JFDA - Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus

JFDA - Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus Das JFDA berichtet von Demonstrationen und beitreibt politische Bildungsarbeit. Am 30. Seit 2012 ist das Forum nun als Verein tätig.

April 2008 wurde das von Levi Salomon initiierte Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) mit der Unterstützung von Lala Süsskind und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin gegründet. Es versteht sich als Zusammenschluss jüdischer und nichtjüdischer Menschen, die für die Stärkung des demokratischen Staatswesens und die Bekämpfung des Antisemitismus und Rassismus eintreten. Die Förde

rung des interkulturellen und interreligiösen Austauschs ist ein weiteres Ziel des JFDA. Das JFDA verfolgt seine Ziele durch Bildungs-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit, wie die Organisation von Vortragsreihen und Konferenzen, die Herausgabe von Resolutionen und Publikationen, sowie das Erstellen von Dokumentationen und Studien. Außerdem führt es ein unabhängiges Monitoring durch und erfasst und bewertet antisemitische Vorfälle und Tendenzen, sowie andere gegen das Grundgesetz und die Menschenrechte gerichtete Vorkommnisse. Damit sollen die Öffentlichkeit sowie staatliche Institutionen auf Probleme aufmerksam gemacht und für Gegenmaßnahmen gewonnen werden.

24/08/2026

Bei der wöchentlichen Demonstration in Solidarität mit Palästina am 22. August 2026 in Berlin wurde die eigene politische Agenda besonders offen formuliert: In Redebeiträgen wurde eine „globalisierte Intifada“ propagiert.

Begründet wurde diese Forderung mit Falschbehauptungen und verzerrenden Darstellungen. Gleichzeitig wurde deutschen Medien vorgeworfen, zu lügen.

Damit trafen Aufrufe zur Ausweitung der „Intifada“ erneut auf ein bekanntes verschwörungsideologisches Muster: Die eigene Deutung wird als Wahrheit präsentiert, während Medien pauschal als unglaubwürdig oder manipulativ dargestellt werden.

17/08/2026

Am 16.08.2026 demonstrierten rund 80 Menschen in Berlin gegen die Islamische Republik Iran und forderten die Ausweisung iranischer Diplomaten aus Deutschland.

Während der gesamten Demonstration wurden Teilnehmende wiederholt von einer kleinen Gruppe belästigt und beleidigt. Die Störer trugen die Fahne des Regimes in Teheran sowie eine Palästinenserflagge und begleiteten den Protest der iranischen Opposition mit fortgesetzten Provokationen.

10/08/2026

Rund 90 Personen zogen bei der wöchentlichen „Palästina“-Demonstration vom 08.08.2026 von der Wilmersdorfer Straße zum Bahnhof Zoo in Berlin-Charlottenburg.

Während der Demonstration kam es zu Intifada-Aufrufen. Zudem wurde der Krieg von 1948 gegen den neu gegründeten Staat Israel verherrlicht und als ein Szenario beschworen, das sich wiederholen solle.

Gegendemonstrierende wurden bedroht und beleidigt.

03/08/2026

Am 2. August 2026 fand in Berlin eine Gedenkdemonstration für die Opfer des islamistischen Anschlags auf den CSD statt. Die Redebeiträge wurden vor allem von Gruppen aus dem Spektrum der sogenannten „Palästinasolidarität“ geprägt.

Der islamistische Hintergrund der Tat wurde dabei weitgehend ausgeblendet oder verharmlost. Statt einer kritischen Auseinandersetzung mit der Ideologie des Täters dominierten politische Deutungen, die den Anschlag in die eigene Agenda einordneten.

Unsere Videodokumentation aus Berlin.

***rfeindlichkeit

02/08/2026

Am 1. August 2026 fand in Berlin erneut die wöchentliche „Palästina“-Demonstration statt. Dabei wurde Antisemitismus offen und in unterschiedlichen Formen sichtbar.

Eine Person aus dem Samidoun-Umfeld bedrohte israelische Passanten mit den Worten: „Wir sehen uns in Jaffa – unser Jaffa“, und gab anschließend antisemitische Parolen vor. Auf der Demonstration waren zudem ein durchgestrichener Magen David, zahlreiche Fahnen des islamischen Regimes im Iran und russische Fahnen zu sehen. In Redebeiträgen und Parolen wurde Terrorismus verherrlicht.

Die dokumentierten Vorfälle waren nicht auf eine einzelne Äußerung beschränkt. Sie fügten sich in ein Umfeld ein, in dem antisemitische Feindbilder, die Aberkennung jüdischer Selbstbestimmung und radikal-islamische Ideologie wiederholt öffentlich artikuliert werden.

01/08/2026

Vor wenigen Minuten: Am 1. August 2026 fand am Brandenburger Tor in Berlin eine Demonstration aus dem „Querdenken“-Milieu statt. Unter dem Schlagwort „Frieden“ zeigten Teilnehmende unter anderem russische und "palästinensische" Fahnen.

Zugleich wurden antisemitische und antiamerikanische Narrative verbreitet. Die Bezeichnung „USrael“ verschmilzt die USA und Israel zu einem gemeinsamen verschwörungsideologischen Feindbild. Zudem nutzten Teilnehmende den Slogan „Ami go home“, der in unterschiedlichen rechts- und linksextremen Milieus verbreitet ist.

Die vermeintliche Friedensrhetorik ging damit erneut mit verschwörungsideologischen Deutungen sowie der Abwertung Israels und der USA einher.

29/07/2026

Am 27. Juli 2026 versammelten sich 4000 Menschen in München, um der Opfer des Anschlags auf den Berliner CSD zu gedenken. Sie entzündeten Kerzen und legten Blumen nieder.

In Redebeiträgen wurde gefordert, gegenüber Intoleranz keine Toleranz zu zeigen. Islamismus wurde dabei klar als Ursache des Anschlags sowie als Gefahr für queere Menschen und die freie Gesellschaft benannt und verurteilt.

Viele Teilnehmende bekundeten zugleich ihre Solidarität mit Jüdinnen und Juden sowie mit Israel. Die Kundgebung setzte ein gemeinsames Zeichen gegen islamistische Gewalt, Antisemitismus und Q***rfeindlichkeit.

27/07/2026

Q***rfeminismus im Bündnis mit islamistischem Antizionismus:

Bei der Internationalist Q***r Pride in Berlin wurden Parolen wie „Globalize the Intifada“, „We want 48, we will get 48“ und „F**k you Germany, viva Palestine“ skandiert. Die Forderung nach „48“ zielt nicht auf eine politische Lösung des Konflikts, sondern auf die Rückabwicklung der israelischen Staatsgründung und damit auf das Ende des jüdischen Staates.

Gleichzeitig wurden islamistische und arabisch-nationalistische Kampfbegriffe mit queerfeministischen Symbolen verbunden. Die reale Verfolgung homosexueller Menschen durch die Hamas, das iranische Regime und andere islamistische Akteure spielte dabei keine erkennbare Rolle. Stattdessen wurden genau jene Kräfte und Ideologien romantisiert, die sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung bekämpfen.

Die Demonstration war zudem von einer aufgeheizten und konfrontativen Atmosphäre geprägt. Es kam zu Tumulten, Auseinandersetzungen mit der Polizei und mehreren Festnahmen.

Unsere Aufnahmen dokumentieren, wie antisemitischer Antizionismus, regressiver Antiimperialismus und queerfeministische Selbstbeschreibung auf Berliner Straßen zu einer ideologischen Allianz verschmelzen.

***rfeindlichkeit

Blutige Paradoxie: Wenn das ideologische Vorspiel zur Tat wirdAuf der "Internationalist Q***r Pride" in Berlin wurden ei...
27/07/2026

Blutige Paradoxie: Wenn das ideologische Vorspiel zur Tat wird

Auf der "Internationalist Q***r Pride" in Berlin wurden eine „globale Intifada“, die Vernichtung Israels und religiös-nationalistische Kampfbegriffe propagiert. Q***rfeministische und antiimperialistische Milieus demonstrierten dabei Seite an Seite mit Akteuren und Strukturen, die islamistische, antisemitische und autoritäre Ideologien vertreten.

Nur wenige Stunden später traf islamistischer Terror den offiziellen Berliner CSD – und damit genau jene queere Community, deren radikale Teile zuvor auf ihrer Alternativversammlung den Dschihadismus romantisiert, seine Gewaltbegriffe übernommen und seine homophobe Realität ausgeblendet hatten.

Diese blutige Paradoxie ist kein bloßer Zufall der Symbolik. Sie verweist auf eine tiefgreifende ideologische Verblendung: Emanzipatorische Maßstäbe werden aufgegeben, sobald sich eine Bewegung gegen Israel, die USA oder den Westen richtet. Selbst klerikalfaschistische Regime und islamistische Terrororganisationen erscheinen dann als vermeintliche Bündnispartner im „antiimperialistischen Widerstand“.

Unser neuer Beitrag analysiert diese regressiven Allianzen, den antizionistischen Bekenntniszwang innerhalb queerfeministischer Milieus und die ideologische Entgrenzung auf Berliner Pride-Demonstrationen.

Den vollständigen Beitrag lesen: Link in Bio und Story.

Unser Mitgefühl gilt den Opfern, ihren Angehörigen und allen Betroffenen des Anschlags vom 25. Juli 2026.

***rfeindlichkeit

25/07/2026

Aktuell: Der heutige rechtsextreme Gegenprotest zum Berliner CSD blieb ohne nennenswerte Resonanz. Nur etwa ein Dutzend Neonazis folgte dem Aufruf. Gegenüber den zahlreichen Teilnehmenden des CSD gingen sie vollständig unter und waren für die Veranstaltung praktisch nicht wahrnehmbar.

Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass rechtsextreme Mobilisierungen gegen CSDs andernorts durchaus Wirkung entfalten. Gerade in kleineren Städten gelingt es Neonazis immer wieder, deutlich größere Gegenproteste zu organisieren, Teilnehmende einzuschüchtern und Veranstaltungen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt gezielt anzugreifen.

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