21/10/2026
Neue JFDA-Publikation: „Siedlerkolonialismus“
Warum wird Israel als „Siedlerkolonie“ beschrieben? Welche politischen Vorstellungen sind mit diesem Begriff verbunden – und wo liegen seine antisemitischen Anschlussstellen?
Unsere neue Broschüre untersucht die ideologische Funktion des Siedlerkolonialismus-Narrativs im heutigen Antizionismus.
Dabei geht es nicht darum, wissenschaftliche Debatten über Kolonialismus grundsätzlich zurückzuweisen. Entscheidend ist vielmehr, wie der Begriff politisch verwendet wird: Israel erscheint dabei häufig nicht als historisch entstandener Staat mit einer komplexen jüdischen und regionalen Geschichte, sondern als grundsätzlich illegitimes koloniales „Projekt“.
Jüdische Geschichte, jahrtausendealte Bezüge zum Land sowie Verfolgungs- und Fluchterfahrungen werden in solchen Deutungen oftmals ausgeblendet. Zugleich kann die Forderung nach „Dekolonisierung“ mit der Vorstellung verbunden werden, jüdische staatliche Selbstbestimmung müsse überwunden werden.
Die Broschüre zeichnet die Entstehung und Verwendung dieses Narrativs nach und zeigt, wie sich antizionistische Argumentationsmuster mit antisemitischen Vorstellungen verbinden können.
Die vollständige Broschüre steht auf unserer Website zum Download bereit:https://www.jfda.de/_files/ugd/d64e45_618ab7756d91447d92e200c8993c6b8c.pdf