KIND Verein

KIND Verein Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von KIND Verein, Nichtregierungsorganisation (NRO), Berlin.

28/05/2026

An die, die mit mir die Haasenburg überlebt haben.

Wir kennen einander vielleicht nicht alle. Aber wir kennen denselben Geruch von Linoleum, dieselbe Stille der Time-Outs, dieselbe Sorte von Erwachsenen, die uns „helfen" sollten und uns gebrochen haben. Wir kennen das Gefühl, mit einer Akte größer als wir selbst aufzuwachsen, in der unser Name steht und nicht unsere Geschichte.

Ich denke heute an euch, weil ich glaube, dass uns niemand sagen wird, was ich euch jetzt sage, also tue ich es selbst:

Wir sind nicht das, was sie uns glauben machen lassen wollten.
Wir haben Dinge überstanden, die niemand überstehen sollte.

Sucht euch Menschen, die euch sehen, wie ihr seid. Therapeut*innen, die mit komplexer Traumafolgestörung umgehen können.
Gruppen, in denen ihr nicht erklären müsst, was Time-Out heißt. Andere von uns. Wir erkennen einander, auch wenn wir uns nie begegnet sind.
Solche Erfahrungen machen einsam, das weiß ich aus eigener Erfahrung und niemand kann so Recht verstehen, wieso wir fühlen wie wir fühlen.
Bildet banden. Erkennt einander.

Sie haben versucht, uns klein zu reden. Wir entscheiden selbst. Jeden Tag, in unserer eigenen Handschrift, mit unseren eigenen Wörtern.

Ich bin stolz auf jeden Einzelnen von euch. Auf die, die ich kenne, und auf die, die ich nie kennenlernen werde.

You've got it from here.
Renzo

Seid dabei! :)
21/01/2026

Seid dabei! :)

Liebe alle,am 22. Januar feiert der Film "Das fast normale Leben" Premiere – ein Dokumentarfilm, der vier Mädchen aus Wo...
17/01/2026

Liebe alle,
am 22. Januar feiert der Film "Das fast normale Leben" Premiere – ein Dokumentarfilm, der vier Mädchen aus Wohngruppen über zwei Jahre in hochbelasteten, intimen Situationen zeigt.

Unsere Kritik:
- Keine echte Einwilligung unter struktureller Abhängigkeit
- Kinder sind identifizierbar – mit lebenslangen Folgen
- Schutzräume werden zur Kulisse
- Systemische Probleme werden ausgeblendet

Deshalb demonstrieren wir:
📅 22. Januar 2026, 18:00 Uhr
📍 Kottbusser Damm 22, Berlin

Was ihr tun könnt:
✓ Kommt zur Demo (auch kurzes Vorbeischauen zählt!)
✓ Bringt Freund*innen, Kolleg*innen, Familie mit
✓ Teilt diese Nachricht und das Bild in euren Netzwerken
✓ Flyer zum Verteilen liegen bereit – meldet euch bei uns!

Wir organisieren das gemeinsam mit dem Careleaver e.V. und AWAKE – Das Brückensteine Fellowship.

Unser ausführliches Statement:
https://kritisches-kind.de/im-prinzip-kindeswohlgefahrdung

Solidarische Grüße

Im Prinzip *Kindeswohlgefährdung* .Ein Film, private Daten im Netz und ein Offenbarungseid. Wer Heimkinder für PR opfert...
14/01/2026

Im Prinzip *Kindeswohlgefährdung* .

Ein Film, private Daten im Netz und ein Offenbarungseid. Wer Heimkinder für PR opfert, bricht seine Fürsorgepflicht. Träger spielen "moderne Familie", während der Schutzraum der Kinder zur Kulisse verkommt.

Wir wissen sehr genau, was passiert, wenn staatliche Aufsicht versagt und Schutzkonzepte nur auf dem Papier stehen, aber nicht gelebt werden. Wir wissen auch, was es bedeutet, wenn Behörden wegsehen und sich blind auf die "guten Absichten" von Trägern verlassen.

Dass bereits vor der Veröffentlichung der Drehort des Films und damit die Wohnadresse der Kinder öffentlich zugänglich waren, ist eine grobe Pflichtverletzung. Ein Kind, dessen Adresse in diesen besonderen vulnerablen Umständen online erkennbar ist, wird auf einem Silbertablett serviert. Das zieht die Aufmerksamkeit von Leuten und Netzwerken an, die vieles haben – nur keine guten Absichten. Das ist ein reales Sicherheitsrisiko, dem der Träger nicht ausreichend begegnet ist. Hinweise auf diese Gefahrenlage bekamen sie oft genug - ohne Konsequenzen ihrerseits.

Freiwilligkeit ist im Heim eine Illusion.

Deshalb können wir die Kritik des Careleaver e.V. nur wiederholen – ohne Einschränkungen. In einer Wohngruppe gibt es keine "Freiwilligkeit auf Augenhöhe" – nicht in diesem Kontext.
Das ist das Problem der strukturellen Machtasymmetrie: Wer darüber bestimmt, was du isst, wann du ins Bett gehst, wen du besuchen darfst und wie deine Zukunft aussieht, dem sagst du nicht einfach "Nein", wenn er dich filmen möchte. Eine Einwilligung ist hier maximal Ausdruck einer Anpassung – kein Ausdruck von Freiwilligkeit.

Gezeichnet fürs Leben

Während die Produktionsteams zum nächsten Projekt weiterziehen, werden die Kinder und Jugendlichen mit ihrem digitalen Fußabdruck allein gelassen. Jede spätere Bewerbung, jedes Kennenlernen wird durch diese Geschichte möglicherweise vorbelastet. Wir sprechen aus Erfahrung!

Öffentlichkeit darf niemals auf Kosten der Sicherheit und Würde von Kindern erkauft werden. Kinderschutz ist kein "Prinzip", das man einfach vernachlässigen kann. Es ist eine verdammte Pflicht. Und dieser wurde hier offensichtlich nicht nachgekommen.

Deshalb fordern wir die Einrichtungsaufsicht auf:
- Ein öffentlicher Bericht muss klären, wie Adressdaten trotz Warnungen im Netz landen konnten. Wer hat hier seine Aufsichtspflicht verletzt?
- Ein Träger, der den Schutzraum der Kinder für PR-Zwecke opfert, muss mit Sanktionen rechnen. Wir fordern, dass Kindeswohlgefährdung durch Identifizierbarkeit sanktioniert wird.
- Das Material muss zum Schutz der Jugendlichen unkenntlich gemacht oder aus dem Netz genommen werden. Sicherheit wiegt schwerer als Einschaltquoten.
- Keine Filmaufnahmen mehr ohne externe, unabhängige Beratung der Kinder, die nicht vom Träger oder der Produktion kontrolliert wird.

Sorgen Sie dafür, dass diese Jugendlichen nicht die nächste Generation sind, die den Preis für Ihr Wegsehen zahlt.

K.I.N.D. e.V.

Lesung "Jenseits des Kindeswohls"Einblicke & bewegende Geschichten Am 2. Dezember fand in der TAZ Kantine in Berlin die ...
07/12/2025

Lesung "Jenseits des Kindeswohls"
Einblicke & bewegende Geschichten

Am 2. Dezember fand in der TAZ Kantine in Berlin die zweite öffentliche Lesung und Vorstellung unseres Buches "Jenseits des Kindeswohls- Junge Menschen aus den Haasenburg Heimen erzählen statt.
Die Veranstaltung zog ein neugieriges und aufmerksames Puplikum an. Auf dem Podium saßen Kaija Kutter, Journalistin von der TAZ Nord aus Hamburg und Autorin des Buches, ihr Kollege Jan, ebenfalls aus der TAZ Nord und Moderator des Abends, sowie Michael Lindenberg, Soziologe und Autor des Buches, Dominik und ich als ehemalige Jugendliche der Haasenburg. Nach einer kurzen Einführung, in der wir unter anderem die Entstehungsgeschichte des Buches genauer beleuchteten, lasen dann Kaija und Michael abwechselnd chronologische Passagen und kurze Auszüge aus den Buch vor, begleitend mit den dazugehörigen Illustrationen.
Den Abschluss des 1. Teils des Abends bildeten dann längerere und intensivere Abschnitte aus den persönlichen Geschichten von Dominik und mir.
Die Intensität sowie Nähe der Erzählungen waren deutlich spürbar- man konnte sehen, das die Berichte viele aus dem Puplikum tief berührten. Anschließend folgte eine kurze, aber dringend benötigte Pause.
Danach begann der 2. Und letzte Programmpunkt des Abends.
Das Puplikum konnte jetzt Fragen stellen und Feedback geben. Das Angebot wurde gut angenommen und wir bekamen viel Anerkennung.
Auch nach dem offiziellen Ende des Abends kamen noch zahlreiche Gäste auf uns zu, sprachen uns ihren Dank aus und luden uns zu weiteren Lesungen ein.
Mit dabei waren auch Michaela Heinrich-Rohr, Professorin für Soziale Arbeit, Gründungsmitglied bei K.I.N.D. e.V , ehmaliger Haasenburg Jugendlicher Dominik mit Freundin Aylin , beide ebenfalls Gründungsmitglieder bei K.I.N.D e.V .
Dieser Abend war bei mir schon die 2. Lesung. Anfang November war ich schon in Hamburg mit dabei. Dennoch war dieser Abend in Berlin deutlich anstrengender und emotional geladener. Vielleicht auch, weil eben die Haasenburg Grad mal 2 Autostunden entfernt ist. Ich beschloss dem Verein beizutreten um unsere Arbeit zu unterstützen und gemeinsam für das einzutreten und einzustehen wofür wir als Verein stehen. Von Mona

Gerne zahlreich anmelden und weitersagen!
11/11/2025

Gerne zahlreich anmelden und weitersagen!

2013 wurden drei Haasenburg-Heime wegen drangsalierender Erziehungspraktiken geschlossen. Nun schildern ehemalige Heimkinder ihre Sicht in einem Buch und machen ihre Geschichten öffentlich.

20/04/2025

Wir wünschen euch frohe Ostern 🐰♥️

Ein Kommentar von Kaija Kutter.
21/03/2025

Ein Kommentar von Kaija Kutter.

Eine Studie aus Bremen zum Haasenburg-Skandal hätte den Betrofffenen sehr helfen können. So aber gibt es keine Opfersicht aus offizieller Feder mehr.

Aus aktuellem Anlass:
21/03/2025

Aus aktuellem Anlass:

Vor zwei Jahren beschloss das Landesparlament eine Studie zur Aufarbeitung der Ereignisse in den Heimen Haasenburg und Friesenhof. Passiert ist nichts.

Nach drei Jahren voller Herausforderungen und drei Anläufen ist es nun endlich geschafft:Am 14. Februar 2025 wurde unser...
20/02/2025

Nach drei Jahren voller Herausforderungen und drei Anläufen ist es nun endlich geschafft:
Am 14. Februar 2025 wurde unser Verein K.I.N.D. offiziell in Berlin gegründet! 🎉

Damit sind wir der erste Verein in Deutschland, der von Betroffenen gegründet wurde – für Betroffene, die freiheitsentziehende Maßnahmen erlebt haben.

Folgende Vorstände wurden berufen:

1. Vorstand | Renzo Rafael Martinez
2. Vorstand | Katharina Schreiner
3. Vorstand | Prof. Dr. Michaela Heinrich-Rohr

Unsere Mission:
💡 Aufklärung und Sensibilisierung
⚖️ Stärkung der Rechte junger Menschen
🤝 Unterstützung Betroffener
🔄 Ein gerechteres Kinder- & Jugendhilfesystem

Was wir tun:
✅ Einen sicheren Hafen für Betroffene aus dem Kontext freiheitsentziehender Maßnahmen bieten
✅ Treffpunkt für Austausch und Unterstützung schaffen
✅ Verbesserungen im Jugendhilfesystem aktiv vorantreiben
✅ Freiheitsentziehende Maßnahmen kritisch hinterfragen & für ihre Abschaffung kämpfen
✅ Bildungs- und Beratungsangebote zur Aufklärung und Sensibilisierung anbieten

🫂 Inklusion steht bei uns an erster Stelle - wir freuen uns über jede Unterstützung!

Möchtest du mehr erfahren oder Mitglied werden? Melde dich gerne bei uns! 🙂

Zudem möchten wir ausdrücklich der Stiftung EmMi LuebesKind danken, die dieses Treffen ermöglichte. Danke!

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