UOKG e.V.

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UOKG e.V. Jetzt unsere Petition unterschreiben: www.change.org/gegenzwangsarbeit Die UOKG wurde 1992 gegründet. Zu den Mitgliedsverbänden der UOKG zählen u.a. aus Leipzig.

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft ist der Dachverband für fast 40 Vereine und Initiativen der kommunistisch Verfolgten in Deutschland. Wer wir sind

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) hat ihren Sitz im Gebäude des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in Berlin-Lichtenberg. Unter ihrem Dach sind mehr als 30 Verbände aus dem Osten und Westen Deutschlands vereinigt, deren gemeinsames Ziel darin besteht, das Leid der Opfer realsozialistischer Gewaltherrschaft nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Dazu wird politisch Einfluß genommen und Veranstaltungen mit Zeitzeugen in der Öffentlichkeit, an Schulen und auf Kongressen durchgeführt. Das Unrecht des SED-Staates und der stalinistischen Speziallager hinterließ zahlreiche Opfer, deren Schicksal die UOKG und ihre Mitgliedsverbände aufarbeiten möchten. L***rgemeinschaften der Opfer sowjetischer Speziallager (Arbeitsgemeinschaft Fünfeichen, Arbeitsgemeinschaft L***r Sachsenhausen 1945 –1950 e.V., Initiativgruppe L***r Mühlberg e.V.), Organisationen politischer Häftlinge aus der DDR (Cottbuser Häftlingsgemeinschaft), Aufarbeitungsinitiativen (Forum zur Aufklärung und Erneuerung e.V.), Menschenrechtsorganisationen (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte e.V., Menschenrechtszentrum Cottbus), aber auch Initiativen wie Pro Universitätskirche e.V. Ein nachlässiger öffentlicher Umgang mit diesen Themen als auch das unbefriedigend gelöste Problem von Renten- und Entschädigungszahlungen für erlittenes Unrecht wird von der UOKG kritisiert und in Gesprächen und Kontakten mit politischen Gremien thematisiert. Die UOKG wendet sich gegen politischen Extremismus jeglicher Ausprägung, und hat dies seit August 2006 auch in ihrer Satzung verankert. Dies setzt sie auch bei allen Mitgliedsverbänden voraus. Betont wird vom Bundesvorsitzenden Rainer Wagner, dass insbesondere Antisemitismus in der aus verschiedensten Verbänden bestehenden Dachorganisation keinen Platz hat. Weiterhin wird beklagt, dass sich die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur und diejenigen der realsozialistischen Gewaltherrschaft meist fremd gegenüber stehen. Dieter Dombrowski, der 1974 20 Monate lang in der DDR in politischer Haft war, ist seit Oktober 2015 der gewählte Vorsitzende der UOKG. Vor ihm war Rainer Wagner, von 1967 bis 1969 in DDR-Haft, von 2007 an Vorsitzender. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden 2015 unter anderem der Potsdamer Rechtsanwalt Roland Lange, Ernst-Otto Schönemann von der Interessengemeinschaft der Zwangsausgesiedelten und Anita Goßler aus dem Frauenkreis der ehem. Hoheneckerinnen gewählt. Mit Opferverbänden und Häftlingsorganisationen auf internationaler Ebene, besonders in Osteuropa, findet im Rahmen einer "Internationalen Assoziation" ein intensiver Erfahrungsaustausch statt. Von der UOKG wird in Zusammenarbeit mit dem BSV-Förderverein für Beratungen e.V. die Mitgliederzeitschrift "Der Stacheldraht" in Berlin herausgegeben.

Vom 7. bis 14. November 2026 findet anlässlich des 37. Jahrestags des Mauerfalls die 2. Berlin Freedom Week statt. In di...
15/10/2026

Vom 7. bis 14. November 2026 findet anlässlich des 37. Jahrestags des Mauerfalls die 2. Berlin Freedom Week statt. In dieser stadtweiten Veranstaltungswoche rund um den 9. November dreht sich alles um die Themen Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit. Dabei werden historische Einblicke in die Friedliche Revolution von 1989 mit aktuellen globalen Perspektiven und Protestbewegungen verbunden.

Die UOKG ist auch in diesem Jahr wieder mit einem eigenen Beitrag vertreten: Wir laden Sie herzlich zu unserer Veranstaltung am Freitag, den 13. November 2026, auf den Campus für Demokratie ein. Wir zeigen die eindringliche Dokumentation „Beyond the Berlin Wall – Reports from Stasi Prisoners“ des Regisseurs Matthias Leupold aus dem Jahr 2025.

Der Film beleuchtet die Schicksale ehemaliger politischer Gefangener der DDR und gibt den Opfern der Stasi eine Stimme. Dabei wird eindrücklich gezeigt, welche lebenslangen Auswirkungen Repression und Haft in der SED-Diktatur auf die Betroffenen hatten und wie der Weg in ein Leben in Freiheit „hinter der Mauer“ gelang.

Im Anschluss an das Screening laden wir Sie zu einem moderierten Podiumsgespräch ein, bei dem die historische Einordnung und das persönliche Erleben in den direkten Dialog mit dem Publikum treten. Auf dem Podium diskutieren:
Matthias Leupold (Regisseur und Filmemacher)
Edda Schönherz (Zeitzeugin und Protagonistin im Film)
Akki Lietsche (Zeitzeuge und Protagonist im Film)
Sandra Czech (Referentin bei der UOKG)

📅 Freitag, 13. November 2026 | 17 Uhr
📍Stasi-Unterlagen-Museum, Campus für Demokratie
📍Haus 7, 4. Stock, Ruschestraße 103, 10365 Berlin
ℹ️Film mit deutschem Audio und englischen Untertiteln, Panel auf Deutsch
ℹ️Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Kommen Sie gern vorbei – wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme und einen anregenden Austausch!Das komplette Programm der Berlin Freedom Week finden Sie unter [www.berlin-freedom-week.com].

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv und von der Wirtschaftsförderung des Bezirks Lichtenberg.

Ein bewegender Tag im Paul-Löbe-Haus: Am 9. Oktober blickte die UOKG unter dem Motto „35 Jahre UOKG – Ehrenamt, das träg...
13/10/2026

Ein bewegender Tag im Paul-Löbe-Haus: Am 9. Oktober blickte die UOKG unter dem Motto „35 Jahre UOKG – Ehrenamt, das trägt“ auf dreieinhalb Jahrzehnte ihres Bestehens zurück. Es ist ein Jubiläum, das nachdenklich stimmt.

Wie der Bundesvorsitzende Dieter Dombrowski treffend formulierte: Eigentlich sollte man 35 Jahre feiern, doch uns gelte das nur bedingt. Unsere Arbeit wurde notwendig, weil ein Staat die eigenen Bürger verfolgt und ihrer Freiheit beraubt hat.

Dennoch blickt die UOKG mit Stolz auf das, was gemeinsam erreicht wurde. Von der Opferrente 2007 über die Berufung einer SED-Opferbeauftragten bis hin zu den historischen Verbesserungen durch die Rehabilitierungsgesetze im Jahr 2025 – diese Fortschritte sind das Ergebnis jahrzehntelanger Beharrlichkeit und des Mutes der Opfer.

Wie viel Rückhalt die UOKG heute erfährt, zeigte das großartige Programm, charmant moderiert von Dr. Peter Keup. Ein großer Dank gilt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seine eindringliche Videobotschaft sowie dem Regierenden Bürgermeister Berlins Kai Wegner und den vielen weiteren hochrangigen Vertretern aus Politik und Aufarbeitungslandschaft für ihre starken Grußworte. Einen nachdenklichen Höhepunkt bildete die Festrede von MdB a.D. Arnold Vaatz.

Musikalisch und literarisch wurde die Veranstaltung wunderbar getragen durch Beiträge von Manfred May und seiner edition H, von Dr. Anna Barbara Kastelewicz und Dmitri Sokolov mit Liedern aus NKWD-L***rn, von Dr. Karl-Heinz Bomberg sowie einem mitreißenden Unplugged-Auftritt der Rockband „Klosterbrüder“.

Besonderer Dank geht an die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke, ohne die diese famose Veranstaltung in diesem Rahmen nicht möglich gewesen wäre. Ihr, ihrem Team sowie allen Beteiligten und Helfern im Hintergrund dankt die UOKG von Herzen!

Die Rufe der Friedlichen Revolution bleiben ein bleibender Auftrag. Demokratie und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit. Die UOKG setzt sich weiterhin unermüdlich für die Würde der Verfolgten und einen respektvollen Dialog in der Gesellschaft ein.

Anlässlich unseres Jubiläums haben wir eine Festschrift zusammengestellt [www.uokg.de/35-jahre-uokg]

Fotos: Sebastian Sachse, UOKG

Vor 35 Jahren wurde unser Dachverband für die Opfer von SED-Herrschaft und Kommunismus von sieben Gründungsverbänden ins...
10/10/2026

Vor 35 Jahren wurde unser Dachverband für die Opfer von SED-Herrschaft und Kommunismus von sieben Gründungsverbänden ins Leben gerufen. Seitdem ist viel Zeit vergangen. 35 Jahre sind eine lange Zeit – und doch sind die Ereignisse, die zur Gründung unseres Verbandes geführt haben, für viele Menschen bis heute gegenwärtig.

Das Jubiläum zum 35-jährigen Bestehen unseres Verbandes stimmt allerdings auch nachdenklich. Eigentlich sollte dies ein Grund zum Feiern sein. Für uns trifft das nur bedingt zu. Denn sowohl die Gründung unseres Verbandes als auch unsere jahrzehntelange Arbeit wurden notwendig, weil ein Staat seine eigenen Bürgerinnen und Bürger verfolgt und ihrer Freiheit beraubt hat. Es wäre besser, wenn es die UOKG nicht geben müsste.

Aber das geschehene Unrecht lässt sich nicht ungeschehen machen. Die erlittenen Demütigungen können nicht ausgelöscht und zerstörte Lebenswege nicht vollständig wiederhergestellt werden. Was wir jedoch tun können, ist, die Folgen dieses Unrechts zu mildern, die Erinnerung wachzuhalten und dafür zu sorgen, dass die Opfer nicht vergessen werden. Genau darin liegt bis heute eine wesentliche Aufgabe der UOKG.

Wir blicken deshalb mit Dankbarkeit, aber auch mit Stolz auf das zurück, was in den vergangenen 35 Jahren erreicht werden konnte. Dazu gehören wichtige Verbesserungen für die Betroffenen, etwa die Einführung der Opferrente im Jahr 2007, die Berufung einer SED-Opferbeauftragten des Deutschen Bundestages, die Errichtung eines Mahnmals für die Opfer des Kommunismus in Deutschland, die verstärkte öffentliche Thematisierung der Zwangsarbeit politischer Häftlinge in der DDR und nicht zuletzt die deutlichen Verbesserungen durch die Rehabilitierungsgesetze von 2025.

Diese Fortschritte sind nicht vom Himmel gefallen. Sie sind das Ergebnis jahrzehntelanger Beharrlichkeit, vieler Gespräche und nicht zuletzt des Mutes der Opfer selbst, ihre Erfahrungen immer wieder öffentlich zu machen. Die UOKG versteht sich nicht nur als Interessenvertretung der Opfer von SED-Herrschaft und Kommunismus. Unsere Satzung, aber noch mehr unser Selbstverständnis, verpflichtet uns dazu, uns für alle Menschen einzusetzen, die Opfer rassischer, religiöser oder politischer Verfolgung geworden sind. Wir stehen für die Würde jedes einzelnen Menschen und für das Recht auf Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Noch immer gibt es unterschiedliche Wahrnehmungen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Deshalb brauchen wir weiterhin einen respektvollen und verständnisvollen Dialog – ohne das Unrecht zu relativieren und ohne die Opfer gegeneinander auszuspielen. Denn die Rufe der Friedlichen Revolution von „Wir sind das Volk!“ und später „Wir sind ein Volk!“ haben eine Verpflichtung hinterlassen. Sie erinnern uns daran, dass Demokratie von den Menschen lebt und dass Freiheit und Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeiten sind.

Herzlichen Dank, Ihr Dieter Dombrowski

Mehr Infos unter [www.uokg.de/35-jahre-uokg]

Foto: Lucas Hütter, UOKG

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft gratuliert der SED-Opferbeauftragten des Bundes, Evelyn Zup...
08/10/2026

Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft gratuliert der SED-Opferbeauftragten des Bundes, Evelyn Zupke, aufs Herzlichste zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit wurde sie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Diese hohe Auszeichnung ist eine hochverdiente Anerkennung für ihren jahrzehntelangen, unermüdlichen Einsatz für Freiheit und Demokratie.

Der Mut von Evelyn Zupke zeigte sich bereits früh in der DDR. Sie engagierte sich im oppositionellen Weißenseer Friedenskreis und trug im Mai 1989 maßgeblich dazu bei, den systematischen Wahlbetrug bei den Kommunalwahlen aufzudecken – diese mutige Tat war ein entscheidender Funke für die Friedliche Revolution. Auch bei den Mahnwachen an der Ost-Berliner Gethsemanekirche stand sie an vorderster Front und gestaltete später am Runden Tisch den demokratischen Neuanfang aktiv mit.

Für die UOKG ist Evelyn Zupke heute jedoch weit mehr als eine herausragende Bürgerrechtlerin. Als erste Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur ist sie unser wichtigstes politisches Sprachrohr und eine unverzichtbare Verbündete. Ihre enorme Wichtigkeit für unseren Dachverband zeigt sich in ihrer außergewöhnlichen Präsenz und Nahbarkeit: Evelyn Zupke ist bei vielen wichtigen Veranstaltungen und Gedenkfeiern der UOKG persönlich eingebunden. Ganz besonders bei unseren halbjährlichen Verbändetreffen ist sie eine feste und hochgeschätzte Konstante. Sie sucht stets das direkte Gespräch, hört den Betroffenen zu und trägt unsere gemeinsamen Forderungen mit Nachdruck in den Bundestag.

Durch diesen engen, vertrauensvollen Schulterschluss konnten wir in der jüngeren Vergangenheit bedeutende Erfolge erstreiten – darunter die Erhöhung der Opferrente, die Etablierung des neuen Härtefallfonds für Betroffene in wirtschaftlichen Notlagen sowie entscheidende Erleichterungen bei der Anerkennung verfolgungsbedingter Gesundheitsschäden.

Evelyn Zupke betont: „Wenn der Bundespräsident Orte wie Hoheneck oder den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau besucht, zeigt das den Betroffenen: Das Unrecht, das ihnen in der Diktatur widerfahren ist, wird heute in unserer Demokratie gesehen und anerkannt. Für meine Arbeit ist das wichtiger Rückenwind, um die Anliegen der Opfer weiter in die politische Debatte zu tragen.“

Dass Evelyn Zupke nun diese hohe staatliche Ehrung erfährt, ist zugleich ein starkes und tröstliches Signal an alle Opfer der SED-Diktatur: Ihr historisches Leid wird nicht vergessen und der fortwährende Einsatz für Gerechtigkeit erfährt höchste Anerkennung.

Liebe Evelyn Zupke, die UOKG und all ihre Mitgliedsverbände danken Ihnen von Herzen für Ihr herausragendes Engagement, Ihre unerschütterliche Empathie und die großartige Zusammenarbeit. Wir gratulieren Ihnen zu dieser wohlverdienten Ehrung und freuen uns darauf, den Weg der Aufarbeitung auch in Zukunft gemeinsam mit Ihnen weiterzugehen!

Foto: Evelyn Zupke beim dritten Bundesfrauenkongress in Dessau 2025. Lucas Hütter, UOKG

Der Verein Gedenkort Neubrandenburger Lindenberg – Stasi-Untersuchungshaftanstalt e.V. lädt herzlich zum 6. Aufarbeitung...
06/10/2026

Der Verein Gedenkort Neubrandenburger Lindenberg – Stasi-Untersuchungshaftanstalt e.V. lädt herzlich zum 6. Aufarbeitungsforum in die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg ein. Unter dem diesjährigen Schwerpunkt „Zukunft und Nutzung von Gedenkorten“ findet die Veranstaltung am Mittwoch, den 11. November 2026, von 18 bis 21 Uhr im Veranstaltungszentrum Latücht statt.

Zum Hintergrund: Das ehemalige Stasi-Gefängnis auf dem Lindenberg steht nach langjähriger Nachnutzung leer und seine Zukunft war zuletzt durch ein Verkaufsverfahren des Landes ungewiss. Der UOKG engagiert sich gemeinsam mit dem örtlichen Verein intensiv dafür, das Areal vor einer Privatisierung zu bewahren und stattdessen als authentischen Lern- und Gedenkort zu etablieren.

Das diesjährige Forum knüpft an die Ergebnisse von 2025 an. Im Fokus stehen die zivilgesellschaftliche Mitgestaltung und die künftige Nutzung der ehemaligen Stasi-Liegenschaft, um das Gedenken vor Ort dauerhaft räumlich verankern zu können. Dabei fließen architektonische Besonderheiten, Perspektiven einer nachhaltigen Mischnutzung und die ökologische Verträglichkeit in die Entwicklung des Gedenkortkonzepts ein.

Begleitet wird der Abend von Fachvorträgen ausgewiesener Expertinnen, die sich seit Längerem mit der Nachnutzung von MfS-Liegenschaften befassen:

• Prof. Dr.-Ing. Dagmar Jäger (IU Internationale Hochschule Berlin): „Kritische Reflexion: Verwandlung von Bestand mit schwieriger Vergangenheit“

• Tanja Scheffler (TU Dresden): „Die Bezirksverwaltungen des MfS in Leipzig und Halle (Saale) – Bauliche Strukturen und Zukunftsperspektiven“

Im Anschluss moderiert Dr. Constanze Jaiser (RAA-Geschichtswerkstatt zeitlupe) die gemeinsame Diskussion unter dem Motto „Gemeinsame Entwicklung – Von der Idee zum Konzeptentwurf“. Wer sich als DiskutantIn aus dem Publikum einen Platz sichern möchte, kann dies über eine kurze Nachricht an die Organisatoren tun.

Die Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Nachhaltiges Partizipationskonzept UHA Lindenberg“ ist publikumsoffen und kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen lebendigen Austausch über die Zukunft der Aufarbeitung!

📅 11. November 2026 | 18 bis 21 Uhr
📍Latücht, Große Krauthöferstraße 16, 17033 Neubrandenburg
ℹ️Weitere Infos unter [www.gedenkort-lindenberg.de]

Eine Kooperation des Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archivs, der UOKG e.V., der RAA-Geschichtswerkstatt zeitlupe, der Partnerschaft für Demokratie Neubrandenburg und dem Gedenkort Lindenberg e.V.

Gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Am 12. September 2026 fand auf dem Waldfriedhof in Jamlitz die 37. Gedenkveranstaltung der Initiativgruppe Internierungs...
01/10/2026

Am 12. September 2026 fand auf dem Waldfriedhof in Jamlitz die 37. Gedenkveranstaltung der Initiativgruppe Internierungslager Jamlitz e. V. statt. Im Mittelpunkt stand das Gedenken an die Opfer des sowjetischen Speziallagers Nr. 6, das von 1945 bis 1947 auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Lieberose in Jamlitz bestand.

In dieser Zeit waren dort insgesamt rund 10.300 Menschen interniert, von denen mehr als 3.000 infolge der unmenschlichen Haftbedingungen, insbesondere durch Hunger und Krankheiten, ums Leben kamen. Die Gedenkveranstaltung auf dem Waldfriedhof begann um 14 Uhr. Sie diente der Erinnerung an die im Speziallager Inhaftierten und Verstorbenen sowie der Auseinandersetzung mit der Geschichte des ehemaligen Internierungsortes.

Im Rahmen der Veranstaltung sprach die Brandenburgische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Dr. Maria Nooke, ein Grußwort und legte anschließend einen Kranz zum ehrenden Gedenken an die Opfer nieder. Auch die UOKG und weitere Opfervereine legten Kränze zum Gedenken an die Opfer nieder. Die jährlich stattfindende Gedenkveranstaltung wird von der 1992 gegründeten Initiativgruppe Internierungslager Jamlitz e. V. organisiert und soll dazu beitragen, die Geschichte des Ortes und die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten.

Text & Fotos: Anne Maltusch, UOKG

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Im August 2026 wurde im Berliner Stasi-Museum die Sonderausstellung über Fred Woitke feierlich eröffnet. Die Wanderausst...
29/09/2026

Im August 2026 wurde im Berliner Stasi-Museum die Sonderausstellung über Fred Woitke feierlich eröffnet. Die Wanderausstellung, die zuvor bereits an Stationen in Helmstedt und in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn zu sehen war, widmet sich dem bewegenden Leben und dem gewaltsamen Tod des jungen Familienvaters an der innerdeutschen Grenze.

Am 21. April 1973 versuchte Woitke aus der DDR zu fliehen. Mit einem LKW wollte der 23-jährige Zimmermann die DDR-Grenze an der Grenzübergangsstelle Marienborn durchbrechen. Sein Fluchtfahrzeug überschlug sich an der Straßenrollsperre, woraufhin vier Grenzer das Feuer auf den Fliehenden eröffneten. Woitke verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus. Initiiert und privat finanziert wurde das Projekt von Michael Teupel. Er war selbst von der DDR-Diktatur betroffen und arbeitet seit Jahren intensiv an der Aufarbeitung mit.

Die Wahl des Ausstellungsortes trägt enorme symbolische Kraft: In genau jenem Gebäudekomplex, in dem einst Erich Mielke sein Büro hatte und über Schicksale, Drangsalierungen sowie Mordaufträge entschieden wurde, wird nun ein Ort der Aufklärung geschaffen. Zentrales Exponat der Ausstellung ist unter anderem der durchschossene Sozialversicherungsausweis von Fred Woitke. Das Einschussloch direkt im DDR-Staatswappen steht als erschütterndes Zeugnis für die unbarmherzige Brutalität des Regimes.

Ergänzt wird die Schau durch Dokumente aus Stasi-Akten sowie einem MDR-Filmbeitrag, den Besucher direkt vor Ort per QR-Code abrufen können. Mit der Präsentation soll den Opfern des SED-Regimes ihre Würde und ihr Name in der Erinnerungskultur zurückgegeben werden. Zugleich richtet sich das Projekt entschlossen gegen jegliche Form der DDR-Nostalgie.

Diese eindringliche und äußerst sehenswerte Ausstellung ist bis Januar 2027 im Berliner Stasi-Museum zu sehen. Danach setzt sie ihren internationalen Weg fort: Nach der Station in Berlin wandert die Schau weiter nach Luxemburg, bevor für den 3. Oktober 2027 eine Präsentation in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul geplant ist.

Sie wollen mehr über unsere Verbandszeitschrift erfahren und stets informiert bleiben? Dann abonnieren Sie gern den „stacheldraht“ unter [www.uokg.de/stacheldraht]!

📅 täglich bis Januar 2027
📍 Stasi-Museum, Normannenstraße 20, Haus 1, 10365 Berlin
🎟️ Eintritt ab 9 €
ℹ️ Öffnungszeiten und weitere Infos unter [www.stasimuseum.de]

Text: André Rohloff
Collage: Ausweise, die Fred Woitke beim Fluchtversuch bei sich trug. Archive der Staatssicherheit und des Bundesarchivs, VOS, privat | Jürgen Runo

In der Elbestadt Dömitz wurde am 17. September 2026 an der Johanneskirche am Slüterplatz eine Gedenktafel eingeweiht, di...
24/09/2026

In der Elbestadt Dömitz wurde am 17. September 2026 an der Johanneskirche am Slüterplatz eine Gedenktafel eingeweiht, die an ein dunkles Kapitel der DDR-Geschichte erinnert: die Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze.

Unter der Inschrift „Geraubte Heimat – Erinnerung an die Zwangsaussiedlungen in Dömitz“ wird jener mehr als 300 Bürgerinnen und Bürger gedacht, die in den Jahren 1952 und 1961 aus ihren Häusern vertrieben wurden. In ganz Westmecklenburg betrafen diese Maßnahmen, die von der SED-Diktatur unter menschenverachtenden Decknamen wie „Operation Ungeziefer“ durchgeführt wurden, rund 3500 Menschen. Ins Visier des Regimes gerieten dabei vor allem jene, die als „politisch unzuverlässig“ eingestuft wurden. Den Betroffenen blieben oft nur wenige Stunden, um ihr gesamtes Hab und Gut zu packen, bevor sie tief ins Landesinnere deportiert wurden

Die Gedenkveranstaltung an der Kirche, wo die Plakette bis zur Aufstellung des Gedenksteins vorläufig Platz fand, bot Raum für tiefe Erinnerung. Grußworte sprachen Simone Benke-Saathoff von der Kirchengemeinde, Dr. Anna Kaminsky von der Bundesstiftung Aufarbeitung, Dr. Lars Tschirschwitz, stellvertretender Landesbeauftragter für die Aufarbeitung der SED-Diktatur in Mecklenburg-Vorpommern und der stellvertretende Bürgermeister Torsten Scheper.

Besondere Bedeutung für die historische Vermittlung hatte der Beitrag von Inge Bennewitz, Vorstandsmitglied der UOKG. Gemeinsam mit weiteren Zeitzeugen berichtete sie Schülerinnen und Schülern des Gymnasialen Schulzentrums „Fritz Reuter“ von dem erlittenen Unrecht. Torsten Scheper betonte, wie wichtig es sei, diese Geschichte jungen Menschen nahezubringen, da die Grenzbevölkerung damals unter permanenter Beobachtung stand.

Dömitz selbst war durch die direkte Lage an der Elbe und den vielen Sperranlagen einer der am stärksten gesicherten und von Grenztruppen geprägten Orte. Die offizielle Gedenkveranstaltung endete würdevoll mit einer Schweigeminute und der Niederlegung von Blumen am neuen Gedenkort.

Unter [www.uokg.de/zwangsaussiedlung] finden sie mehr Informationen und spannende weitergehende Links zum Thema!

Fotos: Sebastian Sachse, UOKG

Das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. lädt am 30. September 2026 zu der außergewöhnlichen Performance „Ich bin mir selb...
22/09/2026

Das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. lädt am 30. September 2026 zu der außergewöhnlichen Performance „Ich bin mir selber fremd geworden. Stimmen aus dem Frauenzuchthaus Hoheneck“ in die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus ein. Ein besonderer Gast des Abends wird die Zeitzeugin Konstanze Helber sein, die von 1977 bis 1979 wegen „versuchter Republikflucht“ in Hoheneck inhaftiert war.

Das Frauengefängnis Hoheneck ist ein trauriges Sinnbild für die politische Verfolgung in der DDR: Mit drakonischen, menschenrechtswidrigen Strafmaßnahmen, unwürdigen Haftbedingungen und Zwangsarbeit versuchte das Regime, politische Gegnerinnen zu brechen.

Das MusikTheater-Kollektiv Schatz & Schande und das Ensemble Neue Kammer suchen mit ihrer Performance aus zeitgenössischer Musik, Choreografie und Licht die intensive künstlerische Auseinandersetzung mit diesen Verbrechen. Im Zentrum des Abends stehen Gedichte, die von den inhaftierten Frauen während ihrer Haft verfasst und 2024 von dem Komponisten Philipp Rücker vertont wurden.

Im eindringlichen Zusammenspiel von Stimmen, Streichinstrumenten und einer Lichtinstallation wird die bedrückende Enge, Farblosigkeit und Monotonie des Gefängnisalltags beklemmend greifbar. Die Künstlerinnen und Künstler schaffen damit eine neuartige Form der Erinnerungskultur, die Ohnmacht und Gewalt spürbar macht – und den Frauen aus ihren eigenen Worten ein machtvolles Denkmal errichtet.

Im Anschluss an die Vorstellung laden wir Sie zu einem moderierten Zeitzeuginnengespräch mit Konstanze Helber ein. Dies bietet eine wertvolle Gelegenheit für einen persönlichen Austausch und gibt dem Publikum Raum für Fragen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

📅 30. September 2026 | 18:30 Uhr
📍 Menschenrechtszentrum Cottbus e. V., Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus
🎟️ Eintritt ab 9,90 €
ℹ️ Mehr Infos unter [www.menschenrechtszentrum-cottbus.de]

Foto: Performance im Haus 22 auf dem „Campus für Demokratie“ im Herbst 2025. Lucas Hütter, UOKG

Wie die UOKG am 17. September erfuhr, verstarb der Mitbegründer und ehemalige Berliner Beauftragte für Stasi-Unterlagen ...
19/09/2026

Wie die UOKG am 17. September erfuhr, verstarb der Mitbegründer und ehemalige Berliner Beauftragte für Stasi-Unterlagen Martin Gutzeit am 15. September 2026 in Berlin. Gutzeit war einer jeder Akteure, die im Juli 1989 den Initiativaufruf zur Gründung der Sozialdemokratischen Partei in der DDR (SDP) verfassten.

„In der Zeit der friedlichen Revolution organisierten er und [Markus] Meckel das Gründungstreffen der SDP im Pfarrhaus von Schwante bei Berlin am 7. Oktober 1989, dem 40. Jahrestag der Gründung der DDR. Bei dieser Versammlung wurde er in den Vorstand der ersten Oppositionspartei in der DDR gewählt. Später wurde er ihr stellvertretender Geschäftsführer. In den folgenden Monaten nahm er an Treffen der Kontaktgruppe der Opposition teil, die im November 1989 den Zentralen Runden Tisch initiierten.
An diesem Diskussionsformat zwischen der bislang herrschenden SED, den vormaligen Blockparteien und staatsnahen Massenorganisationen sowie den neu entstandenen Gruppen der Bürgerrechts-, Friedens- und Umweltbewegung nahm Gutzeit ab dem 7. Dezember 1989 als einer der beiden Vertreter der SDP (neben Ibrahim Böhme) teil. Böhme wurde im Februar 1990 zum Vorsitzenden der SPD in der DDR gewählt und trat zum 1. April 1990 zurück, nachdem er als inoffizieller Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit enttarnt wurde.“
(DIE ZEIT 2015)

Von März bis Oktober 1990 war Gutzeit dann Mitglied der frei gewählten Volkskammer. Anschließend bis Dezember 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1993 bis 2017 war Gutzeit Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Ab 1997 warnte er mit anderen Begründern der SDP vor Bündnissen mit der PDS. Zur 2009 gebildeten Brandenburger Koalition mit der Linkspartei (Kabinett Platzeck III) sagte er:

„Die Beteuerung der Linken, sie habe mit der Stasi gebrochen, drückt sich nicht in ihren Personalentscheidungen aus. Die Partei versteht sich auf die Kunst grober Tabubrüche. Sie will eine Spitzelkarriere als normalen Teil einer ostdeutschen Biografie salonfähig machen.“
(WELT 2009: Stasi-Spitzel drängen für Linke in die Parlamente)

Mit ihm verliert Berlin einen herausragenden Akteur der Friedlichen Revolution und der Aufarbeitung der SED-Diktatur, so der Berliner Aufarbeitungsbeauftragte Frank Ebert. Ebert würdigt Martin Gutzeit in einem Nachruf „als originellen Denker, mutigen Oppositionellen und weitsichtigen Streiter für die Aufarbeitung der SED-Diktatur“.

Dem schließt sich die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V. an. Unser herzliches Beileid der Familie im Namen der UOKG!

Im Rahmen des Gemeindegottesdienstes am kommenden Sonntag gedenkt der Konviktsverein mit einer Fürbitte an Martin Gutzeit. Der Gottesdienst steht unter dem Titel: „Versuch, in der Wahrheit zu leben“ (V. Havel). Die Kanzelrede hält Stephan Hilsberg, MdB a.D., langjähriges Gemeindeglied der Gemeinde am Weinberg und Begleiter von Martin Gutzeit. Er interpretiert Markus 6,34 mit Blick auf die aktuelle politische Situation, die Lage der Kirche und die Herausforderungen demokratischen Lebens. Die Gottesdienstgestaltung übernimmt Pfarrerin Ulrike Wohlrab.

📅 Sonntag, 20. September 2026 | 10 Uhr
📍Großer Saal, Borsigstraße 5, 10115 Berlin-Mitte
ℹ️ im Anschluss Brunch im Café

Foto: Martin Gutzeit (links) mit Ibrahim Böhme beim 6. Runden Tisch in Berlin, Januar 1990. Bundesarchiv, Bild 183-1990-0108-017, Peer Grimm, CC-BY-SA 3.0 de

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