13/07/2026
Keine KI- und Videoüberwachung im Görlitzer Park und Wrangelkiez! 📹🚫
Stell dir vor, du bist im Görli unterwegs ...
... und Videokameras überwachen und analysieren alles, was du im Park machst.
Klingt dystopisch? Könnte aber schon bald Realität werden. Der Senat und die Berliner Polizei haben beschlossen, an mehreren öffentlichen Orten Kamerasysteme mit KI-gestützter Verhaltensanalyse zu installieren.
Noch in 2026 sollen die Kameras am Kotti und an der Warschauer Straße installiert werden. Danach geht es weiter im Görlitzer Park und Wrangelkiez.
Die Videoaufnahmen von dir werden von der KI automatisch und in Echtzeit auf "abweichendes Verhalten" analysiert und ohne deine Einwilligung zum weiteren Training der KI verwendet.
Der nächste Schritt wäre dann die Auswertung des Videomaterials auf biometrische Daten, d.h. du kannst durch dein Gesicht, deinen Gang oder deine Stimme im öffentlichen Raum identifiziert werden.
Autoritäre Regime benutzen diese Überwachungstechniken bereits, um Menschenansammlungen zu verhindern oder unliebsame Menschen - sei es aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Lebensweise oder ihrer politischen Einstellung - individuell zu überwachen und zu verfolgen.
Ob Armut, Ausgrenzung oder Überwachung, im Görli zeigen sich die Missstände unseres Systems im Kleinen. Anstatt soziale Lösungsansätze zu entwickeln, Diskriminierung zu beenden und die Ursachen für Obdachlosigkeit, psychische Probleme, Verwahrlosung und Drogenverkauf zu bekämpfen, werden als störend befundene Menschen weiter an den Rand gedrängt und alle anderen sollen vom Staat überwacht und kontrolliert werden.
Der Görli ist kein Versuchslabor für staatliche Überwachungspraktiken und wir werden uns den Görli nicht noch einmal wegnehmen lassen.
Lasst uns gemeinsam die geplante Videoüberwachung verhindern!
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