtigen Aufgabe!

Foto: Evelyn Zupke beim Verbändetreffen der UOKG im Sommer 2025. Lucas Hütter, UOKG

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