26/08/2026
📚✨ Wer schreibt eigentlich Kunstgeschichte – und wer wird dabei vergessen?
Ein Buch, das wir allen ans Herz legen möchte, die sich für Kunstgeschichte, Wissenschaftsgeschichte und die Geschichte von Frauen in der Wissenschaft interessieren:
K. Lee Chichester & Brigitte Sölch (Hg.)
„Kunsthistorikerinnen 1910–1980. Theorien, Methoden, Kritiken“
Kunsthistorikerinnen im 20. Jahrhundert, Band 1
(Reimer, 2021)
💡 Dieses Buch macht sichtbar, was lange unsichtbar war: die wissenschaftlichen Leistungen von Kunsthistorikerinnen, deren Arbeiten aus dem kunsthistorischen Kanon verdrängt, übersehen oder schlicht vergessen wurden.
Und es geht um weit mehr als Biografien. Vorgestellt werden Theorien, Methoden, Kritiken und Originaltexte – von Frauen, die sich mit Gartenkunst, ägyptischer Plastik, Fotografie, indischer Kunst, Architektur und vielen weiteren Themen beschäftigten. Darunter etwa Rosa Schapire, Lotte Eisner, Gisèle Freund, Lucia Moholy, Anni Albers, Stella Kramrisch und Marie Luise Gothein.
Besonders spannend finden wir die Frage dahinter:
👉 Warum sind manche Namen Teil unseres kunsthistorischen Gedächtnisses – und andere nicht?
Der Band zeigt, dass dieses Vergessen keineswegs zufällig war. Politische Umbrüche, Nationalsozialismus, Exil, institutionelle Strukturen und fehlende akademische Anerkennung beeinflussten die Karrieren und die spätere Rezeption dieser Wissenschaftlerinnen.
✨ Für uns deshalb ein wichtiges Buch über Kunstgeschichte UND darüber, wie Wissenschaftsgeschichte geschrieben wird.
Wer Kunstgeschichte neu bzw. anders denken möchte, sollte hier unbedingt hineinschauen. 📖
Welche Kunsthistorikerin sollte heute unbedingt stärker gelesen und erinnert werden? 👇