UOKG e.V.

UOKG e.V. Jetzt unsere Petition unterschreiben: www.change.org/gegenzwangsarbeit Die UOKG wurde 1992 gegründet. Zu den Mitgliedsverbänden der UOKG zählen u.a. aus Leipzig.

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft ist der Dachverband für fast 40 Vereine und Initiativen der kommunistisch Verfolgten in Deutschland. Wer wir sind

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) hat ihren Sitz im Gebäude des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Berlin-Lichtenberg. Unter ihrem Dach sind mehr als 30 Verbände aus dem

Osten und Westen Deutschlands vereinigt, deren gemeinsames Ziel darin besteht, das Leid der Opfer realsozialistischer Gewaltherrschaft nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Dazu wird politisch Einfluß genommen und Veranstaltungen mit Zeitzeugen in der Öffentlichkeit, an Schulen und auf Kongressen durchgeführt. Das Unrecht des SED-Staates und der stalinistischen Speziallager hinterließ zahlreiche Opfer, deren Schicksal die UOKG und ihre Mitgliedsverbände aufarbeiten möchten. Lagergemeinschaften der Opfer sowjetischer Speziallager (Arbeitsgemeinschaft Fünfeichen, Arbeitsgemeinschaft Lager Sachsenhausen 1945 –1950 e.V., Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.), Organisationen politischer Häftlinge aus der DDR (Cottbuser Häftlingsgemeinschaft), Aufarbeitungsinitiativen (Forum zur Aufklärung und Erneuerung e.V.), Menschenrechtsorganisationen (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte e.V., Menschenrechtszentrum Cottbus), aber auch Initiativen wie Pro Universitätskirche e.V. Ein nachlässiger öffentlicher Umgang mit diesen Themen als auch das unbefriedigend gelöste Problem von Renten- und Entschädigungszahlungen für erlittenes Unrecht wird von der UOKG kritisiert und in Gesprächen und Kontakten mit politischen Gremien thematisiert. Die UOKG wendet sich gegen politischen Extremismus jeglicher Ausprägung, und hat dies seit August 2006 auch in ihrer Satzung verankert. Dies setzt sie auch bei allen Mitgliedsverbänden voraus. Betont wird vom Bundesvorsitzenden Rainer Wagner, dass insbesondere Antisemitismus in der aus verschiedensten Verbänden bestehenden Dachorganisation keinen Platz hat. Weiterhin wird beklagt, dass sich die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur und diejenigen der realsozialistischen Gewaltherrschaft meist fremd gegenüber stehen. Dieter Dombrowski, der 1974 20 Monate lang in der DDR in politischer Haft war, ist seit Oktober 2015 der gewählte Vorsitzende der UOKG. Vor ihm war Rainer Wagner, von 1967 bis 1969 in DDR-Haft, von 2007 an Vorsitzender. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden 2015 unter anderem der Potsdamer Rechtsanwalt Roland Lange, Ernst-Otto Schönemann von der Interessengemeinschaft der Zwangsausgesiedelten und Anita Goßler aus dem Frauenkreis der ehem. Hoheneckerinnen gewählt. Mit Opferverbänden und Häftlingsorganisationen auf internationaler Ebene, besonders in Osteuropa, findet im Rahmen einer "Internationalen Assoziation" ein intensiver Erfahrungsaustausch statt. Von der UOKG wird in Zusammenarbeit mit dem BSV-Förderverein für Beratungen e.V. die Mitgliederzeitschrift "Der Stacheldraht" in Berlin herausgegeben.

Heute feiert unser Bundesvorsitzender Dieter Dombrowski seinen 75. Geburtstag – ein schöner Anlass, um nicht nur herzlic...
23/06/2026

Heute feiert unser Bundesvorsitzender Dieter Dombrowski seinen 75. Geburtstag – ein schöner Anlass, um nicht nur herzlich zu gratulieren, sondern auch einmal Danke zu sagen.

Wenn die Aufarbeitung der SED-Diktatur einen Superhelden bräuchte, wäre er zweifellos die Idealbesetzung. Er trägt zwar kein Cape, besitzt dafür aber Fähigkeiten, die im wahren Leben weitaus wichtiger sind: unermüdliche Hartnäckigkeit, eine klare politische Haltung und einen unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn.

Aus seiner eigenen Biografie und der bitteren Erfahrung politischer Haft im Zuchthaus Cottbus hat er eine bemerkenswerte Energie geschöpft. Statt zu resignieren, setzt er sich seit Jahrzehnten pragmatisch und zielgerichtet für diejenigen ein, die in der DDR Unrecht erfahren haben. Er gibt den Opfern der kommunistischen Gewaltherrschaft eine starke, unüberhörbare Stimme. Ob im Dialog mit der Politik oder bei der täglichen Verbandsarbeit – er kämpft unnachgiebig dafür, dass dieses Kapitel der deutschen Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und die Betroffenen die Anerkennung erhalten, die ihnen zusteht.

Wir danken Dieter Dombrowski für sein großartiges Engagement an der Spitze der UOKG. Für das neue Lebensjahr wünschen wir ihm vor allem Gesundheit, alles erdenklich Gute und weiterhin genau diese bewundernswerte Ausdauer für die wichtigen Aufgaben, die noch vor uns liegen. Das Team der UOKG! 👏

Die neueste Ausgabe des UOKG-Newsletters ist erschienen. In unserer gedruckten, 16-seitigen Publikation, die wie gewohnt...
23/06/2026

Die neueste Ausgabe des UOKG-Newsletters ist erschienen. In unserer gedruckten, 16-seitigen Publikation, die wie gewohnt zwei Mal jährlich erscheint, informieren wir Sie fundiert über unsere politische Arbeit, aktuelle Forschung und berichten aus unseren Beratungsstellen. Folgende Schwerpunktthemen erwarten Sie in der aktuellen Ausgabe:

• Bund startet Gestaltungswettbewerb für Mahnmal für die Opfer der kommunistischen Diktatur
Die Errichtung eines zentralen Mahnmals in Berlin ist ein langjähriges Kernanliegen der UOKG. Wir beleuchten den nun offiziell gestarteten Wettbewerb, der eine entscheidende Phase für einen würdigen Erinnerungsort markiert, um das begangene Unrecht der SED-Diktatur dauerhaft, angemessen und sichtbar im nationalen Gedenken zu verankern.

• Ein (fast) vergessenes Kapitel der DDR-Geschichte: Die psychiatrische Kinderklinik Neufahrland
Die historische Aufarbeitung des DDR-Gesundheitswesens erfordert nach wie vor intensive wissenschaftliche Arbeit. Wir widmen uns den Zuständen in der psychiatrischen Kinderklinik Neufahrland. Die Erforschung der Schicksale der dort untergebrachten Minderjährigen rückt ein lange marginalisiertes Kapitel staatlicher Repression in die gesellschaftliche Öffentlichkeit.

• Veranstaltungen zur Wanderausstellung „Jugendstrafvollzug in der DDR“
Der repressive Umgang mit Jugendlichen im SED-Staat ist ein spezifisches Unrecht, über das die Wanderausstellung bundesweit aufklärt. In der aktuellen Ausgabe blicken wir auf die begleitenden Veranstaltungen der letzten Monate zurück und verdeutlichen die anhaltende Bedeutung der kontinuierlichen Vermittlungsarbeit anhand von persönlichen Zeitzeugenberichten.

Sie können sich den aktuellen Newsletter unter [www.uokg.de/newsletter] als PDF anzeigen lassen oder herunterladen. Die gedruckten Ausgaben liegen in unserer Bundesgeschäftsstelle in der Ruschestraße 103, 10365 Berlin für Sie zur Mitnahme aus. Wir wünschen Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre!

Foto: gemini

Vor 73 Jahren, am 17. Juni 1953, erhoben sich in über 700 Orten der DDR Hunderttausende Menschen. Sie demonstrierten mut...
19/06/2026

Vor 73 Jahren, am 17. Juni 1953, erhoben sich in über 700 Orten der DDR Hunderttausende Menschen. Sie demonstrierten mutig gegen die SED-Diktatur, für bessere Lebensbedingungen, freie Wahlen und die Einheit Deutschlands. Der berechtigte Protest wurde von sowjetischem Militär und der DDR-Volkspolizei blutig niedergeschlagen. Mindestens 55 Menschen starben, rund 15.000 wurden inhaftiert, viele zu hohen Strafen oder Lagerhaft verurteilt. Um die Erinnerung an diesen historischen Freiheitskampf wachzuhalten, hat die UOKG auch in diesem Jahr an verschiedenen Gedenkfeiern teilgenommen.

Unser Bundesvorsitzender Dieter Dombrowski nahm am Nachmittag des 17. Juni 2026 an der öffentlichen Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen teil. Im Rosenhof des ehemaligen Stasi-Gefängnisses legte er gemeinsam mit Gedenkstättendirektor Helge Heidemeyer und Gu Ruey-sheng, dem Leiter der Taipeh Vertretung in Berlin, Kränze nieder. Die vielen Opfer und Inhaftierten des Volksaufstandes dürfen und werden wir nicht vergessen.

Zudem vertrat Dieter Dombrowski unsere Vereinigung bei der zentralen Gedenkveranstaltung des Landes Brandenburg im Potsdamer Landtag. Im Plenarsaal mahnten Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Aufarbeitungsbeauftragte Dr. Maria Nooke, dass Demokratie aktiv verteidigt werden muss. Umrahmt von einer szenischen Lesung historischer Zeitdokumente durch Schauspieler des Hans Otto Theaters und begleitet vom Saxophonisten Ralf Benschu wurde deutlich: Das Vermächtnis des 17. Juni ist ein lebendiger Auftrag für die Gegenwart.

An einem weiteren historischen Schauplatz vertrat Sandra Czech die UOKG. Am Platz des Volksaufstandes von 1953 an der Ecke Leipziger Straße/Wilhelmstraße in Berlin legte sie am dortigen Bodendenkmal, vor dem heutigen Bundesfinanzministerium, in unserem Namen einen Kranz nieder. Für uns als UOKG bleibt der 17. Juni 1953 ein Schlüsselereignis der Demokratiegeschichte. Der Mut der Demonstranten von damals verpflichtet uns noch heute, Diktaturen und Unrecht stets entschlossen entgegenzutreten.

Foto: Gedenkstunde vor dem Bodendenkmal an der Wilhelmstraße in Berlin. Team BAB www.aufarbeitung-berlin.de

Am 2. Juni 2026 besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, um der Opfer ...
17/06/2026

Am 2. Juni 2026 besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, um der Opfer der SED-Diktatur zu gedenken. Für die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft war dies ein wichtiges Zeichen der Anerkennung. Unser Bundesvorsitzender Dieter Dombrowski nahm an dem Gedenken teil und legte gemeinsam mit dem Bundespräsidenten sowie dem Gedenkstätten-Direktor Helge Heidemeyer einen Kranz im ehemaligen Gefängnishof nieder.

Die ehemalige Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit ist ein zentraler Ort der deutschen Diktaturgeschichte. Über 11.000 Menschen wurden hier inhaftiert. Die Gründe reichten vom bloßen Wunsch, die DDR verlassen zu wollen, über offene Kritik am Regime bis hin zum Beharren auf elementaren Grundrechten. Das systematische Ziel der Stasi-Offiziere war es, Geständnisse für politisch gesteuerte Gerichtsverfahren zu erzwingen. Die unmenschlichen Methoden wandelten sich dabei über die Jahrzehnte von offener körperlicher Gewalt in den 1950er Jahren hin zu perfiden Methoden der psychischen Zermürbung durch Isolation, Schlafentzug und Desorientierung.

Bei einem Rundgang durch den Zellentrakt und die Vernehmungsräume suchte der Bundespräsident gezielt das Gespräch mit den Zeitzeugen Renate Werwigk-Schneider, Mario Röllig und Michael Brack, die ihm von ihren Hafterfahrungen und den erlittenen Repressalien berichteten.

„Ich habe großen Respekt, dass Sie an den Ort, an dem Sie so viel Leid erfahren haben, immer wieder zurückzukehren, um davon zu berichten und gleichzeitig die Mahnung mit auf den Weg zu geben, alles dafür zu tun, dass Verhältnisse, wie sie sie erlebt haben, Verhältnisse von bloßer Willkür statt Rechtsstaatlichkeit in diesem Lande, nie wieder einkehren dürfen.“

Frank-Walter Steinmeier stellte klar, dass diese Aufklärungsarbeit der wichtigste Schutz vor einer Verklärung der DDR-Geschichte ist. Die UOKG begrüßt diese klaren Worte sehr. Sie bestärken uns in unserem unermüdlichen Einsatz dafür, dass das entsetzliche Unrecht nicht in Vergessenheit gerät und die Rechtsstaatlichkeit in unserem Land stets verteidigt wird.

Fotos: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Andreas Böttger

Gern teilen wir die Pressemitteilung der Konferenz der Landesbeauftragten vom 11. Juni 2026 anlässlich der Tagung „Das G...
15/06/2026

Gern teilen wir die Pressemitteilung der Konferenz der Landesbeauftragten vom 11. Juni 2026 anlässlich der Tagung „Das Grüne Band auf dem Weg zum Welterbe“ in Probstzella (Thüringen):

Das „Grüne Band“ ist ein herausragender Erinnerungs- und Naturraum. Entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze verweist es auf zentrale Erfahrungen: Im Osten stand es für Überwachung, Zwangsaussiedlungen und getrennte Familien, im Westen für strukturschwache Zonenrandgebiete und Grenzkontrollen. Diese tief verwurzelten Erfahrungen sind ein essenzieller Teil unserer gesamtdeutschen Geschichte.

Zugleich symbolisiert das „Grüne Band“ heute die friedliche Überwindung der Teilung, die deutsche Einheit und ein zusammenwachsendes Europa. Nirgendwo sonst verbinden sich die Erinnerung an Unfreiheit und die Erfahrung von demokratischem Neubeginn derart unmittelbar. Als unverzichtbarer Erinnerungsraum lädt es Ost- und Westdeutsche zum kritischen Dialog ein.

Die ökologische Bedeutung ist untrennbar mit der Historie verknüpft: Die jahrzehntelange Abschottung ließ eines der wichtigsten Biotopverbundsysteme Mitteleuropas entstehen. Natur- und Zeitgeschichte sind hier so eng verwoben, dass gerade darin die einmalige Chance liegt, ein gemischtes UNESCO-Welterbe zu etablieren.

Mit der Aufnahme in die deutsche Tentativliste 2024 wurde dies anerkannt. Nun sind die Anrainerländer gefordert, sich ausdrücklich zu einem gemischten Welterbe zu bekennen – und damit die Gleichrangigkeit von Erinnerungskultur und Naturschutz zu sichern. Dieser Schritt hält die Erfahrungen der Teilung dauerhaft sichtbar und verhindert, dass die Geschichte marginalisiert wird.

Die Bundesländer tragen dafür die politische Verantwortung. Zögern schwächt den Bewerbungsprozess und die Glaubwürdigkeit staatlicher Erinnerungspolitik. Als Landesbeauftragte fordern wir die Länder auf, die Bewerbung des „Grünen Bandes“ als gemischtes Welterbe politisch, finanziell und strukturell aktiv zu unterstützen. Es braucht ein klares Bekenntnis zu diesem Schlüsselort gesamtdeutscher Verantwortung und internationaler Verständigung.

Foto: Grenzturm auf dem Hopfenberg, Probstzella. Sebastian Sachse, UOKG

Am Freitag, 12. Juni 2026, feiert der Dokumentarfilm „The Spies Among Us – Spione unter uns“ um 18 Uhr in der Gedenkstät...
11/06/2026

Am Freitag, 12. Juni 2026, feiert der Dokumentarfilm „The Spies Among Us – Spione unter uns“ um 18 Uhr in der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden seine Sachsen-Premiere. Im Mittelpunkt des Films steht Peter Keup, 1958 in Radebeul geboren. Anfang der 1980er Jahre gehörte er als Leistungssportler zum DDR-Nationalteam im Turniertanz. Der heute in Nordrhein-Westfalen lebende Wissenschaftler wurde 1981 nach einem Fluchtversuch verhaftet und später von der Bundesrepublik freigekauft.

Aus dem ehemaligen Leistungssportler wurde ein Wissenschaftler: Jahrzehnte später sucht er die direkte Konfrontation mit ehemaligen Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit. Dabei geht es um die Frage, wie Überwachung, Verfolgung und persönliche Verantwortung bis heute nachwirken. In seiner 2025 abgeschlossenen Promotion untersuchte er, wie politische Gefangene im DDR-Strafvollzug zu Informanten gemacht wurden.

Dokumentarfilme, in denen ehemalige DDR-Häftlinge direkt auf frühere Stasi-Mitarbeiter treffen, sind selten. Der Film begleitet Keup bei diesen Begegnungen und beleuchtet die langfristigen Folgen politischer Repression und die Aufarbeitung von DDR-Unrecht.

Die Veranstaltung wird von der Gedenkstätte Bautzner Straße und der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Nancy Aris organisiert. Sie wird die Filmvorführung eröffnen und meint dazu: „Peter Keup wirbt aus der Perspektive eines Betroffenen für eine sachliche und wissenschaftliche Aufarbeitung der SED-Diktatur. Mit dem Film schafft er zudem einen Zugang zum Thema, der für die Erinnerungskultur zunehmend an Bedeutung gewinnt.“

Im Anschluss an die Vorführung ist Peter Keup zu Gast für ein Publikumsgespräch. Dabei wird es um die Entstehung des Films, seine Forschung und seine persönlichen Erfahrungen mit dem DDR-Unrechtssystem gehen.

📅 Freitag, 12. Juni 2026 | 18 Uhr
🗺️ Gedenkstätte Bautzner Straße, Bautzner Straße 112a, 01099 Dresden
ℹ️ Der Eintritt ist frei. Weitere Infos gibt hier [www.bautzner-strasse-dresden.de] und hier [www.thespiesamongus.film].

Foto: Szene aus „Spione unter uns“. SideXSide Studios

Nach intensiven Wochen des Umzugs, Umbaus, Einrichtens und Auspackens ist es soweit: Die Robert-Havemann-Gesellschaft lä...
09/06/2026

Nach intensiven Wochen des Umzugs, Umbaus, Einrichtens und Auspackens ist es soweit: Die Robert-Havemann-Gesellschaft lädt herzlich zum Tag der offenen Tür in ihre neuen Räumlichkeiten ein.

Am Sonntag, den 21. Juni 2026, öffnen sich die Türen in der Klosterstraße 66 in Berlin Mitte für alle Interessierten. Nutzen Sie die Gelegenheit, die neuen Räume kennenzulernen und einen Einblick in die Arbeit der Havemann-Gesellschaft zu erhalten.

Zum Tag der offenen Tür des Archivs erwarten Sie exklusive Einblicke in die Magazin- und Archivräume, die an diesem Tag für Sie geöffnet werden, sowie in die neuen Räume für Ausstellungen, Veranstaltungen und Bildungsarbeit. Zu diesem Anlass werden auch drei Führungen angeboten, in denen die Geschichte der Robert-Havemann-Gesellschaft, ihre Arbeit zur Dokumentation von Opposition und Widerstand in der DDR sowie die Hintergründe des Umzugs vorgestellt werden.

Im Anschluss lohnt sich ein Besuch auf dem Gelände des Parochialkirchhofs: Im Rahmen der „Fête de la Musique“ erwartet Sie dort von 14 bis 22 Uhr das Programm „Nonstop-Chormusik von Pop bis Klassik“. Wir sehen uns in Berlin Mitte!

📅 21. Juni 2026 | Führungen um 12, 14 und 16 Uhr
🗺️ Robert-Havemann-Gesellschaft, Klosterstraße 66, 10179 Berlin Mitte
ℹ️ Bitte melden Sie sich bis 10. Juni an. [forms.cloud.microsoft/e/GP3i3XJPre]

Foto: Robert-Havemann-Gesellschaft

Mit der Online-Edition „Töne der Repression“ macht das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv erstmals Tonaufnahmen aus ...
05/06/2026

Mit der Online-Edition „Töne der Repression“ macht das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv erstmals Tonaufnahmen aus Spionageprozessen der DDR systematisch zugänglich. Zum Start am 17. Juni 2026 wird es eine Vorstellung und Diskussion des Projekts geben.

Die Aufzeichnungen geben Einblick in Abläufe politischer Strafjustiz. Damit dokumentieren sie nicht nur Inhalte, sondern auch Sprache, Tonfall und Dynamiken im Gerichtssaal. Die Aufnahmen eröffnen so neue Perspektiven auf die Inszenierung von Gerichtsprozessen und die Arbeit der Geheimdienste im Kalten Krieg.

Die Online-Audio-Edition wird fortlaufend erweitert. Prozesse aus allen Jahrzehnten der DDR machen künftig historische Entwicklungen im Umgang mit Spionage und den angeklagten Personen hör- und erlebbar.

📅 17. Juni 2026 | 17:30 Uhr
🗺️ Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Haus 22, 10365 Berlin
ℹ️ Die Veranstaltung ist öffentlich. Anmeldung bitte unter [email protected] oder 030 18665-6770

Programm:
Begrüßung durch Prof. Dr. Michael Hollmann (Präsident Bundesarchiv)
Vorstellung der Online-Audio-Edition und Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Daniela Münkel, Dr. Mark Laux und Dr. Ronald Funke (Vermittlung und Forschung, Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv)
moderiert von Korbinian Frenzel (Deutschlandfunk)
Empfang im Anschluss

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter [www.bundesarchiv.de/toene-der-repression]

Foto: Prozess gegen Wilhelm Lehmann u. a. vor dem Obersten Gericht, 1955, Quelle: BArch, Bild 183-31013-0001, Heinz Junge

Die Wanderausstellung „Blackbox Heimerziehung“ der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau startet ihre Tour dur...
03/06/2026

Die Wanderausstellung „Blackbox Heimerziehung“ der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau startet ihre Tour durch die westdeutschen Bundesländer. Ihren ersten Halt hat sie im niedersächsischen Hildesheim. Vom 2. Juni bis 12. Juli 2026 informiert das Mobile Denkzeichen auf dem Neustädter Markt über die Geschichte der repressiven DDR-Heimerziehung. Die Eröffnung findet am 2. Juni 2026 um 17 Uhr statt.

Die Präsentation wird von einem umfangreichen Programm begleitet, das sich den Erfahrungen junger Menschen in Einrichtungen der Heimerziehung widmet. Im Mittelpunkt stehen Leid- und Gewalterfahrungen, die Kinder und Jugendliche in Heimen machen mussten. Gleichzeitig macht das Programm die Vielfalt individueller Erfahrungen sichtbar und thematisiert verschiedene Lebenswege ehemaliger Heimkinder. Der Blick richtet sich dabei sowohl auf die Heimerziehung in der DDR als auch auf jene in der Bundesrepublik vor 1990. Darüber hinaus zielt das Programm darauf ab, die Perspektive auf die Gegenwart zu erweitern, die Rahmenbedingungen der heutigen Kinder- und Jugendhilfe zu reflektieren sowie Schutzkonzepte sowie unabhängige Beschwerdestellen für junge Menschen zu thematisieren.

Mit der Tour 2026 möchte die Gedenkstätte bundesweit die Auseinandersetzung mit diesem vielfach wenig bekannten Kapitel deutscher Zeitgeschichte anregen und an die jugendlichen Opfer repressiver Heimerziehung erinnern. Zugleich soll die Ausstellung ehemalige DDR-Heimkinder erreichen und Impulse für die persönliche Schicksalsklärung und Aufarbeitung geben.

Die „Blackbox Heimerziehung“ klärt im Innen- und Außenbereich eines umgebauten Seecontainers über die Geschichte des repressiven DDR-Heimsystems auf. Seit 2022 ermöglichte die Ausstellung an 25 verschiedenen Standorten bereits über 57.000 Besucherinnen und Besuchern die Auseinandersetzung mit einem Teil der DDR-Geschichte, der vielerorts bereits in Vergessenheit geraten ist.

Die Präsentation in Hildesheim findet in Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Lamberti und der Universität Hildesheim statt.

📅 02. Juni bis 12. Juli 2026 | täglich 9–17 Uhr
🗺️ St. Lamberti Kirchengemeinde, Neustädter Markt 26, 31134 Hildesheim
ℹ️ Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter [www.blackbox-heimerziehung.de]

Foto: Wanderausstellung „Blackbox Heimerziehung“ in Schwerin

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verleiht am 11. Juni 2026 zum zehnten Mal den Karl-Wilhelm-Fricke-P...
01/06/2026

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verleiht am 11. Juni 2026 zum zehnten Mal den Karl-Wilhelm-Fricke-Preis und zeichnet damit Persönlichkeiten, Initiativen und Institutionen aus, die sich in herausragender Weise für die Aufarbeitung von Diktaturen sowie für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage engagieren.

Der mit 20.000 Euro dotierte Hauptpreis würdigt das Archiv Bürgerbewegung Leipzig für seine 35-jährige Arbeit zur Sicherung, Erschließung und Vermittlung von Zeugnissen von Opposition und Widerstand in der DDR. Das primär ehrenamtlich getragene Archiv macht historische Quellen für Öffentlichkeit, Forschung und Bildung zugänglich. Die Laudatio hält der frühere DDR-Bürgerrechtler Frank Richter.

Der Sonderpreis geht an Basil Kerski. Der Publizist und Kulturmanager gilt seit Jahrzehnten als Brückenbauer zwischen deutschen, polnischen und europäischen Erinnerungskulturen. Die Jury würdigt seinen Beitrag zu einer offenen Auseinandersetzung mit Diktaturerfahrungen und demokratischem Wandel. Die Laudatio hält Katrin Budde.

Mit dem Nachwuchspreis werden Hanna Müller und Weronika Vogel für „Eastplaining. Der Ostblog“ ausgezeichnet. Das Online-Projekt spiegelt ostdeutsche Erfahrungen und DDR-Geschichte aus Sicht einer jungen Generation wider und bringt diese differenziert in gesamtdeutsche Debatten ein. Die Laudatio hält Jakob Springfeld.

Der Preis erinnert an den Publizisten Karl Wilhelm Fricke und wurde durch eine Spende des ehemaligen Fluchthelfers Dr. Burkhart Veigel ermöglicht. Zur Jury gehören Marianne Birthler, Dr. Jacqueline Boysen, Katrin Budde, Dr. Anna Kaminsky, Marko Martin, Prof. Dr. Irina Scherbakowa und Dr. Burkhart Veigel.

📅11.06.2026 | 18 Uhr
📍Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin
🎟 Bitte melden Sie sich bis zum 10. Juni über das Online-Formular an.

Die Veranstaltung vor Ort wird live auf dem YouTube-Kanal der Stiftung übertragen. Auf der Webseite der Bundesstiftung Aufarbeitung finden Sie weitergehende Infos. [www.tinyurl.com/mukbheka]

Foto: Karl-Wilhelm-Fricke-Preis. Ladan Rezaeian, BStA

Adresse

Ruschestraße 103
Berlin
10365

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