Bücherfrauen e.V. - Women in Publishing

Bücherfrauen e.V. - Women in Publishing Berufliches Netzwerk für Frauen aus der Buchbranche, wie Buchhandel, Verlage, Agenturen & anderes.

Hier schreiben Regina Oswald und Luise Vogel über die Aktivitäten der BücherFrauen, frauenpolitische Themen und Wissenswertes aus der Buchbranche. Folgende Regionalgruppen sind mit einer eigenen Seite auf Facebook vertreten: Berlin, Franken, Hamburg, Köln-Bonn-Rhein-Ruhr, Mitteldeutschland, München, Rhein-Neckar, Stuttgart

26/08/2026

📚✨ Wer schreibt eigentlich Kunstgeschichte – und wer wird dabei vergessen?

Ein Buch, das wir allen ans Herz legen möchte, die sich für Kunstgeschichte, Wissenschaftsgeschichte und die Geschichte von Frauen in der Wissenschaft interessieren:

K. Lee Chichester & Brigitte Sölch (Hg.)
„Kunsthistorikerinnen 1910–1980. Theorien, Methoden, Kritiken“
Kunsthistorikerinnen im 20. Jahrhundert, Band 1
(Reimer, 2021)

💡 Dieses Buch macht sichtbar, was lange unsichtbar war: die wissenschaftlichen Leistungen von Kunsthistorikerinnen, deren Arbeiten aus dem kunsthistorischen Kanon verdrängt, übersehen oder schlicht vergessen wurden.

Und es geht um weit mehr als Biografien. Vorgestellt werden Theorien, Methoden, Kritiken und Originaltexte – von Frauen, die sich mit Gartenkunst, ägyptischer Plastik, Fotografie, indischer Kunst, Architektur und vielen weiteren Themen beschäftigten. Darunter etwa Rosa Schapire, Lotte Eisner, Gisèle Freund, Lucia Moholy, Anni Albers, Stella Kramrisch und Marie Luise Gothein.

Besonders spannend finden wir die Frage dahinter:

👉 Warum sind manche Namen Teil unseres kunsthistorischen Gedächtnisses – und andere nicht?

Der Band zeigt, dass dieses Vergessen keineswegs zufällig war. Politische Umbrüche, Nationalsozialismus, Exil, institutionelle Strukturen und fehlende akademische Anerkennung beeinflussten die Karrieren und die spätere Rezeption dieser Wissenschaftlerinnen.

✨ Für uns deshalb ein wichtiges Buch über Kunstgeschichte UND darüber, wie Wissenschaftsgeschichte geschrieben wird.

Wer Kunstgeschichte neu bzw. anders denken möchte, sollte hier unbedingt hineinschauen. 📖

Welche Kunsthistorikerin sollte heute unbedingt stärker gelesen und erinnert werden? 👇

19/08/2026

✨ Neu bei der BücherFrauen-Akademie! ✨

📚 Die Übersetzungsakademie „Übersetzen im Austausch“ richtet sich an Literaturübersetzerinnen aus dem Englischen.

Jedes Übersetzungsprojekt ist einzigartig: Jedes Original stellt eigene Anforderungen und braucht eine angemessene, individuell entwickelte Herangehensweise. 💬📖

🗓️ 20.–22. November
👥 Bis zu sechs Teilnehmerinnen können von dem kompetenten Wissen von Dr. Barbara Christ profitieren. Zusätzlich gibt das Schwarmlektorat wertvolles Feedback und neue Impulse. 💡

👩‍🏫 Die Dozentin:
Dr. Barbara Christ studierte Literatur- und Theaterwissenschaften und arbeitete als Dramaturgin und Verlagslektorin. Seit 1997 übersetzt sie Theaterstücke und Prosa aus dem Englischen. Seit 2012 leitet sie Workshops und Seminare für Übersetzer*innen. Sie lebt in Frankfurt am Main.

⏰ Schnell sein lohnt sich: Bis zum 9. Oktober gibt es den Frühbuchrabatt!
📌 Anmeldeschluss: 6. November

👉 Alle Infos und Anmeldung über die BücherFrauen-Akademie!

15/08/2026
14/08/2026

📚✨ Zwischen Trauerarbeit und historischen Krisen

Was geschieht, wenn Erinnerung nicht mehr Halt gibt, sondern selbst zum brüchigen Terrain wird? Zwischen persönlichem Verlust, tschechischer Herkunft und den großen Krisen unserer Gegenwart bewegt sich dieser autofiktionale Debütroman – tastend, fragmentarisch und immer auf der Suche nach einer Sprache für das, was sich kaum erzählen lässt. 🌊🔥

Im Mittelpunkt steht Emma, 33, die in London lebt und gleich mehrere Verluste zu bewältigen hat: den Tod ihrer Mutter, das Verschwinden ihrer Partnerin und die offene Frage nach der eigenen Herkunft. 🇨🇿🕯️ Ihre Geschichte folgt dabei keiner geraden Linie. Erinnerungen brechen ab, Erzählfäden verlieren sich, Gegenwart und Vergangenheit überlagern einander.

Gerade darin liegt die feuilletonistische Qualität des Romans: Das Erinnern selbst wird zum Gegenstand der Erzählung. Emma sucht nicht nur nach Antworten – sie sucht nach einer Form, in der sich ihr brüchiges Leben überhaupt erzählen lässt. 🌫️

Zugleich weitet sich der Blick von der privaten Trauer auf die Krisen der Gegenwart: steigende Wasserspiegel, Waldbrände und ein allgegenwärtiges Gefühl der Instabilität. 🌍🔥 Aus individueller Verunsicherung wird so ein Echo kollektiver Krisenerfahrung.

Formal ist das konsequent und stellenweise eindrucksvoll. Die fragmentierte Erzählweise spiegelt Emmas innere Zerrissenheit – auch wenn manche Dialoge sehr symbolisch aufgeladen wirken und die Metaphernfülle gelegentlich die emotionale Bewegung überlagert.

Ein ambitionierter Debütroman über Verlust, Erinnerung und die schwierige Kunst, aus Bruchstücken eine Geschichte zu formen. 📖✨ Nicht immer vollkommen konzentriert, aber mit einer eigenständigen literarischen Stimme.

14/08/2026

Wer macht das Rennen um die Serafina 2026? 🦒

Fünf Illustratorinnen sind nominiert – fünf ganz unterschiedliche Bildwelten, fünf außergewöhnliche Bücher.

✨ Barbara Drobny mit Wo Pinguine arbeiten
✨ Vera Gereke mit Ein großer Affe
✨ Katja Gerischer mit Leuchtwelt
✨ Hanna Harms mit Wald ohne Bäume
✨ Stina Semrau mit Als Rudi sein Herz verlor

Die Jury hat knapp 50 eingereichte Werke aus 31 deutschsprachigen Verlagen gesichtet und daraus diese fünf Titel ausgewählt.

Jetzt heißt es: Wer gewinnt die Serafina 2026?

🏆 Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung wird am 7. Oktober um 18 Uhr auf der Frankfurter Buchmesse verliehen. Der Name der Preisträgerin bleibt bis zum Festakt geheim.

Welche Illustratorin ist eure Favoritin? 👀

Schreibt euren Tipp in die Kommentare – und schickt den Post an jemanden, der Bilderbücher genauso liebt wie ihr. 💛

IllustrationDeutschland FrankfurterBuchmesse Buchmesse Nachwuchsillustration

13/08/2026

📚 GETEILTE ERINNERUNGEN
Eine Grenze. Viele Geschichten.

Literatur bewahrt, was Geschichte nicht vergessen darf. 🕊️

📖 Christa Wolf – Der geteilte Himmel
📖 Jenny Erpenbeck – Heimsuchung
📖 Anne Rabe – Die Möglichkeit von Glück

Drei Autorinnen, drei Generationen, viele Perspektiven auf Teilung, Erinnerung und das, was bleibt.

Was ist deine Erinnerung? 💭


10/08/2026

Was erzählen Comics heute? 📚✏️

Beim „Salon der grafischen Literatur“ in der Berliner Bibliothek am Luisenbad kamen 18 Comicverlage, Zeichnerinnen, Buchhändlerinnen und Comicfans zusammen. Im Fokus: aktuelle Graphic Novels, neue Stimmen und die Vielfalt des Mediums. Mit dabei war auch die US-amerikanische Comiczeichnerin Alison Bechdel.

👉 Mehr zum Salon und den vorgestellten Comics in unserer neuen Folge.

08/08/2026

📚✨ Warum schreiben wir?

Vielleicht, um die Welt zu verstehen.
Vielleicht, um uns selbst nicht zu verlieren.
Oder weil es Wahrheiten gibt, die nur Geschichten sichtbar machen können. 🖋️

In Claire Messuds „Ein einziger brillanter Satz“ wird Schreiben zur Suche nach Erkenntnis – und Literatur zu einem Ort, an dem Erinnerung, Identität, Kunst und das Menschsein miteinander ins Gespräch kommen.

Messud schreibt über Bücher, Autor, Bilder und ihr eigenes Leben – klug, präzise und mit einer beeindruckenden Ruhe. Und gerade darin liegt die Stärke dieser Essays: Sie geben nicht einfach Antworten. Sie bringen uns dazu, genauer hinzusehen. 👀📖

Ein Buch über die Kunst, Mensch zu sein. Über die Kraft der Literatur. Und darüber, warum ein einziger Satz manchmal mehr sagen kann als tausend Erklärungen. ✨

💭 Warum liest oder schreibst du – um der Welt zu entkommen oder um sie besser zu verstehen?

04/08/2026

📚 Klare Worte der Jury: Unabhängigkeit ist nicht verhandelbar

Die Jury des   bezieht Position. ✍️

In einer öffentlichen Erklärung macht sie deutlich: Das sogenannte Haber-Verfahren ist nicht mit ihrer unabhängigen Juryarbeit vereinbar. Gleichzeitig verweist sie auf eine schriftliche Zusicherung des Kulturstaatsministers, dass die Jury frei entscheidet und das Ministerium die Entscheidungen lediglich formal bestätigt.

Nach den Diskussionen um den   ist das ein deutliches Signal: Vertrauen entsteht durch Transparenz und unabhängige Entscheidungen – nicht durch nachträgliche Eingriffe.

📖 Literatur braucht Freiheit.
⚖️ Preise brauchen unabhängige Jurys.
💬 Was meint ihr: Wie unabhängig müssen Kulturpreise sein?

Via Der Tagesspiegel 
   

04/08/2026

Der August ist Women in Translation Month! 🌍📚

Seit 2014 macht der   auf Autorinnen aus aller Welt aufmerksam, deren Werke durch Übersetzungen neue Leserinnen und Leser erreichen. Die Initiative lädt dazu ein, Bücher von Frauen zu entdecken, die ursprünglich in anderen Sprachen als Englisch geschrieben wurden – und so den Blick über den eigenen literarischen Tellerrand hinaus zu erweitern.

Lasst uns diesen August gemeinsam übersetzte Literatur feiern, neue Stimmen kennenlernen und Autorinnen aus aller Welt sichtbarer machen. 💛

Welche Autorin in Übersetzung könnt ihr besonders empfehlen?

Adresse

Merseburger Str. 5
Berlin
10823

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